Danke, Pupu.
Das ist ein wirklich gutes Beispiel für das, was ich u.a. meine. Irgendwie sorgt gerade Schlafmangel dafür, dass ich es nicht so gut formulieren konnte bzw. mich auch ein bisschen in dem Versuch, den Vorwurf, der ja häufig kommt, wenn man derartige Aspekte aufführt, vorwegzunehmen und zu neutralisieren.
Eine Freundin hat in den letzten Jahren Deutsch-Kurse für Geflüchtete gegeben und da war ein oft nicht unwesentlicher Teil, diese Regeln hiesigen "Paarungsverhaltens" zu erörtern - dabei ist ihr selbst wohl oftmals klar geworden, dass einige dieser Regeln etwas seltsam und widersprüchlich sind. Ich merke z.B. bei mir selbst, obwohl meine Eltern da ziemlich emanzipiert waren, auch gewisse Tendenzen und Erwartungshaltungen (wer macht den ersten Schritt?...) und kann mich erst jetzt so langsam von diesen Handlungsschablonen lösen. Ich finde es aber, um noch mal Bezug zu nehmen auf die Frage, wie man Kinder vor sexuellen Übergriffen schützen kann, unglaublich schwierig, aufzuklären und ein Bewusstsein zu schaffen ohne Angst zu machen und generelles Misstrauen zu schüren.
Wie Kinder vor sexuellen Übergriffen schützen?
- rueckenwind
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Re: Wie Kinder vor sexuellen Übergriffen schützen?
T. mit Rumpeltochter (04.11), Purzelsohn (08.13) und Flitzeline (08.19)
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Lösche Benutzer 1828
Re: Wie Kinder vor sexuellen Übergriffen schützen?
Wollen tue ich das auch nicht!rueckenwind hat geschrieben: 14.10.2018, 12:57
Ich möchte beispielsweise keinesfalls, dass meine Tochter das Gefühl hat, man müsse sich vor Männern schützen, oder dass mein Sohn aufgrund seines Geschlechts als potentiell gefährlich wahrgenommen wird.
Und ich bin wohl auch eine Frau, die, was das "Paarungsverhalten" angeht, nicht so ganz typisch ist. Diese ganzen Spielchen sind mir total suspekt und kommen mir absurd vor.
Aber wir leben nun mal leide rin einer Welt, in der Männer leider Frauen diskrimieren, angreifen, kleinmachen. Das kann Frau ja nun mal nicht schönreden.
Trotzdem habe ich persönlich nicht generell Angst vor Männern - ich mag die Gesellschaft von Männern. Ich habe auch keinerleid Probleme mit männlichen Erziehern usw.
Aber die Tage habe ich einige Postings in sozialen Netzwerken gelesen, wo Frauen mal versucht haben, Männern ihr Lebengsgefühl nahezubringen. Dinge wie - im Dunkeln nicht mit Musik joggen gehen, nie allein ausgehen, abends keine öffentlcihen Verkehrsmittel nutzen, n icht im EG zu wohnen, sich genau zu überlegen, was Frau anzieht, sich immer umzuschauen, die Straßenseite zu wechseln, nicht allein ausgehen bzw. nicht allein n ach Hause fahren usw. usw. - so was kennen Männer eben gar nicht - so als unsicheres Grundgefühl im Alltag. Und ja, es werden auch Männer angegriffen - aber bei Frauen ist es leider ein Lebensgefühl für viele.
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Lösche Benutzer 1828
Re: Wie Kinder vor sexuellen Übergriffen schützen?
Ja!!!!Kinsale hat geschrieben: 14.10.2018, 09:58
Ich finde ehrlich gesagt, die Erwähnung “aber auch Frauen” irgendwie ermüdend. Ja, auch Frauen- und das ist auch furchtbar. Aber es hat schon was von whataboutism.
Männer werden nicht als Täter “gesehen”. Sie sind die überwältigende Mehrheit der Täter (nicht nur ihn diesem Bereich).
Und da muss man sich doch fragen dürfen warum und was man da tun könnte, ohne erstmal aufzählen zu müssen, dass natürlich nicht alle Männer und auch Frauen... darum geht es doch überhaupt nicht.
Und es ist auch nötig, mit Jungen darüber zu sprechen, ganz eindeutig. Natürlich.
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Re: Wie Kinder vor sexuellen Übergriffen schützen?
Ich musste an diesen Thread denken, als ich eben das hier las:Kinsale hat geschrieben: 10.10.2018, 12:39
Ich empfand hier im Thread (wie auch in der realen Welt) die Gewichtung befremdlich, dass (gefühlt?) mehr Vorschläge dazu kamen, wie man sich vor Missbrauch schützt und welche Kurse es dazu gibt und welche Bücher man lesen kann. Niemand hat einen Kurs vorgeschlagen, der "Kein Täter werden!" heißt, gibt es sowas? Wenn nein, warum nicht? Das ist es, was mich umtreibt.
https://ze.tt/vergewaltigung-warum-opfe ... naudev_int


