Hm, das würde ich jetzt eher nicht sagen. Meine Kinder hätten das mit 5 schon sehr gut einordnen können, dass "Haare an einer Ecke mit der Bastelschere selbst ratzekurz schneiden" und "das Ganze vom Profi notfallmäßig begradigen lassen" etwas anderes ist. Zumal das ja auch thematisiert wurde.sternenweib hat geschrieben:Aber wenn die kleine Schwester das nicht schlimm fand, sondern die Mama, dann konnte sie ja nicht ahnen, dass das Mädchen es schlimm findet. Und wenn der Frisör es macht, ist es wieder gar nicht schlimm.... Wäre ich fünf, ich würde bei so viel Diskrepanzen auch nochmal einen Testlauf starten.
Da die TE schreibt, ihre Tochter ist auch sonst oft dominant, würde ich eher daran arbeiten. Ähnlich wie das hier teilweise vorgeschlagen wurde. Im Spiel etwas genauer hinhören und thematisieren, dass eben nicht immer einer der Bestimmer ist. Meine Große ist auch eher dominant. Sie ist nun 8 und gibt bei ihren Freundinnen auch oft den Ton an, weil sie die Aktivste ist, die Wortgewandteste und die, die die verrücktesten Spielideen hat. Wir hatten hier auch schon den Fall, dass eine der 7-9jährigen Freundinnen in Tränen ausbrach, weil die Große zu sehr bestimmt hatte. Ich denke, das sind Wesenszüge, die man nicht ändern kann bzw. sollte. Aber das Kind dafür sensibilisieren, dass es eben auch die Bedürfnisse und Wünsche anderer wahrnimmt, auch wenn sie nicht allzu laut geäußert werden, kann man schon.
Das Grinsen bei der Standpauke kann man sogar im Gerichtssaal bei jugendlichen Straftätern beobachten. HerbstMamas Link geht da sicher in die richtige Richtung. Als "freches Grinsen" würde ich das auch nicht interpretieren!