Nein, ich bin nicht alleine.
Mein Mann springt auch mit ein, aber er ist selbst gerade gesundheitlich absolut nicht auf der Höhe, wird selber über Wochen einen Infekt nicht los.
Zudem schläft er praktisch seit der Geburt bzw nach meiner Mastitis im Wohnzimmer, da wir uns ständig gegenseitig wach machen.
Ich ihn mit stillen und versorgen, er mich mit mit seinem unruhigen Schlaf und schnarchen.
Er nimmt sie praktisch fast immer am Wochenende in der Früh, damit ich nochmal schlafen kann.
Allerdings ist er nicht für beruhigen und runterfahren gemacht. Wenn Papa da ist, ist Aktion, findet unser kleiner Quirl.
Und da unser Wohnzimmer genau unter dem Schlafzimmer liegt, krieg ich dann oft auch kein Auge zu.
Oder wenn ich höre, dass er sie nicht beruhigen kann.
Dass er sich mit ihr hinlegt, geht nicht.
Das sehe ich ganz realistisch, er bekommt im Schlaf einfach nichts mit.
Als sie zwei Tage alt war, hat er sich mit ihr auf dem Bauch auf die Seite gedreht.
Und neulich war ich nachmittags weg, er hatte sich mit ihr aufs Sofa gelegt und wurde erst wach, als sie weinend vor selbigem lag- inkl. Beule.
Ich bin nicht überängstlich und er ist ein toller, liebevoller Papa. Aber das ist einfach nicht sein Aufgabengebiet.
Mit der Familie hast du im Grunde recht und eigentlich hab ich gute Voraussetzungen.
Meine Schwiegereltern wohnen in der gleichen Straße, Schwiemu macht nur noch einen MiniMiniJob und meine Mama wohnt 20km weg und ist Rentnerin.
Aber meine Schwiegereltern werden schon sehr von meiner Schwägerin "beschlagnahmt" und ich will da nicht noch einen drauf setzen, sie gehen alle auf die 70 zu.
Und meine Mama ist schon mal leicht übergriffig.
Es geht jetzt, nach einigen heftigen Auseinandersetzungen.
Aber sie ist auch viel unterwegs und nicht immer spontan nach einer schlechten Nacht greifbar.
Ich muss mir das alles nochmal genau überlegen.
Eine Stuhlprobe habe ich heute abgeschickt, ich bin gespannt.
Stillen zum einschlafen geht nach wie vor nicht.
Sie war, nach dem sie die Gelbsucht hinter sich hatte, immer schon eine hektische unruhige Trinkerin.
Aber im Moment trinkt sie sich, außer nachts, richtig in Rage. Wenn es ihr nicht schnell genug fließt geht gar nicht mehr.
Die Flasche heute wurde seelig getrunken, dann in meinem Arm eingeschlafen, so wie Abende davor auch.
Mit stillen war es, selbst im Arm, die letzten Wochen immer ein Drama.
Aber wenn sie sich jetzt schon abstillen würde, würde sie dann nachts noch so gierig nach der Brust sein?