Welchen Zeitraum betrachtet man denn?
Das kommt auf den Fall drauf an, aber einen geringeren Zeitraum als ein paar Wochen zu wählen, ergibt für gewöhnlich wenig Sinn. Der Grund dafür liegt in der Tatsache, dass die natürlichen täglichen Schwankungen des Gewichts (bedingt durch Magenfüllstand, Ausscheidungen usw) größer sind als das, was man eigentlich messen möchte.
Wir waren heute zum Hüftultraschall und die Kinderärztin hat auch gemotzt wegen dem Gewicht. Und weil er die letzte Woche ja nur weniger wurde...
Also was es dazu motzen gibt, kann ich nicht nachvollziehen - die Zahlen sprechen doch eine eindeutige Sprache: Gewichtsentwicklung im normalen Bereich.
Oder wiege ich einfach zu oft?
Häufiges Wiegen dient dazu, den statistischen Fehler der Messungen zu senken und damit die Aussagekraft zu erhöhen. Wenn man z.B. TÄGLICH wiegt, kann man Aussagen über die WÖCHENTLICHE Gewichtszunahme machen. Mit wöchentlich genommenen Daten kann man nur Aussagen über einen Zeitraum von MEHREREN Wochen machen.
In diesem Sinne gibt es kein "zu oft", es gibt nur: "sinnlos oft".
Ihr messt derzeit alle 2 Tage. Dies ermöglicht eine sehr gute Abschätzung der wöchentlichen Gewichtszunahme, und Ihr wollt Zufüttermilch reduzieren, was immer eine erhöhte Aufmerksamkeit bzgl. der Kriterien guten Gedeihens (und das zu gehört auch das Gewicht) erfordert. Entsprechend ist diese Wiegehäufigkeit in meinen Augen uneingeschränkt sinnvoll.
Er hat ja abends eine sehr lange Schlaf Phase und diesmal ist er schon um sieben eingeschlafen. Da hab ich ihn um halb zehn im Schlaf noch mal angedockt und trinken lassen.
Aber das ist doch völlig richtig?!?

Du möchtest derzeit die Zufüttermengen reduzieren - häufiges Stillen ist dafür unbedingte Voraussetzung, und das geht logischerweise nicht, wenn ein Baby oft "sehr lange Schlafphasen" hat. Wecken nach 2-4 Stunden ist da komplett angemessen.
LG
Julia