So, da bin ich

. Ich arbeite mich mal von hinten nach vorn durch Deine letzten Antworten - mal sehen, wie lange meine Süße mich schreiben lässt (sie schläft etwas unruhig derzeit... ).
Erstmal: Danke für die Daten!
Strahl hat geschrieben:Nach der letzte Aktion habe ich sie genommen und bin doch unten gegangen das sie nicht mehr an der Brust schlafen konnten (waren sat).Wir haben alle zusammen Abendbrot gegessen und die babys teils getragen teils in KW....sie schlafen naturlich nie wenn sie die Kinder hören....Dann nach ca. 1und halb Stunde wieder zusammen essen....sie sind eingeschlafen 10 min. weil das Mädchen ist aufgewacht und hat ihn geweckt. Seitdem haben die grossen für sie getanzt gesungen theater gemacht damit sie nicht weinrn und sich ein bisschen abgelenkt sind....dann habe ich sie vor 40 min wieder zum essen....der junge war so voll das er wieder nicht einschlafen konnte mit der Brust...sie war fast weg...aber wegen ihm wieder wach....
Ich habe wirklich zwei WK trage mit meine Tücher gemacht ( darf keine trage-Profi hören) da ich mich damit besser auskenne und geht schnell.....sicher habe ich aber nicht 100pro gut gebunden für meine Rücken....aber alle beide vorne sind in 5min eingeschlaffen!!!
Mein man und mein Sohn haben geholfen die Tücher mit den babys aud dem Bett zu tun....und jetzt ist das Mädchen wieder an der Brust da sie aufgewacht ist ....Gott sei dank hat sie ihn nicht geweckt!!
UF! gerschaft!!!
Wow, das habt Ihr mit vereinten Kräften super hinbekommen!

Klingt, als hättet Ihr einen anstrengenden aber dennoch für alle auch schönen Abend hinter Euch
Ergänzend zwei Ideen dazu:
1. Mein Mann hat nie gelernt, sich ein Kind selbst auf den Rücken zu binden - dennoch hat er unzählige Stunden mit einem Baby auf Rücken verbracht und Haushalt gemacht, pezziballwippend am Schreibtisch oder Esstisch gesessen, im Stehen am Bügelbrett Wäsche gelegt und dabei ferngesehen usw. Er brauchte einfach nur jemanden, der ihm half, das Baby in die Fertigtrage auf den Rücken zu nehmen (wir hatten Bondolino, MySol und Luemai bei meinem Mann auf dem Rücken im Einsatz - vorn konnte er alle drei auch komplett selbst anlegen - auch ein TT).
Was ich sagen will: wenn Du Dich körperlich nicht fit genug fühlst, eines der (geschweige denn beide) Babys länger zu tragen, Dein Mann aber (z.B. an den Abenden) da ist und Haushalt erledigt, große Kinder bettfertig macht etc., dann könntest Du doch eines der Babys an ihn abgeben, sobald es beim Stillen fest eingeschlafen ist und nur noch "an der Brust ist", aber nicht mehr aktiv stillt.
Eins hilfst Du Deinem Mann auf den Rücken zu binden, das andere stillst oder trägst Du - oder legst es in die Federwiege.
2. Genau, ich werd nicht müde, Dir das angesichts Deiner angeschlagenen Konstitution vorzuschlagen: Eine Federwiege!

Es muss ja kein Zwillingsmodell sein - auch eine einzelne Federwiege, in der Du EIN Kind zwischenparken kannst und es in den Schlaf wippst, während Du das andere z.B. im Tuch trägst (oder Dein Mann es trägt, während Du Dich mal frei bewegen kannst), wäre ja schon eine große Entlastung. Du kannst Dich dabei bewegen, musst maximal noch ein Baby tragen, bist dennoch für die Babys sichtbar und wahrnehmbar... Ich würde es versuchen.
Ich habe zwei verschiedene Modelle (einen Korb und eine Hängematte) - beides hatte seine Vor- und Nachteile, waren mir aber auf jeden Fall in diesen Dauerstill- oder Dauertrage-Phasen meiner Tochter im gesamten ersten Lebensjahr Gold wert!
Schau mal in diesem Beitrag im Federwiegenthread hat jemand
eine Übersicht über alle derzeit auf dem Markt erhältlichen Modelle und Einzelteile verlinkt, und wie man sich für den Anfang preisgünstig an das Thema ranwagen kann - sei es durch Mieten oder durch Improvisieren.
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Strahl hat geschrieben:Schnuller geht nicht mehr....nimmt keine....meine Finger hat bei der kleine geholfen...
Wie schonmal geschrieben: Aus meiner Sicht ist Dein (oder Papas) kleiner Finger eine gute Lösung. Der Smiley lässt vermuten, dass es Dir nicht so recht ist

. Magst Du sagen, warum?
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lapaloma hat geschrieben:@blueberry: ich denke mir so dauernuckler im Doppelpack zu bedienen ist körperlich und psychisch echt schwer zum aushalten.
Gibt es da für Strahl praktische Tipps?
Klar, das ist wirklich anstrengend! Praktische Tipps hatten wir ja schon einige erwähnt. Ich hoffe, ich vergesse nichts in meiner Wiederholung:
* So oft wie möglich
beide gleichzeitig stillen. (Ist gut für die Milchbildung und nähert den Zeitaufwand für zwei Stillkinder bestmöglich dem von einem Stillkind an - das macht Strahl ja schon

).
* VOR dem Stillen Babys in ein dünnes Tuch einschlagen und nach dem Stillen MITSAMT DES TUCHES ablegen (immer wieder mal versuchen, klappt vielleicht nicht immer)
* Babys vorsichtig abdocken und rechts und links neben Mama rutschen lassen - und dann
den kleinen Finger zum Nuckeln anbieten (Fingernagel ganz kurz, Fingerbeere Richtung Babygaumen)
* mithilfe des Trageforums oder einer Trageberaterin vor Ort
lernen, beide gleichzeitig (zumindest kurzfristig) zu tragen. Da sie sich sehr schnell anlegen lassen, wären
zwei Slings hierfür einen (bzw. mehrere) Versuche wert.
* Da die Babys von nassen Windeln regelmäßig aufwachen und dann auch das andere Baby wecken:
von Stoffwindeln überwiegend auf Wegwerfwindeln umsteigen, damit die Babys nach dem Pipi weiterhin trocken und zufrieden sind und seltener gewickelt werden müssen.
*
Papa beim Babytragen mit einbeziehen, während er Haushalt oder Großkinder versorgt. Entweder vor dem Bauch oder mit Hilfe auf den Rücken. Innerhalb der Wohnung kann man ja jederzeit in einen Spiegel schauen, wenn man das Baby sehen möchte. Und Mama ist ja nie weit weg und kann helfen.
*
Eine oder zwei Federwiegen und einen Pezziball anschaffen (siehe oben). Dort hinein lassen sich auch überfutterte, nicht zur Ruhe kommende Babys in den Schlaf schaukeln - oder beim Stillen oder Tragen eingeschlafene Kinder zum Weiterschlafen bewegen (haha, unbeabsichtigtes Wortspiel

)
* Stillposition optimieren (Arme und Beine gut abgestützt, Schultern entspannt, Babys rutschen nicht weg, ...) und mind. eine zweite aneignen, um Abwechseln zu können.
* ... (ich überlege, ob ich noch was vergessen hab, dann reich ich es nach)
Achso, und gaaaanz wichtig:
VOR dem Stillen alles in Reichweite bereitlegen, was man währenddessen brauchen könnte:
+ MP3-Player mit guter Musik oder spannendem Hörbuch drauf (bei Kind 1 habe ich in der Babyzeit ein Hörbuchabo geschenkt bekommen - bestes Geschenk!

)
+ eine (einhändig zu öffnende) Flasche mit Wasser für Mama
+ die Fernseh-/DvD-Playerfernbedienung, damit man Lieblingsserien und Filme beim Stillen schauen kann (bei Kind 2 habe ich z.B. alle Voyager-Staffeln in wenigen Wochen gesehen

)
+ Telefon und/oder Handy (beides stummschalten, so möglich! Man will jemanden erreichen können - nicht babyweckend selbst erreichbar sein

)
+ geschmierte Brote und/oder andere Snacks wie Obststückchen, Müsliriegel, Gummibärchen, Lieblingskekse, ... - alles schon in Schüsseln abgefüllt, damit die Folie nicht knistert. (Mein Mann macht morgens z.B. immer für mich ein Müsli mit Obst und Joghurt bereit, wenn er sowieso seins zubereitet, und bringt mir vom Esstisch belegte Brote und Obst, wenn ich clusterstillend auf dem Sofa sitze).
Alles, was dazu dient, dass sich lange Stillphasen nicht als "ich sitze angebunden auf dem Sofa und kann nicht weg

" sondern als "Yeah, endlich ohne Hemmungen ausruhen und ... tun

" anfühlen, ist gut und legitim
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Ahhh, meine Kleine bewegt sich, ich muss mal Zähneputzen gehen. Ist glaub auch erstmal genug Lesestoff
LG, blueberry