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Re: Unterstützung beim 2. Kind nach Stillproblemen beim 1. K

Verfasst: 23.02.2016, 10:26
von Animay
Hallo Zusammen,

nun sind es nur noch 2,5 Wochen bis zum ET, so dass ich Thread schon mal wieder hochholen möchte. Der Kleine Bauchbewohner liegt schon brav in Startposition, allerdings gab es kurz vor Weihnachten etwas Aufregung weil er da als zu leicht galt (war allerdings auch in BEL, das verfälscht wohl etwas). Seitdem wird engmaschiger kontrolliert und er nimmt vorbildlich zu, wird aber immer wieder als kleines und leichtes Kind bezeichnet. Ich hoffe das bringt am Ende keine Probleme weil er besonders schwach ist oder so.

Für die Entbindung habe ich mich für ein andere KH entschieden, ein Hebammen-geführter Kreißsaal und eine Wochenstation mit täglicher Hebammen-Visite. Im Planungsgespräch wurde vermerkt dass ich um umfangreiche Still-Unterstützung bitte. Mir wurde zugesichert dass man mich animieren wird noch im Kreißsaal das erste Mal anzulegen, bei meiner Tochter habe ich das ja alles gar nicht im Blick gehabt, wurde nicht erinnert und so waren schnell 3-4 Stunden rum ehe sie erstmals trinken durfte... Für die Nacht wurde mir empfohlen dass ich mir einen Handywecker 3 Stunden nach Stillbeginn stelle und dann auf mein Bauchgefühl höre, ob ich den Kleinen noch etwas schlafen lasse oder wecke.

Am Besten wäre natürlich eine ambulante Geburt und das würde das KH auch voll unterstützen, aber mein Mann fühlt sich bei dem Gedanken überhaupt nicht wohl, so dass ich noch 1-2 Tage auf der Wochenstation bleiben werde.

Ich habe mir eine Babywaage von Soehnle für Zuhause zugelegt, gebraucht, ich fühle mich einfach wohler damit. Dann wollte ich meine FÄ noch prophylaktisch nach einem Rezept für Domperidon bitten, aber nun hat mir meine Hebamme berichtet dass man davon wohl inzwischen angekommen ist, wegen irgendwelcher Herzrhythmusgeschichten???

Ansonsten liest sich das alles reichlich kontrolliert ich weiß... Aber es gibt mir einfach Sicherheit, zumindest auf die Fälle die ich bereits erlebt habe, gut vorbereitet zu sein. Kann immernoch genug schief gehen und meine Tochter ist eben auch da und ich will meinem zweiten Kind dennoch den gleichen Start ermöglichen wie der Kleinen / dann Großen.

Ich melde mich dann wieder mit dem kleinen Mann auf statt in meinem Bauch :D

LG
Animay

Re: Unterstützung beim 2. Kind nach Stillproblemen beim 1. K

Verfasst: 23.02.2016, 17:43
von Sturmkind
Hallo,
Lass Dich durch die gemessene Kindsgröße nicht allzusehr verunsichern, v. a. wenn die Gewichtsentwicklung jetzt gut ist. Bei beiden Kindern wurde hier das Gewicht erheblich unterschätzt., von mehreren erfahrenen Ärzten, aber auch Hebammen. Beim Großen derart, dass eine Wachstumsretardierung im Raum stand. Letztendlich war er ein zierliches Baby im unteren Normbereich-er nahm nach der Geburt quasi nicht ab und rasend zu, von Schwäche keine Spur.

Ich wünsche Euch einen schönen und entspannten Stillstart, das viele Wissen rund ums Stillen aus dem Forum wird Euch bestimmt helfen und die Beratung gibt es ja auch noch!

Lg Sturmkind

Re: Unterstützung beim 2. Kind nach Stillproblemen beim 1. K

Verfasst: 24.02.2016, 12:03
von Animay
Hallo Sturmkind,

vielen Dank für Deinen Zuspruch, ich hoffe ebenfalls sehr dass sich einfach nur alle irren. Von mir aus darf er natürlich zierlich sein, so lang es ihm an nichts fehlt..

LG
Animay

Re: Unterstützung beim 2. Kind nach Stillproblemen beim 1. K

Verfasst: 24.02.2016, 13:06
von SchneFiMa
Hallo Animay,

Oh wow, nur noch so kurze Zeit.

Ich wünsche dir eine schöne Restschwangerschaft und eine gute Geburt. Ich bin hier, wenn du mich brauchst.

Viele Grüße von SchneFiMa
Mod-Team Stillberatung

Re: Unterstützung beim 2. Kind nach Stillproblemen beim 1. K

Verfasst: 13.04.2016, 10:54
von Animay
Hallo Schnefima,

da bin ich, wenn auch mit reichlich Verspätung. Unser Sohn wurde am 18.03. fünf Tage nach Termin geboren. Im Gegensatz zur ersten Geburt lief es diesmal alles ohne Komplikationen und vor allem ohne jegliche Medikamente, der Stillstart lief auch gut.

Meine Nachsorgehebamme ist überzeugt dass die gute Geburt verantwortlich für den guten Start war. Ich selbst war aber ja auch besser vorbereitet, keine 5 Minuten nach der Geburt hat der Kleine das erste Mal gestillt :) Die Gewichtsabnahme lag bei 6-7 Prozent und dann ging es aufwärts, das Geburtsgewicht hatte der Kleine bereits nach 8 Tagen erreicht :D. Ich wiege ihn täglich unter gleichen Bedingungen und habe deshalb alle Daten hier, aber ich glaube die brauchst Du gar nicht. Hier mal die Eckpfeiler:

18.03. 2.820g Geburtsgewicht
21.03. 2.640g niedrigstes Gewicht
31.03. 2.820g
13.04. 3.370g.

So richtig glauben kann ich das alles immernoch nicht und bin jeden Morgen etwas gespannt, aber er nimmt wirklich einfach so, nur mit meiner Muttermilch, ganz brav zu! Ausscheidungen hat er auch reichlich und wir stillen ca. 10-11 Mal am Tag. Klingt also alles recht normal. Anfangs war er etwas gelb, da hab ich ihn spätestens nach 2,75 Stunden langsam geweckt, damit er nach 3h definitiv wach zum Stillen ist. Als die Haut wieder rosig war meinte die Hebamme dass wir ihm ab jetzt vertrauen und ihn den Rhythmus vorgeben lassen sollen, er ist fit und nimmt zu, wenn er schläft sollen wir die Zeit genießen und darauf vertrauen dass er satt ist. Seitdem meldet er sich alle 2-4 Stunden.

Ist somit auch aus Deiner Sicht alles soweit in Ordnung?

Ein Problem gibt es aktuell dennoch:
Ich wurde ja an der linken Brust mit 18 Jahren operiert, konnte dort jedoch trotzdem stillen. Beim Abpumpen bei meiner Tochter waren die Mengen links und rechts praktisch identisch, beim Stillen war die naturbelassene Brust zwar der Favorit meiner Tochter, aber sie hat auch links akzeptiert. Wenn ich ausstreiche, dann sehe ich links 1-3 Strahlen und rechts 4-6, ich wäre als Baby also auch Fan der rechten Brust ;).
Nun habe ich seit gut einer Woche das Gefühl, dass der Kleine zunehmend keine Lust auf die linke Brust hat. Ich lege ihn immer zuerst links an, aber er nuckelt mehr als alles andere und dockt auch viel schneller wieder ab als rechts. Ich höre ihn zwar auch schlucken, aber während es rechts ein reines "gluck-gluck-gluck" ist, ist es links nur alle paar Sekunden ein Schluckgeräusch.
Ich merke bereits dass die rechte Brust deutlich schwerer ist als die linke, optisch ist es aber noch nicht so sehr zu sehen. Ich kann aus der linken Brust aber nach dem Stillen auch kaum etwas ausstreichen, rechts ohne Probleme. Heute habe ich schweren Herzens meine Medela Swing wieder rausgekramt und gerade das erste Mal gepumpt, "stolze" 5ml. Ich weiß dass das nichts zu heißen hat, der Kleine nimmt ja zu, ER kommt also an genug Milch. Aber ich habe Sorge dass er irgendwann links komplett verweigert und dann die Menge doch nicht mehr ausreicht, genau das ist einer Freundin gerade passiert.

Was kann ich tun um diese Entwicklung aufzuhalten? Ist es notwendig dass ich zwischendrin links auch noch abpumpe?

Was ich bereits tue:
- immer zuerst links anlegen, nach ca. 4-6 Minuten will er da aber nicht mehr sondern zur anderen Seite
- Wechselstillen (jede Seite pro Stillmahlzeit ca. 3 Mal)
- "Beruhigungsstillen" und Einschlafstillen nur links (da nuckelt er zwar viel, aber auch das stimuliert doch etwas oder?)

Ich danke Dir sehr für Deine Hilfe!

LG
Animay

Re: Unterstützung beim 2. Kind nach Stillproblemen beim 1. K

Verfasst: 13.04.2016, 10:56
von Animay
... Leider ein Fehler in den Gewichtsdaten:

18.03. 2.820g Geburtsgewicht
21.03. 2.640g niedrigstes Gewicht
25.03. 2.820g
13.04. 3.370g.

LG
Animay

Re: Unterstützung beim 2. Kind nach Stillproblemen beim 1. K

Verfasst: 13.04.2016, 14:01
von pqr
Herzlichen Glückwunsch zum Baby

Re: Unterstützung beim 2. Kind nach Stillproblemen beim 1. K

Verfasst: 15.04.2016, 17:41
von SchneFiMa
Hallo Animay,

Herzlichen Glückwunsch zur Geburt! Toll, dass ihr so gut zurecht kommt.

Ich melde mich heute Abend oder morgen Vormittag ausführlicher bei dir.

Viele Grüße von SchneFiMa
ModTeam Stillberatung

Re: Unterstützung beim 2. Kind nach Stillproblemen beim 1. K

Verfasst: 16.04.2016, 22:36
von SchneFiMa
Hallo Animay
Animay hat geschrieben: da bin ich, wenn auch mit reichlich Verspätung. Unser Sohn wurde am 18.03. fünf Tage nach Termin geboren. Im Gegensatz zur ersten Geburt lief es diesmal alles ohne Komplikationen und vor allem ohne jegliche Medikamente, der Stillstart lief auch gut.

Meine Nachsorgehebamme ist überzeugt dass die gute Geburt verantwortlich für den guten Start war. Ich selbst war aber ja auch besser vorbereitet, keine 5 Minuten nach der Geburt hat der Kleine das erste Mal gestillt :) Die Gewichtsabnahme lag bei 6-7 Prozent und dann ging es aufwärts, das Geburtsgewicht hatte der Kleine bereits nach 8 Tagen erreicht :D. Ich wiege ihn täglich unter gleichen Bedingungen und habe deshalb alle Daten hier, aber ich glaube die brauchst Du gar nicht. Hier mal die Eckpfeiler:

18.03. 2.820g Geburtsgewicht
21.03. 2.640g niedrigstes Gewicht
31.03. 2.820g
13.04. 3.370g.

So richtig glauben kann ich das alles immernoch nicht und bin jeden Morgen etwas gespannt, aber er nimmt wirklich einfach so, nur mit meiner Muttermilch, ganz brav zu! Ausscheidungen hat er auch reichlich und wir stillen ca. 10-11 Mal am Tag. Klingt also alles recht normal. Anfangs war er etwas gelb, da hab ich ihn spätestens nach 2,75 Stunden langsam geweckt, damit er nach 3h definitiv wach zum Stillen ist. Als die Haut wieder rosig war meinte die Hebamme dass wir ihm ab jetzt vertrauen und ihn den Rhythmus vorgeben lassen sollen, er ist fit und nimmt zu, wenn er schläft sollen wir die Zeit genießen und darauf vertrauen dass er satt ist. Seitdem meldet er sich alle 2-4 Stunden.

Ist somit auch aus Deiner Sicht alles soweit in Ordnung?
Euer Start klingt sehr gut, du kannst stillen und dein Baby nimmt gut zu. Die Stillhäufigkeit ist super.
18.03. 2.820g Geburtsgewicht
21.03. 2.640g niedrigstes Gewicht
25.03. 2.820g
13.04. 3.370g.
Dein Baby hat in den ersten Wochen gut zugenommen und es liegt im durchschnittlichen Bereich der wöchentlichen Zunahme (nach WHO) von 170-330 Gramm.
Ein Problem gibt es aktuell dennoch:
Ich wurde ja an der linken Brust mit 18 Jahren operiert, konnte dort jedoch trotzdem stillen. Beim Abpumpen bei meiner Tochter waren die Mengen links und rechts praktisch identisch, beim Stillen war die naturbelassene Brust zwar der Favorit meiner Tochter, aber sie hat auch links akzeptiert. Wenn ich ausstreiche, dann sehe ich links 1-3 Strahlen und rechts 4-6, ich wäre als Baby also auch Fan der rechten Brust ;).
Nun habe ich seit gut einer Woche das Gefühl, dass der Kleine zunehmend keine Lust auf die linke Brust hat. Ich lege ihn immer zuerst links an, aber er nuckelt mehr als alles andere und dockt auch viel schneller wieder ab als rechts. Ich höre ihn zwar auch schlucken, aber während es rechts ein reines "gluck-gluck-gluck" ist, ist es links nur alle paar Sekunden ein Schluckgeräusch.
Ich merke bereits dass die rechte Brust deutlich schwerer ist als die linke, optisch ist es aber noch nicht so sehr zu sehen. Ich kann aus der linken Brust aber nach dem Stillen auch kaum etwas ausstreichen, rechts ohne Probleme. Heute habe ich schweren Herzens meine Medela Swing wieder rausgekramt und gerade das erste Mal gepumpt, "stolze" 5ml. Ich weiß dass das nichts zu heißen hat, der Kleine nimmt ja zu, ER kommt also an genug Milch. Aber ich habe Sorge dass er irgendwann links komplett verweigert und dann die Menge doch nicht mehr ausreicht, genau das ist einer Freundin gerade passiert.

Was kann ich tun um diese Entwicklung aufzuhalten? Ist es notwendig dass ich zwischendrin links auch noch abpumpe?

Was ich bereits tue:
- immer zuerst links anlegen, nach ca. 4-6 Minuten will er da aber nicht mehr sondern zur anderen Seite
- Wechselstillen (jede Seite pro Stillmahlzeit ca. 3 Mal)
- "Beruhigungsstillen" und Einschlafstillen nur links (da nuckelt er zwar viel, aber auch das stimuliert doch etwas oder?)

Ich danke Dir sehr für Deine Hilfe!

LG
Animay
Du machst das alles richtig. Jedes Anlegen auf der linken Seite regt die Milchproduktion an.

Wiegst du denn jetzt täglich, oder nur mit der Hebamme?

Viele Grüße von SchneFiMa
ModTeam Stillberatung

Re: Unterstützung beim 2. Kind nach Stillproblemen beim 1. K

Verfasst: 18.04.2016, 21:41
von Animay
Hallo SchneFiMa,

ich habe eine eigene Waage von S*oehnle und wiege ihn täglich gegen 6 Uhr nackt nach dem Stillen. Vermutlich würde bei der aktuellen Entwicklung das Wiegen durch die Hebamme reichen, fragst Du deshalb? Ich fühle mich mit täglichem Wiegen besser. ich habe durch Julia/dieses Forum gelernt, dass Einzelwerte nicht allzu aussagekräftig sind und die Hebamme wiegt ja nur alle paar Tage. Würde sie zufällig an einem Tag wiegen, an dem der Kleine besonders oft Stuhlgang hatte und dann auch noch vor dem Stillen während das letzte mal direkt nach dem stillen war, dann würde das Messergebnis mit Pech eine niedrige Zunahme suggerieren. Ich wüsste in dem Moment zwar vom Verstand her, dass all diese Faktoren das Ergebnis beeinflussen, aber ich wäre trotzdem bis zum nächsten Wiegen angespannt.

Die Sache mit der Lieblings-Seite ist irgendwie tagesformabhängig. Mal nimmt er links ziemlich gut, mal weniger. Ich versuche gelassen zu bleiben und weiterhin hartnäckig auch mit der unliebsamen Seite zu stillen.

LG
Animay