Dauernuckeln bei (fast) Kleinkind

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Lösche Benutzer 27615

Re: Dauernuckeln bei (fast) Kleinkind

Beitrag von Lösche Benutzer 27615 »

susanna86 hat geschrieben: 24.01.2022, 09:43 Danke für deinen Bericht. Ich hab dazu ein paar Fragen:
Wie "setzt du dich durch"? Was machst du, wenn er dann (sehr) weint?

Wie hast du den Schnuller einem so großen Kind angewöhnt? (Hier war vom 4.-6. Monat der Schnuller ok, dann nicht mehr)

Und zur Schlafsituation: Wir haben auch ein offenes 1,40 Gitterbett, allerdings stell ich es nicht runter, weil ich ihn nicht ablegen kann, ohne dass er aufwacht und er liegt meist angekuschelt zwischen uns und oft mit Brust im Mund... Ganz happy bin ich damit nicht. Gleichzeitig genieß ich das "im Halbschlaf Stillen können". Wie machst du das?

Ich will im April wieder jobmäßig einsteigen und stelle mir das mit den derzeitigen Nächten schwierig vor. Gleichzeitig wollte ich unbedingt während dem Kitastqrt noch stillen.
Ich tröste ihn und erkläre, dass es jetzt keine Milch gibt. Er liegt dann neben mir, wird gestreichelt und wenn gar nichts geht, dann stehe ich auf und gehe auf und ab, bis er sich beruhigt. Wenn er dann nur ganz kurz schläft, stille ich ihn aber dann sofort. Wichtig ist nur, dass er kurz ohne Stillen einschläft.
Schnuller habe wir nach ein paar Wochen verwendet und er wird zum Einschlafen, auch im Kiwa, gerne genommen. Sonst gar nicht.
Dieses Nachtlicht werde ich aber jetzt auch bald versuchen, also das nur gestillt wird, wenn es an ist. Das ist doch irgendwie gut zu vermitteln, also Licht an, es gibt Milch, Licht aus, es gibt keine. Ich muss mir so eine steuerbare LED Lampe besorgen.
Er war von Anfang an im Beistellbett.
Nananix
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Re: Dauernuckeln bei (fast) Kleinkind

Beitrag von Nananix »

susanna86 hat geschrieben: 24.01.2022, 00:57 Ich bin nach 3 schmerzhaften Anfangsmonaten inkl. aller möglichen Probleme ... und schließlich Frenotomie eine glückliche Vollstillmama geworden. Yeah!
Leider nuckelt mein Kind immer wieder über Wochen/Monate nachts so viel, dass ich es als unangenehm schmerzhaft empfinde.
Zähne, Infekte,... all das verstärkt die Nuckelei, sodass ich oft 10x pro Nacht wach bin. Aber auch ohne Schmerzen:

- Er dockt nie selbst ab
- Ablegen im Bett ist immer von Weinen begleitet, bis die Brust in seinem Mund ist - egal ob Bauch-, Seiten-, Rückenlage, vorher getragen...

Ich kann mir solche Nächte nicht mehr lange vorstellen, auch wenn ich gern auch im 2.Lebensjahr stillen wollte und will.

...und ich suche Mittel und Wege, meinen schmerzenden Brustwarzen Erholung zu schenken.
Aufwecken und Erklären, dass er später wieder was bekommt/ich aua habe oder Wasser anbieten, Kuscheln waren ein Totalfail und er brüllt sich dann in Rage und ist über Stunden nicht mehr zu beruhigen.

Das noch Baby schläft bei uns im Bett.
Auch ich kann mich sehr reinfühlen und schick Dir mal einen solidarischen Drücker. Ich habe auch nach einem Jahr wieder begonnen zu arbeiten und mein Partner hat die Tochter übernommen. Leider geht er nicht gerne raus und ich habe meine Arbeit wegen Corona im Homeoffice erledigt. Weshalb das alles auch sehr zermürbend war. Untertags ständiges Wüten oder Stillen, nachts gab es damals allerdings ein paar Wochen, in denen sie nur 2-3 mal kam. Was bis zuletzt blieb war ein stundenlanges (ja, ernst gemeint 1-2 Stunden) Dauergenuckel am Morgen. Damals fand ich das aber auch irgendwie ok, weil ich zumindest nicht auch noch früh aufstehen musste.

Ich finde, der wichtigste Punkt beim Abstillen (und dazu gehört auch nächtliches Abstillen) ist der Punkt, wo man es einfach für sich selbst durchziehen möchte. Natürlich NICHT ohne Rücksicht auf Verluste - manchmal muss man wahrscheinlich auch einsehen, dass man selbst zu viel will und das Kind noch nicht so weit ist. Shiny kann da wahrscheinlich mehr als ich darüber berichten. Aber wenn es sich bei Dir/bei Euch richtig anfühlt, würde ich den Versuch wagen.

Ich selbst wollte nachts abstillen, als sie mit 18-19 Monaten auch wieder anfing, nachts durchgehend zu stillen/nuckeln (ähnlich, wie bei Euch, nur, dass ich sie ab etwa 00:30 Uhr nicht mehr abdocken konnte). Ich konnte da einfach nicht mehr, habe aber bis nach der Kita-Eingewöhnung abgewartet. Und es hat dann relativ flott (6 Wochen) so funktioniert, dass sie ohne Protest zum Einschlafen und zum Aufwachen stillen konnte. Seit bald 3 Wochen stillt sie nur noch zum Einschlafen und es ist oft noch sehr früh am Morgen sehr laut. Ich bin aber guter Dinge, dass sich auch das irgendwann geben wird. Aber das Verständnis bei einer fast 2jährigen ist halt doch deutlich anders als bei einem Säugling.
mit der Winterraupe 01/2020 ❤🐛❤ und dem Sommerbär 09/2023 ❤️🐻❤️
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Re: Dauernuckeln bei (fast) Kleinkind

Beitrag von Sommermama2017 »

Mir hat das Vorgehen hier https://www.stillkinder.de/ohne-saugen- ... en-lernen/ geholfen. Meine Große war auch so ein Nuckelkind.
Liebe Grüße von Sommermama mit L. 07/17 und A. 01/21
susanna86
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Re: Dauernuckeln bei (fast) Kleinkind

Beitrag von susanna86 »

Vielen Dank, ihr Lieben.
Das sind sehr interessante Erfahrungen und auch der Link ist hilfreich.

Wenn es "nur am Morgen" ist, finde ich es hart, aber vertretbar weil berechenbarer (darauf kann man evtl reagieren mit frpher schlafen gehen in harten Phasen).

Gerade beneide ich fast schon die Flaschenmamas, deren Kinder zumindest manchmal besser schlafen, auch wenn das nicht mein Weg war. Stelle es mir das Leben mit Kleinkind und Job als nicht-dünnhäutiger Schlafzombie doch etwas einfacher vor und frag mich, ob ich es mir selbst unkompliziert schwer mache.
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