Hallo Brianna,
jetzt werde ich mal schauen, was ich für dich tun kann.
Brianna hat geschrieben:Ich habe ihr bisher so viel gelöffelt, wie sie genommen hat. Unsere Priorität im Moment ist, dass sie nicht weiter abnimmt.
Das ist auch genau richtig. Super, dass du gleich stillfreundlich zufütterst.
*Stillalltag ...
L wurde am 3.12.2015 um 15.12. Uhr per primärem Kaiserschnitt geboren, da sie am CTG immer wieder auffällige Herztöne hatte. Da ich beim ersten Kind schon einen Kaiserschnitt hatte, stand eine Einleitung nicht zur Debatte. Sie wurde bei 37+3 geboren, war aber noch komplett voller Käseschmiere.
Gegen 17.00 Uhr waren wir dann zusammen im Zimmer und haben mit Hilfe der Schwester das erste Mal angelegt. Alleine habe ich es am ersten Tag mit zwei Infusionen an der Hand, Katheter, Schmerzen und noch ziemlich unbeweglich nicht geschafft. Ich hätte sie gerne alle zwei Stunden angelegt, da ich einen Insulinpflichtigen Gestationsdiabetes hatte, sie war aber sehr schläfrig und die Schwestern vertraten alle die Meinung, in den ersten 24 Stunden würde dreimal stillen reichen und ich sollte uns nicht so einen Stress machen.
Dir hat es wahrscheinlich mehr Stress gemacht, dass du sie nicht so oft anlegen konntest, wie du es gerne gemacht hättest.
Ich denke, wir haben in dieser Zeit etwa siebenmal angelegt und sie hat dreimal länger gestillt. Bei den anderen Versuchen ist sie nach zweimal saugen wieder eingeschlafen und war nicht mehr zu motivieren. In der ersten Nacht hat sie sehr viel Fruchtwasser gespuckt
Dann war ihr Magen mit Fruchtwasser wahrscheinlich voll, so dass keine Milch mehr hineingepasst hat.
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Seitdem sie 24 Stunden alt ist, versuche ich sie tagsüber alle zwei und nachts alle drei Stunden zu wecken. Dann lege ich sie an beiden Seiten an und versuche sie mindestens zehn Minuten zum aktiven Saugen zu motivieren. Manchmal bekomme ich sie schon kaum wach und länger als zehn Minuten pro Seite schaffen wir fast nie, da sie vorher tief und fest einschläft.
Super, dass du sie alle 2-3 Stunden zum Stillen anlegst. Das machst du genau richtig.
Seitdem heute Nacht um halb eins beim Wiegen festgestellt wurde, füttere ich ihr nach jedem Stillen per Löffel soviel HA Pre und Muttermilch zu, wie sie nimmt. Obwohl sie immer nur zwischen fünf und 20 Mililitern nimmt, lässt sie sich jetz zwei Stunden nach Stillbeginn noch schlechter wecken.
Hast du nochmal gewogen? Wieviel hast du pro Tag insgesamt zugefüttert?
Gelöffelt wird nur auf meinen ausdrücklichen Wunsch. Es wurde mir auch nicht gezeigt. Der Vorschlag hier war, nach jedem Stillen soviel per Flasche zufüttern, wie es irgendwie geht.
Toll, wie du das machst. Die Empfehlung nach jedem Stillen per Flasche so viel wie möglich nachzufüttern, ist leider sehr häufig. So wie du es gerade machst, ist das perfekt.
Abpumpen tue ich nach Stillen und Zufüttern so oft es geht, schaffe es aber nicht jedes Mal. Ich bin so schon kaum zum Essen, Schlafen und Anziehen gekommen. Ausruhen und mit der kleinen kuscheln fällt im Moment flach. Ich hoffe, ich schaff es, bevor es wieder von vorne losgeht, aber ich kann vor lauter weinen kaum schreiben.
Schlafen tut sie meist nach Stillen und Zufüttern bis ich sie wieder wecke.
Wie trinkt dein Baby nachts? Wenn es sich alle 3 Stunden zum trinken motivieren lässt, kannst du nachts nur stillen und nicht zufüttern und pumpen. Du brauchst auch etwas Ruhe.
*Stillstart siehe Stillalltag
Das Andocken schaffen wir mittlerweile alleine und nach dem ersten Ansaugen meist auch schmerzfrei. Beide Warzen waren empfindlich und die Rechte leicht wund. Seit ich Abpumpe tun beide Warzen vermehrt weh und sind dort, wo die Warze und die Brusthaube kommt wund. Ich pflege sie mit Lanolin.
Dann passt die Brusthaube nicht auf deine Brust. Die Brustwarze sollte keinen Kontakt mit der Haube haben. Kannst du deine Milch per Hand gewinnen?
*Künstliche Sauger
Seit heute Morgen kennt die kleine Schnuller, obwohl ich schon bei der Anmeldung angegeben habe, dass ich keinen Schnuller und keine Flasche möchte. Sie wurde zur Blutabnahme für das Neugeborenenscreening abgeholt, als mir auch gerade Blut abgenommen wurde. Als ich sie wieder geholt hab, lag ein Schnuller in ihrem Bett.
Das ist ärgerlich, aber erstens nicht mehr zu ändern und zweitens nicht so tragisch. Vermeide - so weit es in deiner Macht steht - in Zukunft den Schnuller.
*Andere Behandlung
Bisher nur Entbindungsstation. Hier wurde mir die Wasserflasche bei anfänglichen Andockproblemen empfohlen.
Davon kann ich nur abraten. Babys sollten bis zum Beikostalter nur Muttermilch oder Muttermilchersatznahrung (Pre, 1-er) bekommen. Nichts anders. Wasser füllt nur den Bauch und enthält sonst nichts außer Flüssigkeit.
Vor dem Kaiserschnitt bekam ich schon gute eineinhalb Liter Infusionen, Kochsalzlösung und Glukose.
Dies kann die hohe Abnahme deines Babys erklären, da Babys, deren Mütter Infusionen unter der Geburt bekommen, selber Wasser einlagern. Hat sie viel Urin nach der Geburt ausgeschieden?
Der Milcheinschuss war schon da, oder?
Unser erstes Kind habe ich nach anfänglichen Milchmengenproblemen von nur Sonde und Flasche in ca. Zwei Monaten zum Vollstillen mit Hütchen gebracht. Mit 20 Monaten wegen der geplanten IVF abgestillt.
Das bedeutet, dass du genug Milch bilden kannst. Das sind gute Voraussetzungen, so dass du garantiert bald ganz entspannt "nur" stillen kannst.
Liebe Grüße von deidamaus
ModTeam-Stillberatung