Nikola hat geschrieben:
Ich hoffe daß sich bald ein stillmod meldet und Entwarnung gibt.
Hm, wie stellst du dir das vor?
Mir tut die Situation sehr leid, in der du bist, aber woher soll ich wissen, ob der Patient was hat?
Weißt du denn genau, von dem diese Nadel war? Wenn die da schon länger lag, dann ist doch gar nicht klar, von wem die ist?
Fürs Stillen nutzt dir der Test bei dir leider nichts. Man wird erst nach einiger Zeit positiv. Der ist nur um nachzuweisen, dass du JETZT HIV-negativ bist und im Falle einer Serokonversion dich wohl bei diesem Patienten angesteckt hast. Das einzige, was dir weiter hilft fürs Stillen, wäre der Test beim Patienten. Der könnte dann immer noch frisch infiziert und dadurch negativ sein, aber das wäre schon sehr unwahrscheinlich.
Es ist eh unwahrscheinlich, dass was passiert ist. Aber du hast dich gestochen, damit ist es theoretisch möglich. Wie lange HI-Viren leben, hängt auch von der Nadel ab, mit der man sich sticht.
Es ist mir daher leider nicht möglich, hier einfach zu sagen "wird schon nichts sein". Es ist extrem unwahrscheinlich, ja, aber nicht _komplett_ auszuschließen. Das wäre es nur annähernd durch einen Test beim Indexpat.
Ich hab mich nicht mehr gestochen, seit ich nicht mehr in der Klinik bin, aber meines Wissens hat sich das Procedere nicht geändert?! Nach einer Nadelstichverletzung muss beim Indexpatienten und bei einem selbst Blut abgenommen werden, das wird dann in festgelegten Zeitabständen wiederholt.
Wenn eine Infektion wahrscheinlich ist oder das Risiko minimiert werden soll, muss bei dir sofort eine Postexpositionspropyhlaxe begonnen werden.
Hep C wird allgemein nicht mehr als Stillhindernis gesehen:
http://www.stillen-institut.com/media/E ... n-2017.pdf.
Tut mir leid, dass ich dich enttäuschen muss, aber ich weiß ehrlich nicht, wie ich hier blanko "Entwarnung" soll.
Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung