Zunächst jedoch unser Problem: unsere Tochter hatte eine Zeit, in der sie abends gut geschlafen hat. Ich hab sie mit einem festen aber kurzen Ritual ins Bett gelegt und sie schlief dann ca. 5h am Stück. Danach habe ich sie ca. alle 1-2h gestillt.
Aber als sie ca. ein halbes Jahr alt war endete das und sie fing an abends nach dem ins Bett legen alle halbe Stunde aufzuwachen und zu schreien. Mein Mann und ich wechselten uns im Beruhigen ab und sie schlief zum Glück auch immer wieder ein - wachte aber halt auch immer wieder auf. Das endete immer erst, wenn ich auch ins Bett ging und sie im direkten Kontakt mit mir liegen konnte. Das Verhalten blieb aber nicht so, sondern wurde schlimmer: sie schlief abends gar nicht mehr ein und schrie nur noch. Bzw. wenn sie dann endlich geschlafen hatte wachte sie nachts auf und war dann richtig wach! Z.B. wachte sie um 24 Uhr auf, wollte spielen und schlief erst wieder gegen 3 Uhr ein.... ich war nachts mit den Nerven am Ende und auch aggressiv....
Tagsüber schläft sie nur im direkten Kontakt mit mir und dann auch nur 2x am Tag eine halbe Stunde.
Und weil das irgendwann gar nicht mehr ging und sie auch insg. viel zu wenig Schlaf bekommen hat, habe ich nach Rat meiner Hebamme bei einem Arzt, der jahrelang im Schlaflabor in HD gearbeitet hat, einen Termin ausgemacht. Witzigerweise habe ich zu dem Zeitpunkt auch das Buch von Pantley bekommen und konnte das Vorgehen vergleichen
Insgesamt hat der Arzt uns zum selben Vorgehen geraten wie Pantley es auch beschreibt, nur nicht so sanft bzw. liebevoll. Unser Problem laut Arzt (und auch laut Pantley): unsere Tochter kann nur noch im direkten Kontakt mit mir schlafen. Sie schläft bei mir ein und tagsüber wachte sie auch bei mir auf. Nur abends schlich ich mich nach ihrem Einschlafen wieder raus und das spürte sie. Deshalb hat sie immer geschrien. Maßnahme: sie muss allein in ihrem Bett einschlafen lernen. Mein Mann oder ich sollen dabei bleiben, sie aber nicht auf den Arm nehmen oder so. Es geht darum, dass sie sieht, dass jemand da und sie nicht allein ist. Nachts soll sie nur in der 2. Nachthälfte gestillt werden. Und auch tagsüber muss sie in ihr Bett und darf nicht mehr im Ehebett schlafen. Das alles, damit sie wieder lernt alleine in den Schlaf zu finden...
Klingt hart und hat sich für mich auch total hart angefühlt! Aber die letzten Wochen waren so übel, da gehe ich lieber durch das durch. Ich hab zusätzlich ein Kuscheltier und Schlüsselworte eingeführt (Pantley) und heute schläft sie zum ersten mal seit 2h am Stück und vielleicht noch länger? Ich muss dazu sagen, dass es erst der 2. Tag mit diesem Vorgehen ist und ich bin so froh, dass ich einen Erfolg sehe.
Ich führe dennoch die Protokolle und hoffe, dass sich auch ihr Tagschlaf verbessert - mal eine Stunde Schlaf täte ihr auch besser wie nur dieses Kurzschläfchen...
Ah eins noch: Bei Pantley fand ich beim Lesen komisch, dass sie immer betont, dass man dieses Vorgehen auch wirklich wollen muss. Der Arzt sagte aber dasselbe und nun verstehe ich es auch: Das Bett unserer Tochter ist direkt neben mir, nur dass die Maus vorher halt bei mir geschlafen hat und nicht in ihrem Bett. Jetzt lag sie da drin, hat geweint und durch die Gitterstäbe versucht, mich zu berühren.... Das war so unglaublich schlimm und am liebsten hätte ich sie sofort wieder zu mir gelegt
Aber ich musste an all die Nächte denken, in denen sie wach war und das hat geholfen... puh.
Ich hoffe ich hab nicht zu durcheinander geschrieben und konnte mit meiner Erfahrung hier ein bisschen beisteuern

