Langzeitstillen, Familienbett - 2. Kind, wie wird das werden

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Sakura
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Re: Langzeitstillen, Familienbett - 2. Kind, wie wird das we

Beitrag von Sakura »

petra69 hat geschrieben:Ich habe immer mehr den Eindruck, dass die Mütter, bei denen die Kinder im eigenen Zimmer schlafen und die im 6. Monat abgestillt haben, es da irgendwie leichter haben.
Die Mutter vielleicht. Aber wie geht es dem Kind dabei? Und glückliche Kinder sind zufriedener und das Zusammenleben ist einfacher, finde ich.

die meisten sagen immer zu mir, dass natürlich das erste Kind eifersüchtig wird und vielleicht traurig. Aber das muss es lernen und da muss es halt durch, klappt schon.
Ich sehe da einen Zusammenhang mit siehe oben. Bei uns durfte die Große das, was die Kleine durfte. Sie hatte schlicht und ergreifend keinen Grund, eifersüchtig zu sein, weil auch sie stillen durfte, bei Mama schlafen, getragen werden... Sie musste auch mal zurückstecken und warten. Aber sie hat gemerkt, wenn ich mit dem Baby fertig bin, ist sie dran. Sie hat in der Zeit ganz intensiv Baby gespielt, aber gleichzeitig auch Entwicklungsschritte gemacht, weil sie sich eben selbst vom Baby abgrenzen wollte. Meine Große war 2, und hat damals schon verstanden, wenn sie mal 10 Minuten warten musste. Das konnte sie gut, und danach hatte sie die gleichen Rechte wie das kleine Kind.
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13

Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
vor keinem Popanz, keinem Weltgericht,
vor keinem als sich selber gerade zu stehen. (Reinhard Mey)

petra69
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Re: Langzeitstillen, Familienbett - 2. Kind, wie wird das we

Beitrag von petra69 »

Hallo zusammen,

seit dem 18.12. ist unser Kleiner auf der Welt. Anfangs war unsere Kleine Grosse total fasziniert. Mittlerweile hat sich das Blatt ganz schön gewendet.
Mit dem Stillen klappt es in so weit, dass genug für beide da ist, egal wen ich wann wo anlege. Das hätte ich mir nie so unkompliziert vorgestellt. Bei meiner kleinen Grossen hatte ich lange nicht genug Milch.
Zusammenanlegen: Da die Grosse seit langem eigentlich nur im Bett so richtig trinkt, klappt das nicht so gut. Der Kleine muss dann auf mir liegen. Das funktioniert nicht immer wirklich. Oftmals muss ich ihn immer wieder neu anlegen. Dazu muss ich den Arm unter meiner Tochter wieder wegnehmen. Das mache ich vielleicht zwei drei mal, dann fühlt sie sich abgewiesen und dreht sich weg. Nachts im Halbschlaf klappt es fast gar nicht. Dann ist die Grosse auch noch empfindlicher. Öfters, wenn sie sich wegdreht, rollen Tränen. Sie dreht sich um und weint still für sich. Das bricht mir fast das Herz.
Tagsüber kriegen wir die Kurve auch nicht so recht. Der Kleine will bis auf seinen langen Mittagsschlaf immer wieder angelegt werden und auf den Arm, so dass ich nie wirklich die Zeit für die Grosse habe. Zeit schon, aber eben mit Baby auf den Arm... Wenn er mittags schläft versuche ich die Zeit zu nutzen, um raus zu gehen, essen zu kochen und Mittagsschlaf mit der Grossen zu machen.
Im Moment knall sie oft die Türen, weint oder läuft weg von mir dreht sich dabei um und mit einer Geste "dann bleib doch da" und einem Bähhh. Ansonsten ist sie eher überdreht. Schläft mittags nur eine knappe Stunde was sonst gut zwei Stunden waren, obwohl die Nächte auch kürzer sind als zuvor.
Einige Male will sie auch nicht, dass ich den Kleinen anlege, schmeisst sich auf meinen Schoss. Heute wollte ich den Kleinen Tragen, da gab es auch riesen Tränen. Sie möchte ins Tuch. Beide tragen geht leider noch nicht. Ich hatte einen Kaiserschnitt. Und dafür das es erst drei Wochen her ist, hebe und trage ich die Grosse ohnehin viel zu viel.
Ich habe das Gefühl versagt zu haben und hoffe sehr, dass es wieder anders wird. Unabhängig davon, dass ich das Gefühl habe selbst schöne Zeit mit meiner Grossen verloren zu haben und andererseits mich dem Kleinen nicht so widmen zu können, was mir beides wehtut, habe ich Angst, dass sie ihn nie lieben wird.

Entschuldigt, dass ich mich so ausgeheult habe... :cry:

LG Petra
Linguanne
ist nicht mehr wegzudenken
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Registriert: 04.03.2013, 22:06

Re: Langzeitstillen, Familienbett - 2. Kind, wie wird das we

Beitrag von Linguanne »

petra69 hat geschrieben:Hallo zusammen,

seit dem 18.12. ist unser Kleiner auf der Welt. Anfangs war unsere Kleine Grosse total fasziniert. Mittlerweile hat sich das Blatt ganz schön gewendet.
Mit dem Stillen klappt es in so weit, dass genug für beide da ist, egal wen ich wann wo anlege. Das hätte ich mir nie so unkompliziert vorgestellt. Bei meiner kleinen Grossen hatte ich lange nicht genug Milch.
Zusammenanlegen: Da die Grosse seit langem eigentlich nur im Bett so richtig trinkt, klappt das nicht so gut. Der Kleine muss dann auf mir liegen. Das funktioniert nicht immer wirklich. Oftmals muss ich ihn immer wieder neu anlegen. Dazu muss ich den Arm unter meiner Tochter wieder wegnehmen. Das mache ich vielleicht zwei drei mal, dann fühlt sie sich abgewiesen und dreht sich weg. Nachts im Halbschlaf klappt es fast gar nicht. Dann ist die Grosse auch noch empfindlicher. Öfters, wenn sie sich wegdreht, rollen Tränen. Sie dreht sich um und weint still für sich. Das bricht mir fast das Herz.
Tagsüber kriegen wir die Kurve auch nicht so recht. Der Kleine will bis auf seinen langen Mittagsschlaf immer wieder angelegt werden und auf den Arm, so dass ich nie wirklich die Zeit für die Grosse habe. Zeit schon, aber eben mit Baby auf den Arm... Wenn er mittags schläft versuche ich die Zeit zu nutzen, um raus zu gehen, essen zu kochen und Mittagsschlaf mit der Grossen zu machen.
Im Moment knall sie oft die Türen, weint oder läuft weg von mir dreht sich dabei um und mit einer Geste "dann bleib doch da" und einem Bähhh. Ansonsten ist sie eher überdreht. Schläft mittags nur eine knappe Stunde was sonst gut zwei Stunden waren, obwohl die Nächte auch kürzer sind als zuvor.
Einige Male will sie auch nicht, dass ich den Kleinen anlege, schmeisst sich auf meinen Schoss. Heute wollte ich den Kleinen Tragen, da gab es auch riesen Tränen. Sie möchte ins Tuch. Beide tragen geht leider noch nicht. Ich hatte einen Kaiserschnitt. Und dafür das es erst drei Wochen her ist, hebe und trage ich die Grosse ohnehin viel zu viel.
Ich habe das Gefühl versagt zu haben und hoffe sehr, dass es wieder anders wird. Unabhängig davon, dass ich das Gefühl habe selbst schöne Zeit mit meiner Grossen verloren zu haben und andererseits mich dem Kleinen nicht so widmen zu können, was mir beides wehtut, habe ich Angst, dass sie ihn nie lieben wird.

Entschuldigt, dass ich mich so ausgeheult habe... :cry:

LG Petra
Liebe Petra,
Ich weiß ganz genau, wie du dich fühlst. Ich drücke Dich und ich verspreche dir, dass es besser wird. Ich wollte es auch nicht glauben, ich habe geweint, war verzweifelt, habe gehadert, weil ich nicht wollte, dass baby ein Mensch zweiter klasse ist, nur weil als zweites geboren und weil ich nicht wollte, dass der große so zurückstecken muss. Wir haben uns eingespielt. Die ersten 3,5 Monate waren für alle oberanstrengend. Seitdem geht es Stück für Stück bergauf. Sie sind so süß miteinander, sie strahlen sich sn, sie halten Händchen, wenn sie im Bett gleichzeitig stillen. (Ich kann es nur im bett, wenn beide auf mir drauf liegen. Im sitzen schaffe ich es nur unter Schmerzen). Einziger wehmutstropfen ist, dass der große Teils immer noch so rabiat ist mit dem kleinen und dass der große eine unangenehme stilltechnik entwickelt hat und mir weh tut. Dafür will er aber zu lange und da kullern bei ihm die tränen, wenn ich es nicht so lange aushalte, wie er es will. Wenn ich sie gleichzeitig stille, muss ich genügend Kissen ganz eng um mich herum haben, baby liegt auf mir, der Arm ist von Kissen gestützt, der große liegt bäuchlings halb auf mir, halb auf den Kissen ab seiner Seite und lässt sich runterkurbeln, wenn er fertig ist und allein schlafen will. So kann ich sogar einschlafen. Ich kann mit beiden Händen um ihre Köpfe herum greifen, um ihre Hände festzuhalten, damit sie sich nicht gegenseitig ärgern oder mit Handy lesen. [emoji6] bis vor kurzem hat das auch nicht immer gut geklappt, weil ich sehr viel Milch und einen sehr starken MSR habe und baby damit gar nicht klar kam. Er hat oft geschrieen wie an Spieß in bauchlage, weil er sich ständig verschluckt hat. Das hat erst mit 8 Monaten aufgehört. Jetzt ist er neun Monate alt und schläft abends inzwischen an der Brust rin, während ich dem großen vorlese, dann rutsche ich in position, rücke die Kissen zurecht und lasse den großen dazu auf mich rauf klettern, andocken und schlafen. Mittags klappt es zur zeit ähnlich. Da gab es aber auch phasen, in denen ich mir beiden mittags einfach Auto gefahren bin. Da fiel zwar für mich der Mittagsschlaf aus, aber der große kam so wenigstens zur ruhe. Wenn sie nachts gleichzeitig wach sind, stille ich den kleinen und sag dem großen, dass er sich an meinen Rücken kuscheln kann, dass ich mich gleich zu ihm drehe, wenn ich dann mit dem einen fertig nin, schläft der andere dann schon wieder.
Du schaffst das! Sie werden sich daran gewöhnen, ihr werdet auch Wege findenX wie es am schönsten für alle ist. Und für deine Sorgen gegenüber der großen empfehle ich wie. Immer gern das Buch erstgeborene von prekop. [emoji4]



Großer Zwerg (10/12) & kleiner Zwerg (04/15)
Riesenzwerg (10/2012) und Frühlingszwerg (04/2015)
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