Saugverwirrung lösen?

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Alpaka
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Re: Saugverwirrung lösen?

Beitrag von Alpaka »

Boa das kann ich voll verstehen, dass das an die Substanz geht. Bei uns war's glaube ich weniger "schlimm" als bei euch , auch generell halt anders unsere Problematik, Kind auch jünger, aber da ich da drunter, dass stillen nicht richtig geklappt hat, für lange lange Monate, auch echt gelitten habe , kann ich dich voll verstehen.

Könnte es sonst vielleicht schon Richtung abstillen vom Kind aus gehen ? Aber dann wäre er ja nicht so unzufrieden oder ?
:D Januar 2020
Tamtam31
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Re: Saugverwirrung lösen?

Beitrag von Tamtam31 »

Callisto hat geschrieben: 11.12.2020, 12:54 Leider ist mir das jetzt erst bewusst geworden und vielleicht hat es sich jetzt schon so sehr manifestiert, dass wir es nicht mehr geändert bekommen? :(
(...)

Die ganze Situation geht mir zunehmend an die Substanz, sodass ich auch darüber nachdenke vielleicht zu unserem emotionalen Wohl abzustillen, aber das wollen wir ja beide eigentlich nicht und ich möchte nicht später bereuen, dass ich nicht genug versucht habe.
Es ist doch schon mal beruhigend zu wissen, dass er auch ohne Milch auskommen könnte. Mich zumindest würde das beruhigen.
Was ja nicht heißt, dass ihr abstillen müsst. Ich hatte es so verstanden, dass ihr bislang ganz gut zurande gekommen seid? Wieso sollte sich das dann nicht auch wieder da hin entwickeln?

Hast du eine kompetente Hebamme, das mal jemand das Saugen beurteilen könnte? Du hast ja Anspruch auf eine Hebi... Zungenband kannst du vermutlich ausschließen, wenn es so lange keine Probleme gab.

Schnuller würde ich persönlich nicht machen, aber da bin ich auch kein Profi. Ich würde aber nicht noch mehr künstliche Varianten versuchen. Maximal Finger?

Ist mit den Zähnen alles ok? Also keine Schiefstand, Entzündung oder so?

Ich denke immer noch an Osteopathie. Aber da müsste mal ein Profi sagen ob eine Blockade solche Auswirkungen haben kann. Das wäre zumindest ein greifbarer Ansatzpunkt.

Ich hab leider keine Ahnung wie man einem Kind das Saugen beibringt, wenn es das mit Zähnen nicht selbst lernt... Zähne bekommen ist ja letztendlich ein sehr natürlicher Vorgang und stillen auch. Ich hätte gedacht, dass die Zwerge das nach kurzem üben von alleine können...
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Callisto
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Re: Saugverwirrung lösen?

Beitrag von Callisto »

Alpaka hat geschrieben: 11.12.2020, 20:24 Könnte es sonst vielleicht schon Richtung abstillen vom Kind aus gehen ? Aber dann wäre er ja nicht so unzufrieden oder ?
Den Gedanken hatte ich schon. Ich denke aber auch, dass er dann nicht so unzufrieden wäre.
Heute Nacht waren wir alle paar Minuten wach, weil er weiterschlafstillen wollte, aber es nicht gut geklappt hat und ich dann nur noch ablehnen, Wasser anbieten, trösten und kuscheln konnte. Ab vier waren wir dann ganz wach und nichts half mehr.

„Nicht klappen“ ist für ihn auch überhaupt nicht greifbar, glaube ich. Für ihn klappt es gut und die Milch läuft ja, nur mir ist es unangenehm oder schmerzhaft (und führt immer wieder zu Staus, weil es nicht effektiv genug ist). Dass ihm die Brust immer wieder wegrutscht, versucht er durch neues, noch knapperes Andocken zu lösen,was dann schnell zu dem Teufelskreis mit zig Versuchen und steigender Frustration auf beiden Seiten führt.
Callisto mit Sternenkind O. 06/11, Entdeckerin G. 12/15, Sternenkind T. 04/18, Hoffnungsschimmer * 06/18, Kuschelkind A. 03/19 und Silvesterbaby F. 12/21
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Re: Saugverwirrung lösen?

Beitrag von Callisto »

Tamtam31 hat geschrieben: 12.12.2020, 07:13 Es ist doch schon mal beruhigend zu wissen, dass er auch ohne Milch auskommen könnte. Mich zumindest würde das beruhigen.
Was ja nicht heißt, dass ihr abstillen müsst. Ich hatte es so verstanden, dass ihr bislang ganz gut zurande gekommen seid? Wieso sollte sich das dann nicht auch wieder da hin entwickeln?
Bis September war alles super. Nach der Geburt klappte es sofort, die frühen ersten Zähne waren auch kein Problem. Seit September ist es eher ein Arangieren mit der Situation und das Hoffen darauf, dass es von alleine besser wird, die Hoffnung schwindet seit ein paar Tagen aber.

So rational einschätzen kann ich das gerade gar nicht, theoretisch könnte er wohl ohne Milch auskommen, aber vorstellen kann ich es mir nicht so richtig. Er kommt mir noch so klein vor.
Und ich fände es schrecklich, wenn das Abstillen wieder von beiden Seiten unfreiwillig ablaufen würde wie bei der Großen. :cry: (Wir hatten uns durch die nächste Hyperemesis-Schwangerschaft und die stille Geburt des kleinen Bruders geschleppt und ich habe mich sehr bemüht, dass es mit dem Stillen weiter klappt, aber die Folgeschwangerschaft mit noch schlimmerer Hyperemesis, Medikamenten und dringend nötigem Krankenhausaufenthalt haben dem dann ein apruptes Ende bereitet, das noch lange nachgewirkt hat.)
Tamtam31 hat geschrieben: 12.12.2020, 07:13 Hast du eine kompetente Hebamme, das mal jemand das Saugen beurteilen könnte? Du hast ja Anspruch auf eine Hebi... Zungenband kannst du vermutlich ausschließen, wenn es so lange keine Probleme gab.
Meine Hebamme ist gerade selbst in Elternzeit, Anspruch auf Betreuung während der Stillzeit gibt es aber wohl auch nur bis zum ersten Geburtstag. Beim Zungenbändchen bin ich gar nicht sicher, aber wie du schon schreibst, es gab so lange keine Probleme, da kommt es mir unwahrscheinlich vor.
Tamtam31 hat geschrieben: 12.12.2020, 07:13 Ist mit den Zähnen alles ok? Also keine Schiefstand, Entzündung oder so?
Außer der Kinderärztin durfte ihm noch niemand in den Mund gucken, sie fand aber alles unauffällig.
Tamtam31 hat geschrieben: 12.12.2020, 07:13 Ich denke immer noch an Osteopathie. Aber da müsste mal ein Profi sagen ob eine Blockade solche Auswirkungen haben kann. Das wäre zumindest ein greifbarer Ansatzpunkt.
Das wäre vielleicht noch eine Überlegung wert. Durch Lockdown und A.s große Angst vor Fremden kam mir das bisher eher als unnötiges zusätzliches Risiko vor, aber vielleicht könnte es doch helfen?
Tamtam31 hat geschrieben: 12.12.2020, 07:13 Ich hab leider keine Ahnung wie man einem Kind das Saugen beibringt, wenn es das mit Zähnen nicht selbst lernt... Zähne bekommen ist ja letztendlich ein sehr natürlicher Vorgang und stillen auch. Ich hätte gedacht, dass die Zwerge das nach kurzem üben von alleine können...
Das dachte ich auch. Nach den anderen Zähnen war es auch so. Vielleicht kam hier einfach zu viel zusammen. Am Finger saugen klappt ja zB auch nicht mehr.

Danke für deine vielen Ideen und mutmachenden Worte.
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Re: Saugverwirrung lösen?

Beitrag von Alpaka »

Callisto, ich wünsche euch , dass ihr wieder eine Situation erschaffen könnt, die für euch beide gut tut ... Halt uns auf dem laufenden! Vielleicht kommt ja jetzt bald der Aha Moment :)
:D Januar 2020
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Re: Saugverwirrung lösen?

Beitrag von Tamtam31 »

Ich schließe mich den guten Wünschen von Alpaka an! Sehr verständlich, dass es echt kräftezehrend ist.

Als Laie würde ich sagen: ein gesundes (!) Kind verhungert mit 20 Monaten nicht mit "ohne Stillen". Für eine richtige Zunahme würde ich weniger das stillen in den Fokus nehmen, sondern eher hochkalorisches Essen. Aber das ist ja nicht dass Thema und ich bin auch nur Mama! 😬

Du hast ja das Gefühl er kann nicht richtig saugen. Wenn es von Knall auf Fall war (und eigentlich auch sonst) und wenn das seit September andauert würde ich mir jetzt Unterstützung holen.
Ich würde beim Zahnarzt anrufen und fragen ob sie dazu was sagen können, dann den Osteopathen abklappern und zusätzlich zu allem eine Stillberatung suchen, die euch begleitet. Entweder hier oder vor Ort. Gibt's bei dir denn eine? Vielleicht auch eine IBCLC?

Aber auch ein bisschen den Druck rausnehmen. Wenn dein Kind gesund ist, dann...s.o. :wink: damit du nicht dass Gefühl hast, du bist der Situation hilflos ausgeliefert ist es ja meistens ganz gut die Handlungsinitiative zu ergreifen. Und das hast du hier ja schon getan und kannst es weiterhin tun.

Nur Mut!
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Callisto
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Re: Saugverwirrung lösen?

Beitrag von Callisto »

Hallo.
Ich wollte mal ein Update hier lassen: Die Stilltechnik ist minimal wieder besser geworden, die Zähne sind jetzt wohl ganz durch. Ich habe das Stillen jetzt aber sehr eingeschränkt über die letzten Wochen, weil es zwischenzeitlich fast unerträglich war. Aktuell stillen wir nur noch morgens zum Aufstehen, vor und nach dem Mittagsschlaf und ab und zu auch abends zum Einschlafen. Richtig glücklich ist er damit nicht, aber auch nicht mehr so unglücklich wie vor kurzem.
Bald haben wir einen Termin bei einer neuen Zahnärztin und ich hoffe, dass diese vielleicht noch etwas zum Lippen- oder Zungenbändchen sagen kann. Viel Hoffnung habe ich aber nicht, einerseits wegen meiner bisherigen Erfahrung zum Thema „Zahnärzt*innen und Stillen“ und andererseits, weil ich nicht ganz glaube, dass sich nach so langer Zeit da jetzt noch signifikant etwas ändern wird an der Technik.

Ich schwanke weiterhin zwischen „es ist ok so“ und Verzweiflung, vor allem, wenn Stillen DIE Lösung zum Wiederein- oder Weiterschlafen wäre, er aber nicht richtig andocken kann und dann lange weint, wir etwas essen gehen müssen nachts oder ähnliches. Einfach schnell stillen wäre da so viel angenehmer, aber es geht nicht. Das ist schade. Tagsüber kommen wir beide besser damit zurecht.
Callisto mit Sternenkind O. 06/11, Entdeckerin G. 12/15, Sternenkind T. 04/18, Hoffnungsschimmer * 06/18, Kuschelkind A. 03/19 und Silvesterbaby F. 12/21
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