Vielleicht haben Deine Brüste auch einfach nur gelernt "dicht" zu halten.Svensa hat geschrieben: 04.07.2018, 16:57 Kleines Update. Wir haben die letzten Tage nicht mehr versucht, ohne Hütchen zu stillen. Nachdem letzte Woche meine eine Brust plötzlich nicht mehr auslief hatte ich einen leichten Anflug von Panik (von wegen mit Stillhütchen geht auch gern mal die Milch zurück) und seitdem einen Anflug von Dankbarkeit, dass Stillen überhaupt funktioniert. Also wenn es denn mit Hütchen sein muss, dann ist es halt so.
In den allermeisten Fällen sind Stillhütchen ein falsch eingesetztes Hilfsmittel. Dein Baby scheint gesund zu sein, trinkt gut. Die Reaktion auf das Nicht-Stillen am Anfang hätte ein gutes Stillmanagement sein müssen, keine Stillhütchen. Daher macht es auch keinen Sinn an diesen Festzuhalten. Klar: besser mit als gar nicht stillen. Aber es ist schon schade wie viele Mütter unnötig mit Stillhütchen stillen.
Klasse, dass Du es immer wieder ohne probierst. Und die Versuch zeigen ja auch, dass sie ohne stillen kann. Was Euch daran hindert, sind zwei Dinge:Grad eben habe ich es also das erste Mal wieder ohne probiert, und nachdem sie andockt und auch sofort brav Milch aus der Brust schoss (und aus zwei Drüsen spritzte) ließ sie wieder los und sich auch nicht mehr zum Mundöffnen überreden. Ich hab dann das Hütchen aufgesetzt, aber nach ein paar Zügen und dann Hütchen - Rumgeschubse ist sie jetzt stattdessen doch wieder eingeschlafen![]()
a) Gewöhnung: Das Stillhütchen löst einen stärkeren Reiz aus, weil es den Saugreflexpunkt stimuliert, ohne dass Deine Tochter aktiv sein muss. Normalerweise müssen Babys die Brust aktiv einsaugen, damit der Saugreflex ausgelöst wird.
b) Normale Lernphase: Was Du an Problemen beschreibst (z.B. das Loslassen nach dem Milchspendereflex) sind Probleme, die jedes Neugeborene meistern muss und meistern kann. Stillen ist zwar instinktiv, es ist aber auch eine Technik, die gelernt werden muss, von Mutter und Kind. Lernen beinhaltet auch nicht optimale Stilleinheiten.
Nun stehst Du vor der Herausforderung die normale Lernphase des Stillens mit der Abgewöhnung des Stillhütchen kombinieren zu müssen. Und ich weiß, dass eines davon schon anstrengend genug ist. Die gute Nachricht ist jedoch, dass diese Phase umso kürzer ist, je konsequenter Du an die Sache heran gehst.
Dein Baby scheint ja gut zu gedeihen. Daher ist es ihr durchaus zuzutrauen, dass sie ein sofortiges Weglassen des Stillhütchens gut verkraftet. Alles, was Du tun musst. ist das Stillhütchen komplett wegzulassen und mit Deinem Baby gutes Andocken zu üben. Die asymmetrische Anlegetechnik kann Dir dabei eine große Hilfe sein. Wenn es dann gut läuft, kannst Du auch wieder ganz normal anlegen.
Gerne begleite ich Euch hier, damit Du alle Fragen und Probleme gleich besprechen und in Angriff nehmen kannst. Was meinst Du? Packen wir es gemeinsam an?