Diese Frage kann man nicht pauschal beantworten. Es kommt nämlich sehr auf die Situation an.
Isst Dein Sohn tagsüber eine einigermaßen ausgewogene Beikost und stillt auch tagsüber noch? Dann wäre es denkbar, nachts verdünnte Kuhmilch (bio, Vollmilch) oder Pflanzenmilch (z.B. Hafer, Reis, Mandel) zu geben. Für den Übergang von einigen Wochen kann man das machen. Dauerhaft ist allerdings anzustreben, dass es nach dem Zähneputzen bis zur ersten Frühstücksmahlzeit (was ja auch durchaus eine Flasche um 5 Uhr morgens sein kann wenn das für alle passt) nur Wasser anzubieten, wegen Karies und so.
Oder gehört Dein Sohn zu den kleinen Milchgenießern und denkt bisher den größten Teil seines Nährstoffbedarfs aus Muttermilch? Dann kommst Du vermutlich nicht umhin, Pre als Muttermilchersatz zu verwenden, wenn Du sehr kurzfristig sehr viel weniger stillen musst und Dein Kind leider nicht ebenso kurzfristig eine Leidenschaft für Beikost entwickelt. Was übrigens durchaus passieren kann. Man kann das mal ein paar Tage versuchen ob es so geht.
Übrigens: Nimm keine Pre-HA. Die schmeckt derartig bitter, das wird Dein Kind nicht trinken. (Überhaupt würde ich wohl mal mit einer Probepackung oder so einem fertigen Flaschenprodukt testen, wie die Akzeptanz ist...)
Gegen nächtlichen Hunger hilft es enorm, wenn man den ganzen Tag über, schon beim Frühstück anfangend, mehr Kalorien in die Beikost packt. Butter, Avocado, Bananen, Biokäse, Sahne, etc. dürfen gern auch mal pur gefuttert werden

Das schwierigere ist meist, dem Kind das gemütliche kuschelige Stillen durch irgendwas anderes zu ersetzen. Da werden Flaschen und auch alles andere gern mal wütend durchs Schlafzimmer gepfeffert anfangs. Lass Dich dann nicht entmutigen, vielleicht auch wirklich mal die Gordon-Methode nachlesen, wie man damit umgehen kann.
Ich wünsche euch alles Gute und dass es vielleicht doch noch mit reduziertem nächtlichen Stillen klappt und Du einen Teil der Sorgen so loswerden kannst!