Seite 11 von 18

Re: Ständig wunde Brustwarzen

Verfasst: 07.03.2015, 00:04
von blueberry
Kurz die "akuten Dinge":
merci32 hat geschrieben:Mir gehts richtig gut.
Das freut mich unheimlich! :D
merci32 hat geschrieben:
Dann AM PO anfassen und etwas mehr Richtung Deiner Füße und Deines Bauches ziehen
Das krieg ich nicht hin... Ich kann/mag die Brust nicht loslassen... Ich war jetzt die letzen beiden Nächte auch sehr nachlässig. :| Nicht so schlau. Ich muss jetzt egal wie müde wieder Kissen in seinen Rücken stopfen und wirklich die Augen richtig aufmachen und gucken was ich da eigentlich mache... Die Augen wollen ja nachts gar nicht so richtig auf... Ja, und das tags auch wirklich mal im Liegen angehen...
Ja, wie gesagt: auf jeden Fall Liegendstillen nicht nur nachts üben sondern vor allem tagsüber, wenn man nicht halb im Schlaf ist und außerdem das Licht auch besser.

Ansonsten: ich hatte Dir eine Anleitung verlinkt zum Asymmetrischen Anlegen im Liegen. Auch wenn es bei Dir ja nicht ums asymmetrische Anlegen geht - das Prinzip bleibt ja gleich: Du brauchst die obere Hand zum Brust-Formen. Und da ist halt der große Vorteil im Liegendstillen: DU kannst Dich auf Dein Baby zu bewegen. Wenn Du also seinen Po in Richtung Deines Bauches und Deiner Füße würdest bewegen wollen, dann kannst Du Dich auch in genau die entgegengesetze Richtung bewegen mit Deinem Körper mit dem gleichen Ergebnis. Im schlimmsten FAlle liegst Du dann etwas schräg im Bett :wink:

Und ja: Dein Baby braucht unbedingt was im Rücken! Dicke, fest gewickelte Handtuchrolle (offenes Ende auf der Matratze weg vom Baby führend, damit sie sich nicht aufrollt) hat sich sehr bewährt - Kissen sind oft zu weich und stützen darum meist nicht halb so gut. Oder sie schmiegen sich nicht gut zwischen Baby und Matratze und rutschen dann eher weg als zu stützen (oder das Baby rollt drauf und liegt dann schräg nach hinten statt ganz seitlich/leicht nach vorn).

Wichtig: bitte (gerade nachts) nur von den Schulterblättern ab am Rücken entlang stützen - nicht hinter dem Kopf, damit das Baby nicht beim Einschlafen und Rumdrehen mit der Nase in der Handtuchrolle/Kissen/... landet.

Alles andere morgen.
LG, blueberry

Re: Ständig wunde Brustwarzen

Verfasst: 07.03.2015, 21:26
von mrsschulzi
Ich habe gerade den ganzen Tread durchgelesen und hab beim Lesen immer wieder gedacht, es geht um mein Kind. Genau dieselben Probleme hatten wir auch, so ein komisches Kneifen, saugschluss verlieren, mehr Schwierigkeiten beim Asymmetrischen Anlegen und Vasospasmen. Anfangs zufüttern mit der Flasche, mit Saugverwirrung. Jedes Posting von dir, merci, hat mich so an unseren Stillstart erinnert. Ich habe die Schmerzen immer auf die Vasospasmen geschoben und mir Vorwürfe gemacht, nicht konsequent gepflegt zu haben. Aber jetzt geht mir echt ein Licht auf - meine Maus hat auch einen hohen Gaumen. Ich bin gerade sehr froh, dass ich jetzt eine Ursache für dieses Kneifen am Anfang habe.
Nun aber zu dem Teil, der dir Mut machen soll: Maus ist mittlerweile 15 Monate und wir stillen immer noch. Nach diesen ominösen 5 Monaten wurde es Stück für Stück besse, und wir sind seitdem (bis auf eine Episode in der neu durchgebrochene obere Schneidezähnen eine Rolle spielen) schmerzfrei. Halte durch, es wird so schön!
Am besten hat für uns stillen im liegen funktioniert. Ich habe einfach tagsüber nur noch im liegen gestillt und damn klappte es auch nachts schmerzfrei. Mit nem halben Jahr war auch unterwegs in der Wiegehaltung kein Problem (allerdings sind meine Brüste auch nicht so groß). Ich wünsche euch alles Gute

Re: Ständig wunde Brustwarzen

Verfasst: 08.03.2015, 09:44
von blueberry
Entschuldige, bin gestern Abend mit den Kindern eingeschlafen :oops: Ich melde mich heut noch, aber wohl erst am Abend.

Danke für den Erfahrungsbericht!

LG, blueberry

Re: Ständig wunde Brustwarzen

Verfasst: 09.03.2015, 01:35
von blueberry
Liebe Merci,

so, da bin ich.
merci32 hat geschrieben: Ich habs jetzt doch einmal geschafft. Ich hab die Brust ein bisschen zurückgezogen und konnte in seinem Mundwinkel seine Zunge sehen. Das heißt dann, dass er die Zunge über der Kauleiste hat?
Das ist auf jeden Fall ein gutes Zeichen, ja.
merci32 hat geschrieben:Ach so: In einem anderen Thread hattest du was von Nuckeltier geschrieben, dass die Eltern dann stolz sagen, mein Kind nuckelt nicht mehr, aber gar nicht wahr, das Ohr vom Hasen ist ganz abgelutscht.
Wäre das denn eine Alternative für uns?
Am liebsten würde ich ihm den Schnuller geben. Aber das geht ja nicht wegen des Kneifens.
Und den Daumen hätte ich lieber nicht so gern.

Das ist wirklich schwierig, finde ich. Gibt es da irgendeine Zwischenlösung? Also wenn Brust so viel er möchte nicht geht, weil mir das weh tut (das ist übrigens wirklich traurig, ich hab schon oft das Gefühl, er möchte gern noch nuckeln, oder so Schlückchen trinken, einfach weils so schön ist und ich breche das dann aber ab, weil ich weiß, dass er an sich mit der Mahlzeit selbst (also von der reinen Milchmenge her) fertig und zufrieden ist, eben weil ich das nur so lange mitmachen mag wie es "sein muss"). Und aber der Schnuller auch nicht geht und ich auch gern hätte, dass er den Daumen nicht nimmt.

Oder will ich da einfach zu viel und muss mich damit abfinden, dass er den Daumen nimmt?
Hmmm, die "Schnuller-/Daumen-/Finger-/...-Frage ist in Eurem Fall wirklich nicht so leicht zu beantworten.

Wie ich oben ja schonmal erklärt habe, ist "Saugenwollen" bei Babys ein "Bedürfnis-Gesamtpaket", das normalerweise mit "Stillen nach Bedarf, wann immer und für wie lange das Baby ein Stillbedürfnis signalisiert" beantwortet werden sollte. Darum ist meine Antwort darauf normalerweise auch: "Stilltechnik und -management so weit verbessern, dass das Baby effektiv an die Milch kommt, die es möchte, und andererseits auch häufiges und längeres Stillen kein Problem darstellt."

Nun ist das ja aber aus verschiedenen Gründen bei Euch (derzeit noch?) nicht so möglich und ich verstehe Deine Beschränkung des Stillens auf die zur Ernährung absolut notwendige Zeitspanne vollkommen! Ich würde das vermtlich in Deiner Situation nicht anders machen.

Ich sehe im wesentlichen folgende Optionen:
1) ganz ohne Saugen beruhigen, aber mit viel Körperkontakt und rhythmischer Bewegung durch schwungvolles Herumlaufen mit eng an Mama oder Papa geschmiegtem Baby im gut gebundenen Tragetuch. Gern draußen bei einem flotten Spaziergang - der Frühling steht ja vor der Tür :D . Oder drinnen vielleicht dazu singen, Treppensteigen, ...

2) wenn das nicht reicht: zusätzlich etwas zum Saugen anbieten:
a) vorzugsweise Mamas oder Papas kleinen Finger, denn:
* das Risiko für eine ungünstige Beeinflussung der Gaumenform durch diese - naturgegeben ja zeitlich begrenzte - Form des Beruhigungssaugens halte ich im Alter Deines Babys für sehr gering (und dass keine Milch fließt, ist der entscheidende Unterschied zum Fingerfeeding, was die Gefahr von Saugverwirrung anbelangt)
* am Finger hängt eine Bezugsperson dran: es wird also aus dem "Bedürfnispaket" mehr als nur das Saugbedürfnis gestillt, was m.E. die "Saugdauer" ebenfalls begrenzen dürfte
* das ist Deinem Baby außerdem schon vom Einschlafen vertraut und dürfte auch darum am "effektivsten" sein, sprich: zur geringsten "Saugdauer" außerhalb des Stillens führen.
* das Risiko für eine ungünstige Beeinflussung des Stillens halte ich bei dieser Form des Beruhigungssaugens auch langfristig am geringsten, v.a. weil Mamafingernuckeln Interaktion ist.

[Den Thread kennst Du glaub schon :wink: :]
merci32 hat geschrieben:Jetzt bei unserem kleinen Sohn hatten wir ja zwischenzeitlich auch den Schnuller gegeben und ihn dann wegen der Saugverwirrung wieder weg gelassen. Das ist uns schwer gefallen, ich konnte mir gar nicht vorstellen, wie das gehen soll ohne Schnuller. Klar, wir haben ihn abgelegt, Schnuller gegeben und konnten dann z.B. in Ruhe Mittagessen. Und jetzt: Bekommt er ja unseren kleinen Finger. Ich würde trotzdem immer noch gern den Schnuller geben, weil ich nicht möchte, dass er viele Jahre am Daumen lutscht und einfach von der langen Zeit dann Fehlstellungen davon trägt. Aber: Ich wüsste gar nicht wann ich ihm den Schnuller geben sollte. :mrgreen: Was vorher so ein ganz selbstverständliches ständiges "Ausstöpseln" war, würde mir jetzt ganz komisch und falsch vorkommen. Ja, klar, könnte man ihn eben dann geben, wenn er selbst an seinen Fingern oder eben dem Daumen nuckelt. Aber bei uns hat da doch ein ziemliches Umdenken eingesetzt.


b) am eigenen Daumen nuckeln lassen (auch hier ist z.B. kein Beißen an der Brust als Folge zu erwarten - Beißen in den eigenen Finger tut ja weh) und es ist wenigstens "aus Mensch" - im Vergleich zum Finger ist es aber eben auch ohne Mamas/Papas direkte Nähe möglich...

c) z.B. ein Seidenpüppchen/Schnuffeltuch/Mullwindelzipfel/... anbieten (kein Druck gegen den Gaumen und keine unbegrenzte unbeaufsichtigte Nutzung beim Schlafen, so dass da immer jemand dabei sein dürfte, der zum einen eben "da ist" und zusätzlich auch "Draufrumbeißen" beim Saugen begrenzen kann)

d) notfalls am Schnuller (da fällt mir ne Menge dagegen ein:
* allem voran die potentiell prolongierte Nutzungsdauer auch über das Ablegen aus dem Tuch hinaus und die potentiellen Folgen für die Stillbeziehung, den Gaumen etc.
* die völlige Schmerzunempfindlichkeit des Schnullers bei Beißen, Kieferkneifen, ...
* ... (siehe Link)

------------------------------
merci32 hat geschrieben:
Zur Zungenhaltung: das schon erwähnte Saugtraining.
Also die Logopädin meinte ja, sie würde an seiner Saugtechnik nix verändern wollen, weil er genug Milch bekommt und daraus schließt sie, dass mit seiner Saugtechnik alles ok ist. (Weiß ich jetzt natürlich nicht, ob sie da klug schließt?)
Das kann man so leider nicht sagen, nein. Babys können auch TROTZ schlechter Stilltechnik gut gedeihen (bei einer anderen Mutter würde das selbe Baby vielleicht mit dieser Technik schon nicht mehr so gut gedeihen) und Schmerzen der Mutter allein (auch ohne Gedeihprobleme) sind ein Grund, genauer hinzuschauen und ggf. die Stilltechnik zu verbessern (so es daran liegt).
Schon deshalb weil mütterliche Schmerzen normalerweise zu einer Einschränkung des Stillens nach Bedarf in Mahlzeitendauer und -häufigkeit führen, und damit neue Fragen und Probleme aufwerfen (siehe ja auch unsere Schnullerfrage oben).

------------------------
merci32 hat geschrieben:
zum Mundöffnen: Das kann man Kindern vormachen und mit Worten wie "Gaaaanz weit auf!" begleiten.
Ja, das hat meine IBCLC hier auch gesagt. Hab ich auch gemacht, aber er hat das noch nie nachgemacht... :? Er findet es aber sehr lustig. ;)
Vielleicht fällt der Groschen bei ihm ja noch :wink: . Wenn sie das nicht gleich nachmachen, heißt nicht, dass sie das nicht noch später tun. Meine Kleine ist so eine Kandidatin gewesen, bei der das erst später hilfreich wurde (und bei schlampigem Andocken ihrerseits heute noch ist - selbst im Halbschlaf macht sie inzwischen "auf Ansage" den Mund weeeeeit auf 8) )

---------------------
merci32 hat geschrieben:Sie meinte, wenn diese Spannung im Schulterbereich nicht weg geht, dann könnte man noch zu einer Physiotherapeutin gehen, die auch Castillo Morales macht.
Ich kenne einen Fall, bei dem das Hinzuziehen einer solchen Physiotherapeutin, die am Oberkörper arbeitete, tatsächlich dann den Durchbruch brachte, der bei der CaMo-Logopädin noch ausgeblieben war. Schön, wenn sie da jemanden wüsste! :)
---------------------
merci32 hat geschrieben:Ja doch, er rutscht manchmal so komisch auf mich und das boppy dann irgendwie von mir weg. Da muss ich noch dran üben. Vielleicht ist das zum Umschnallen dann tatsächlich eine gute Option.
"Üben" kann man da eigentlich nicht wirklich was: der Gebrauch von Stillkissen, die man nicht fest an der Mutter fixieren kann (oder bei großen Perlenstillkissen kann man sie auch manchmal so in einem Sessel mit Armlehnen einklemmen, dass sie unverrutschlich rings um die Mutter liegen), bedingt einfach, dass ein ganz an die aufrecht sitzende Mutter geschmiegtes Baby das Kissen tendenziell von der Mutter wegdrängt, wenn man das Gewicht des Babys aufs Kissen stützt. Das liegt nicht an "Fehlanwendung" oder mangelnder Übung, sondern ist systembedingt (siehe früher verlinkter Artikel "Das beste Stillkissen der Welt").
--------------------------------

Es freut mich, dass der Vasospasmus nachlässt und Du auch sonst so zuversichtlich klingst :D .
mrsschulzi hat geschrieben:Drückt mir die Daumen, dass das jetzt wirklich gut und schmerzlos wird!
Sind ganz fest gedrückt! (Vielleicht erledigt sich damit dann ja auch irgendwann die ganze "Nuckelfrage", weil Du mittelfristig zum uneingeschränktem Stillen nach Bedarf übergehen kannst? :slürp* )

LG, blueberry

Re: Ständig wunde Brustwarzen

Verfasst: 09.03.2015, 19:44
von merci32
Hallo!

Es ist immer noch nicht toll, aber immer noch dieser besser als vorher Status. :)
Ich habe das Stillen im Liegen auch tags geübt, finde es aber schwierig. Aber ich kann auch nicht sagen, ob jetzt was falsch läuft oder es einfach der hohe Gaumen ist...

Ich bin immer noch ganz wunderbar gelassen, jetzt wo ich weiß, warum. :)

Uuuuund: Wir haben heute zum ersten Mal einschlafgestillt. Das ist so so so schön, dass das jetzt geht!

Für die Physiotherapie brauche ich wahrscheinlich ein neues Rezept?
Logopädie hab ich jetzt ein Rezept über 5x. Kann ich das für zwei unterschiedliche Logopäden "verbrauchen"? Die Stillberaterin hier hat mir doch noch eine andere empfehlen können.

Viele Grüße!

Re: Ständig wunde Brustwarzen

Verfasst: 10.03.2015, 00:52
von blueberry
Liebe Merci,

zuerst: ich hatte Dir vor fünf Tagen eine PN geschickt. Die ist nicht dringend und Du musst sie natürlich nicht lesen :lol: , aber ich dachte, ich sag Bescheid, dass die immernoch unabgeholt in meinem Postausgang schlummert :wink:
merci32 hat geschrieben:Ich habe das Stillen im Liegen auch tags geübt, finde es aber schwierig. Aber ich kann auch nicht sagen, ob jetzt was falsch läuft oder es einfach der hohe Gaumen ist...
Da Liegendstillen gerade für nachts (und auch wenn Mama krank ist und zum Ausruhen tagsüber), aber auch zum "Baby eingeschlafen und abgelegt liegen lassen, ohne dass es aufwacht, wenn Mama aufsteht", sooooo nützlich ist, propagiere ich da jetzt einfach mal "Dranbleiben und immer wieder versuchen - es lohnt sich!"
merci32 hat geschrieben: Es ist immer noch nicht toll, aber immer noch dieser besser als vorher Status. :)
[...]
Ich bin immer noch ganz wunderbar gelassen, jetzt wo ich weiß, warum. :)
:D

(Und ich drücke weiterhin sämtliche verfügbaren Daumen und großen Zehen, dass es ein Aufwärtstrend bleibt! :mrgreen: )
merci32 hat geschrieben:Für die Physiotherapie brauche ich wahrscheinlich ein neues Rezept?
Logopädie hab ich jetzt ein Rezept über 5x. Kann ich das für zwei unterschiedliche Logopäden "verbrauchen"? Die Stillberaterin hier hat mir doch noch eine andere empfehlen können.
Ja, Physiotherapie ist was anderes als Logopädie und dafür gibt es andere Rezepte. Das mit der anderen Logopädin klingt interessant - macht sie auch Castillo Morales?

Ob Du das Rezept mitnehmen kannst, kann ich Dir nicht sagen. Ich habe schon verschiedene Sachen gehört, was einen Wechsel innerhalb der gleichen Therapeutengruppe bei laufendem Rezept anbelangt:

a) dass das alte Rezept einfach abgebrochen und sich für den neuen Therapeuten ein neues geholt wurde.
b) dass der neue oder der alte Therapeut mit einer Kopie des Rezeptes gearbeitet haben und der andere das Original bekam (beide brauchen ja die Angaben auf dem Rezept und Deine Original-Unterschriften bei den Sitzungsdaten, um mit der Krankenkasse selbst abrechnen zu können).

Im Zweifelsfall müsste man letzteres (wäre ja für Dich einfacher, als ein neues Rezept zu bekommen, richtig?) mit der Krankenkasse abstimmen können - denen ist ja letztlich genauso dran gelegen wie Dir, dass Du baldmöglichst zu jemandem gehst, der sich mit dem Problem (in diesem Fall: Stillprobleme) auskennt.

merci32 hat geschrieben:Uuuuund: Wir haben heute zum ersten Mal einschlafgestillt. Das ist so so so schön, dass das jetzt geht!
Wow! Einfach nur: wow! Ihr beiden macht das alles wirklich toll! :D :2:

LG, blueberry

Re: Ständig wunde Brustwarzen

Verfasst: 10.03.2015, 08:47
von koalina
merci32 hat geschrieben: Ich bin immer noch ganz wunderbar gelassen, jetzt wo ich weiß, warum. :)

Uuuuund: Wir haben heute zum ersten Mal einschlafgestillt. Das ist so so so schön, dass das jetzt geht!
das freut mich so sehr! genieße es.... (((( ))))

Re: Ständig wunde Brustwarzen

Verfasst: 10.03.2015, 19:57
von merci32
Hallo!

Ach ach. :cry: Ich hatte ja wirklich gedacht, wir wären jetzt durch soweit. Toll im Sinne von wirklich komplett schmerzfrei und gar nicht unangenehm war es ja sowieso nicht - aber ja doch deutlich besser.
Heute war wieder ein doofer Tag. Es ist nicht so schlimm, dass ich über Ibuprofen nachdenke. Aber eben schlechter.
Wir waren von Mittwoch bis Samstag bei meinen Eltern zu Besuch und ich hatte meine Stillkissen zu Hause vergessen. Dort habe ich viel im Liegen gestillt und sonst sehr krumpelig im Sitzen mit irgendwelchen Kissen, die aber ständig verrutscht sind. Als wir Samstag zurück waren, war es mit dem gewohnten Stillkissen direkt - ja eigentlich war es glaub ich gar nicht blöd. Sondern so doof wie immer, nur dass ich irgendwie die Erwartungshaltung aufgebaut hatte, nun müsste es endlich schmerzfrei sein. Ich hatte ja trotzdem sehr gute Laune und mir ging es ganz wunderbar, und gestern das tolle Einschlafstillen - und heute ist es wieder doof.
Ein leichtes Reiben an der BW Spitze: :shock: Das ist ja meine größte Angst, dass dieser fiese Schmerz an der BW Spitze zurückkehrt.
Das Kneifen war zwischendurch sehr stark, wieder dass es so gebrannt hat. Über alle Mahlzeiten betrachtet aber eigentlich gar nicht.
Und es war wieder dieses "Kauen" auf der BW.

Nun habe ich mit meinen Kissen hin und her probiert - nix.
Das ist ja, was mich die ganzen Wochen über so dermaßen runterzieht - egal was ich tue, es ändert sich nichts.
Da hatte ich zwischendurch ja auch so ein Hoch, weil eine leichte Änderung der Position *tatsächlich* eine Änderung am Schmerz brachte.

Was soll ich nun tun? Warum wird es wieder schlechter?
Verläuft die Besserung einfach nicht linear? Ist es ok, dass es 2 Schritte vor, einen zurück geht? Sind wir immer noch auf dem Weg der Besserung?

Magnesium, Calcium, B6 habe ich konsequent genommen.
Die Massage von der Logopädin habe ich sporadisch gemacht. (Die sollte ja gegen das Kneifen helfen, das war ja heute auch fast nicht.)

Leider kneift es im Liegen auch. Ich habe die Tipps ja alle durchgelesen, benutze jetzt auch eine Handtuchrolle. Es war gestern ganz ok, und heute ist es doof. Ich versteh das gar nicht, ich mach ja gar nix anders.

Ich hab heute mit meiner Mutter telefoniert. Meine Mutter hat mir ja damals das Fläschchen gegeben, sie kennt aus eigener Erfahrung also gar nicht wie besonders und schön und wertvoll eine Stillbeziehung ist. Und sie sagt dann "Du musst auch an dich denken, du selbst sein". Das finde ich hohl, ich bin schließlich Mutter, das bin ja "ich". Ich hab ihr erklärt, dass ich bei meiner großen Tochter ja erlebt habe wie schön die Stillzeit ist und dass ich das als so schön und wertvoll empfunden habe.
Und da antwortet sie: "Ja, aber jetzt empfindest du es nicht als schön." Und das stimmt, da hat sie mich richtig getroffen. :|
Es ist nicht schön. Es ist jetzt wieder so, dass ich eigentlich angst vorm nächsten Stillen habe. Gar nicht mal, weil es jetzt so schlimm weh tut, das hält sich in Grenzen. Sondern weil ich jedes mal denke, oh ja, jetzt, ein neuer Versuch, jetzt wird es gut - aber es wird nicht gut. Es war zwischendurch jetzt wirklich - ja das da richtig diese schmerzfreien Züge waren, wirklich ein richtiger Fortschritt. Das war heute gar nicht, kein einziger schmerzfreier Zug.

In einer Woche ist mein Sohn fünf Monate alt.

Danke blueberry für die PN. Nur die blueberry Postion hab ich ja auch nicht hingekriegt.

Ich hab auch irgendwie das Gefühl, dass alles egal ist. Mal ist es gut, dann ist es aber auch egal, ob die BW nun 2 mm zu hoch ist oder nicht. Und dann ist es doof und da kann ich machen was ich will, es wird trotzdem nicht besser.

Verschwinden die Schmerzen vom hohen Gaumen wirklich einfach so? Von einem Tag auf den anderen? Oder eher langsam?

Ich hatte so gehofft, es wird jetzt wirklich gut.
Habe ich denn überhaupt eine Chance auf eine unkomplizierte schmerzfreie Stillbeziehung? Oder werde ich mich die nächsten Monate immer und immer mit unangenehmen oder schmerzhaften Stillen auseinander setzen müssen?

Leider wieder traurige Grüße.

Re: Ständig wunde Brustwarzen

Verfasst: 10.03.2015, 20:47
von merci32
Also ich glaub das ist vielleicht noch wichtig:
Er hat sich gestern zum ersten Mal gedreht - ein Entwicklungssprung also.

Er hat Schnupfen, das Ziehen heute Nacht an der BW hab ich darauf geschoben.

Er hat ganz schön oft volle Windeln, aber kein Durchfall.

Heute hatte ich den ganzen Tag das Gefühl, er hat eigentlich gar keinen Hunger. Zieht die BW ganz lang so nach hinten den Kopf. Lässt mit einem Schnalzen los. Dann aber doch wieder den Mund ganz weit auf und suchen... Ganz komisch als ob er nicht wusste was er eigentlich will...

Re: Ständig wunde Brustwarzen

Verfasst: 10.03.2015, 23:54
von blueberry
:( Ich verstehe Deine Enttäuschung. Vor allem angesichts Deiner hohen Erwartungen.

Aber Menschen sind keine Maschinen, Babys erst recht nicht. Auch die haben Tage mit schlechter Tagesform. Schnupfen ist fürs Stillen IMMER total blöd, bei JEDEM Kind.
merci32 hat geschrieben:Heute hatte ich den ganzen Tag das Gefühl, er hat eigentlich gar keinen Hunger. Zieht die BW ganz lang so nach hinten den Kopf. Lässt mit einem Schnalzen los. Dann aber doch wieder den Mund ganz weit auf und suchen... Ganz komisch als ob er nicht wusste was er eigentlich will...
Kann sehr gut sein, dass das an einer nicht (oder nicht ausreichend) freien Nasen liegt. Meine haben das beide gemacht, mit dem Kopf von der Brust wegziehen, wenn sie Schnupfen hatten. Ich hab es mir immer so erklärt, dass sie wahrscheinlich "vermuten", dass sie mit der Nase zu eng an der Brust sind und deshalb keine Luft bekommen - und das wollen sie dann intuitiv durch Kopf nach hinten ziehen "beheben".

Ich habe da in der Vollstillzeit letztlich immer großzügig mit Maßnahmen zum Freimachen der Nase gearbeitet: Nasendusche (kann man auch bei Babys machen und ist sehr effektiv) und anschließend abschwellende Nasentropfen (Babydosierung, am besten so ein "Dosiertropfer" - und dann in Rückenlage einwirken lassen). Mit behinderter Nasenatmung ist Stillen (je nachdem wie sehr die Atmung beeinträchtigt ist) irgendwas zwischen "superanstrengend" bis "schlichterdings unmöglich" fürs Kind.
--------------------------

Wenn auch noch häufiger Stuhlgang hinzu kommt, kann es ja zudem auch auf Zahnen hindeuten - ebenfalls ein klassischer "Stilltechnikverschlechterer", auch wenn die Zähnchen noch nicht blitzen sondern nur im Kiefer schieben. (Und soweit ich weiß, ist der Speichel beim Zahnen irgendwie "aggressiver", damit die Zähne besser durchs Zahnfleisch kommen - darum ja auch die Anfälligkeit der Schleimhäute für Erkältungsviren und die Tendenz zu Durchfällen und evtl. gar wundem Po).

--------------------------
merci32 hat geschrieben:Toll im Sinne von wirklich komplett schmerzfrei und gar nicht unangenehm war es ja sowieso nicht - aber ja doch deutlich besser.
Heute war wieder ein doofer Tag. Es ist nicht so schlimm, dass ich über Ibuprofen nachdenke. Aber eben schlechter.
Objektiv betrachtet ist das aber immernoch deutlich besser als noch vor wenigen Wochen, als Du selbst unter Ibu-Einnahme starke Schmerzen hattest.
merci32 hat geschrieben:Das ist ja, was mich die ganzen Wochen über so dermaßen runterzieht - egal was ich tue, es ändert sich nichts.
Diesen Eindruck kann ich so von außen nicht teilen. Wenn ich mir Deine Schmerzbeschreibungen durchlese über die Zeit, entsteht eigentlich eher der Eindruck einer - wenn auch "wellenförmig verlaufenden" - kontinuierlichen Besserung in kleinen Schritten.
merci32 hat geschrieben:Ein leichtes Reiben an der BW Spitze: :shock: Das ist ja meine größte Angst, dass dieser fiese Schmerz an der BW Spitze zurückkehrt.
Ich befürchte, dass Angst vor einer bestimmtem Art von Schmerz (und die damit einhergehende "Visualisierung" genau dieses Schmerzes) kein guter Ratgeber sind. Vielleicht kannst Du Dir einen "Plan B" zurechtlegen, was Du tun willst, falls dieser Schmerz tatsächlich wiederkommt: Schmerzmittel nehmen, soundsolange abwarten (ein, zwei, drei... Tage?) und bei Nicht-Besserung dann zu unseren Abstill-/Stillreduktions-Optionen übergehen? Oder auch meinetwegen von einem auf den nächsten Tag auf Pumpstillen wechseln. Hauptsache, Du hast in diesem Szenario einen "sicheren Hafen" für den Fall, dass es ganz blöd wird. Und dann schiebst Du die Angst für "jetzt" aus Deinem Bewusstsein, in der Gewissheit, dass Du gute Optionen hast für den Fall, dass es tatsächlich so weit kommen sollte - aber dass Du Dich vorerst damit nicht beschäftigen musst, weil JETZT eben Stillen sogar ohne Schmerzmittel möglich ist.

Und wie gesagt: niemand hier wird auch nur eine Augenbraue hochziehen, wenn Du noch heute beschließen würdest, jetzt zügig abzustillen. Niemand! Wenn es so ist, wie Deine Mutter sagt, und Du, wenn Du in Dich reinhorchst vielleicht wirklich lieber gestern als heute abstillen wollen würdest - dann machen wir das. Kein Extra-Grund nötig.

-------------------------------
merci32 hat geschrieben:Warum wird es wieder schlechter?
Verläuft die Besserung einfach nicht linear? Ist es ok, dass es 2 Schritte vor, einen zurück geht? Sind wir immer noch auf dem Weg der Besserung?
Viele Kinder verarbeiten die Anspannung einer aufregenden Reise, wenn sie endlich wieder zuhause sind in vertrauter Umgebung. Ihr hattet zudem Euer Stillequipment nicht dabei (müsst Euch da also erst wieder einfinden - nicht nur Du, vor allem auch Dein Baby), Du machst die Übungen nur noch hin und wieder, er hat Schnupfen (!!!) und zahnt vielleicht sogar ein bisschen und kann sich seit gestern drehen (!!!). Gründe über Gründe, warum es auch mal ein paar Schrittchen zurückgehen kann, die NICHTS damit zu tun haben müssen, dass Du irgendwas anders oder falsch machst derzeit. Babyentwicklungen verlaufen ja auch sonst nicht strikt linear.
merci32 hat geschrieben:Leider kneift es im Liegen auch. Ich habe die Tipps ja alle durchgelesen, benutze jetzt auch eine Handtuchrolle. Es war gestern ganz ok, und heute ist es doof. Ich versteh das gar nicht, ich mach ja gar nix anders.
Allein schon der Schnupfen könnte das erklären...
merci32 hat geschrieben:Verschwinden die Schmerzen vom hohen Gaumen wirklich einfach so? Von einem Tag auf den anderen? Oder eher langsam?
Hmmm, das kann ich Dir nicht sagen. Ich vermute, dass auch bei Berichten, in denen es bei Stillschmerzen (oder sonstigen den Alltag lange begleitenden Schmerzen) rückblickend hieß "und dann war alles von einem auf den anderen Tag weg, einfach so" eigentlich ein schleichendes Besserwerden vorausging, man es aber erst in dem Moment bewusst wahrnimmt, in dem man schon ein paarmal keine Schmerzen mehr gehabt hatte. (Da wir aus Negativerfahrungen deutlich mehr lernen als aus positiven, neigt der Mensch dazu, Negatives viel bewusster wahrzunehmen... . Man merkt also auch nachlassenden Schmerz immernoch sehr deutlich als "es tut immernoch weh!")
Was soll ich nun tun?
Das kann ich Dir nicht sagen. Ich halte aber "an den begonnenen Maßnahmen bzgl. Vasospasmus, Anlegeoptimierung dranbleiben, CaMo wieder regelmäßig und vorbeugend machen (nicht nur sporadisch), Schnupfen aussitzen, Erwartungen nicht zu hoch hängen und die Hoffnung nicht aufgeben" für eine nach wie vor lohnende Option. Aber das ist die AUSSENPERSPEKTIVE. Wie es für Dich aussieht kannst nur Du sehen.

Schau, was Du tun möchtest, und ich geh mit, wenn Du magst.

LG, blueberry