Nicht genug Muttermilch

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Linda81
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Re: Nicht genug Muttermilch

Beitrag von Linda81 »

Meine Hebamme kam auch mit den 10 Minuten pro Seite um die Ecke, und ich sollte mal abpumpen, um zu sehen, wieviel Milch ich eigentlich hätte. Beides ist völliger, fahrlässiger Bullshit! Ich habe das erst nach sechs Wochen begriffen und es noch zum Vollstillen geschafft. Und da saßen wir oft mal 45 Minuten oder länger stillend da. Kein Wunder, daß er bei 20 Minuten nicht zunehmen konnte. Ging ja gar nicht. Das wäre das erste, was ich heute anders machen würde: das Baby so lange stillen, wie es will, und die Uhr wegstellen.
Die Stillmods melden sich bestimmt bald! Ihr schafft das!
Linda mit Sohnio (10/2014), dem Freudenstrahl (01/18) und der Überraschung (01/21)
koalina
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Re: Nicht genug Muttermilch

Beitrag von koalina »

Ich fasse deine Listen mal für die Stillmods zusammen... das erleichtert die Beratung.
Boston hat geschrieben: 31.10: 3860 g,Geburtsgewicht, KH nackt
02.11: xxxx g, 6 x gestillt
03.11: xxxx g, 8 x gestillt, 140 ml Pre
04.11: 3480 g, Entlassungsgewicht, KH nackt, 8 x gestillt, 100 ml Pre
05.11: xxxx g, 7 x gestillt, 60 ml Pre
06.11: 3320 g, nachmittags Hebamme Body und Windel, 8 x gestillt, 130 ml Pre
07.11: 3340 g, vormittags durch uns mit frischer Windel, 6 x gestillt, 340 ml Pre
08.11: 3340 g, vormittags durch uns mit frischer Windel, 7 x gestillt, 420 ml Pre
09.11: 3400 g, vormittags durch uns mit frischer Windel, 7 x gestillt, 440 ml Pre
10.11: 3480 g, vormittags durch uns mit frischer Windel, 7 x gestillt, 475 ml Pre
11.11: 3500 g, vormittags durch uns mit frischer Windel, 7 x gestillt, 565 ml Pre
12.11: 3600 g, vormittags durch uns mit frischer Windel
Ich lasse dir noch ein paar Links da:
Linksammlung Stillwissen
Grundinfo Gewichtsentwicklung - Gedeihen - Gewichtskontrolle
Grundinfo Stillfreundliche Zufüttermethoden

Liebe Grüße :piepmatz:
koalina
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mit Krümel (*15) und Krümelchen (*17)

Unsere kleinen Wunder... kamen überraschend und haben unser Leben mehr bereichert als man es in Worte fassen kann.
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deidamaus
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Re: Nicht genug Muttermilch

Beitrag von deidamaus »

Hallo Boston,

herzlich Willkommen hier im SuT und herzlichen Glückwunsch zur Geburt deines Babys :D

Ich antworte dir heute Abend erstmal kurz (das Bett ruft) und melde mich morgen ausführlich.

Die wichtigsten Schritte in Richtung Reduktion der Zufüttermenge und Vollstillen sind:
- 10-12 in 24 h Stillen (wirklich ganz, ganz wichtig)
- dein Baby durch Wechselstillen und/oder Brustkompression bei der Stange halten
- stillfreundlich zufüttern
Dabei täglich Gewicht, Stillhäufigkeit Zufüttermenge (ml, Häufigkeit, mit was zugefüttert wurde), Pipi- und Stuhl Windel an Zahl dokumentieren.

Anhand der Daten sehe ich dann, wann wir reduzieren können und wieviel.

Das bedeutet, dass du dein Baby auf jeden Fall länger und häufiger zum Stillen animieren solltest. Das er im Moment schwer dazu zu motivierten ist, liegt an der sehr hohen Zufüttermenge. Dein Baby ist schlichtweg zu satt, um stillen zu wollen.

Lies dir mal den Link zu den stillfreundlichen Zufüttermethoden durch und überlegen dir, was für euch passen könnte (Brusternäherungsset würde sich anbieten).

Stille auf jeden Fall tagsüber alle 2 h und nachts alle 3 h und füttere kleine Portionen zu. Mein Vorschlag auf Grundlage der bisherigen Daten wäre 8 mal 50 ml zu geben. Nachts kannst du probieren, ob ihr ohne Zufüttern auskommt.

Dann stellen wir die Zufütterung auf Becher/BES um, kurbeln deine Milchbildung so gut es geht an und schauen, wie es mit einer Reduktion klappt.

Was meinst du dazu? Ich denke, wir können noch eine ganze Menge machen und auch erreichen.

Liebe Grüße von deidamaus
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Re: Nicht genug Muttermilch

Beitrag von Unilein »

Hallo,

Ich glaube nicht, dass du aufgrund deiner Beschreibung derzeit aufgeben solltest. Dein Baby ist zwei Wochen alt und als meines so alt war, hatte es auch zum zweiten Mal abgenommen, wir waren im Krankenhaus deswegen und hatten dort Stillproben von 10g plus 20-30ml abpumpen. Also die gleiche Summe wie du.

Von deiner Beschreibung, dass dein Sohn gar nicht so häufig trinken möchte wie ihr anbieten wollt, dass er nach dem Essen spuckt und von deinen bisherigen Gewichtsangaben, würde ich jetzt mal vermuten, dass du zu viel zufütterst. Das wird sich deidamaus aber noch genauer angucken.

Das wäre aber logischer Weise schlecht für die Milchbildung.

Hier mal, was mir geholfen hat:

Häufiges Anlegen ohne dabei die Zeit zu stoppen, Brustkompression, Bockshornkleesamen-Kapseln, Abpumpen tagsüber nach jedem Stillen, ausreichend Schlafen, Zufüttern mit BES, Reduktion der Zufüttermenge in Zusammenarbeit mit deidamaus :)

Ich habe 4 Wochen gebraucht bis zur vollständigen Reduktion, aber auch nur, weil ich am Anfang zu ungeduldig war und auf eigene Faust komplett reduziert habe, das hat uns nochmal zurückgeworfen. Dann hatten wir zum Ende noch einen doofen Schub, sonst wäre die Reduktion auch schneller möglich gewesen.

Mir hat es nichts ausgemacht, dass ich in dieser Zeit kaum raus konnte, keinen Besuch empfangen usw., aber da ist natürlich jeder individuell und ich wurde auch enorm von meinem Mann unterstützt.
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Re: Nicht genug Muttermilch

Beitrag von Siduri »

Deine Beschreibung erinnert mich sehr an unseren Stillstart (wir hatten da aber noch ein paar zusätzliche Baustellen). Mich hat im Endeffekt das BES gerettet, da ich damit das Nachpumpen deutlich reduzieren konnte. Außerdem natürlich häufiges Anlegen (das Wecken wurde bei uns leichter, als ich begann, kleinere Portionen zuzufüttern - kein Milchkoma mehr :wink: ), Wechselstillen und Brustkompression.
Bei uns hat das geklappt, ich habe mit drei Monaten voll gestillt (wie gesagt, wir hatten noch andere Probleme, sonst wäre es vermutlich schneller gegangen), wir hatten noch vier wunderschöne Vollstillmonate (später Beikoststart, weil wir erst Unverträglichkeiten abklären mussten) und jetzt beginnt er, manchmal auf das Stillen zu vergessen.
Ich wünsche euch alles Gute für euren Weg!
Elbenkind (geb. 17.11.2013)
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Nikola
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Re: Nicht genug Muttermilch

Beitrag von Nikola »

Hallo Boston,
schön das du hier her gefunden hast.
Auch ich wurde 2 Monate falsch beraten durch die Hebamme.
Sie hat mir auch nach 2 Wochen gesagt das ich aufhören kann zu Stillen und auf die Pre umzusteigen.
ich wollte einfach nicht aufgeben und habe dann durch viel lesen in verschiedenen Foren meine Milchmenge gesteigert.
ich hatte eine ähnliche züfüttermenge wie du.
Ich bin leider erst nach 3 Monaten auf dieses forum gestoßen.
Erst hier habe ich erfahren was ich alles "falsch" gemacht habe. Zum Vollstillen hat es leider nicht mehr gereicht aber ich konnte die züfüttrmnege reduzieren.
Jetzt bekommt sie Beikost und ich brauche fast keine Pre mehr.
Du bist hier genau richtig und mit Deidamaus habt ihr gute Chancen zum Vollstillen zu kommen. Ich würde dir zum BES raten das hat mir sehr geholfen.
Liebe Grüße
Liebe Grüße Nina mit Grosser Schwester (07/15) und Mini Schwester (03/18)
Boston
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Re: Nicht genug Muttermilch

Beitrag von Boston »

Erstmal vielen lieben Dank an Euch alle! Ich lese auch alle Posts gespannt mit - leider ist unser Internet zu Hause gerade tot und ich kann nur vom Handy rein. Da ist das antworten nicht so toll. Hoffentlich klärt sich das auch am Wochenende noch. Ich bin für Eure Tipps echt dankbar, muss aber auch sagen, dass ich mir grade schwer vorstellen kann, noch so viele neue Dinge zu versuchen. Ich merke richtig, wie mir meine Freunde fehlen und das kann irgendwie auch nicht gut sein fürs Wohlbefinden und die Milch. Aber aufgeben werde ich trotzdem noch nicht! Bald dann ausführlicher :)
Cookie kam am 31.10.2015 per Kaiserschnitt zur Welt.
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Re: Nicht genug Muttermilch

Beitrag von deidamaus »

Hallo Boston,

dein Baby ist erst zwei Wochen alt, da brauchst du und dein Baby noch Ruhe zum Erholen und Ankommen.

Lade deine Freunde zu dir nach Hause ein, lass sie etwas zu Essen mitbringen und bitte sie, dir ein wenig zu helfen (kurz Saugen, eine Kleinigkeit für dich einkaufen, die Wäsche aufhängen,...).

Wie hat es heute geklappt? Wie hoch war die Zufüttermenge? Wie oft habt ihr gestillt? Hast du dir den Link zum stillfreundlichen Zufüttern durchgelesen? Wäre BES eine Option für dich? Wenn ja, besorge dir auf jeden Fall die Elterninfo Brusternäherungsset dazu und lies sie dir durch.

Liebe Grüße und später mehr (ich bin heute Mittag nicht zum Antworten gekommen),
deidamaus (ModTeam-Stillberatung)
Liebe Grüße von deidamaus, ModTeam-Stillberatung
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Re: Nicht genug Muttermilch

Beitrag von ptw »

Ich möchte keine weiteren Tipps dalassen, da bist du hier schon in guten Händen *sonne*
Aber dir etwas Mut machen, dass es sich lohnt dran zu bleiben! Ich bin in deinem Post vor allem an der Sache mit den Freunden hängen geblieben. Mir geht es manchmal ähnlich, das liegt aber dran, dass meine engeren Freunde größtenteils weiter weg wohnen. Als es dann in den ersten Monaten vorkam, dass ich endlich den lang ersehnten Besuch hatte, war ich einmal so mega enttäscht, dass es genau ein "Stilltag" war. ABER letzten Endes haben wir einen super entspannten kuscheligen Tag alle gemeinsam auf dem Sofa und in der Küche verbracht, gequatscht, mit Tee und ich wurde bekocht, habe dabei vor mich hin gestillt - es war echt schön! Seitdem hat mich zumindest das nciht mehr gestresst. Stillen kann sehr gesellig sein!
Hier also auch ein Plädoyer für "Freunde einladen". Nicht zu viele auf einmal und nur die, die dir am liebsten sind und dann macht es euch schön und lass dich gut versorgen! Dafür sind Freunde doch da!
ptw wurstelt sich so durch's Leben mit weltbestem Mann an ihrer Seite und Fröschli im Schlepptau

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Re: Nicht genug Muttermilch

Beitrag von deidamaus »

Hallo Boston,

jetzt nochmal ausführlich.
Cookie hatte schon im Krankenhaus zu viel abgenommen (leider hab ich deren Gewichtswerte nicht) - an Tag drei war er 50 g unter der 10 % Grenze. Mit dem Pumpen hatte ich da noch nicht begonnen, wir sollten aber in jedem Fall zufüttern (sagten Stillberaterin und Kinderarzt vor Ort).
Bei 10% Abnahme ist Zufüttern auf jeden Fall nötig.
Was mir gar nicht schmeckte war, dass die Sauger so groß waren, dass es ihm nur so in den Rachen lief. Er hat sich dann oft übergeben und es nicht so gut vertragen.
Leider wird noch in fast allen Krankenhäusern nicht stillfreundlich zugefüttert.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Wir stillen tagsüber alle drei Stunden (von Stillbeginn zu Stillbeginn gerechnet), nachts alle vier Stunden. Ich stille auf jeder Seite 10 Minuten und gebe ihn dann an meinen Mann weiter. Der gibt ihm die Flasche (Medela Calma) und ich pumpe weiter je 10 Minuten ab (mit der Symphony von Medela aus der Apotheke). Dabei kommen maximal (!) 20 ml zusammen (und auch das erst seit gestern...)
Wichtig ist häufiger und länger zu stillen, d.h. tagsüber alle 2 h, nachts alle 3h und eher 40 min statt 20 min.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Zu Anfang hat er die Brust oft angeschrien, inzwischen trinkt er ruhig und gleichmäßig - wenn er denn wach bleibt. Gerade nachts möchte er wirklich lieber schlafen und hält gar nichts davon geweckt zu werden. Wir ziehen ihn dann bis auf den Body aus und motivieren so gut es geht. Es ist aber echt ein Kampf (und fühlt sich für ihn auch nicht richtig an....).
Dein Baby ist einfach "zu" satt. Die Zufüttermenge und dir Gewichtsdaten sprechen da eine deutliche Sprache.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Ja, wir nutzen den Calma Sauger von Medela. Manchmal mag er einen Schnulli (MAM für Neugeborene), aber eher selten.
Damit dein Baby seine Stilltechnik ungestört von künstlichen Säugern verbessern kann, ist die Umstellung der Zufütterung auf eine stillfreundliche Variante sehr empfehlenswert. Damit ist auch die Gefahr von Überfütterung wesentlich geringer.
Ich selbst habe eine leichte Schilddrüsenunterfunktion und nehme täglich 66µg L-Tyroxin.
Deine Werte solltest du auf jeden Fall in ein paar Wochen nochmal überprüfen lassen. Diese andern sich nach der Geburt meist.
Der Kleine ist ein ICSI Kind (inklusive einer PID, da mein Mann einen Gendefekt hat). Vor der Kinderwunschzeit war ich normalgewichtig, habe aber mit dem Progesteron das ich nehmen musste gut was drauf gepackt. Bin jetzt also schon übergewichtig (heute 90 kg auf 174 cm).
Das Gewicht wird sich sicherlich im Laufe der nächsten Monate wieder normalisieren.
(Ich habe natürlich schon bei Euch gelesen, dass eigentlich 8 mal am Tag mindestens angelegt werden sollte. Ich weiß auch nicht, ob das alle jungen Mütter sagen, aber ich bezweifle wirklich, dass ich ihn noch öfter motivieren kann. Er ist wirklich sehr schwer zu wecken - wir brauchen nachts mindestens 20 Minuten um ihn wach zu bekommen. Und ja, dann trinkt er. Hat er aber eigentlich keinen Hunger, spuckt er auch viel wieder aus bzw. erbricht sich danach...)
Wie gestern abend schon geschrieben, ist es sinnvoll,die Zufüttermenge etwas zu reduzieren (circa 400ml), damit dein Baby sich häufiger von alleine meldet. Häufigeres stillen ist sehe wichtig, damit deine Milchbildung angeregt wird.
Vielleicht formuliere ich nochmal ganz klar, was ich mir von Euch hier erhoffe:
- Gibt es eine Möglichkeit meine Milchmenge zu steigern?
Ja. Und zwar durch:
- mindestens 10-12 mal Stillen in 24 h
- Wechselstillen
- Brustkompression
- Abpumpen (machst du ja schon)
- eventuell die Einnahme von Bockshornkleesamen
Ich nehme jetzt schon piulatte von Humana.
Das Produkt enthält Mariendistel, was sich auch positiv auf die Milchbildung auswirkt. Bockshornkleesamen sind aber besser bzgl. ihrer Wirkung auf die Milchbildung erforscht, weswegen ich dies empfehle. Bei Asthma oder Diabetes sollte dieser aber nicht genommen werden.

Die Stillprobe mit Hebamme hat gezeigt, dass er von mir ca. 20 g trinkt. Nochmal 20 ml pumpe ich bestennfalls ab. Das ist natürlich zu wenig für ihn.
So wenig ist das garnicht. Wenn du 10-12 mal in 24 h stillst und er jedesmal 20ml+20ml bekommt (und es sind gewiss auch größere Mahlzeiten dabei), wären das immerhin 400-480ml. Trinkmengen junger Stillbabys
- Wann kann ich ihn schlafen lassen? Man hört ja wirklich oft, man solle auf meine Intuition hören und die schreit mich quasi an, dass er nachts schlafen möchte. Und zwar ohne von uns genervt zu werden. Ich weiß natürlich, dass ich dafür verantwortlich bin für ihn zu entscheiden, aber sollte man nicht auch auf das Kind hören?
Um deine Milchmenge zu steigern, ist häufiges nächtliches Stillen unbedingt nötig. Wenn dein Baby nicht mehr so viel zugefüttert bekommt und sich damit nicht ständig im "Fresskoma" befindet, wird es sich leichter zum Stillen wecken lassen.
Allerdings kommt er wirklich sehr selten von selbst.
- Meine Hebamme meinte, wenn bis morgen nicht viel mehr Milch abgepumpt sei, könne ich auch komplett auf Fläschchen umstellen und - wenn ich mag - vorher noch 10 Minuten stillen. Ich will aber nicht aufgeben!
Klar kannst du abstillen (das geht jederzeit). Aber gut, dass du das nicht willst. Dein Baby ist noch so jung, da kannst du noch sehr, sehr viel erreichen.
Andererseits schränkt das Pumpen extrem ein. Wir hatten noch keinen einen Besuch, seit der Kleine da ist, einfach weil das Füttern 45 Minuten braucht (mit Motivation, Flasche und Pumpen). Gibt es eine Möglichkeit seltener zu Pumpen und trotzdem mehr Milch zu generieren? Oder heißt es da "ganz oder gar nicht"?
Du kannst seltener Pumpen und dafür häufiger stillen. Wenn du dazu noch stillfreundlich zufütterst, kannst du das Pumpen auch sein lassen, wenn es dich zu sehr stresst.

Jetzt bin ich gespannt, was du berichtest.

Liebe Grüße von deidamaus
ModTeam-Stillberatung
Liebe Grüße von deidamaus, ModTeam-Stillberatung
mit den drei Mäusen (Grosse 12/06, Mittlerer 5/10 und Kleiner 4/13)

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