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Liebe Merci,
Du, ich glaube, wir haben einfach derzeit unterschiedliche Definitionen von "okay".merci32 hat geschrieben:Es ist gleichbleibend ganz OK. Leider keine schmerzfreien Züge...
So ein Begriffs-Spektrum für Empfindungen ist ja nicht deckungsgleich von Frau zu Frau (und von Stillbeziehung zu Stillbeziehung bei der gleichen Frau, ja selbst von Situation zu Situation, Tagesstimmung zu Tagesstimmung, ...) Hinzu kommt unterschiedliches Schmerzempfinden und und und.
Soll heißen: wenn Du in Deiner momentanen (ja bisher leider fast ausschließlich von heftigen Schmerzen geprägten
Mit "okay" meine ich persönlich wirklich "okay" im Sinne von "fast neutral und schon in Ordnung so" - aber eben nicht "angenehm" oder gar "schön" im körperlichen Sinne, wie ich das von Beschreibungen anderer (schon lange vor meinen Kindern) kannte und wie es mir eigentlich auch biologisch einleuchtet. (Und da kommen dann halt wieder die Erwartungen und Vergleiche mit ins Spiel, die uns oft einen Streich spielenmerci32 hat geschrieben:Da hab ich erst gedacht:sich Stillen auf der körperlichen Ebene je nach Phase irgendwo zwischen "tolerabel" und "okay" anfühlte.das könnte ich ja nicht, wenn es körperlich nie dann auch gut ist. Und dann hat mich das heute irgendwie den ganzen Tag begleitet und ich dachte dann: ja, aber jetzt mach ich das schon so lange trotz schmerzhaft bis unangenehm... Insofern wäre es dann wohl doch so...
Wie meinst Du das?Komisch dass Frau da nicht loslassen kann... Wäre das nicht logisch?
Ja, da hast Du ganz sicher recht, beim Stillen gibt es ganz oft nicht nur "schwarz" oder "weiß" - allein schon, weil es eine Beziehung zu einem sich rasend schnell entwickelnden kleinen Wesen ist, das innerhalb dieser ein, zwei, drei, ... Jahre ja unglaubliche Veränderungen erlebtmerci32 hat geschrieben:Ich dachte, es gibt da nur schwarz oder weiß. Aber wie so oft ist das offenbar nicht so...
Also ich empfinde mich da nicht irgendwie als Märtyrerin des Stillens oder somerci32 hat geschrieben:Schön ist es natürlich trotzdem, wenn dir das emotionale so über das körperlich "nur ok" geholfen hat.
Und ob die Alternativen zum Stillen eine Mutter nun alle immer nur rundrum körperlich und seelisch zufrieden machen, wage ich zu bezweifeln
Genau weiß ich es nicht. Meine beiden hatten beide ihr jeweils unterschiedliches Päckchen an physischen Besonderheiten mitgebracht, die sich aufs Stillen auswirkten. ICH hab einfach auch sehr empfindliche Haut (nicht nur an den BW, auch sonst), neige sehr stark zu Milchstaus in bestimmten Phasen (v.a. um den ersten Geburtstag herum), ...merci32 hat geschrieben:Ein bisschen angst habe ich da aber schon. Ich wünsche mir ja diese schöne, wirklich schmerzfreie Stillbeziehung mit meinem kleinen Sohn, so wie ich sie mit meiner großen Tochter auch hatte... Wenn ihr jetzt sagt, bei euch war das 3 Jahre lang höchstens "okay" -
Warum denn? Warum ist es nie von "okay" zu "gut" geworden?
Es täte mir sehr leid, wenn Dir das Angst macht - ich wollte ja gerade das Gegenteil sagen: dass es nicht physisch "schön" sein muss, damit eine erfüllende, im Gesamtpaket für beide schöne Stillbeziehung herauskommt
Und ich möchte ergänzen: Oxytocin und Prolaktin sind ebenfalls Seelenstreichler; und auch für Mama ist es einfach wohltuend, diese Kuschelmomente zu haben (vor allem bei einem kleinen Wildfangmerci32 hat geschrieben:dass der Kleine nur von meiner Milch gut wächst. Dass ich ihm alles geben kann, die Nähe, die Milch, das Kuscheln, die Ruhe, die Geborgenheit, die Sicherheit. Das ist schön, auch wenn der Schmerz noch nicht weg ist.
Es ist außerdem ja noch lange nicht gesagt, dass es nicht genauso schön werden wird wie bei Deiner Tochter
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Du triffst ja nun nicht heute eine Entscheidung für drei Jahre. Du triffst sie heute für morgen. Und morgen für übermorgen und immer so weiter.
LG, blueberry