Medienkonsum außer TV, Computer, Smartphone und Co

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rubinie
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Re: Medienkonsum außer TV, Computer, Smartphone und Co

Beitrag von rubinie »

Von mir aus dürfen meine Kinder lesen, soviel sie wollen.
Das tun sie in ihrem eigenen Tempo, können aufhören wenn es ihnen zu anstrengend ist, zu gruselig wird o.ä.

Beim Radio Hören diskutieren wir noch... Ich halte Energy nicht für den besten Sender und kommuniziere das auch so.

Alle Bildschirm-Medien werden hier nur nach Absprache und mit Einschränkungen genutzt. Fernsehen z.B. eigentlich nur Freitags den Kika-Film oder was Entsprechendes, Handy und Computer höchstens 45 min. am Tag für den 12-Jährigen und deutlich weniger für die 10-Jährige.
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Mijoco
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Re: Medienkonsum außer TV, Computer, Smartphone und Co

Beitrag von Mijoco »

Neben allen offiziellen Empfehlungen muss man ja auch immer noch individuell schauen, was beim einzelnen Kind passiert.
Fernsehen ist hier bei uns auch wie Hypnose, totaler Bann, führt also zu deutlich weniger Bewegung.
Von übermäßiger Spielkonsolenutzung wird eins meiner Kinder richtig aggressiv, egal was gespielt wurde.
Hörspiele führen bei uns zu Entspannung und die Kinder beschäftigen sich nebenher mit anderen Dingen. Gerade beim Jüngsten ist das für ihn DIE Möglichkeit die Anspannung nach einem Schultag loszuwerden. Der läuft dann am liebsten mit Papas Handy in der Hosentasche durch Haus und Garten und lässt sich mir TKKG berieseln. Inzwischen beschränken wir ihn da kaum noch, weil wir merken, dass es ihm gut tut.
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hummel2
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Re: Medienkonsum außer TV, Computer, Smartphone und Co

Beitrag von hummel2 »

ich finde es gibt kaum was besseres für Kinder als vorgelesen zu bekommen!!!.....und für Erwachsene ist es doch oft auch total schön; das ist dann auch ein schönes Gemeinschaftserlebnis inklusive Kuscheln. Finde ich besser, man macht etwas zusammen, was alle Spaß macht, als dass ich mich zum x-ten Mal durch ein Rollenspiel quäle... :lol:
wenn sie mal wieder Bewegung oder etwas anderes brauchen, melden sie sich schon, da kann man denke ich auf's Kind und den natürlichen Instinkt vertrauen.

Bei anderen Medien oder z.b. auch bei Süßigkeiten (ganz anders als bei anderen Nahrungsmitteln) sehe ich es anders, da ist für mich das Suchtpotential aus verschiedenen, hier auch teilweise schon genannten Gründen viel höher, da kann ich als Erwachsener nicht darauf vertrauen, dass (vor allem kleine) Kinder schon damit umgehen können. Bei Hörspielen bin ich zwar nicht so streng wie bei Fernsehen aber auch die gehen natürlich nicht unbegrenzt.
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Nachtblau
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Re: Medienkonsum außer TV, Computer, Smartphone und Co

Beitrag von Nachtblau »

Carraluma hat geschrieben: 09.11.2017, 23:29 Aber was ist mit Audiomedien wie Hörspielen? Wie wirken sich die auf die Entwicklung unserer Kinder aus? Beschränkt ihr die Hörzeit eurer Kinder? Glaubt ihr, dass oft Hörspiele hören negative Auswirkungen hat (verglichen mit Büchern?) Ist das auch ein "ruhig stellen" wie mit dem Fernsehen (der mMn Kinder oft komplett erstarren lässt)?
Also ich denke, das muss man einfach am jeweiligen Kind beobachten. Und auch individuell ein wenig abwägen, wie die Lage Drumherum ist.

Unser Großer war zum Beispiel schon immer sehr medienanfällig, Fernsehen war bei ihm ein großer Suchtfaktor. Wir haben inzwischen den Konsum auf zweimal eine halbe Stunde pro Woche beschränkt und es geht. Hörspiele begrenze ich bei ihm nicht, da er die inzwischen oft nutzt, um runterzukommen. Er ist ein sehr unruhiger Geist, das Hörspiel hilft ihm, sich auf eine Ruhepause einzulassen. Abends darf er im Bett auch noch ein Hörspiel hören, wenn er mittags geschlafen hat. Das ist dann schon irgendwie ruhig stellen, da wir uns dann ja nicht mehr kümmern müssen, aber auch da hilft es ihm, im Bett zu bleiben und zur Ruhe zu kommen. Er wählt dort auch bewusst kürzere Geschichten aus. Auch Vorlesen ist für ihn eine Ruheinsel, auf die ich zurückgreifen kann, wenn es gilt, die physische Aktivität einzudämmen. Klingt im ersten Moment doof, aber er ist zum Beispiel auch so, dass er anfängt rumzutoben, wenn er eigentlich müde ist und eine Pause bräuchte. Das endet dann früher oder später in Tränen durch Verletzung, Grenzüberschreitung gegenüber anderen usw. Eine Geschichte oder Infos aus Sachbüchern, der er in irgendeiner Art folgen kann, hilft ihm, die Ruhe zu finden, die er braucht.


Die Kleine ist wiederum ganz anders gestrickt. Sie ist wesentlich unempfindlicher, was Medien angeht, weshalb ich bei ihr recht tolerant bin, wodurch sich dann zum Beispiel ein Fernsehtag dann eigentlich recht gruselig liest:
- morgens 10 Minuten fernsehen (hier beschränke ich die Dauer auf einen recht kurzen Zeitraum, mag aber auch nicht auf meinen ruhigen Morgenkaffee verzichten)
- vormittags Hörspiel (oft alleine oben, während ich unten noch ein bisschen am PC sitze, Haushalt mache oder dusche; meist nicht sooo lange, aber auch schon mal eine Stunde. Wird es arg lange, rege ich an, dass sie mal was anderes macht, was sie dann gerne annimmt)
- nach dem Mittagsschlaf einen kleinen Film (ein animiertes Kinderlied oder eine Szene aus dem Dschungelbuch, die sie oft nach dem Aufwachen guckt)
- nachmittags obendrein eine halbe Stunde Fernsehen mit ihrem Bruder zusammen (Da schaue ich, dass es nicht zu aufgeregte Sachen sind. Die beiden schauen zum Beispiel furchtbar gerne Dino Dan, wo dann zwar riesige, brüllende Dinos durch die Gegend stelzen, die Story an und für sich aber eher harmlos ist.)


Alles in allem also an so einem Tag definitiv mehr als empfohlen (wenngleich auch nur zweimal die Woche) aber bis auf das Fernsehen hat sie das halt jeden Tag. Bisher keine Probleme. Bis zu dem Tag, als ich am Fernsehtag auch noch mit ihr in der Bücherei war und zum genannten dann noch zwei neue Bücher (und eine CD, die sie jedoch quasi nicht gehört hat) dazu kamen. Und prompt war das Kind abends überreizt. Obwohl ja eigentlich nur zwei Bücher dazu gekommen waren, die wir allerdings beide komplett gelesen hatten. Wären es einfach ihre normalen, bekannten Bücher gewesen, wäre der Effekt nicht so gewesen.

Deswegen denke ich, dass man auch ein wenig gucken muss, wie viel neue Info dazu kommt. Ein neues Hörspiel würde ich zum Beispiel als schlimmer bewerten als eines, dass sie schon zehnmal gehört haben. Ist übrigens imo etwa, was vielleicht das Hörspiel auch noch etwas besser macht als Fernsehen. Die Geschichte wird immer wieder gehört, man kann sie also wieder und wieder durchgehen, bis man sie richtig verstanden hat. Unser Sohn nimmt zum Beispiel auch oft neue Ausdrücke von dort mit, was beim Fernsehen eher weniger passiert. Bücher finde ich dann noch ein bisschen unaufgeregter, aber wenn es was ganz Neues, spannendes ist, über das vielleicht noch Redebedarf besteht, sollte man es auch nicht verkennen. (Räuber Hotzenplotz mussten wir dreimal hintereinander lesen und es kamen immer viele Nachfragen.) Allerdings ist man durch das Vorlesen ja aktiv am Kind dran und kann dort auftretende "Probleme" schneller erkennen und auffangen.
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Re: Medienkonsum außer TV, Computer, Smartphone und Co

Beitrag von FineGeist »

Fernsehen ist ja in der aktuellen Generation relativ out. Meinte Tochter schaut ausschließlich Youtube (da gibts ja auch unendlich viel Müll). Allerdings kann man den Zeitpunkt des Schauens besser bestimmen da man ja nicht an Sendungszeiten gebunden ist. Wie seht ihr die Youtube-Problematik so? LG Fine
Shauni
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Re: Medienkonsum außer TV, Computer, Smartphone und Co

Beitrag von Shauni »

Ich seh grad nicht, wie alt Deine Tochter ist.
Youtube finde ich eher problematisch. Es gibt Werbung, die nicht unbedingt kindgerecht ist, es gibt immer weitere Videovorschläge, die ablenken können und das Ausmachen erschweren können und wie altersgerecht die Videos sind, weiß man auch erst beim Gucken. Also z.B. ob es ein Original-Zeichentrick ist oder aber ein in Bild und/oder Ton veränderter, der nicht mehr altersentsprechend ist.
Viele Grüße
Shauni mit dem großen M (01/14) und dem kleinen j (02/17)
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Nachtblau
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Re: Medienkonsum außer TV, Computer, Smartphone und Co

Beitrag von Nachtblau »

Shauni hat geschrieben: 30.11.2017, 09:06 Ich seh grad nicht, wie alt Deine Tochter ist.
Youtube finde ich eher problematisch. Es gibt Werbung, die nicht unbedingt kindgerecht ist, es gibt immer weitere Videovorschläge, die ablenken können und das Ausmachen erschweren können und wie altersgerecht die Videos sind, weiß man auch erst beim Gucken. Also z.B. ob es ein Original-Zeichentrick ist oder aber ein in Bild und/oder Ton veränderter, der nicht mehr altersentsprechend ist.
Sehe ich genauso. Bei uns gibt es von YouTube höchstens mal ausgewählte Sachen aus bekanntem Kanälen oder bestimmte Filme. Sonst eher gestreamte Sachen

Erkenntnis von heute war: Es muss eine Balance zwischen Input und Output geben. Also nach Input durch neue Medien muss es Output in Form von Gesprächen, freiem Spielen, Toben, Malen oder so geben. Wieviel zu viel ist variiert dann wieder von Kind zu Kind. Unser Großer nimmt eben zum Beispiel sehr viel auf. Mehr als seine Schwester, an der auch mal was vorbei rauscht. Daher muss ich bei ihm mehr darauf achten, dass er genug Output produzieren kann.
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Re: Medienkonsum außer TV, Computer, Smartphone und Co

Beitrag von Lösche Benutzer 16233 »

Youtube finde ich auch schwierig, da muss man definitiv daneben sitzen. Inzwischen kursieren wohl einige bideos in denen disneyfilme bewusst manipuliert und für kinder verstörend sind.

Da finde ich netflix schon besser, da gibt es immerhin einen kinderaccount bei dem die Auswahl echt ok ist.
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Carraluma
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Re: Medienkonsum außer TV, Computer, Smartphone und Co

Beitrag von Carraluma »

Schöne, dass ihr hier noch weiterbringt.

Meine Kids sind ja noch relativ klein und es wird noch nicht selbstständig TV und Co konsumiert, sondern bisher nur Hörspiele, aber da lese ich mal mit, was noch auf uns zukommt.
Carraluma mit der großen Tanzmaus (*2012), dem Fußballer (*2016) und der kleinen Tanzmaus (*2019)
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Nachtblau
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Re: Medienkonsum außer TV, Computer, Smartphone und Co

Beitrag von Nachtblau »

Ich kann ja mal berichten, dass ich gerade mal wieder ein Hörspiel eingezogen habe, weil das vier bis fünfmal am Tag lief. Und dann auch nur noch davon gesprochen wurde. War für mich ein Zeichen von "zu viel" und ich hab nun erst mal Pause davon angeordnet. Geht oft besser als ein dosiertes Konsumieren.
Sprotterich (09/12), Krabbe (03/15)
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