Hallo liebe SchneFiMa,
die Kleine schläft (mal schauen wie lange

), darum kann ich dir jetzt endlich ausführlich antworten. Schon mal vorab vielen Dank für deine Unterstützung. Ich kann sie wirklich gut gebrauchen. Wir hatten keine Hebamme und ich habe mich bisher auch durch die anfänglichen Stillprobleme durch eigenständiges Lesen in Foren etc. durchgewurschtelt.
Ich versuche mal, das Ganze zu bündeln.
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Wiegen
Wir wiegen jeden Morgen nach dem morgendlichen Stillen, nackt, auf einer Babywaage aus der Apotheke, die leider nur auf 10 g genau misst (außer unter einem Kilo, da ist sie aufs Gramm genau). Mein Mann hat das überprüft und eine bestimmte Menge Wasser auf verschiedene Punkte der Waage gestellt. Kam immer dasselbe raus.
Sind Stillproben wirklich so ungenau? Ich habe das selbst oft gelesen und mich dagegen gewehrt - unsere KiÄ wollte zum Beispiel eine einzelne Stillprobe bei sich in der Praxis machen, dass das null Sinn ergibt, war auch mir klar.

Aber ich habe sie auch einmal nach dem Stillen mit dem BES gewogen und es hat gepasst.
Die Wiegedaten hänge ich in einer separaten Antwort an.
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Hashimoto
Ich werde mich darum kümmern. Meine FÄ gibt mir keine Überweisung, da hatte ich schon mal gefragt. Ich werde mir wohl noch mal einen neuen Hausarzt suchen müssen.
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Beikost
Wir haben ihr normalen Brei gegeben. Gestartet haben wir mit Karotte, der kam auch ganz gut an. Den gab es vier Tage hintereinander und nachdem der Reiz des Neuen weg war, war es schon nicht mehr so spannend. Da hatte sie immer 7-8 Löffel. Wir wollten erst mal gucken, wie sie das verträgt. Es war kein halbes Glas, denn wir haben eines immer auf zwei Tage verteilt und immer noch was weggeworfen. Als nächstes gab es zwei Tage Kürbis. Den fand sie nicht toll und sie tat sich auch zunehmend schwerer mit dem Stuhlgang, hat sich ziemlich dabei gequält und sehr lange gedrückt. Dann haben wir ihr noch einmal Pastinake gegeben, das ging wieder relativ gut, allerdings hatte sie dann keinen Stuhlgang, drückte aber trotzdem, und wir haben erst einmal zwei Tage pausiert. Gestern und heute gab es also keinen Brei. Seitdem flutscht es auch wieder.

Sie hatte heute einmal ein großes und zwei recht kleine Geschäfte. Wir füttern sie mit einem Löffel. Sie möchte den gern selbst führen, darf sie auch. Ich habe aber den Verdacht, dass der Löffel eigentlich spannender ist, als das, was sich darauf befindet.
Ich habe ihr am Montag mal ein bisschen Banane als FIngerfood angeboten. Das nimmt sie aber nicht an, sie quetscht nur einmal mit der Hand und lässt es fallen. Einmal hatte sie tatsächlich etwas im Mund, hat aber so gut wie alles sofort wieder rausgedrückt. Ein paar Fasern fanden sich anschließend tatsächlich im Stuhl, das hat mich überrascht.
Ich habe nach hochkalorischer Beikost gesucht und hatte sehr viele Treffer. Wir hatten bereits die Idee, ihr Banane und Avocado zu geben, vielleicht geht das ja auch als Brei. Bei Banane hatte ich halt Angst, dass es schnell stopfen könnte. Hier habe ich noch gelesen, dass man Erbsen geben kann und das Ganze dann mit Kokosmus andickt
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Stillsituation
Ich habe das Gefühl, dass ich wieder mehr Milch habe. Ich spüre, dass mein MSR wieder schnell einsetzt. Der war vor dem Jahreswechsel aufgrund des ganzen Stresses schon enorm verzögert, einmal saß ich mit der Kurzen im Bett und wir haben beide geheult, weil ewig nichts kam. Das setzt jetzt wieder zuverlässig und schnell ein, ich merke oft sogar den zeiten und dritten MSR. Normalerweise versuche ich sie mit dem BES an beiden Seiten anzulegen. Wenn sie mir aber doch mal vorzeitig einschläft und eine Seite dann länger nicht genutzt wird, merke ich, dass sie wirklich voll wird und sogar juckt. Das sehe ich mal als gutes Zeichen. Ich habe in der letzten Zeit versucht, ein bis zweimal täglich abzupumpen, das ist mir aber nicht immer gelungen. Die Milch habe ich dann aber gesammelt und über das BES zugefüttert.
Ich habe in der letzten Zeit oft versucht, sie auch mal zwischendurch anzulegen. Ohne BES. Dabei wird sie aber in den meisten Fällen schnell unruhig und ist sehr schnell fertig, stillt pro Seite vielleicht zwei bis drei Minuten trotz Wechselstillen. Sie hat schon als Neugeborenes sehr schnell getrunken und war meist nach zehn Minuten Druckbetankung und heftigem Schlucken fertig. Mein MSR war immer sehr stark und sie hat sich sogar oft verschluckt, wenn sie mal länger geschlafen hat und die Brust voll war. Ich habe den Verdacht, dass sie sich auch ein bisschen daran gewöhnt hat, dass es so gut läuft. Ich neige leider zu Milchstaus und diese hat sie in 9 von 10 Fällen auch nur nachts im Autopilot und im Halbschlaf weggetrunken. Tagsüber hat sie sich immer extrem aufgeregt, dass es nicht lief und wollte gar nicht mehr an diese Brust.
Ich bin mittlerweile irgendwie ein gebranntes Kind, was das Gewicht angeht und mache mir große Vorwürfe, dass ich nicht bemerkt habe, dass wir Stillprobleme haben. Sie hatte ja zweimal täglich Stuhlgang und auch immer eine nasse Windel. Dass eine Stoffwindel nach drei Stunden quasi völlig durch sein muss, war mir nicht klar. Ich habe die Befürchtung, dass ich jetzt versuche, zu viel in sie hineinzubekommen. Gestern hat sie dann ständig gespuckt. Ich möchte eigentlich nicht mit Zwang und Druck an die Sache herangehen. Sie soll Essen als etwas Schönes und Spannendes wahrnehmen. Heute habe ich wirklich nur angeboten, wenn ich das Gefühl hatte, dass sie auch wirklich Hunger hat. Da hat sie auch weniger gespuckt, dafür aber auch weniger getrunken als gestern.