Langzeitstillen - wie erkläre ich es meinem Mann

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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monsterchenbaby
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Re: Langzeitstillen - wie erkläre ich es meinem Mann

Beitrag von monsterchenbaby »

Danke für Eure aufbauenden Kommentare.

Ich habe meinen Mann mal gefragt, was ihn am Stillen so stört. Er meinte er findet es einfach nicht normal, keiner in Deutschland würde ein Kind mit über einem Jahr noch stillen. Wir würden ja nicht in Afrika leben. :roll: Ich habe ihm von der WHO erzählt, da meinte er nur wir wären ja über die durchschnittlichen 26 Wochen, das würde ja dann jetzt reichen. Stillen wäre ja einfacher, als dem Kind nachts ne Flasche Wasser zu machen. (Es liegt jede Nacht eine Flasche direkt im Bett, aber die Lütte will sie nicht, sie schüttelt energisch den Kopf und will gestillt werden, soviel dazu.) Ich habe ihm dann von diesem Forum erzählt, und dass es auch noch andere Foren gibt, und dementsprechend auch noch andere Frauen, die lange stillen. Er wollte es sich aber nicht ansehen und auch nichts weiter davon hören. :twisted:
Werde mich noch durch Eure Links wühlen, und auf jeden Fall mein Ding weiter durchziehen.
LG Monsterchenbaby mit großem Monsterchen 06/08, kleinen Monsterchen 12/13 und Mini-Milchmonster 01/19 an der Hand, und zwei Sternchen 05/07 und 01/13 und großem Stern 02/74 im Herzen.
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Hauptstadtkind
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Re: Langzeitstillen - wie erkläre ich es meinem Mann

Beitrag von Hauptstadtkind »

Nicht reden - einfach machen :mrgreen: .
mit Großkind (7) und Kleinkind (3)

Es kommt nicht darauf an, wo jemand steht. Wichtiger ist, in welche Richtung er blickt. (Terry Pratchett)
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Zierbanane
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Re: Langzeitstillen - wie erkläre ich es meinem Mann

Beitrag von Zierbanane »

sorry, aber das macht mich echt sauer. es ist dein körper und nicht seiner! mein mann müßte das als tatsache akzeptieren, sonst gäbe es hier wohl einen mords krach. :twisted:

zum glück ist es ihm aber egal und er überläßt es vollkommen mir.

viel durchsetzungsvermögen wünsche ich dir.
vroni
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Re: Langzeitstillen - wie erkläre ich es meinem Mann

Beitrag von vroni »

monsterchenbaby hat geschrieben:Danke für Eure aufbauenden Kommentare.

Ich habe meinen Mann mal gefragt, was ihn am Stillen so stört. Er meinte er findet es einfach nicht normal, keiner in Deutschland würde ein Kind mit über einem Jahr noch stillen. Wir würden ja nicht in Afrika leben. :roll: Ich habe ihm von der WHO erzählt, da meinte er nur wir wären ja über die durchschnittlichen 26 Wochen, das würde ja dann jetzt reichen. Stillen wäre ja einfacher, als dem Kind nachts ne Flasche Wasser zu machen. (Es liegt jede Nacht eine Flasche direkt im Bett, aber die Lütte will sie nicht, sie schüttelt energisch den Kopf und will gestillt werden, soviel dazu.) Ich habe ihm dann von diesem Forum erzählt, und dass es auch noch andere Foren gibt, und dementsprechend auch noch andere Frauen, die lange stillen. Er wollte es sich aber nicht ansehen und auch nichts weiter davon hören. :twisted:
Werde mich noch durch Eure Links wühlen, und auf jeden Fall mein Ding weiter durchziehen.
Leute, die sich trotz Möglichkeit und Angebot nicht informieren (lassen) wollen, sondern auf ihren irrationalen Vorurteilen/Vorbehalten beharren, disqualifizieren sich in meinen Augen selbst.

Die Empfehlung der WHO (nach der Beikostreife unter geeigneter Beikost MINDESTENS ZWEI JAHRE zu stillen und darüber hinaus, solange es MUTTER UND KIND wünschen) gilt weltweit, die Vorteile der Muttermilch und des Stillens gelten nämlich überall. Das Stillen senkt zudem das Risiko einiger Zivilisationserkrankungen - also ist es gerade in der westlichen Welt besonders wichtig, die Empfehlung der WHO ernstzunehmen.

Und das Argument, die durchschnittliche Dauer wäre erreicht... naja, wenn sich alle anderen dämlich verhalten, muss man es ihnen ja nicht gleichtun...

Es ist schön, wenn man in der Begleitung der Kinder Dinge gemeinsam als Paar entscheiden kann. In so einer Konstellation würde ich aber sage, der, der sich informiert, sollte sich durchsetzen.

Im SuT findest Du eine Menge anderer Langzeitstillpaare und kannst Dir Unterstützung von Gleichgesinnten holen.
Liebe Grüße
vroni mit Augenstern (*10/02) und Goldkrümel (*10/06)
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metri
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Re: Langzeitstillen - wie erkläre ich es meinem Mann

Beitrag von metri »

ja schwieriges Thema, unser Umfeld ist zu höflich, da was zu zu sagen :D und meine Schwägerin hat ihre fast gleich alte Tochter auch bis 14 Monate gestillt, von daher war ich nicht allein auf weiter Flur zum Glück

mein Mann fand es auch irgendwie nicht so toll, konnte aber nicht genau sagen was das Problem ist, hat aber andauernd nachgefragt wie lange ich denn noch stillen möchte, habe dann irgendwann ganz klar gesagt, daß das meine Entscheidung ist und daß ich das jetzt auch noch nicht weiß und daß ich das auch nicht andauernd diskutieren möchte und daß ich mich von dem regelmäßigen Nachfragen unter Druck gesetzt fühle, das hat er dann zum Glück so akzeptiert
LG von Elina mit Tochter Amelie (04/08)
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blueberry
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Re: Langzeitstillen - wie erkläre ich es meinem Mann

Beitrag von blueberry »

Ich habe jetzt nicht alle Links, die Dir schon empfohlen wurden, angeschaut. Falls sie noch nicht dabei waren: wie wäre es mit den Faltblättern der AFS? Die sind Hochglanz, kurz und bringen die wichtigsten Fakten auf den Punkt. UND sie sind zielgruppenorientiert. Besonders das Faltblatt für die Großeltern finde ich gut, da es auch die ganzen Nachteile des Nichtstillens (in dieser Art formuliert!) enthält. Finde ich sehr gelungen. Außerdem enthalten sie (fast) alle die WHO-Empfehlung nochmal abgedruckt mit den zwei Jahren Stillzeit.

Hier findest Du sie als PDF: http://www.afs-stillen.de/cms/cms/front ... p?idcat=66

Bestellen kann man sie aber wohl auch - oder Du fragst eine Stillberaterin in Deiner Nähe.

Bei Deinem Mann würde ich auch versuchen herauszubekommen, was genau ihn am Stillen stört - wovor er Angst hat...

Ich wünsche Dir alles Gute und gutes Durchhalten auch bei mangelnder Rückendeckung!
blueberry mit großem und kleinem Frühlingskind (2010 und 2013)
LucieLu
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Re: Langzeitstillen - wie erkläre ich es meinem Mann

Beitrag von LucieLu »

metri hat geschrieben:habe dann irgendwann ganz klar gesagt, daß das meine Entscheidung ist

und die Entscheidung des Kindes! So würde ich argumentieren.

Ich treffe auch immer wieder auf Leute (und das jetzt schon nach 7,5 Monaten :roll: ), die fragen: Was Du stillst noch? Und dann strahle ich über´s ganze Gesicht und sage: JA :!: :5:
LG
Andrea

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Re: Langzeitstillen - wie erkläre ich es meinem Mann

Beitrag von Domi »

Schade, dass es mit den Argumenten nicht klappt.

Für Deinen Mann könnte es aber interessant sein, darüber nachzudenken, was es konkret bedeutet, wenn nicht mehr gestillt wird. Zum Schlafen bringen kann sehr viel anstrengender und langwieriger werden -herumschleppen, singen... und das kann ER auch machen!!- mitten in der Nacht fehlt die schnelle Beruhigung... ("Ja, Schatz, da werde ich natürlich dann auch nachts Deine Unterstützung brauchen, und es kann Wochen und Monate so gehen...")

In meinen Augen bringt das LZS auch dem Mann so einiges, und zwar viel Ruhe! Wer abstillt, sollte daran denken, dass ein 1A-Beruhiger und Krisenlöser nicht mehr zur Verfügung steht - und die Entscheidung ist nicht einfach so umkehrbar!

Was auch zu bedenken ist: Vielleicht ist ihm peinlich, was "andere" denken. Aber: Wen geht's an? Keiner muss es wissen und ihr macht es, wie es für Euch richtig ist. Im übrigen stillen viele Frauen ihr Kleinkind "heimlich" noch, insbesondere zum Schlafen.

Im übrigen hoffe ich, dass ihr den richtigen Weg für Euch alle findet.
Schöne Grüße von Domi mit Sohn 1 (10/07) und Sohn 2 (02/18)
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Fliederfee
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Re: Langzeitstillen - wie erkläre ich es meinem Mann

Beitrag von Fliederfee »

oh das tut mir leid dass dein Mann nicht hinter dir steht, ohne meinem Mann seine Unterstützung hätte ich die Sprüche der Menschen in meiner Umgebung wahrscheinlich nicht ausgehalten. Er hat da immer kurz und knapp geanwortet: so ist das bei uns, wir finden das prima. Punkt.
Und genauso musst du das machen, lasse keine Diskussionen zu!!!! Sei sachlich und freundlich, strahle aus, dass du überzeugt bist. Schön wäre es natürlich wenn dein Mann auf deiner Seite wäre. Dann lebt es sich prima damit. :mrgreen:
„Nichts, was aus dir wird, kann mich enttäuschen; ich habe keine
vorgefasste Meinung, was du sein oder tun sollst. Ich habe keinerlei
Wunsch, dich vorherzusehen, nur den, dich zu entdecken. Du kannst
mich nicht enttäuschen.“

Mary Haskell
hanna01
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Re: Langzeitstillen - wie erkläre ich es meinem Mann

Beitrag von hanna01 »

Was Domi gesagt hat finde ich klasse. Weck doch mal nachts deinen Mann wenn die Kleine zum stillen ankommt und sag ihm das er sie ja jetzt zum schlafen bringen kann. Das Stillen kannst nur du, aber alles andere kann dein Mann ja schließlich auch und dann würde ich mal schauen was passiert.
Natürlich meine ich das jetzt nichts bis zum ultimo so das deine Tochter darunter leidet, aber man kann ja mal versuchen wie dein Mann so nachts :zwinker reagiert.
Viele Grüße,
Andrea mit L. (11/08) und F. (6/10)
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