Ich leider auch.Mondenkind hat geschrieben:Doch, da kenne ich zig Beispiele von Müttern, die sich durch viel banalere Dinge davon abhalten lassen, auf die Bedürfnissse ihrer Kinder einzugehen.hennnamae hat geschrieben: Aber ich glaube nicht, dass auch nur eine einzige Mutter sich von diesem Artikel tatsächlich abhalten lässt, liebevoll mit ihrem Kind umzugehen.
Das fängt an bei der Nachbarin, die empfiehlt, das Kind mal schreien zu lassen oder der Oma, die doch weiß, dass ein Klaps noch niemandem geschadet hat.
Oft spielt die eigenen Unsicherheit der Mütter eine große Rolle. Wer sich seiner selbst nicht sicher ist, der lässt sich viel leichter von solchen Sätzen beeinflussen.
Und oft ist es ja auch so, dass man, macht man da mit, positiv verstärkt wird, weil die anderen es ja auch so machen. So entsteht Wir- Gefühl.
Wenn eine renommierte Zeitung wie die Eltern dann eine derart formulierte Meinung abdruckt, dann hat auch das einen großen Vorbildcharakter. Unbewusst wird man doch schon sehr von dem beeinflusst, was in der Zeitung steht (sang Reinhard Mey vor Jahren ja schon), wenn man das unkritisch einfach konsumiert.
Wenn ich als einzelner dann etwas tue, was so ein großes Blatt ja quasi kritisiert, dann entferne ich mich vom mainstream. Und dann brauche ich sehr viel eigene Sicherheit, um den Weg zu gehen, der sich für mich, auch abseits solcher Meinungen, richtig anfühlt.
Und das ist es auch, was für mich am Traurigsten ist: Dass so ein großes Blatt sich seiner 'Macht' (ich setze das mal in Anführungszeichen, es bezieht sich halt auf das vorher geschriebene und dann ist es für mich Macht) nicht bewusst ist (oder es auch sehr wohl ist, das aber der Lesequote wegen in Kauf nimmt oder sogar bewusst einsetzt, Hauptsache, in aller Munde) und so viele Menschen verunsichern kann.
Diese Art des Schreibens gibt den Eltern keine Sicherheit mit sich und in ihrem Umgang mit ihrem Kind und er informiert auch nicht sachlich über pro und contra AP. Und damit hat er, in meinen Augen, das Ziel einer Elternzeitung voll verfehlt.
Auch, wenn da steht, dass es schlicht Frau Frenkels 'Meinung' ist. Siehat verschiedene Bücher im pädagogischen Bereich veröffentlicht und ist mehrfache Mutter und Großmutter. Das setzt fast automatisch einen so großen Erfahrungswert voraus. Das macht sie eigentlich erstmal fachlich fundiert in den Augen des Lesers. Da muss ja was dran sein, wenn sie das ablehnt.
So schnell entstehen dann Meinungen, die so, bei einer anderen Art der Informationsweitergabe, eigentlich gar nicht gebildet worden wären.


