Wie mit spätem Milcheinschuss umgehen?

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klimaforscherin
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Re: Wie mit spätem Milcheinschuss umgehen?

Beitrag von klimaforscherin »

Hallo verena,

ich möchte nur noch ergänzen:
Du kannst das, was Mondenkind oben geschrieben hat, was wichtig für den Stillstart ist, in einen Geburtsplan hineinschreiben, bei der Anmeldung im Krankenhaus besprechen, was deine Wünsche sind und dieses schriftlich abgeben. Am besten noch deinen Mann instruieren.
Zum Bonding im OP (ausdrucken und mitnehmen!):
http://www.babyfreundlich.org/fileadmin ... chnitt.pdf
Alles Gute!
:D
Grüße
klimaforscherin
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Mondenkind
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Re: Wie mit spätem Milcheinschuss umgehen?

Beitrag von Mondenkind »

verena2222 hat geschrieben: Mondenkind, du hattest weiter oben erwähnt, dass du Links hast, in denen die Kolostrummassage erklärt wird? Ich würde es auf jeden Fall gerne ausprobieren.
Sorry, hatte ich verschusselt.
Hier ist ein Fallbeispiel: http://www.stillen-institut.com/asp_ser ... assage.pdf
Hier Info über Brustmassage allgemein: http://www.stillen-institut.com/de/brustmassage.html
Weiter unter auf der Seite findest du den Link zu einem Faltblatt des BDL (http://www.bdl-stillen.de/tl_files/bdl/ ... eerung.pdf). Möchte man das Original des Blattes haben, muss man es kaufen, aber man kann es online einsehen und dort ist die Kolostrummassage auch erklärt.

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Re: Wie mit spätem Milcheinschuss umgehen?

Beitrag von verena2222 »

Habe die Kolostrummassage nun gestern (37+0) und heute ausprobiert, noch ohne Spritzen, einfach mal um zu schauen, ob ich es hinbekomme.

Kann es sein, dass ich (Übungs-)Wehen davon bekomme? Gestern habe ich schon gemerkt, dass der Bauch danach quasi dauer hart war, dachte an Zufall, aber heute wieder dasselbe.... Ist das schlimm, kann ich trotzdem weitermachen?

Es kommt nur ganz wenig, bin mir nicht sicher, ob ich jemals eine Spritze voll bekomme. Was ist denn normal, wie lange man pro Tag massiert?

Und was ich witzig finde, ist dass an fast allen Stellen eine durchsichtige klare Flüssigkeit kommt, aber aus einem Milchkanal (auch nur aus einer Brust) richtig leuchtend orangenes Zeug. Ist das auch normal, dass man unterschiedliches Kolostrum produziert?

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Re: Wie mit spätem Milcheinschuss umgehen?

Beitrag von Lothlorine »

Hallo Verena,

ich lese interessiert mit. Darf ich mich an deinen Thread dranhängen mit meinen Fragen? Ich kann aber auch gerne einen anderen eröffnen.
Mir geht es genauso, in wenigen Wochen erwarte ich mein zweites Kind. Beim ersten hatte ich sehr viele Tränen vergossen, weil die Hebamme mir bereits am zweiten Tag zum Zufüttern riet. Die Verunsicherung war groß und wir haben es getan. Nach fünf Wochen habe ich voll gestillt, bis fast zum 3. Geburtstag. Gründe für meine Verunsicherung und die der Hebamme waren: Später Milcheinschuss am 5. Tag, trotz ambulanter Geburt im Geburtshaus mit tollem Stillstart dort, einer immer weichen Brust, die Vorhersage meiner ehemaligen Frauenärztin nach einem Brustultraschall, dass ich mal wenig Milch haben werde und die Tatsache, dass ich so gut wie nie Stilleinlagen brauchte. Damals wusste ich noch nicht so viel wie heute (dank dieses Forums). Mein Baby war sehr fordernd und hat manchmal eine Stunde genuckelt bzw. getrunken und das ca. 10mal am Tag. Einen Schnuller wollte sie nicht (ja, auch das hatten wir dann auf Anraten probiert). An Gewicht hatte sie ca. 7,5 % innerhalb der ersten 3 Tage verloren, das Geburtsgewicht (3700 g) hatte sie nach neun Tagen. Zugefüttert hatten wir von 25 ml am zweiten Tag bis maximal 250 ml am vierten Tag, aber eher so um die 100 ml bis zur 5. Woche. Eigentlich nicht wirklich viel. Mein Kind war auch immer rosig und munter. Die Gewichtszunahme betrug aber manchmal nicht so viel, wie es gefordert wurde. In der 5. Woche waren es dann sogar mal nur 60 g als wir das Zufüttern wegließen. Aber meine Kinderärztin hat mich darin unterstützt. (Gut, heute weiß ich, dass man es langsam zurückfahren sollte, aber so wurden wir nunmal beraten).
Ich habe nun eine andere Nachsorgehebamme und habe mit ihr auch mein "Problem" besprochen und hoffe auf mehr Unterstützung. Zur Not bin ich ja hier in den besten Händen. Dennoch bleibt die Unsicherheit, da es mich damals wirklich mitgenommen hat.
Nun habe ich von der Kolostrummassage gelesen und frage mich, ob das auch für mich eine Möglichkeit sein könnte. Vielleicht kannst du Mondenkind, dazu auch kurz was sagen? Oder kann ich darauf hoffen, dass es klappt, da ich ja mal vollgestillt habe und sehr lange? Wie gefriert man die Spritzen denn ein, in eine Tüte gewickelt? Wird dann Kolostrum weiter produziert, oder kommt dann früher die richtige Milch?
Dankeschön!!!
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Re: Wie mit spätem Milcheinschuss umgehen?

Beitrag von Mondenkind »

verena2222 hat geschrieben:Kann es sein, dass ich (Übungs-)Wehen davon bekomme? Gestern habe ich schon gemerkt, dass der Bauch danach quasi dauer hart war, dachte an Zufall, aber heute wieder dasselbe.... Ist das schlimm, kann ich trotzdem weitermachen?
Ja, das kann schon mal sein. daher macht man das auch nur in Terminnähe. Es gibt auch Leute, die früher damit anfangen, ich mach das eher nicht. Wenn du das Gefühl hast, es wird dir zu viel, dann mach weniger! Du kannst es ja auch nach der Geburt noch machen, dann kommt auch mehr. Und dann halt direkt verfüttern.
verena2222 hat geschrieben:Und was ich witzig finde, ist dass an fast allen Stellen eine durchsichtige klare Flüssigkeit kommt, aber aus einem Milchkanal (auch nur aus einer Brust) richtig leuchtend orangenes Zeug. Ist das auch normal, dass man unterschiedliches Kolostrum produziert?
Ja, das sieht oft so aus.
Lothlorine hat geschrieben:Nun habe ich von der Kolostrummassage gelesen und frage mich, ob das auch für mich eine Möglichkeit sein könnte.
Klar, warum nicht?
Lothlorine hat geschrieben:Wie gefriert man die Spritzen denn ein, in eine Tüte gewickelt?
Da gibt es so Stopfen, die auf die Spritzen passen, damit macht man die einfach zu.
Lothlorine hat geschrieben:Wird dann Kolostrum weiter produziert, oder kommt dann früher die richtige Milch?
Nach der Geburt wird auf jeden Fall Kolostrum produziert.

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Re: Wie mit spätem Milcheinschuss umgehen?

Beitrag von Lothlorine »

Danke, Mondenkind! :-)
Ich warte glaube ich bis nach der Geburt, da meine Kleine sich in der 37. Woche noch für BEL entschieden hat. Möchte jetzt keine Wehen produzieren, vielleicht dreht sie sich noch und wir können ins GH.
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Re: Wie mit spätem Milcheinschuss umgehen?

Beitrag von verena2222 »

Jetzt komme ich endlich dazu, mich hier wieder zu melden. Mein Sohn ist seit dem 28.4. auf der Welt mit stattlichen 4600g Geburtsgewicht auf 55cm. Obwohl es wieder ein Kaiserschnitt war, ist das Stillen zu 1000% besser angelaufen als bei meinem ersten Sohn. Dabei gab es eigentlich nur zwei Unterschiede: Besseres Bonding + schnelleres Anlegen nach der Geburt und die Kolostrummassage, die ich vor der Geburt dann und wann gemacht habe. Vielleicht bringt sie echt was für nach der Geburt!?

Nun habe ich eine Frage, da mein Sohn ein echter Langschläfer ist. Seit der Geburt hat er nachts eine Schlafphase von mindestens 6 Stunden. Eigentlich Luxus, aber ich kann das nicht so recht genießen, weil ich mir ständig Sorgen mache, dass die Milchmenge darunter leidet. Er macht dann morgens und abends "Clusterfeeding" und hängt 2-3 Stunden durchgängig an der Brust, aber ist das dann nicht zusätzlich irritierend für meinen Körper? Tagsüber schläft er auch meistens 1-2 mal 4 Stunden am Stück.

Bisher nimmt er "ok" zu, ich hoffe, dass die Messung meiner Hebamme heute ergibt, dass er langsam sein Geburtsgewicht wieder hat (heute ist er 11 Tage alt). Falls ich den Eindruck habe, er nimmt zu wenig zu, würde ich hier die ganzen Gewichte noch mal auflisten.

LG Verena
Mondenkind
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Re: Wie mit spätem Milcheinschuss umgehen?

Beitrag von Mondenkind »

Herzlichen Glückwunsch! Solange dein Kind normal zunimmt, darf es nachts so lange schlafen, wie es möchte. Auch für die Milchmenge ist das in aller Regel kein Problem. Wie oft stillt ihr denn in 24 Stunden?

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Re: Wie mit spätem Milcheinschuss umgehen?

Beitrag von verena2222 »

Danke für die Glückwünsche! :-) Ich poste jetzt doch mal die Gewichtszunahme:

28.4. Geburt 4600 g
29.4. 4390 g
30.4. 4270 g
01.5. 4280 g
02.5. 4350 g (ab hier Hebamme)
03.5. 4340 g
04.5. 4400 g
06.5. 4390 g
09.5. Das 4540 g
11.5. 4590 g

Also nicht berauschend, aber ich denke, die Tendenz ist ganz ok? Kann man das erst mal so weiter laufen lassen, ohne dem Kind zu schaden? Habe mal gelesen, dass Kinder, die im ersten Lebensmonat nicht genug zunehmen, einen ein paar Punkte niedrigeren IQ haben. Weiß aber nicht mehr, wie die genauen Gewichtszahlen waren in der Studie...

Ich habe zwei konkrete Fragen. Ich habe massive Probleme mit offenen blutigen Brustwarzen. Habe schon mit einer Stillberaterin an der Anlegetechnik gearbeitet, seitdem wird es laaangsam besser, habe aber immer noch starke Schmerzen und nehme 1,8 g Ibuprofen am Tag.
Das Problem sind die ersten 5 Minuten nach dem Anlegen. Ich habe unglaubliche Schmerzen beim Ansaugen und dabei reißt auch oft die Brustwarze wieder ein. Je voller die Brüste, desto schlimmer ist es, ganz besonders natürlich nachts nach der 6-stündigen Schlafphase. Ich glaube, dass ich dann nicht genug Brust in den Mund bekomme, aber wie kann ich das ändern? Gibt es hier noch Tricks? Ich setze schon die Finger c-förmig außerhalb des Warzenhofs an und drücke parallel zum Mund zusammen und mache die asymmetrische Anlegetechnik...

Dann habe ich etwas Sorgen bzgl. der Milchmenge... Um deine Frage zu beantworten: Er trinkt 18-25 Mal (manchmal nur 5 min pro Seite, manchmal 25 min), ca. 5-6 Stunden am Tag (sagt meine App :-)). Oft trinkt er 2x an jeder Seite, abends machen wir meistens noch mehr Seitenwechsel. Da ist auch das Problem: Die Brüste sind nach 3 Stunden pausenlosen Trinkens so leer, dass er 30x oder öfter saugen muss für einen Schluck. Gestern hat ihn das total unglücklich gemacht, er hat immer wieder abgedockt und geweint. Würde es Sinn machen mit Bockshornkleesamen nachzuhelfen? Welche Dosis nimmt man dann?

Danke schon mal für die Hilfe!

Glg Verena



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Re: Wie mit spätem Milcheinschuss umgehen?

Beitrag von delfinstern »

wie pflegst du die Brustwarzen? Vllt hilft dir dieser Link: Link1
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