Der Kinderarzt und das Stillen

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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maralala
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Re: Der Kinderarzt und das Stillen

Beitrag von maralala »

Thistle hat geschrieben:Hmm...So wie Du werd' ich's wohl auch halten, mara. Bei der U im April werd' ich da auch nicht diskutieren, ich kenn' ja nun seine Einstellung. Nur frage ich mich halt (unter anderem) auch, inwieweit der Arzt recht damit hat, dass ich aktiv das Stillen verringern soll, auch wenn sie isst. Bisher dachte ich halt, sie wird essen, so viel sie möchte und sich den eventuellen Rest dann noch durch das Stillen holen - bis sie dann irgendwann von allein eine komplette Mahlzeit ersetzt. Nur 'erziehe' ich ihr da wirklich eine 'blöde Angewohnheit' an, wenn ich zum Beispiel nach dem Essen das Stillen immer noch zulasse? Ich bin etwas unsicher...

Eigentlich ist es schon traurig, dass man sowas verschweigen muss vom KIA, aber auf doofe Diskussionen hab ich auch keine Lust!

Jetzt mal ehrlich? Wie willst Du denn das Stillen AKTIV verringern? Ihr die Brust verweigern? Dann weint sie und schreit.... kommt ja fast ferbern gleich (das sollen wir laut KIA im übrigen auch - der ist so nett, warum er dazu rät, weiß ich nicht). Ich mag auch nicht immer 6 Mal die Nacht geweckt werden zum Stillen, aber Leni wird schon ihre Gründe haben :wink:

Und ne "blöde Angewohnheit" ist Stillen ja mal gar nicht. Nach dem Essen stille ich Leni generell, weil sie oft noch Durst hat und das angebotene Wasser nicht mag.

Kannst mich ja mal auf dem Laufenden halten, was Euer Kinderarzt bei der nächsten U sagt....
SteffiJ
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Re: Der Kinderarzt und das Stillen

Beitrag von SteffiJ »

Ganz ehrlich? Am Nachtschlaf wird nächtliches Abstillen nix ändern.
Meine Große damals hat sich ja leider mit vier Monaten abgestillt und ist trotzdem jede Nacht mehrmals gekommen. Auch als sie dann tatsächlich nachts keine Milch mehr gebraucht/gewollt hat. Sie wollte halt die Nähe und die hat sie auch ohne Stillen eingfordert. Sie (jetzt fast 4 1/2) ist übrigens immer noch eine unruhige Schläferin und schläft selten die ganze Nacht durch ohne Streicheleinheit.
Der Kleine dagegen jetzt ist ein absoluter Stilljunkie, der jedoch einen enorm klaren Tag-Nacht-Rhythmus hat. Heißt daß er tagsüber nie länger als 30 min am Stück schläft und alle zwei bis drei Stunden Stillen will. Nachts dagegen schläft er zwischen 19h und 21h ein und kommt dann nur alle 3-7 Stunden (das variiert) 10 min zum Stillen und ratzt dann in der Regel anstandslos weiter (ok, abgesehen vom letzten Schub, da wollte er rund um die Uhr 1 1/2-stündlich stillen...).
Und jetzt soll mir einer erzählen daß das nachts gestillte Kind anstrengender ist als das das nachts nicht gestillt (wurde) - das ist wirklich viel zu sehr verallgemeinert, laß Dich von solchen Sprüchen nur nicht unterkriegen :wink:
Liebe Grüße,
Steffi mit großer S.(09/04), mittlerem P.(08/08) und kleiner I.(02/12) und ganz kleiner E. (07/14)

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Re: Der Kinderarzt und das Stillen

Beitrag von MaunaLoa79 »

Hannah ist ja in etwa genau so alt und wird nachts auch noch häufig gestillt. Es gab mal Phasen in denen sie - von sich aus - fast durchgeschlafen hat, im Moment meldet sie sich eben mal wieder häufiger.

Zum Glück haben wir eine sehr stillfreundliche KiÄ: Als ich ihr gesagt habe, dass Hannah sich so oft meldet, sagte sie, dass Stillen mehr bedeutet als nur reine Nahrungsaufnahme. Es gäbe eben Entwicklungsphasen der Kinder, in denen sie mehr Zuwendung brauchen als sonst, und es wäre grausam, ihnen diese Zuwendung vorzuenthalten. Durch diese Phasen müsse man durch, und irgendwann würden die Kinder ganz allein ihren Rhythmus finden. Da wusste ich dass ich die richtige KiÄ gefunden habe. :)

Gehe nach Deinem eigenen Gefühl. Der KiA kann noch so gut sein, Dein Kind kennst immer noch Du am besten.
LG
Mauna Loa


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Fliederfee
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Re: Der Kinderarzt und das Stillen

Beitrag von Fliederfee »

Mein Kinderarzt hat das selbe gesagt als meine kleine 6 MOnate war. ich habe sie nachts gestillt bis sie 14 monate alt war (da ging das nächtliche Abstillen fast von alleine)
Sie ist bis dahin auch alle 0,5 - 2 h nachts aufgewacht und hat gestillt. Die Zeit kommt von alleine wo die Kinder es akzeptieren dass es nachts nichts mehr gibt.
Mach es so wie ihr es für richtig haltet. :wink:
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vorgefasste Meinung, was du sein oder tun sollst. Ich habe keinerlei
Wunsch, dich vorherzusehen, nur den, dich zu entdecken. Du kannst
mich nicht enttäuschen.“

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Re: Der Kinderarzt und das Stillen

Beitrag von vroni »

Ich bin immer wieder auf neue wirklich fassungslos, wie inkompetent manche Ärzte sein können (weil sie sich z.B. nicht fort- und weiterbilden) - und ich finde, daß es von einem Kinderarzt erwartet werden kann, beim Thema Stillen fit zu sein!

Da hilft nur, sich selber richtig zu informieren. übers stillen ist eine Homepage, mit sehr vielen informativen Artikeln zum Stillen.
z.B.ist das hier und dies hier gerade für die konkrete Situation bei Dir lesenswert.

Im übrigen verhält sich Dein Kleines völlig normal und richtig, gerade das nächtliche Stillen in dem Alter ist wichtig, nicht nur wegen der Kuscheleinheiten: das kindliche Gehirn entwickelt sich rasant und gerade nachts passiert da ganz viel (was ja auch schon erwähnt wurde hier) und da ist Nachschub an Energie sehr wichtig.

Und Du hast recht, die Zeit, in der die Kinder uns so intensiv brauchen ist aufs Leben betrachtet so kurz, wie gut, daß Du mit Gelassenheit die Bedürfnisse Deines Babys - nicht nur im wahrsten Sinne des Wortes - stillen kannst.
Liebe Grüße
vroni mit Augenstern (*10/02) und Goldkrümel (*10/06)
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Re: Der Kinderarzt und das Stillen

Beitrag von Tabalina »

Soll ich Dir mal was sagen ?!

Raphael´s Kinderärztin meinte damals, dass er bis zu einem Jahr auf JEDEN FALL nachts noch gestillt werden darf, solange ICH damit klar komme. Irgendwie war die Frau sowieso sehr FÜR Stillen eingestellt.

Larissa´s Kinderarzt (bei dem wir heute waren) ist da ganz anders... der würde wohl echt gut zu Eurem passen :evil:
Er weiß ja nicht, dass Larissa KEINEN Brei isst und auch sonst eigentlich zu 99,99999% gestillt wird (die restlichen0,00001 % gibt´s Fingerfood :lol: ) und er hat heute keinen Ton gesagt, dass sie zu blass oder zu schwach oder oder oder wirkt.

Macht einfach so weiter, wie bisher. Die Zwerge zeigen einem schon recht deutlich, was sie brauchen und was nicht. Manche Ärzte wollen glaube ich angelogen werden :roll:
Liebe Grüße, Michaela

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Thistle
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Re: Der Kinderarzt und das Stillen

Beitrag von Thistle »

@Sandküste: Danke Dir :)

@maralala: Das werd' ich machen. Im übrigen hat's Dein KiA wie meiner gesagt: Das nächtliche Abstillen würde zwar mit Geschrei und Unzufriedenheit einhergehen, aber da müssten wir halt beide durch. Mir geht's wie Dir, der KiA ist ansonsten wirklich ein netter, ich bin nach einigen Wechseln bei ihm gelandet.Irgendwie scheint er aber überhaupt nicht fit zu sein, was das Stillen angeht...im übrigen stille ich Soph nach ihrem Abendbrei auch noch. Zu Beginn habe ich das gemacht, weil sie ja nur ein oder zwei Löffelchen essen wollte. Jetzt ist es so, dass sie es aktiv einfordert. Sie bedeutet mir, dass sie fertig ist, dreht sich dann auf den Bauch, robbt zu mir und führt Suchbewegungen an meinem Oberteil aus. :D Ich find's süss, dass sie zur Zeit so am liebsten stillt - halb kniend. ;)

@SteffiJ: Ich versuch' mir das auch immer wieder zu sagen und arbeite auch stark an mir, was das angeht. Nur, weil unser KiA eben Arzt ist, ist sein Wort nicht zwingend in allen Belangen Gesetz. Das ist eine Art Ehrfurcht, die ich mir echt abgewöhnen sollte.

@MaunaLoa79: Eine solche Ärztin hatte ich nur mal im Notfallzentrum für Kinder hier. Soph wollte in sechs Tagen mit hohem Fieber nichts weiter als stillen und sie hat das sehr begrüßt. Normalerweise krieg' ich hier andere Reaktionen auf das Stillen.

@Fliederfee: Das hatte ich dem Arzt auch gesagt und er schüttelte nur den Kopf und meinte, dass sie sich das nie abgewöhnen würde, wenn ich nicht aktiv daran arbeite. :roll:

@vroni: Das finde ich allerdings auch! Nachdem ich mich hier so richtig eingelesen hatte und es bei uns dann irgendwann auch mit dem Stillen klappte, war das auch etwas, dass ich vom KiA meiner Wahl erwartet habe. Absolut keiner der Ärzte, bei denen ich hatte bleiben wollen, hatte wirklich Ahnung von dem Thema. Deshalb habe ich mich damit mittlerweile einfach abgefunden. Vielen Dank für die Links, die schaue ich mir gleich mal an!

@Taba: Hmm...ja. Das Thema kam ja bei uns deshalb zur Sprache, weil Soph eben so sehr blass ist. Sie ist ein total heller Hauttyp - aber laut KiA braucht sie ja wohl dennoch jetzt 'tierisches' Eisen (Beim Anblick des Preises von Biofleisch bin ich übrigens demletzt fast umgefallen, aber das ist ein anderes Thema).

Hier hab' ich noch mal ein Foto für Euch (da kann man auch sehen, wie hell sie im Teint ist, aber deshalb zeig' ich's nicht ;) )

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zwieback
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Re: Der Kinderarzt und das Stillen

Beitrag von zwieback »

Schönes Bild und ich finde sie nicht zu hell
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maralala
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Re: Der Kinderarzt und das Stillen

Beitrag von maralala »

Superschönes Bild... ich muss mal unsere rauskramen!

Leni ist auch so hell... aber wie Du auch, bin ich der Meinung, dass es einfach ein blasser Teint ist. Ich bin auch so bleich. :D
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Tabalina
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Re: Der Kinderarzt und das Stillen

Beitrag von Tabalina »

Es gibt eben nunmal helle und dunklere Typen *schulterzuck*

Ich bin auch immer "käsig" und Christian eher "dunkel".

Das Baby einer Bekannten hat mit 3 Monaten schon so ausgesehen, wie ein Baby, was Karotten ist, und dabei wurde die Kleine ausschließlich gestillt.

Und überhaupt ! wenn der Arzt sich da Sorgen macht, dann soll er doch den Eisenwert bestimmen, dann hat er es schwarz auf weiß. WENN dann was nicht passen sollte, kann man ja immernoch handeln *find*

Und das Bild ist sooooo schön !*schmacht*
Liebe Grüße, Michaela

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