Meine Hebamme war heute früh da, hat sich die Brüste angeschaut. Die linke (erste) ist immer noch ein bisschen verhärtet, aber das geht jetzt deutlich zurück und ist nicht mehr gerötet - ich denke, das ist eher nur noch Gewebeschwellung. Stillen über Kopf im 4-Füssler klappt gut. Und rechts ist der Stau zum Glück kleiner als er links war und ist innen unten, so dass das Kinn bequem in Wiegenhaltung an der richtigen Stelle ist.
Ich bleib jetzt bis Sonntag im Bett, egal wie's mir geht. Ich glaub mein ganzer Hormonhaushalt ist total durcheinander. Cortisol, Prolaktin, Oxytocin... ist ja auch alles wichtig zur Regulation des Schlaf-Wach-Rhythmus, ich hab das Gefühl 3 Nächte fast durchgemacht zu haben. Dann noch das Fieber... dicke Party in meiner Hypophyse.
Ich habe Mira halt nach wie vor auch viel zum nuckeln an der Brust... zum Einschlafen, oder dran weiterschlafen. Außerdem braucht sie es oft, wenn wir rausgehen... Ohne Brust mag sie nicht in der Trage sein, es sei denn, sie hat sich dort in festen Schlaf genuckelt. Bei Maya war das nonnutritive Saugen nie ein Problem für meine Brust, die war immer weich.
Gestern meinte eine Freundin zu mir, sie habe ihre Tochter (knapp 1) jetzt abgestillt, weil die fast nur noch genuckelt und kaum mehr getrunken hat und sie darum einen Milchstau nach dem anderen hatte.
Gibt es da einen Zusammenhang?
Immerhin glaube ich, ich habe jetzt verstanden, was da beim Milchstau eigentlich passiert.
Ich dachte, sobald hohes Fieber dazu kommt, spricht man von einer Mastitis. Aber der Stau an sich kann ja "steriles" Fieber machen, weil Eiweißbestandteile von der Milch ins Blut übergehen und vom Immunsystem als dort nicht hingehörig erkannt werden und eine Entzündungskaskade losgetreten wird. In das durch den Stau vorgeschädigte Gewebe kann sich, vor allem wenn es eine Eintrittspforte für Erreger gibt, zB wunde Brustwarzen, dann leichter ne "richtige" (bakterielle) Entzündung setzen und das ist dann die Mastitis.Ist das so richtig, Teazer?