Probieren einfordern ja oder nein
Moderator: britje
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Lösche Benutzer 14500
Re: Probieren einfordern ja oder nein
Wieso ist es denn unfair, wenn es den Nachtisch nicht nach dem Essen, sondern eben nachmittags gibt? Süßigkeiten gibt es dann doch so oder so, nur eben nicht unter dem Label "Nachtisch"?
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Lösche Benutzer 5914
Re: Probieren einfordern ja oder nein
Ich sage immer "Ich möchte, dass du das probierst!" - und da ich meine Kinder nicht zwingen kann, muss ich damit leben, dass sie ja oder nein dazu sagen. Weil ich aber aus eigener Erfahrung (und durchaus auch schon aus der Erfahrung mit meinen Kindern!) nichts schlimmes an überwinden und probieren finde, weil mich das durchaus oft positiv überrascht hat, habe ich halt eher die Meinung, dass probieren schlau ist. Mein Sohn fand letzte Woche Risotto bäh. Hatte er noch nie gegessen, sah in seinen Augen "pampig" aus, aber ich meinte, es müsste geschmacklich voll sein Ding sein. Also habe ich gesagt, dass ich möchte, dass er es probiert, weil ich mir sicher bin, dass er es mag. Er hat probiert und dann riesige Mengen gegessen. Auf einen Machtkampf hätte ich mich aber nicht eingelassen. Mir bricht kein Zacken aus der Krone, wenn ich mal klar sage, was ich möchte, aber meine Kinder dagegen sind, und ich dann sagen muss "Schade, deine Entscheidung!"Giraeffchen hat geschrieben:Das Problem ist doch: Formuliere ich ans Kind, dass ich erwarte, dass es probiert, dann entsteht Druck. Und zwar auf beide Seiten. Ans Kind, probieren zu müssen, an mich, mich 'durchsetzen' zu müssen.
Da ist Machtkampf vorprogrammiert und dabei kann jeder nur verlieren.
Es ist ein Unterschied, ob ich ganz locker sagen kann: 'Wenn du möchtest, dann probiere es!' und das auch wertfrei so meine. Denn der Umkehrschluss ist halt: 'Lass es sein, wenn du nicht möchtest.'
Sage ich aber: 'Einmal wird probiert!' Dann muss ich das zur Not auch gegen den Willen und den Ekel des Kindes durchsetzen.
Wir essen gerne mal Nachtisch, gehörte für uns immer dazu, mag ich selbst gerne. Meine Tochter hat das nie vom Essen des Gesunden vorweg abgehalten. Ist halt schade, wenn man da seine Esstraditionen umstellen muss, weil der Jüngste mit der Aussicht auf Nachtisch nicht so gut umgehen kann.Miffi hat geschrieben:Wieso ist es denn unfair, wenn es den Nachtisch nicht nach dem Essen, sondern eben nachmittags gibt? Süßigkeiten gibt es dann doch so oder so, nur eben nicht unter dem Label "Nachtisch"?
- feniliro
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Re: Probieren einfordern ja oder nein
Ich mag mal bei Talismama unterschreiben. Ich habe ja ein tatsächlich ein essgestörtes Kind zuhause, bedingt durch Frühgeburtlichkeit, ein Jahr fast ausschließliche Sondierung und Intubationstrauma. Ich glaube niemand hier will dem Kind was schlechtes oder zwingt mit Gewalt oder bei Tränen zum Probieren.
Wir haben (und hatten!) keine Machtkämpfe am Tisch, trotzdem wurde früher oft das Probieren einer neuen Speise mit Nachtisch "belohnt". Bei meinem Sohn war / ist das wirklich ein psychisches Problem wenn er etwas nicht kennt bzw. sich ungewohnt anfühlt, dass er sich erbrechen könnte. Das passiert aber NICHT wenn er bewusst um des Probierens Willens probiert, da er dann auf etwas Ungewohntes eingestellt ist. Die Überraschungen beim "versehentlichen" Probieren waren da weitaus schlimmer. Es ging dabei oft einfach um eine andere Form einer bereits akzeptierten Speise. z.B. Kartoffelecken statt Salzkartoffeln. Für UNS war dieser Weg der richtige. Momentan "brauchen" wir den Nachtisch eher selten, da sein Speiseplan mittlerweile halbwegs ausgewogen ist bzw. mittlerweile Brot als Alternativessen immer geht. Und natürlich musste er nie probieren wenn er nicht wollte und es gab auch NIE Tränen oder offensichtliche Enttäuschung, dass es dann keinen Nachtisch gab. Dafür ist ihm Essen wohl nicht wichtig genug.
Mag jeder davon halten was er möchte, ich zweifle nicht an der Richtigkeit für UNSERE Familie. Bei anderen kann der Weg natürlich ganz falsch sein, mag bitte jede Familie für sich entscheiden.
Wir haben (und hatten!) keine Machtkämpfe am Tisch, trotzdem wurde früher oft das Probieren einer neuen Speise mit Nachtisch "belohnt". Bei meinem Sohn war / ist das wirklich ein psychisches Problem wenn er etwas nicht kennt bzw. sich ungewohnt anfühlt, dass er sich erbrechen könnte. Das passiert aber NICHT wenn er bewusst um des Probierens Willens probiert, da er dann auf etwas Ungewohntes eingestellt ist. Die Überraschungen beim "versehentlichen" Probieren waren da weitaus schlimmer. Es ging dabei oft einfach um eine andere Form einer bereits akzeptierten Speise. z.B. Kartoffelecken statt Salzkartoffeln. Für UNS war dieser Weg der richtige. Momentan "brauchen" wir den Nachtisch eher selten, da sein Speiseplan mittlerweile halbwegs ausgewogen ist bzw. mittlerweile Brot als Alternativessen immer geht. Und natürlich musste er nie probieren wenn er nicht wollte und es gab auch NIE Tränen oder offensichtliche Enttäuschung, dass es dann keinen Nachtisch gab. Dafür ist ihm Essen wohl nicht wichtig genug.
Mag jeder davon halten was er möchte, ich zweifle nicht an der Richtigkeit für UNSERE Familie. Bei anderen kann der Weg natürlich ganz falsch sein, mag bitte jede Familie für sich entscheiden.
- Giraeffchen
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Re: Probieren einfordern ja oder nein
Mich hat das als Kind immer sehr belastet, wenn ich wusste, meine Mutter will, dass ich das tue und ich wollte sie da auch nicht enttäuschen und kooperieren. Wie anstrengend das war, da Lösungen zu finden, als Kind /was ja auch eigentlich gar nicht meine Aufgabe war). Ich habe zum Beispiel meine Leberwurstbrote mal schnell unter der Couch versteckt, wenn es niemand mitbekam. das ging auch ein paar Tage gut, aber freitags, nach dem Putzen, waren sie wieder da und ich musste erklären, warum ich das gute Essen so behandelt hatte.talismama hat geschrieben: Auf einen Machtkampf hätte ich mich aber nicht eingelassen. Mir bricht kein Zacken aus der Krone, wenn ich mal klar sage, was ich möchte, aber meine Kinder dagegen sind, und ich dann sagen muss "Schade, deine Entscheidung!"
Es gibt Kinder, die sind da sehr empfindlich und für die ist auch das 'schade' schon eine Negativwertung.
Ich war so ein Kind.
Und es gibt Kinder, denen macht es nichts aus, das Probierte gerade eben wieder auszuspucken, weil sie es nicht schlucken können und solche, denen das wirklich richtig eklig ist. Denen das die Freude am Essen vermiest.
Da sind Kinder auf unseren sensiblen Umgang mit der Situation angewiesen und auch darauf, dass wir ihre Zeichen richtig deuten.
Bei euch liest sich es doch so, als ob der Weg für alle Beteiligten gut ist, so soll das ja optimalerweise auch sein.
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Re: Probieren einfordern ja oder nein
Das hast du schön geschrieben Talismama, genau so sehe ich das auch für uns.
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Re: Probieren einfordern ja oder nein
Ich verlange von meinen Kindern, dass sie zumindest mal probieren. Wobei "verlangen" so ausschaut, dass ich sie nachdrücklich bitte bzw auffordere. Aber wenn sie wirklich absolut gar nicht wollen, dann wird auch niemand gezwungen.
Oftmals kommt das anfängliche "bäh" nämlich nur davon, dass es eine ungewöhnliche Farbe hat, ungewoht riecht oder schlicht davon, dass die große Schwester skeptisch guckt. Beim Probieren kam dann doch das ein oder andere Mal ein Aha-Erlebnis
Klar kommt es dabei auch öfter vor, dass nur eine Stecknadelkopfgroße Portion ist, die mal flüchtig die Zunge berührt, und dann gemeint wird "schmeckt nicht". Dann sage ich dennoch "ist okay, danke, dass du es probiert hast", lächel sie an, und dann ist die Sache für mich völlig wertfrei gegessen. Hier wird also niemandem seelische Grausamkeit angetan, auch wenn ich fordere, dass wenigstens mal gekostet wird ehe man "iiiiih" schreit 
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Oftmals kommt das anfängliche "bäh" nämlich nur davon, dass es eine ungewöhnliche Farbe hat, ungewoht riecht oder schlicht davon, dass die große Schwester skeptisch guckt. Beim Probieren kam dann doch das ein oder andere Mal ein Aha-Erlebnis
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"I'm not procrastinating. I'm doing side quests!"
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Lösche Benutzer 1828
Re: Probieren einfordern ja oder nein
Teewurst ist supereklig - das würde ich nun eher unter kindlicher Schlauheit abheftentalismama hat geschrieben:Ich spreche ja von mir. Von daher finde ich das legitim.Sandküste hat geschrieben:Kindliche Dummheit - das stört mich sehr. Auch ein Kind kann sich selber ernähren.Ich würde schon im Nachhinein sagen, dass es dumm war, der leckeren Teewurst nicht von mir aus eine Chance zu geben, nur weil sie ihrer nicht-schmeckenden Artverwandten der Leberwurst so ähnlich sieht.
Und zudem nicht mal gesund.
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Lösche Benutzer 5914
Re: Probieren einfordern ja oder nein
Darum geht es aber nicht. Leider hatte ich keine beispielhaften Erlebnisse mit ethisch-korrektem, vitaminreichem, vaganem Superfood.Sandküste hat geschrieben:Teewurst ist supereklig - das würde ich nun eher unter kindlicher Schlauheit abheftentalismama hat geschrieben:Ich spreche ja von mir. Von daher finde ich das legitim.Sandküste hat geschrieben:Kindliche Dummheit - das stört mich sehr. Auch ein Kind kann sich selber ernähren.Ich würde schon im Nachhinein sagen, dass es dumm war, der leckeren Teewurst nicht von mir aus eine Chance zu geben, nur weil sie ihrer nicht-schmeckenden Artverwandten der Leberwurst so ähnlich sieht.
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Und zudem nicht mal gesund.
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Lösche Benutzer 5914
Re: Probieren einfordern ja oder nein
Ich kann und will diesen ober-reflektierten Mustermami-Umgang mit meinem Kind, bei dem jedes Wort auf die Goldwaage gelegt wird, aber nicht. Wir gehen hier einfach natürlich miteinander um und verursachen dabei auch Streit, Missverständnisse und manchmal Scherben. - Ein Satz, den meine Mutter früher oft zu mir sagte, der mich als Kind (aus welchem Grund auch immer) extrem verletzt hat, war "Steiger dich da nicht so rein!" - und weißt du, wie oft mir dieser Satz gegenüber meiner Tochter rausrutscht? - Ich mache, glaube ich, viele Fehler in meiner Erziehung. Es WILL, dass sie Nahrungsmittel probieren, ich formulieren wann-dann-Sätze, wenn sie sich weigern aufzuräumen, ich lobe (ist ja bekanntermaßen auch sehr schlecht), ich schreie ab und zu mal. Aber wir haben uns liebt und wir entschuldigen uns und ich vertraue darauf, dass das über manchen Schaden, den ich wider besseren Wissens (ich kenne ja die Juul/Unerzogen/Kloeter-Theorien alle) leider verursache, hinweghilft. Ich bin der festen Meinung, dass meine Kinder in 30 Jahren, wenn sie selbst Kinder haben, meinen Umgang, meine Erziehung, meine Worte, meine Taten unverständlich finden, kritisch beäugen und (wie jede neue Elterngeneration) das Rad nochmal ganz neu erfinden, um "alles besser zu machen". Ich hoffe aber, dass sie sich heute wie dann der Tatsache bewusst sind, dass ich sie einfach sehr lieb habe.Giraeffchen hat geschrieben:Mich hat das als Kind immer sehr belastet, wenn ich wusste, meine Mutter will, dass ich das tue und ich wollte sie da auch nicht enttäuschen und kooperieren. Wie anstrengend das war, da Lösungen zu finden, als Kind /was ja auch eigentlich gar nicht meine Aufgabe war). Ich habe zum Beispiel meine Leberwurstbrote mal schnell unter der Couch versteckt, wenn es niemand mitbekam. das ging auch ein paar Tage gut, aber freitags, nach dem Putzen, waren sie wieder da und ich musste erklären, warum ich das gute Essen so behandelt hatte.talismama hat geschrieben: Auf einen Machtkampf hätte ich mich aber nicht eingelassen. Mir bricht kein Zacken aus der Krone, wenn ich mal klar sage, was ich möchte, aber meine Kinder dagegen sind, und ich dann sagen muss "Schade, deine Entscheidung!"
Es gibt Kinder, die sind da sehr empfindlich und für die ist auch das 'schade' schon eine Negativwertung.
Ich war so ein Kind.![]()
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Lösche Benutzer 17612
Re: Probieren einfordern ja oder nein
Ich schließe da eher von mir auf meine Kinder, als unbedingt mit theoretischem Background zu kommen. Wenn sich jemand in meine Nahrungsaufnahme einmischt, dann empfinde ich das als massiv grenzüberchreitend. Es gibt wenige Dinge auf die ich ähnlich empfindlich reagiere. Wenn ich satt bin, dann KANN ich z.B. nicht mehr weiteressen. Auch nicht dieses eine Stück, nein, fertig, basta. Da sträubt sich mein ganzer Körper. Es gibt Lebensmittel auf die habe ich Appetit, und dann ( ich hab das oft bei Fleischkäsesemmeln oder Fleischwurst oder irgendwas mit Butter drauf) ändert sich mein "Mundgefühl" und ich weiß: noch ein Bissen davon und ich muss mich übergeben. Obwohl ich weder satt bin noch mir übel ist.
Mein Mann hatte ne Zeitlang die Marotte mit z.B. beim Grillen essen vor's Gesicht zu halten und mich zu überreden " Komm, versuch doch mal.So was Kleines geht noch....." und hat mit mit ner Wurst vor'm Gesicht rumgewedelt. Bah, da bin ich mal total ausgetickt nachdem ich ihn schon ein paar Mal gewarnt hatte dass ich das nicht leiden kann. Etwas peinlich wegen der anderen Gäste aber nein, das geht gar nicht. Für mich. Ich entscheide ganz genau was ich wann esse, und zwar genau dann wenn ich Hunger habe und ich Lust daruf hab. Wahrscheinlich sind das die Überbleibsel einer Kindheit mit Oma aus der Nachkriegsgeneration, die versucht hat ihrer Enkelin das Vegetariertum auszutreiben...Sie konnte es nie ertragen wenn ich nur trockene Nudeln gegessen habe, wo ich es doch so viel besser haben sollte als sie.
Ich bin ansonsten auch eher jemand der gewisse Dinge von seinen Kindern verlangt und einfordert, auch deutlich entgegen der Unerzogen-Bewegung. Mithilfe im Haushalt, Freundlichkeit, Bitte und Danke , gesellschaftlich allgemeingültige Umgangsregeln etc. . Was nicht durch Vorleben übertragen wird, verlange ich mit Nachdruck und manchmal auch wenn....dannn...
Nur bei 2 Dinge sind durch mein eigenes Wesen und Empfinden Einmischungen für mich so übergriffig, dass ich meinen Kindern versuche 100% Freiheiten zu lassen: Berührungsfragen ( knuddeln, drücken, Küsschen durch Oma und Co) und Essensfragen. Einfach deshalb weil es sich für mich selbst schlimm anfühlt wenn jemand meine persönliche Distanzzone ungefragt übertritt oder sich in meine Essensenscheidungen einmischt.
Kind 1 (das total nach seinem Vater kommt) hat mit beidem keinerlei Probleme. Kind 2 (kommt nach mir) reagiert da auch extrem von Geburt an und hat auch schon die Oma angeschrien vor versammelter Mannschaft, dass sie ihn nicht anfassen soll jetzt. Das ist auch das Kind, das die Frikadelle rausgekübelt hat....
Mein Mann hatte ne Zeitlang die Marotte mit z.B. beim Grillen essen vor's Gesicht zu halten und mich zu überreden " Komm, versuch doch mal.So was Kleines geht noch....." und hat mit mit ner Wurst vor'm Gesicht rumgewedelt. Bah, da bin ich mal total ausgetickt nachdem ich ihn schon ein paar Mal gewarnt hatte dass ich das nicht leiden kann. Etwas peinlich wegen der anderen Gäste aber nein, das geht gar nicht. Für mich. Ich entscheide ganz genau was ich wann esse, und zwar genau dann wenn ich Hunger habe und ich Lust daruf hab. Wahrscheinlich sind das die Überbleibsel einer Kindheit mit Oma aus der Nachkriegsgeneration, die versucht hat ihrer Enkelin das Vegetariertum auszutreiben...Sie konnte es nie ertragen wenn ich nur trockene Nudeln gegessen habe, wo ich es doch so viel besser haben sollte als sie.
Ich bin ansonsten auch eher jemand der gewisse Dinge von seinen Kindern verlangt und einfordert, auch deutlich entgegen der Unerzogen-Bewegung. Mithilfe im Haushalt, Freundlichkeit, Bitte und Danke , gesellschaftlich allgemeingültige Umgangsregeln etc. . Was nicht durch Vorleben übertragen wird, verlange ich mit Nachdruck und manchmal auch wenn....dannn...
Nur bei 2 Dinge sind durch mein eigenes Wesen und Empfinden Einmischungen für mich so übergriffig, dass ich meinen Kindern versuche 100% Freiheiten zu lassen: Berührungsfragen ( knuddeln, drücken, Küsschen durch Oma und Co) und Essensfragen. Einfach deshalb weil es sich für mich selbst schlimm anfühlt wenn jemand meine persönliche Distanzzone ungefragt übertritt oder sich in meine Essensenscheidungen einmischt.
Kind 1 (das total nach seinem Vater kommt) hat mit beidem keinerlei Probleme. Kind 2 (kommt nach mir) reagiert da auch extrem von Geburt an und hat auch schon die Oma angeschrien vor versammelter Mannschaft, dass sie ihn nicht anfassen soll jetzt. Das ist auch das Kind, das die Frikadelle rausgekübelt hat....




