Pantleys Schlafen statt Schreien - Frage-/Austauschthread

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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Emiluna
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Re: Pantleys Schlafen statt Schreien - Frage-/Austauschthrea

Beitrag von Emiluna »

Hallo, auch ich möchte mich gern hier einklinken und über meine Erfahrung berichten - einerseits mit Pantley (wobei ich damit erst begonnen habe) und parallel dazu mit einer Anweisung eines Arztes mit jahrelanger Erfahrung aus dem Schlaflabor.
Zunächst jedoch unser Problem: unsere Tochter hatte eine Zeit, in der sie abends gut geschlafen hat. Ich hab sie mit einem festen aber kurzen Ritual ins Bett gelegt und sie schlief dann ca. 5h am Stück. Danach habe ich sie ca. alle 1-2h gestillt.
Aber als sie ca. ein halbes Jahr alt war endete das und sie fing an abends nach dem ins Bett legen alle halbe Stunde aufzuwachen und zu schreien. Mein Mann und ich wechselten uns im Beruhigen ab und sie schlief zum Glück auch immer wieder ein - wachte aber halt auch immer wieder auf. Das endete immer erst, wenn ich auch ins Bett ging und sie im direkten Kontakt mit mir liegen konnte. Das Verhalten blieb aber nicht so, sondern wurde schlimmer: sie schlief abends gar nicht mehr ein und schrie nur noch. Bzw. wenn sie dann endlich geschlafen hatte wachte sie nachts auf und war dann richtig wach! Z.B. wachte sie um 24 Uhr auf, wollte spielen und schlief erst wieder gegen 3 Uhr ein.... ich war nachts mit den Nerven am Ende und auch aggressiv....

Tagsüber schläft sie nur im direkten Kontakt mit mir und dann auch nur 2x am Tag eine halbe Stunde.

Und weil das irgendwann gar nicht mehr ging und sie auch insg. viel zu wenig Schlaf bekommen hat, habe ich nach Rat meiner Hebamme bei einem Arzt, der jahrelang im Schlaflabor in HD gearbeitet hat, einen Termin ausgemacht. Witzigerweise habe ich zu dem Zeitpunkt auch das Buch von Pantley bekommen und konnte das Vorgehen vergleichen :-)
Insgesamt hat der Arzt uns zum selben Vorgehen geraten wie Pantley es auch beschreibt, nur nicht so sanft bzw. liebevoll. Unser Problem laut Arzt (und auch laut Pantley): unsere Tochter kann nur noch im direkten Kontakt mit mir schlafen. Sie schläft bei mir ein und tagsüber wachte sie auch bei mir auf. Nur abends schlich ich mich nach ihrem Einschlafen wieder raus und das spürte sie. Deshalb hat sie immer geschrien. Maßnahme: sie muss allein in ihrem Bett einschlafen lernen. Mein Mann oder ich sollen dabei bleiben, sie aber nicht auf den Arm nehmen oder so. Es geht darum, dass sie sieht, dass jemand da und sie nicht allein ist. Nachts soll sie nur in der 2. Nachthälfte gestillt werden. Und auch tagsüber muss sie in ihr Bett und darf nicht mehr im Ehebett schlafen. Das alles, damit sie wieder lernt alleine in den Schlaf zu finden...
Klingt hart und hat sich für mich auch total hart angefühlt! Aber die letzten Wochen waren so übel, da gehe ich lieber durch das durch. Ich hab zusätzlich ein Kuscheltier und Schlüsselworte eingeführt (Pantley) und heute schläft sie zum ersten mal seit 2h am Stück und vielleicht noch länger? Ich muss dazu sagen, dass es erst der 2. Tag mit diesem Vorgehen ist und ich bin so froh, dass ich einen Erfolg sehe.
Ich führe dennoch die Protokolle und hoffe, dass sich auch ihr Tagschlaf verbessert - mal eine Stunde Schlaf täte ihr auch besser wie nur dieses Kurzschläfchen...

Ah eins noch: Bei Pantley fand ich beim Lesen komisch, dass sie immer betont, dass man dieses Vorgehen auch wirklich wollen muss. Der Arzt sagte aber dasselbe und nun verstehe ich es auch: Das Bett unserer Tochter ist direkt neben mir, nur dass die Maus vorher halt bei mir geschlafen hat und nicht in ihrem Bett. Jetzt lag sie da drin, hat geweint und durch die Gitterstäbe versucht, mich zu berühren.... Das war so unglaublich schlimm und am liebsten hätte ich sie sofort wieder zu mir gelegt :-( Das bedeutet es also, etwas wirklich zu wollen - das auszuhalten.
Aber ich musste an all die Nächte denken, in denen sie wach war und das hat geholfen... puh.

Ich hoffe ich hab nicht zu durcheinander geschrieben und konnte mit meiner Erfahrung hier ein bisschen beisteuern :-) Auf jeden Fall gehe ich jetzt ins Bett, denn eins stimmt bei Pantley auch: sobald die Kleinen wieder ein bisschen mehr schlafen ist man total nervös, ob alles in Ordnung ist :roll:
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Leela
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Re: Pantleys Schlafen statt Schreien - Frage-/Austauschthrea

Beitrag von Leela »

@Zwillingsbuben: Du Arme! Ich hoffe auch für Dich, dass sich bald etwas bessert bzw. Du zu mehr Schlaf kommst. Durchschlafwahnsinn mal 2, das kann ich mir garnicht vorstellen :shock: Wie machst Du das nachts, das heißt ja, dass Du Dich garnicht bewegen kannst, oder?

@elaren78: Wir schlafen auch alle im Familienbett. Ganz am Anfang, ich glaube, er war 2 Wochen alt, schlief er 2 Nächte im Stubenwagen (er hat damals sehr viel geschrien und es war ein Versuch), das hat sich aber sehr falsch für mich angefühlt. Er schläft bei uns, daran soll sich auch in nächster Zeit nichts ändern. Das eigene Bett siedle ich gedanklich so bei ca. 3 Jahren an, also mal sehen.
Das Abendritual klappt tagsüber nicht, auch nicht kürzer. Oder mir fehlt die zündende Idee- sobald ich ihn tagsüber in`s Bett lege und er wird müde weint er SOFORT, es ist wie ein Schalter, der an geht. Abends ist das nie so, da liegt er ja länger als 1 Stunde mit mir oder uns drin. Manchmal kann ich ihn tagsüber einschlafstillen, meistens lässt er die Brust aber irgendwann brüllend los und ich springe schnell los, um den Bondolino zu holen& werfe ihn auf den Rücken. Dann staubsaugen und er schläft schon. Der Nachteil ist eben, dass ich nie Schlaf nachholen kann/ konnte und das schlaucht so!
Ach, mir fällt ein: beim Papa schläft er tagsüber auch auf dem Arm ein und er kann ihn dann ablegen. Das klappt bei mir nie (warum?). Und Papa ist nur 1-2x pro Woche da :(

@perlanera1981: Du machst das ja auch so wie Elaren mit dem Gute-Nacht-wünschen das Kind schläft ein- hä,wieso klappt das bei euch?! :evil: :wink:
Mit dem Rumdrehen weiß ich auch keine Lösung- mein Kleiner ist noch nicht so mobil, trotzdem habe ich manchmal Babyfüße im Gesicht.
Seit wir das mit dem Ritual angefangen haben, beginnt es immer um 19h, da stöpseln wir auch das Telefon aus. Wenn Besuch da ist, gehe ich trotzdem um Punkt 19h mit ihm in`s Bett. Ich komme mir schon manchmal doof vor, vor allem, weil sich schon Besuch lustig drüber gemacht hat. Aber es tut ihm so gut- und uns auch. Vorher gab es stundenlange Spaziergänge durch die Wohnung, bis er schlafen konnte. Das abendliche nackig strampeln ist seine Oase. Ich ändere die starre Zeit erst, wenn sich das ändert. Unser Ritual dauert 1h, außer, er wird vorher müde. Er liegt nackig zwischen uns im warmen Zimmer und wir reden oder einer liest vor. Macht Spaß! :) Dann ziehe ich ihn an und wir reden noch ein bisschen, dabei schläft er ein oder spätestens dann beim Stillen.
Wenn Dein Kleiner beim Lesen unruhig ist, ist es vielleicht das falsche Ritual für euch? Vielleicht Baden oder im Dunkeln Taschenlampe gucken oder Musik hören statt dessen?

@Sakura: was, sie krabbelt raus? Und wo krabbelt sie dann hin? :shock: Wirst Du dann wach? Das ist ja meine Horrorvision, ich werde wach& mein Kleiner ist auf Tour (das ist einer Freundin mal passiert, aber tagsüber).

@Emiluna: schön, dass Du auch da bist :-) Wie, sie schläft jetzt 2h am Stück tagsüber? Nur mit Schlüsselworten& Kuscheltier? Was für ein Kuscheltier hat sie denn? M. versteht garnicht, was er mit einem Kuscheltier soll, ich habe es mal versucht.
Das hört sich so schrecklich an, wenn Du schreibst, sie versucht, Dich durch die Gitter zu berühren. Macht Dir das nichts? Wenn es ihr zum Schlafen hilft und Du Dich wohl dabei fühlst, ok, aber lass Dir keinen Tipp aufdrücken, mit dem Du Dich schlecht fühlst. Du tust mir echt leid, ich weiß ja, dass ihr oft alleine seid& Schlafmangel zermürbt so.... :(
Laut Pantley müsstet ihr ja die Verknüpfung Körperkontakt&Schlaf auflösen. Da fällt mir auch nichts ein. Ach, aber sie sind doch noch so klein.... Bei uns ist es anders, er braucht meine Anwesenheit, aber direkten Körperkontakt nervt ihn nachts außer beim Stillen. Praktisch, mich nervt`s nämlich auch 8) Wir liegen halt "so" nebeneinander und zum Stillen ziehe ich ihn her.

Wir haben wieder Durchschlafchaos. Der arme Zwerg weint& schreit im Schlaf. So alle 1-3 Stunden. Er will dann nicht stillen, beruhigt sich erst auf dem Arm. Wenn ich abwarte, wird er wach. Was kann ich nur machen? Sind das Albträume? Er hat die ganze Zeit die Augen zu. Das Rumlaufen weckt mich nämlich und ich brauche ewig, um wieder einzuschlafen. Heute habe ich ihn um 6h geweckt, weil er seit 4h alle 15min geschrien hat. Ich war platt, er topfit :roll: Haben eure das auch? Schon, oder, ihr schreibt ja, sie werden oft wach. Aber sind sie dann wirklich wach oder nur laut?
Grüße von Leela mit '11, '14, '20 und '21.
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Re: Pantleys Schlafen statt Schreien - Frage-/Austauschthrea

Beitrag von perlanera1981 »

Sakura hat geschrieben:ui... kannst du vorsichtig anmelden, dass sie wenn, dann nachmittags vorbeikommen? oder morgens?
Nicht so einfach, den Kontakt möchte ich meinem Papa nicht "verbieten", er kommt erst abends gegen 17:00 Uhr von der Arbeit und dann möchte er (verständlicherweise) noch ein paar Minuten mit dem Enkel verbringen. Aber gestern Abend hab ich die zwei einfach zum Buch anschauen im gedimmten Wohnzimmer verdonnert und es hat beiden auch gefallen. Es geht also ;)

@Emiluna: Bei mir war der Knackpunkt auch ca. mit 5-6 Monaten. Er hatte anfangs recht gut geschlafen und mit 5 Monaten schlief er plötzlich nur noch auf dem Arm ein, in einer bestimmten Haltung, bei der mir fast das Kreuz gebrochen ist ;) Mein Kinderarzt hat es mir auch so erklärt wie das Schlaflabor. Ich bin dann auch einige Tage in Folge an seinem Bett gesessen und hab ihn getröstet und gestreichelt, während er geweint hat. Aber es wurde schnell besser, hat sich auf die Seite gedreht und dann einfach ohne mich eingeschlafen. :shock:
Leela hat geschrieben:Wir haben wieder Durchschlafchaos. Der arme Zwerg weint& schreit im Schlaf. So alle 1-3 Stunden. Er will dann nicht stillen, beruhigt sich erst auf dem Arm. Wenn ich abwarte, wird er wach. Was kann ich nur machen? Sind das Albträume? Er hat die ganze Zeit die Augen zu. Das Rumlaufen weckt mich nämlich und ich brauche ewig, um wieder einzuschlafen. Heute habe ich ihn um 6h geweckt, weil er seit 4h alle 15min geschrien hat. Ich war platt, er topfit Haben eure das auch? Schon, oder, ihr schreibt ja, sie werden oft wach. Aber sind sie dann wirklich wach oder nur laut?
Kann es sein, dass er zahnt? Irgendwie find ich grad nicht, wie alt dein Kleiner ist... Wir hatten das erst in den letzten Wochen, dass er schreit und schreit und eigentlich gar nicht richtig wach ist... Jetzt ist mit fast 11 Monaten der erste Zahn durchgebrochen. Oft hilft es bei uns, ihm einfach während er schreit Dentinox reinzuschmieren und oft ist dann bald etwas länger Ruhe. Alternativ könnte es sein, dass er zur Zeit viel entdeckt? Krabbeln? Aufstehen?

Liebe Grüße

perlanera1981
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elaren78
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Re: Pantleys Schlafen statt Schreien - Frage-/Austauschthrea

Beitrag von elaren78 »

Hallo Emiluna,

nur kurz, so wie ich Pantley verstanden habe musst Du sie nicht weinen lassen in ihrem Bett. Es geht darum es immer wieder neu zu probieren. Und wenn es nicht klappt wieder hoch nehmen und das machen was klappt. Und wenn sie dann kurz vorm einschlafen ist, das neue wieder probieren. Wenn sie weint, wieder das alte Programm fahren usw. usw. Wir haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht! Mein Mann konnte es zuerst nicht glauben, dass das ohne weinen gehen soll. Aber nach dem wir dran geblieben sind und ihn immer wieder wachen Auges in sein Bett gelegt haben, hat er es ziemlich schnell akzeptiert. Es geht wirklich ohne Weinen! Und wenn es mir zu bunt/blöd wurde, habe ich halt das alte Einschlafritual (stillen) gemacht, dann ging das einschlafen schneller ;-)

Wobei ich wirklich (noch) keine Expertin bin und der Rest bei uns auch ziemlich grottig aussieht :-(( Aber schreien lassen musst Du sie wirklich nicht! :-) :-)

Soviel nur kurz von meiner Seite, mein Kleiner will bespaßt werden :lol:

Lg Marlene mit Tochter und Sohn (07-11)

Emiluna hat geschrieben:Hallo, auch ich möchte mich gern hier einklinken und über meine Erfahrung berichten - einerseits mit Pantley (wobei ich damit erst begonnen habe) und parallel dazu mit einer Anweisung eines Arztes mit jahrelanger Erfahrung aus dem Schlaflabor.
Zunächst jedoch unser Problem: unsere Tochter hatte eine Zeit, in der sie abends gut geschlafen hat. Ich hab sie mit einem festen aber kurzen Ritual ins Bett gelegt und sie schlief dann ca. 5h am Stück. Danach habe ich sie ca. alle 1-2h gestillt.
Aber als sie ca. ein halbes Jahr alt war endete das und sie fing an abends nach dem ins Bett legen alle halbe Stunde aufzuwachen und zu schreien. Mein Mann und ich wechselten uns im Beruhigen ab und sie schlief zum Glück auch immer wieder ein - wachte aber halt auch immer wieder auf. Das endete immer erst, wenn ich auch ins Bett ging und sie im direkten Kontakt mit mir liegen konnte. Das Verhalten blieb aber nicht so, sondern wurde schlimmer: sie schlief abends gar nicht mehr ein und schrie nur noch. Bzw. wenn sie dann endlich geschlafen hatte wachte sie nachts auf und war dann richtig wach! Z.B. wachte sie um 24 Uhr auf, wollte spielen und schlief erst wieder gegen 3 Uhr ein.... ich war nachts mit den Nerven am Ende und auch aggressiv....

Tagsüber schläft sie nur im direkten Kontakt mit mir und dann auch nur 2x am Tag eine halbe Stunde.

Und weil das irgendwann gar nicht mehr ging und sie auch insg. viel zu wenig Schlaf bekommen hat, habe ich nach Rat meiner Hebamme bei einem Arzt, der jahrelang im Schlaflabor in HD gearbeitet hat, einen Termin ausgemacht. Witzigerweise habe ich zu dem Zeitpunkt auch das Buch von Pantley bekommen und konnte das Vorgehen vergleichen :-)
Insgesamt hat der Arzt uns zum selben Vorgehen geraten wie Pantley es auch beschreibt, nur nicht so sanft bzw. liebevoll. Unser Problem laut Arzt (und auch laut Pantley): unsere Tochter kann nur noch im direkten Kontakt mit mir schlafen. Sie schläft bei mir ein und tagsüber wachte sie auch bei mir auf. Nur abends schlich ich mich nach ihrem Einschlafen wieder raus und das spürte sie. Deshalb hat sie immer geschrien. Maßnahme: sie muss allein in ihrem Bett einschlafen lernen. Mein Mann oder ich sollen dabei bleiben, sie aber nicht auf den Arm nehmen oder so. Es geht darum, dass sie sieht, dass jemand da und sie nicht allein ist. Nachts soll sie nur in der 2. Nachthälfte gestillt werden. Und auch tagsüber muss sie in ihr Bett und darf nicht mehr im Ehebett schlafen. Das alles, damit sie wieder lernt alleine in den Schlaf zu finden...
Klingt hart und hat sich für mich auch total hart angefühlt! Aber die letzten Wochen waren so übel, da gehe ich lieber durch das durch. Ich hab zusätzlich ein Kuscheltier und Schlüsselworte eingeführt (Pantley) und heute schläft sie zum ersten mal seit 2h am Stück und vielleicht noch länger? Ich muss dazu sagen, dass es erst der 2. Tag mit diesem Vorgehen ist und ich bin so froh, dass ich einen Erfolg sehe.
Ich führe dennoch die Protokolle und hoffe, dass sich auch ihr Tagschlaf verbessert - mal eine Stunde Schlaf täte ihr auch besser wie nur dieses Kurzschläfchen...

Ah eins noch: Bei Pantley fand ich beim Lesen komisch, dass sie immer betont, dass man dieses Vorgehen auch wirklich wollen muss. Der Arzt sagte aber dasselbe und nun verstehe ich es auch: Das Bett unserer Tochter ist direkt neben mir, nur dass die Maus vorher halt bei mir geschlafen hat und nicht in ihrem Bett. Jetzt lag sie da drin, hat geweint und durch die Gitterstäbe versucht, mich zu berühren.... Das war so unglaublich schlimm und am liebsten hätte ich sie sofort wieder zu mir gelegt :-( Das bedeutet es also, etwas wirklich zu wollen - das auszuhalten.
Aber ich musste an all die Nächte denken, in denen sie wach war und das hat geholfen... puh.

Ich hoffe ich hab nicht zu durcheinander geschrieben und konnte mit meiner Erfahrung hier ein bisschen beisteuern :-) Auf jeden Fall gehe ich jetzt ins Bett, denn eins stimmt bei Pantley auch: sobald die Kleinen wieder ein bisschen mehr schlafen ist man total nervös, ob alles in Ordnung ist :roll:
Marlene mit Tochter (11-04) und Sohn (07-11)
"Das Gras wächst auch dann nicht schneller wenn man daran zieht" ;-)
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Re: Pantleys Schlafen statt Schreien - Frage-/Austauschthrea

Beitrag von Zwillingsbuben »

@elaren78
ja ich hoffe wir bekommen das hier zusammen gebacken.

und ja ich kann mich nachts nicht bewegen, ich liege auf dem rücken.

wie habt ihr denn den start geefunden? wirklich anzufangen, ich hab immer das gefühl das der tag nicht der richtige ist weil alles anders ist als sonst oder so. irgendwie hab ich schiss das es ewig anstrengend wird. ich bestaune es ja wenn andere erzählen das es einfach so klappt, ins bett legen und schon wars das, es ging ganz einfach.
meine schlafen abends auf den armen ein und werden dann alle ca. 10 min wachlich und werden weitergeschaukelt um im schlaf zu bleiben dann geh ich mit den buben um 10 rüber.
sagt mal was habt ihr denn für rituale für den tagsschlaf? das soll ja anders sein als für die nacht. mir fällt nichts ein dazu.
abends ist bei uns 18 uhr hirsebrei 18.10 nackisch machen strampeln und alles belutschen bei gedämmten licht schon, anziehen...das bringt beide in rage und zu absoluten tobsuchtsanfällen und dann um 18.30 wird einer nach dem anderen gestillt. danach je nach müdigkeitsgrad ein buch angeschaut oder eben gleich geschlafen.

@ emiluna
wie ist das denn mit dem körperkontakt?? schon weniger geworden und wenn ja wie genau??? meine schlafen nieeeeeeeeee ohne körperkontakt...das merken sie sofort!!!!

gruß
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vandeblies
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Re: Pantleys Schlafen statt Schreien - Frage-/Austauschthrea

Beitrag von vandeblies »

@leela, luismama und emiluna: Ihr hier! Hab euch nicht mal explizit gesucht und doch gefunden. Hab grad mal Erfahrungen zu Pantley gesucht und dann find ich euch hier alle auf einem Haufen.

Emiluna, wie geht´s euch?

Wir haben auch immer wieder so eine körperliche Phase, da leg ich mich mit ihm ins Bett, wobei ja bei uns das Einschlafen recht problemlos geht.
Ich kann dann allerdings auch nur kurz das Bett verlassen, weil er den Körperkontakt braucht. Er wird dann von 20 bis ca. 0 Uhr alle 15-45 min wach und braucht die Bestätigung, dass ich da bin und meist auch die Gewissheit, dass die Brust verfügbar ist ( manchmal drück ich sie ihm nur ans Gesicht und er schläft zufrieden ein). Ich tröste mich oft mit dem Gedanken, dass das überlebenstechnisch Sinn macht. Die Angst, alleine zu sein ist bei einem kleinen und schutzlosem Baby doch berechtigt.
Und ich glaube, wenn eine "Maßnahme" sich schlimm anfühlt, kann es nicht förderlich für die Beziehung und das gegenseitige Vertrauen sein.

Ich hab ja Pantley auch gelesen und schlussendlich verworfen.
1. Bei uns hat das "Vorenthalten" des Stillens dazu geführt, dass er unruhiger wurde und sich mehr hin und her gewälzt hat. Seit er sie wieder angeboten bekommt, wacht er nicht mehr so ängstlich auf. Ich hatte auch das Gefühl, dass E. nach 2h sehr wohl Durst hat, er ließ sich zwar beruhigen und schlief kurzzeitig wieder ein, wachte aber ohne Brust nach 10min wieder auf. Stillte ich ihn, schlief er wieder mindestens 1,5h...
2. Bei Schreibabies oder sehr forderndernden Kindern mag das Einschlafritual unverzichtbar sein, wir für uns haben festgestellt, dass E. auch in seinem zarten Alter selbstbestimmt seinen Schlaf regelt. Er macht ziemlich deutlich, wann es Zeit ist, ihn ins Bett zu bringen. Und das kann schon mal gegen 18 Uhr sein und dann mal wieder erst gegen 21 Uhr...ich habe nicht beobachtet, dass er, wenn ich ihn zu festen Zeiten schlafen lege, länger oder besser schläft.

Vielleicht ist es einfach so mit kleinen Babies und je mehr man sich verkrampft, um so mehr entfernt man sich von seinem Kind.
Ich lese gerade Auf den Spuren des Glücks" und hab da auch ein paar interessante Stellen (nicht nur) zu diesem Thema gefunden...hast du das Buch gelesen leela ( ist ja schließlich deins ;) )
Emiluna, vllt ist es auch was für dich?

Na dann, Gute und geruhsame Nacht allerseits
Liebe Grüße, Steffi mit Frechkeks (06/11) und Quietschemaus (07/13)

ClauWi - Trageberaterin (AK 03/2014)
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Leela
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Re: Pantleys Schlafen statt Schreien - Frage-/Austauschthrea

Beitrag von Leela »

perlanera1981 hat geschrieben: Kann es sein, dass er zahnt? Irgendwie find ich grad nicht, wie alt dein Kleiner ist...
Er ist ein halbes Jahr alt. Ja, er zahnt definitiv. Er schreit jetzt auch gerade tagsüber, sieht sehr leidend aus& die Bäckchen leuchten. Ich habe ihm vorhin ein BenUron Zäpfchen gegeben :oops: Hat aber nix genützt. Also scheint er doch keine Schmerzen zu haben....?! Ich reise mal in die Zukunft und frage ihn, was er hat :wink: Ach, es nervt nachts. Wir geben auch Chamomilla- Globuli und IS- Zahnöl. Heute Nacht wieder so alle Stunde Schreien.
vandeblies hat geschrieben: Ich hab ja Pantley auch gelesen und schlussendlich verworfen.
1. Bei uns hat das "Vorenthalten" des Stillens dazu geführt, dass er unruhiger wurde und sich mehr hin und her gewälzt hat. Seit er sie wieder angeboten bekommt, wacht er nicht mehr so ängstlich auf. Ich hatte auch das Gefühl, dass E. nach 2h sehr wohl Durst hat, er ließ sich zwar beruhigen und schlief kurzzeitig wieder ein, wachte aber ohne Brust nach 10min wieder auf. Stillte ich ihn, schlief er wieder mindestens 1,5h...
Willkommen im Gähn- Thread :lol:
Wenn er das Stillen braucht, sollst Du es ihm ja laut Pantley nicht vorenthalten. Sie meint ja, dass es Schlafgeräusche gibt, die garkein Stillwunsch sind und man das ausprobieren soll.
vandeblies hat geschrieben:2. Bei Schreibabies oder sehr forderndernden Kindern mag das Einschlafritual unverzichtbar sein, wir für uns haben festgestellt, dass E. auch in seinem zarten Alter selbstbestimmt seinen Schlaf regelt.
Das ist ja nicht der Knackpunkt, bzw. nicht bei uns. M. weiß, wann er müde ist und schlafen will, da meldet er sich auch. Aber er findet nicht in den Schlaf, weil er immer noch meint, Bett=ich darf nicht schlafen. Deshalb schreit er dann ja auch so, denke ich. Er denkt quasi über uns "ich will meinen Schlaf regeln und sie lassen mich nicht!" , da bin ich mir sicher. Das Abendritual bewirkt, dass er supersupersuperausgeglichen ist, sehr entspannt. Er kann sich nicht gegen den Schlaf wehren und wird davon übermannt :wink: Ich hoffe, dass er so eine Verknüpfung Bett&Schlaf herstellt und irgendwann "einfach" einschlafen kann, wenn er müde ist und schlafen will. Und: das Abendritual ist ja hier kein Stressding, sondern im Gegenteil auch für uns echt schön. Es entkrampft hier alle. Er schläft danach in einem gewissen Zeitrahmen ein, ich bleibe immer gleich mit im Bett, sonst packe ich ja die Nächte nicht.
vandeblies hat geschrieben:Vielleicht ist es einfach so mit kleinen Babies und je mehr man sich verkrampft, um so mehr entfernt man sich von seinem Kind.
Ja, natürlich, das stimmt und ich fühle mich schon ein Stück weit als Versager, wenn ich das lese, weil es eben stimmt. Es ist nur leider nicht immer möglich, wenn eigene Bedürfnisse (Schlaf, Ruhe) so extrem unbefriedigt sind. Und der Teufelskreis beginnt da, wo man sich vom Kind entfernt, dies merkt, sich aber dann nicht aus der Situation heraus ziehen& reflektieren kann, weil man alleine mit dem Kind ist. Das sind die schlimmen Situationen, wo ich merke, es geht nichts vor& nichts zurück, aber ich kannn nicht heraus, weil ich jetzt durch muss, ich muss das Schreien ertragen obwohl ich selbst so hilfsberdürftig bzw., besser, "notleidend" bin.

Zum Glück gibt es solche Situationen bei uns nicht mehr oft. In so Nächten wie grade gerate ich trotzdem immer an meine Grenzen. Ach Quatsch, ich bin die ganze Zeit über der Grenze drüber. Ich bin nur froh, dass ich mich nicht mehr so aggro fühle, das war Anfangs schlimm. Jetzt tut er mir nur noch leid, wenn er soviel schreit. Ich bin halt jetzt auch ausgeschlafener, trotz der einen oder anderen kurzen Nacht.
Grüße von Leela mit '11, '14, '20 und '21.
Emiluna
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Re: Pantleys Schlafen statt Schreien - Frage-/Austauschthrea

Beitrag von Emiluna »

Zwillingsbuben hat geschrieben:@ emiluna
wie ist das denn mit dem körperkontakt?? schon weniger geworden und wenn ja wie genau??? meine schlafen nieeeeeeeeee ohne körperkontakt...das merken sie sofort!!!!
Es ist tatsächlich anders geworden: nachts stillt sie nur noch 2 mal (gegen 1 Uhr und dann gegen 5 oder 6 Uhr) und schläft neben mir aber in ihrem eigenen Bett. Sie schläft jetzt allerdings nur noch auf dem Bauch und vielleicht hat das auch damit zu tun, dass sie weniger aufwacht? Den Körperkontakt scheint sie nachts nicht mehr zu brauchen, aber die Nähe schon. Und ich auch ganz nebenbei :-)
Der Tagschlaf ist allerdings unverändert schlecht. Sie schläft max eine halbe Stunde am Stück und ich bin noch nicht dahintergekommen, wie ich mehrere so halbe Stündchen verknüpfen könnte. Bisher hatte ich sie zum Tagschlaf gestillt und dann neben mich gelegt. Jetzt stille ich sie und lege sie in ihr Bett. Das funktioniert deutlich schlechter als abends....warum verstehe ich nicht.

Aber auch wenn mir selbst nachts die körperliche Nähe ein wenig fehlt (ich hab sie schon gern bei mir gehabt) war der Preis am Schluss einfach zu hoch. Jetzt geht es mir besser damit und ich hab sie tagsüber ja auch viel im Tuch und bei mir :-)

Aber obwohl das funktioniert hat ist die Situation nicht so, dass ich es gut finde. Sie muss vor dem Schlafen immer weinen...warum nur? Und es ist egal, ob sie in ihrem Bett liegt oder bei mir auf dem Arm ist... naja, aber ein Schritt nach dem anderen und ich bin ja schon froh, dass sich was getan hat :-)
Laura mit Emilia Luna Marie (2011)
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Re: Pantleys Schlafen statt Schreien - Frage-/Austauschthrea

Beitrag von Emiluna »

Ah ich hab vorhin noch vergessen, was zu schreiben:
vandeblies hat geschrieben: 2. Bei Schreibabies oder sehr forderndernden Kindern mag das Einschlafritual unverzichtbar sein, wir für uns haben festgestellt, dass E. auch in seinem zarten Alter selbstbestimmt seinen Schlaf regelt. Er macht ziemlich deutlich, wann es Zeit ist, ihn ins Bett zu bringen. Und das kann schon mal gegen 18 Uhr sein und dann mal wieder erst gegen 21 Uhr...ich habe nicht beobachtet, dass er, wenn ich ihn zu festen Zeiten schlafen lege, länger oder besser schläft.
Das klingt doch super! Bei uns ist es eher so wie bei Leela, E. zeigt auch deutlich ihre Müdigkeit, aber sie findet einfach nicht in den Schlaf. Manchmal ist das so schlimm, dass sie sogar üble Augenringe hat und aus dem Augenreiben und Gähnen nicht mehr rauskommt... aber schlafen? Fehlanzeige. Und ich kann sehen wie sehr sie sich quält, aber es klappt nicht. Deshalb die Rituale und die Routine, die helfen ihr zumindest ein wenig.
Laura mit Emilia Luna Marie (2011)
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Re: Pantleys Schlafen statt Schreien - Frage-/Austauschthrea

Beitrag von perlanera1981 »

Hallo zusammen,

wollte nur ein kurzes Feedback geben. Bei herrscht grad totales Chaos :( Wie ich ja in meinen ersten Threads schon geschrieben hatte, hat es bei uns bisher ja mit dem Einschlafen ziemlich gut geklappt, nur mit dem Durchschlafen haperte es. Naja, nun sind wir seit Tagen am Kämpfen. Alle Rituale, die seit Monaten Bestand hatten - über Bord!

Es klingt unglaublich, aber untertags schläft er nur noch, wenn er wirklich todmüde ist. Ich lege ihn ins Bett, wenn er Augen reibt, gähnt etc. Früher hat er sich umgedreht und geschlafen - jetzt steht er auf, fällt wieder hin oder er liegt ihm Bett und schüttelt wie wild Beine und Arme gepaart mit Gequengel. Sobald ich die Tür zumache oder das Licht ausgeht, wird gebrüllt. Tragen geht gar nicht, er überstreckt sich und brüllt. Einschlafstillen funktioniert so lange, bis er abdockt, dann reibt er sich wieder die Augen, rollt sich in den Vierfüßlerstand und krabbelt los. Es ist echt der Wahnsinn! Ich habe gestern nachmittag fast 2 Stunden damit zugebracht, ihn zum Schlafen zu bringen mit dem Resultat, dass er unglaubliche 30 Minuten geschlafen hat. Danach natürlich Gebrüll, wie könnte es auch anders sein!

Abends ist er entweder so k.o., dass er mir direkt beim Stillen einschläft und dann aber ca. jede Stunde brüllt oder aber er ist nach dem Stillen nur zum Turnen aufgelegt. :( Und der Hammer: um 6:00 Uhr möchte er dann aufstehen. Nach nicht mal 10 Stunden Nachtschlaf...

Ich bin so traurig und fertig :cry: und gleichzeitig wütend.

Hoffe euch ergeht es besser!

Liebe Grüße und auf eine Besserung in 2012!

perlanera1981
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