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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort (Bitte ersten Beitrag beachten!)
Verfasst: 21.12.2021, 07:19
von Traumtänzerin
IrisMads hat geschrieben: 20.12.2021, 21:14
Hallo Ihr Lieben,
Ich hatte nach der Geburt ( Januar) nach einigen Tagen starke Schmerzen in den Gelenken. Ich hab es auf die Geburt, dann auf die Hormone geschoben. Dann hab ich etwas von Stillrheuma gelesen. Na ja... es wurde wärmer...und was sollich sagen ich hatte keine Probleme mehr. ( Auch das Absetzen von Domperidon war im zeitlichen Zusammenhang )
Nun seit 2 Wochen kann ich mich wieder kaum Bewegen. Nachts aufstehen tun die Fußgelenke weh die ersten Schritte sind die Hölle, auf dem Boden spielen mit dem Zwerg und dann aufstehen....die Knie- Fuß gelenke schmerzen , egal wie ich sitze.
Kennt das jemand von den Stillmamis ? Rheumawerte sind nicht vorhanden, dass hab ich nochmals testen lassen.
Vielleicht werd ich auch alt
Oh man, ich habe dieses Problem auch

Ich habe auch Schmerzen in den Hand- und Fingergelenken. Bei mir ging es allerdings im Sommer los, ca. 6 Wochen nach Entbindung. Ich nehme bereits seit 2 Monaten Calcium und Magnesium. Das hat meine Frauenärztin empfohlen. Hat ein wenig geholfen. Rheumawerte sind nicht vorhanden. Bei mir käme noch Psoriasis Arthritis infrage (aber fürchte mich vor der möglichen Diagnose und habe dahingehend noch nicht untersuchen lassen.
Fühle mich total gebrechlich

Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort (Bitte ersten Beitrag beachten!)
Verfasst: 21.12.2021, 08:58
von IrisMads
Calcium und amagnesium werde ich trotzdem mal probieren. Das sind schonmal gute Hinweise. Mein Frauenarzt sagte nur, es hilft abstillen. ( Aber dann hab ich lieber schmerzen )
Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort (Bitte ersten Beitrag beachten!)
Verfasst: 21.12.2021, 12:20
von blueberry
IrisMads hat geschrieben: 20.12.2021, 21:14
[...] Dann hab ich etwas von Stillrheuma gelesen. Na ja... es wurde wärmer...und was sollich sagen ich hatte keine Probleme mehr. ( Auch das Absetzen von Domperidon war im zeitlichen Zusammenhang )
Nun seit 2 Wochen kann ich mich wieder kaum Bewegen. [...]
Vorab: ich bin keine Fachfrau für Gelenkbeschwerden irgendeiner Art. Ich wollte nur kurz zwei Sachen dalassen:
1. Ja, es gibt eine Krankheit, die "Still-Rheuma" oder "Still-Syndrom"/"Morbus Still" heißt, und die deshalb im Volksmund immer mal wieder mit Gelenkbeschwerden in der Stillzeit assoziiert ist. Damit hat der Begriff aber nichts zu tun. Morbus Still heißt so nach dem englischen Kinderarzt Sir George F. Still, der sie entdeckt hat, und ist eine Form der juvenilen chronischen Arthritis. Mit dem Stillen der Mutter oder des betroffenen Kindes hat das nichts zu tun.
https://www.rheuma-online.de/a-z/s/still-syndrom/
2. Junge Mütter haben (durch Stress, Hormonschwankungen in/nach der Schwangerschaft, Schlafmangel, Verspannungen durch ungünstige Haltungen beim Stillen [z.B. durch ein wegrutschendes Stillkissen] oder einhändigen Handytippen oder Flaschegeben oder ...) gar nicht selten Beschwerden des Bewegungsapparates. Es gibt auch Autoimmunerkrankungen, die mit der Schwangerschaft erstmals auftreten. Gelenkschmerzen haben vielfältige Ursachen und sind teils noch nicht vollständig erforscht, leider.
Der von Dir beschriebene jahreszeitliche Zusammenhang spricht für mich jetzt intuitiv und aus Laiensicht eher gegen die Stillhormone als vorrangige Ursache.
(Dass immer morgens meine Füße und Fußgelenke bei den ersten Schritten wehtun, habe ich übrigens auch schon phasenweise gehabt. Ich dachte eher an die Wechseljahre oder sowas [ich stille schon seit Jahren nicht mehr], aber tatsächlich wurde es besser, als ich aus anderen Gründen Magnesium nahm...)
Ich habe diesen
Artikel (09/2020) einer Ergotherapeutin und IBCLC zu Gelenkbeschwerden in der Stillzeit gefunden. Vielleicht hilft Dir dort eins der Stichworte weiter:
https://www.ergotherapie-stillberatung- ... h-stillen/
In jedem Fall: Gute Besserung für Dich!
Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort (Bitte ersten Beitrag beachten!)
Verfasst: 21.12.2021, 13:18
von Edda90
Hallo zusammmen,
ich habe eine Frage zu der Dosierung von Domperidon. Da das Vollstillen nun das 2. mal nicht klappt, habe ich mir Domperidon von der Frauenarztin verschreiben lassen. Ich füttere momentan mit dem BES zu.
Meine Hebamme meint ich soll mit 3x 30mg (also 3x3 Tabletten) starten. Das habe ich nun auch schon häufiger gelesen.
Meine Frauenärztin sagt ich soll 3x 10mg einnehmen. Ich kann auch momentan nicht sagen, ob ich so viele Rezepte erhalte um 3x30mg abzudecken.
Wie sind hier eure Erfahrungen? Mein Bauchgefühl sagt mir lieber mit einer niedrigeren Dosierung zu starten.
Viele Grüße
Edda
Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort (Bitte ersten Beitrag beachten!)
Verfasst: 21.12.2021, 13:35
von IrisMads
blueberry hat geschrieben: 21.12.2021, 12:20
IrisMads hat geschrieben: 20.12.2021, 21:14
[...] Dann hab ich etwas von Stillrheuma gelesen. Na ja... es wurde wärmer...und was sollich sagen ich hatte keine Probleme mehr. ( Auch das Absetzen von Domperidon war im zeitlichen Zusammenhang )
Nun seit 2 Wochen kann ich mich wieder kaum Bewegen. [...]
Vorab: ich bin keine Fachfrau für Gelenkbeschwerden irgendeiner Art. Ich wollte nur kurz zwei Sachen dalassen:
1. Ja, es gibt eine Krankheit, die "Still-Rheuma" oder "Still-Syndrom"/"Morbus Still" heißt, und die deshalb im Volksmund immer mal wieder mit Gelenkbeschwerden in der Stillzeit assoziiert ist. Damit hat der Begriff aber nichts zu tun. Morbus Still heißt so nach dem englischen Kinderarzt Sir George F. Still, der sie entdeckt hat, und ist eine Form der juvenilen chronischen Arthritis. Mit dem Stillen der Mutter oder des betroffenen Kindes hat das nichts zu tun.
https://www.rheuma-online.de/a-z/s/still-syndrom/
2. Junge Mütter haben (durch Stress, Hormonschwankungen in/nach der Schwangerschaft, Schlafmangel, Verspannungen durch ungünstige Haltungen beim Stillen [z.B. durch ein wegrutschendes Stillkissen] oder einhändigen Handytippen oder Flaschegeben oder ...) gar nicht selten Beschwerden des Bewegungsapparates. Es gibt auch Autoimmunerkrankungen, die mit der Schwangerschaft erstmals auftreten. Gelenkschmerzen haben vielfältige Ursachen und sind teils noch nicht vollständig erforscht, leider.
Der von Dir beschriebene jahreszeitliche Zusammenhang spricht für mich jetzt intuitiv und aus Laiensicht eher gegen die Stillhormone als vorrangige Ursache.
(Dass immer morgens meine Füße und Fußgelenke bei den ersten Schritten wehtun, habe ich übrigens auch schon phasenweise gehabt. Ich dachte eher an die Wechseljahre oder sowas [ich stille schon seit Jahren nicht mehr], aber tatsächlich wurde es besser, als ich aus anderen Gründen Magnesium nahm...)
Ich habe diesen
Artikel (09/2020) einer Ergotherapeutin und IBCLC zu Gelenkbeschwerden in der Stillzeit gefunden. Vielleicht hilft Dir dort eins der Stichworte weiter:
https://www.ergotherapie-stillberatung- ... h-stillen/
In jedem Fall: Gute Besserung für Dich!
Vielen Lieben Dank..
Hoffentlich nicht die Wechseljahre !
Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort (Bitte ersten Beitrag beachten!)
Verfasst: 21.12.2021, 15:39
von Mondenkind
Edda90 hat geschrieben: 21.12.2021, 13:18
Hallo zusammmen,
ich habe eine Frage zu der Dosierung von Domperidon. Da das Vollstillen nun das 2. mal nicht klappt, habe ich mir Domperidon von der Frauenarztin verschreiben lassen. Ich füttere momentan mit dem BES zu.
Meine Hebamme meint ich soll mit 3x 30mg (also 3x3 Tabletten) starten. Das habe ich nun auch schon häufiger gelesen.
Meine Frauenärztin sagt ich soll 3x 10mg einnehmen. Ich kann auch momentan nicht sagen, ob ich so viele Rezepte erhalte um 3x30mg abzudecken.
Wie sind hier eure Erfahrungen? Mein Bauchgefühl sagt mir lieber mit einer niedrigeren Dosierung zu starten.
Viele Grüße
Edda
Die Dosierung von 3x30mg ist veraltet und sollte keinesfalls mehr so empfohlen werden. Dabei beruft man sich übrigens nicht auf Erfahrungen, sondern auf Untersuchungen. Korrekt sind 3x10mg, deine Frauenärztin hat also recht.
Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort (Bitte ersten Beitrag beachten!)
Verfasst: 22.12.2021, 03:34
von Grizzly
Nur aus Interesse:
Mir ist aufgefallen, dass es Tags meist mal mehr, mal weniger intensives Nuckeln braucht, bis mein MSR auslöst, nachts die Milch aber meist beim ersten oder zweiten Zug schon fließt. Liegt das an den „volleren“ Brüsten nachts oder an der besseren Entspannung? Oder an etwas ganz anderem, das ich nicht kenne?
Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort (Bitte ersten Beitrag beachten!)
Verfasst: 22.12.2021, 05:58
von delfinstern
Nachts ist die Hormonlage besser. (und zumindest bei mir spielt tagsüber noch Stress mit rein)
Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort (Bitte ersten Beitrag beachten!)
Verfasst: 22.12.2021, 09:04
von Edda90
Mondenkind hat geschrieben: 21.12.2021, 15:39
Edda90 hat geschrieben: 21.12.2021, 13:18
Hallo zusammmen,
ich habe eine Frage zu der Dosierung von Domperidon. Da das Vollstillen nun das 2. mal nicht klappt, habe ich mir Domperidon von der Frauenarztin verschreiben lassen. Ich füttere momentan mit dem BES zu.
Meine Hebamme meint ich soll mit 3x 30mg (also 3x3 Tabletten) starten. Das habe ich nun auch schon häufiger gelesen.
Meine Frauenärztin sagt ich soll 3x 10mg einnehmen. Ich kann auch momentan nicht sagen, ob ich so viele Rezepte erhalte um 3x30mg abzudecken.
Wie sind hier eure Erfahrungen? Mein Bauchgefühl sagt mir lieber mit einer niedrigeren Dosierung zu starten.
Viele Grüße
Edda
Die Dosierung von 3x30mg ist veraltet und sollte keinesfalls mehr so empfohlen werden. Dabei beruft man sich übrigens nicht auf Erfahrungen, sondern auf Untersuchungen. Korrekt sind 3x10mg, deine Frauenärztin hat also recht.
Vielen Dank für die Antwort Mondenkind!
Eine weitere Frage: Manchmal akzeptiert meine Tochter die Brust ohne BES nicht, vor allem wenn der Hunger groß ist. Ich denke der Grund ist, dass die Milch beim BES schneller fließt bzw. der Milchspendereflex ohne BES quasi spät einsetzt. Ich verwende den mittleren Schlauch und hänge diesen tief.
Gibt es hierzu Tipps und Erfahrungen?
Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort (Bitte ersten Beitrag beachten!)
Verfasst: 22.12.2021, 09:58
von Lösche Benutzer 27440
Nochmal eine Frage zum Soor.
Ich nutze für die Brust normalerweise die Zinksalbe. Die muss man ja aber vor dem Stillen weg wischen. Wir haben aber aktuell so kurze Abstände zwischen den Stilleinheiten, dass sich das cremen kaum lohnt. Dadurch sind die Brustwarzen noch immer nicht ganz heil.
Spricht etwas dagegen doch das Gel für den Mund aufzutragen und dann ohne Abwischen zu stillen?