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Re: katastrophale Kita-Eingewöhnung - Stillen schuld?

Verfasst: 07.09.2015, 16:52
von Seelentattoo
Ich habe meinem Zwerg durch die ersten beiden Kita Jahre und drei Eingewöhnungen gestillt (eine bei der tamu ging schief).in der ersten Kita wollten die Erzieher mir auch immer erzählen, dass es am stillen liegt, aber das habe ich immer bezweifelt, das hat die Natur so vorgesehen, dann ist es auch gut.
Unsere umstände heutzutage sind doch das Problem, nicht die Kinder und ihre Vorlieben!
Menschen, die mir sowas erzählen wollen, nehme ich nicht ernst.

Von der Kita finde ich es organisatorisch auch sehr schlecht, so viele Kinder gleichzeitig mit zu wenig Personal einzugewöhnen. Und dann ist die Gruppe deines Kindes ja wirklich groß. Bei uns war bei u3 die Gruppe nie größer als 10. klar das deine kleine da überfordert ist. Das braucht dann seine zeit. Bis ein Kind richtig ankommt, dauert es unter Umständen auch Monate, nicht Wochen.
Da muss dann wohl weiter der papa ran, auch wenn es gerade ungünstig ist, aber sie einfach weinen lassen, wollt ih ja auch nicht...
Euch alles Gute!

Re: katastrophale Kita-Eingewöhnung - Stillen schuld?

Verfasst: 07.09.2015, 18:34
von Käferli
Hui, ich hab ja vor meiner letzten Antwort ein paar Beiträge übersehen.

Die Erzieher sagen überhaupt nichts gegen das Stillen. Würden sie nie machen. Ganz im Gegenteil, in unserer Kita wird immer von den Erziehern betont, dass zu Hause möglichst alles so beibehalten werden soll wie es ist, weil die Eingewöhnung an sich schon Stress genug für die Kinder ist. Unsere Bezugserzieherin fand es gut, dass wir auch als ich noch zu Hause war, mal versucht haben die Kleine mittags anders als mit Stillen zum schlafen zu bekommen, aber gefordert wird sowas nicht. Diese 4-6 Wochen sind so Erfahrungswerte der Erzieher. Es gab auch schon andere Kinder, die sehr lange brauchten dort und andere Kinder (wie unseren Großen), die nicht mal die 10 Tage brauchen. Aber so einen Härtefall wie meine Kleine hatten sie wohl auch noch nicht oder zumindest selten.

Es wird auch immer versucht während der Eingewöhnung dem Kind eher Freiraum zu geben. Am Anfang ist der Bezugserzieher einfach immer in der Nähe, greift aber noch nicht ein sondern lässt die Eltern machen wenn was ist. Es geht dann erst mal nur darum das Kind an die Gegenwart des Erziehers zu gewöhnen und nach ein paar Tagen wird dann eben mal versucht, dass der Erzieher dem Kind Hilfe anbietet, wenn es Hilfe braucht oder es wird gemeinsam gespielt. Aber die Kleine blockt das total ab. Oft sogar wenn wir dabei sind.

Die, die meinen, dass es wohl mit dem Stillen zusammen hängt sind hauptsächlich meine Mutter und einige Leute ihrer Generation (wie auch die Stillschwester), die da einfach ähnliche Ansichten haben. Bisher konnte ich das immer gut von mir abprallen lassen, aber grad heute drängten sich dann schon die Gedanken auf ob sie wohl recht haben.

Wie gesagt, mit dem Papa geht's ihr super. Wenn ich nach der Arbeit nach Hause komme lächelt sie mich an und freut sich. Sie fordert dann das Stillen nicht aktiv ein, freut sich aber riesig, wenn ich sie frage, ob sie Milch trinken will oder das Babyzeichen dafür mache. Sie kuschelt sich dann an mich und träumt erst mal vor sich hin. Ich hätte gedacht - bevor ich anfing zu arbeiten - dass sie sich regelrecht auf mich stürzen würde, aber ich glaube die Hauptsache dabei ist für sie kuscheln und die Milch ist ein Bonus. Ich erlebe sie hier zu Hause sehr ausgeglichen, abgesehen davon, dass sie eben immer dabei sein will. Aber in der Kita geht's halt nicht.

Und es wurde ja wie gesagt in der Kita schon thematisiert. Der stellv. Leiter mit dem ich heute gesprochen habe, war sofort im Bilde und hat, als ich vorgeschlagen habe eben einfach noch mal von Anfang an zu starten (also Papa mit da bleiben zu lassen) nur gefragt, ob es denn für uns zeitlich möglich ist (in der Regel müssen ja beide Eltern wieder arbeiten) und meinte dann es sollte kein Problem sein und er bespricht es mit den Erziehern aus dem Krippenbereich während der Teamsitzung heute Abend. Die machen sich ja auch Gedanken, wenn es einem Kind SO schlecht geht.

Normalerweise ist da nicht so ein Trubel bei der Eingewöhnung. Unsere Kita nimmt über das Jahr laufend neue Kinder, wenn ein Platz frei ist. Im Sommer ist eben das "Problem" der Einschulung. Dadurch kommt es zu einem großen Wechsel und es werden auf einen Schlag viele Plätze auf ein mal in der Krippe frei. Wäre sie ein paar Monate später oder früher geboren, wäre sie vielleicht das einzige Eingewöhnungskind zu dem Zeitpunkt gewesen. Für die Erzieher ist es auch keine schöne Situation so. Aber was sollen sie machen, die Kita braucht auch das Geld und kann nicht einfach Plätze über Wochen unbesetzt lassen nur um nicht so viele auf ein mal zu haben. Es ist ja auch eine von der Stadt finanzierte Kita.

Eigentlich sind wir sehr zufrieden mit der Kita. Das ganze Konzept und die Angebote für die Kinder sind toll und auch die Erzieher sind durchweg total lieb. Es ist eben jetzt grad eine blöde Zeit.

Wir werden es dann jetzt wahrscheinlich, wenn die Kita zustimmt, wirklich so machen, dass der Papa bis auf weiteres mit ihr zusammen da bleibt. Und damit er dann auch etwas Zeit für seine Sachen hat, werde ich dann nachmittags die Kinder allein betreuen. Da sind wir meistens sowieso mit der besten Freundin unseres Großen und ihren Eltern unterwegs und dann hat er die Wohnung für sich, für etwa 2 Stunden. Dann sehen wir uns zwar noch weniger, aber es ist ja hoffentlich nur für ein paar Wochen.

Re: katastrophale Kita-Eingewöhnung - Stillen schuld?

Verfasst: 07.09.2015, 20:16
von RamblerRose
Hyndla hat geschrieben: Meine Große war/ist auch so. Unsere Kiga-Eingewöhnung dauerte 2 Monate - und da war sie bereits über 3 Jahre alt.

Ich drück euch die Daumen, dass ihr es doch noch schafft, eure Kleine ihrem Tempo entsprechend einzugewöhnen. Udn wie gesagt, am Stillen liegt es nicht. Wenn das jetzt auch noch wegfallen würde, würde für deine Tochter ja noch mehr ihrer Welt zusammenbrechen. Und still sie ruhig zum Einschlafen und zum Trösten, das wird sie definitv nicht ihr Leben lang brauchen und verlangen :wink: . Aber halt jetzt noch...

Alles Gute Euch!
Ich zitier das mal und biete 3 Monate Eingewöhnung. Auch ein gestilltes Kleinkind ( allerdings hab ich das mit dem Stillen nirgendwo erwähnt, da konnte mir keiner den Buhmann zuschieben).
Die enge Bindung zur Mama ist sicher ein "Problem", anders als Übergangsobjekte, wie Schnuller, Schnuffeltuch, etc kann die Mama halt nicht da bleiben. Die Bindung liegt aber nicht ausschließlich am Stillen (obwohl es das sicher gefördert hat) und kann und soll ja auch nicht gebrochen werden. So ein tiefes Vertrauen muss sich nun von den Erzieherinner erarbeitet werden. Wenn ihr etwas Zeit nehmen könnt, macht langsam weiter. Bei uns gab es eine lange "Stagnationsphase" in der er ca 2h täglich da war, aber sich immer sehr viel Rückversicherung bei seiner Erzieherin holen musste, was eben den ganzen Tag nicht zu leisten war. Inzwischen marschiert er gern und fröhlich in den Gruppenraum, auch nach den Ferien. Wir Eltern sind dann abgemeldet. Achso, wir stillen immer noch auch nach 5 Monaten Kita.

Re: katastrophale Kita-Eingewöhnung - Stillen schuld?

Verfasst: 07.09.2015, 20:22
von Tweety2606
Nur kurz vom Handy... In Krümels Gruppe gab es auch einen großen Umbruch, vor den Sommerferien sind drei Kinder in den KiGa gewechselt, auf einmal. Und im Juni ging bereits ein weiteres Kind. Jetzt sind in der Gruppe fünf Plätze frei und die neuen Kinder kommen nach und nach. Im September sind es zwei, das erste ist schon in der Eingewöhnung, und es sind drei Erzieherinnen auf aktuell fünf Kinder, bzw. jetzt sechs. Und Bedarf an Plätzen ist da, das weiß ich von zwei Bekannten, die auf der Warteliste stehen.

Re: katastrophale Kita-Eingewöhnung - Stillen schuld?

Verfasst: 07.09.2015, 20:29
von Käferli
Was vielleicht auch zum Problem beiträgt : Sie hängt auch sehr an ihrem Bruder. Der ist zwar schon in der nächsten Gruppe, diese spielt aber auf dem selben Hof wie die Krippengruppe. Das lässt sich nicht vermeiden. In der Zeit als ich noch mit da blieb, haben sie versucht mit den größeren Kindern um die Ecke außer Sicht zu bleiben, weil der Große nicht damit zurecht kam, dass ich mit in der Kita war und dann irgendwann doch ohne ihn gegangen bin. Es können aber nicht 18 Kinder dauerhaft von ihrem eigentlichen Spielort ferngehalten werden nur damit Bruder und Schwester sich nicht über den Weg laufen. Wenn sie ihn dann sieht und er mit ihr spielt ist die Welt in Ordnung. Wenn er nicht mit ihr spielen will oder weg geht, fängt sie auch wieder an zu weinen. Sie hat dann also auch wenn wir weg sind immer wieder kleine Trennungen. Außerdem ist sie es auch gewöhnt, dass die großen Kinder um sie sind. Nachmittags treffen wir uns fast jeden Tag mit der besten Freundin vom Großen und oft noch ein bis zwei anderen Kindern diesen Alters. Spielen mit Kindern in ihrem Alter kennt sie nicht.

Ich hab echt nicht mit solchen Problemen gerechnet. Sie hat in letzter Zeit zu Hause immer so gewirkt als wäre ihr langweilig, war ständig am nörgeln. Wenn wir dann raus gegangen sind war die Welt wieder in Ordnung. Ich hab echt gedacht sie wird sich freuen wenn es mit der kita los geht und hat Spaß dort. Dass es mit ihr nicht so einfach wird wie mit dem großen, damit haben wir gerechnet, weil sie viel anhänglicher ist, aber dass es so schlimm wird, damit habe ich nicht gerechnet.

Edit, weil ich es grad in der vorschau sehe: eine ersatzberuhigung wie schnuller oder so hat sie nicht. Sie interessiert sich nicht für kuscheltiere und sonstiges. Generell sind spielsachen immer nur kurz interessant und dann erst mal wieder was anderes. Schnuller wollte sie anfangs nicht und irgendwann haben wir aufgehört es zu versuchen. Manchmal schnappt sie sich die, die der große zum schlafen hat und klemmt sie sich zwischen die Zähne. Dass man daran nuckelt hat sie wohl noch nicht erkannt. Ich will ihr aber eigentlich auch ungern jetzt noch einen Schnuller angewöhnen . Sie lernt schnell und ich denke es würde nicht lange dauern bis sie begreift wie die teile eigentlich funktionieren. Oder was meint ihr, sollten wir es versuchen und dann eben konsequent nur für die Kita? Eigentlich versuchen sie dort aus hygienischen gründen den kindern schnell den schnuller abzugewöhnen (nie mit zwang) aber in ihrem fall würden sie bestimmt eher befürworten, dass sie den behält wenn es ihr hilft.

Re: katastrophale Kita-Eingewöhnung - Stillen schuld?

Verfasst: 08.09.2015, 09:37
von Katinka5
Hallo Käferli,

erstmal: fühl dich gedrückt, wenn du magst!!! Ich hab ähnliches mitgemacht und vielleicht helfen meine Erfahrungen, dass du die Schuld nicht bei dir suchst!

Als meine Kleine 1 Jahr alt war, haben wir versucht, sie bei einer Tagesmutter einzugewöhnen, was komplett gescheitert ist. Entgegen ursprünglicher Abmachungen, hieß Eingewöhnung für sie, dass sie anruft, wenn das Kind weint, Eltern wollte sie nicht da haben, stören sie in ihrem Ablauf. Ich war so naiv, das trotzdem zu versuchen, Ende vom Lied: meine Maus war so traumatisiert, dass ich wegen ihres Verhaltens zum Kinderarzt bin, der eine leichte Angststörung diagnostizierte. Nach 4 Wochen hab ich das Ganze also abgebrochen und ihre kleine Seele wurde durch viel Zuwendung wieder heile. Tagesmutter meinte damals, sie hätte das noch nie so erlebt, was durchaus als Kritik an uns als Eltern zu verstehen war :evil:
Im August fing dann jetzt die Eingewöhnung in unserer Wunsch-Kita an, die einen sehr guten Ruf hier hat und immer 3-4 Kinder pro Erzieherin. Es hat wie im Lehrbuch geklappt, nach einer Woche hat die Kleine ohne weiteres sogar dort geschlafen. Klar, wenn ich sie um 3 abhole hat sie auch genug und will nach Hause, aber morgens tippelt sie schon voller Freude mit den Füßen vor der Tür und stürmt den Laden wenn diese sich öffnet :).

Die Situation zu Hause ist aber die gleiche wie damals im Mai bei der TaMu: wir haben keine Familie, d.h. das Kind ist nur an mich und meinen Mann gebunden, ich stille, wir schlafen im Familienbett. Alles Dinge, die durchaus auch von einigen Erzieherinnen in der Kita kritisch gesehen werden. Aber da es trotz gleicher Voraussetzungen so unterschiedlich gelaufen ist, sehe ich mich bestätigt, dass Stillen und enge Eltern-Kind-Bindung NICHTS mit dem Verlauf einer Eingewöhnung zu tun haben. Im Gegebteil: nur sicher gebundene Kinder sind selbstbewusst genug, loslassen zu können. Ich glaube, euer Schatz braucht vielleicht einfach Zeit. Bei unserer Kleinen hat man auch gemerkt, dass sie irgendwann verstanden hatte, dass Mama bzw Papa IMMER wieder kommt. Seitdem ist sie sogar morgens beim Abschied total tiefenentspannt :wink:

Ich glaube, Erfolg oder Scheitern hängen hier einfach mit der Reife des Kindes und der Chemie zur Bezugserzieherin zusammen. Es gibt auch Fälle, da wird die ursprüngliche Bezugserzieherin eine zeitlang abgelehnt, weil sie diejenige ist, die einen von Papa/Mama "losreisst", war hier auch ein paar Tage so, dann war wieder alles gut. Macht also ruhig diesen Neuanfang, auch wenn dein Mann unter Zeitdruck steht...ich denke, langfristig wird es sich auszahlen.
Und merke: es gibt keine ZU gute Mutter-Kind-Bindung!!!! Freu dich, dass dein Kind so eng an dich gebunden ist, das ist ein Schatz fürs ganze Leben für euch beide, du machst NICHTS falsch durch Stillen etc!!! Im Gegenteil: ihr in dieser Situation auch noch das Stillen zu nehmen, DAS würde wirklich Überforderung bedeuten!!!
Liebe Grüße und viel Kraft für euch, das wird schon!!!

Re: katastrophale Kita-Eingewöhnung - Stillen schuld?

Verfasst: 08.09.2015, 15:26
von Dorja
Ich laß das zitieren, unterschreib aber dick bei KatinkaS: Es gibt keine zu enge/ gute Mutter-Kind-Bindung!
Ich drück die Daumen und schick Euch ein bißchen Gelassenheit, das wird schon!
LG Dorja

Re: katastrophale Kita-Eingewöhnung - Stillen schuld?

Verfasst: 08.09.2015, 20:12
von RamblerRose
Käferli hat geschrieben: Ich hab echt nicht mit solchen Problemen gerechnet. Sie hat in letzter Zeit zu Hause immer so gewirkt als wäre ihr langweilig, war ständig am nörgeln. Wenn wir dann raus gegangen sind war die Welt wieder in Ordnung. Ich hab echt gedacht sie wird sich freuen wenn es mit der kita los geht und hat Spaß dort. Dass es mit ihr nicht so einfach wird wie mit dem großen, damit haben wir gerechnet, weil sie viel anhänglicher ist, aber dass es so schlimm wird, damit habe ich nicht gerechnet.
Ich finde, das was Du schreibst nicht schlimm, es ist verständlich und "normal" Angesichts der Umstände, von denen Du schreibst, anhängliches Kind, immer wieder Trennung vom Bruder, viele Eingewöhnungen,...
Käferli hat geschrieben: Edit, weil ich es grad in der vorschau sehe: eine ersatzberuhigung wie schnuller oder so hat sie nicht. Sie interessiert sich nicht für kuscheltiere und sonstiges. Generell sind spielsachen immer nur kurz interessant und dann erst mal wieder was anderes. Schnuller wollte sie anfangs nicht und irgendwann haben wir aufgehört es zu versuchen. Manchmal schnappt sie sich die, die der große zum schlafen hat und klemmt sie sich zwischen die Zähne. Dass man daran nuckelt hat sie wohl noch nicht erkannt. Ich will ihr aber eigentlich auch ungern jetzt noch einen Schnuller angewöhnen . Sie lernt schnell und ich denke es würde nicht lange dauern bis sie begreift wie die teile eigentlich funktionieren. Oder was meint ihr, sollten wir es versuchen und dann eben konsequent nur für die Kita? Eigentlich versuchen sie dort aus hygienischen gründen den kindern schnell den schnuller abzugewöhnen (nie mit zwang) aber in ihrem fall würden sie bestimmt eher befürworten, dass sie den behält wenn es ihr hilft.
Ich würd das nicht für die Kita einführen. Unser Sohn hat auch keinen Schnuller. Ein Schnuffeltuch zum Schlafen hat er mitbekommen, das war ihm aber so wurscht wie sonstwas. Ich wollte nur zeigen, was auch ein Faktor bei Kindern die sich leicht eingewöhnen sein kann. Ich finde eine Interaktion mit Mama/Erzieherin zum Trösten auch schöner als allein am Schnuller nuckeln. Es mag ja Kinder geben, die das wollen und brauchen, aber ein Kind das nie einen Schnuller/Schnuffeltuch wollte, da kann ich mir nicht vorstellen, dass es da etwas bringt.

Re: katastrophale Kita-Eingewöhnung - Stillen schuld?

Verfasst: 08.09.2015, 21:06
von Käferli
Wir haben morgen nachmittag einen Gesprächstermin mit der Erzieherin und dem stellvertretenden Leiter und wollen besprechen wie es weiter gehen soll. Ich bin gespannt was dabei rauskommt. Ist alles so widersprüchlich. Bei dem stellv. Leiter hörte es sich gestern total krass an, die Erzieherin hat heute zum Papa gesagt, dass nur das Essen und trinken ein Problem ist und es sonst eigentlich geht, besonders wenn sie draußen spielen. Der Papa blieb dann deshalb heute nicht mit da, sondern hat sie wie gehabt vor dem Mittag abgeholt. Außerdem haben wir heute mal ihre Trinkflasche, die wir für unterwegs haben, mitgegeben und da hat sie wohl draus getrunken. Keine Ahnung warum sie da nicht aus Bechern trinkt, zu Hause macht sie das mit großer Begeisterung. Leider dürfen wir diese Flasche nun nicht mehr mitgeben, weil den Erziehern aufgefallen ist, dass sie aus Glas ist (Emil). Ich hab jetzt eine Edelstahl-Flasche bestellt und hoffe, dass sie die genauso gut annimmt.

Das sie sich später einen anderen Bezugserzieher aussucht ist gut möglich und von seiten der kita auch völlig unproblematisch. Der Bezugserzieher ist eben der-/diejenige, die Ansprechpartner im bezug auf das kind ist wenn es um elterngespräche und die pädagogischen Beobachtungen gibt. Und es ist dann eben der, der während der Eingewöhnung Zugang zum Kind sucht. Ansonsten kümmert sich da jeder um jeden. Und wenn ein Kind mal zum trösten oder so nach einem bestimmten Erzieher verlangt, der nicht der eigentliche Bezugserzieher ist, dann sagt da trotzdem keiner nein sondern dann tröstet der den das kind will. Die erzieherin versucht auch schon die kleine an den Erzieher in der gruppe zu gewöhnen, weil die Kleine ihn wohl ganz gern mag und er sich dann hin und wieder um sie kümmern kann wenn die andere sich grad nicht kümmern kann (sie hat nämlich letzten Montag das nächste eingewöhnungskind bekommen).

Manchmal überlege ich aber doch,ob es vielleicht einfach an unserer erzieherin liegt ich mag sie sehr gern und sie war ja wie gesagt schon bei unserem sohn für die Eingewöhnung zuständig (u.a. deshalb hatten wir auch diesss mal um sie gebeten), aber auch der hat sich damals nach ein paar wochen eher an eine andere erzieherin gehangen. Unsere ist in meinem alter (ich glaube sogar 2-3 jahre jünger ) und die, die unser Sohn schon gern mochte (die Kleine mag sie auch ganz gern, aber noch lieber den erzieher) ist schon etwas älter, ich glaube sogar schon relativ nah vor der rente. Die ist auch eigentlich ganz nett, aber ich finde sie manchmal zu barsch im Umgang mit den Kindern, aber das scheint die gar nicht zu stören, denn viele der kinder hängen total an ihr.

Ich bin gespannt auf das Gespräch morgen und hoffe dann auch mal Klarheit zu bekommen wie schlimm es nun wirklich ist. Ich hoffe halt auch, dass die erzieherin es nicht runter spielt, nur damit wir uns nicht so viele Sorgen machen.

Re: katastrophale Kita-Eingewöhnung - Stillen schuld?

Verfasst: 09.09.2015, 09:38
von Katinka5
Ich wünsche euch alles Gute für das Gespräch! Tritt einfach selbstbewusst auf, denn dazu hast du allen Grund als Mutter :) Ich würde diese Schnuffeltuch-Sache auch nicht zu sehr forcieren, manchen Kindern ist das einfach nix. Hier gabs auch noch nie einen Schnuller und erst so ganz allmählich entwickelt die Kleine Interesse an Stofftieren. Sie hat eines, das sie zu Hause immer gefüttert hat, deshalb kommt das jetzt immer mit und laut Erzieher kuschelt sie sich zum schlafen manchmal dran. Die "Bindung" ist allerdings nicht sehr eng, so verbleibt besagtes Stofftier unter der Woche z.B. in der Kita und wird zu Hause nicht vermisst...es werden einfach andere Kandidaten gefüttert :lol:
Was ich noch sagen wollte ist, dass mein Mann und ich beide Eingewöhnung gemacht haben und gerade am Anfang hat es bei meinem Mann viel besser geklappt. Ein Grund mehr, warum ich mir vorstellen kann, dass der Neustart mit deinem Mann bestimmt gut verlaufen wird!!
Berichte uns doch mal vom Gespräch, ihr findet bestimmt gemeinsam eine Lösung!!! GLG!