Also ich mag dich mal solidarisch drücken.
Ich bin zwar nicht schwanger, aber ich würde gerne bald wieder, aber für mich ist eine gedankliche Voraussetzung, dass ich erstmal nachts abgestillt haben will, bevor ich schwanger werde, weil ich mir einfach den Stress nicht geben will, das dann schwanger zu machen.
Mein Sohn ist schon zwei und hier gibt es auch fürchterlichen Widerstand. Allerdings habe ich vor 3 Monaten schonmal einen ersten Versuch gestartet mit abstillen und da war es VIEL schlimmer!!! Ich glaube, dass Kinder mit der Zeit auch immer verständiger werden und sich Argumente eher annehmen. Ist hier auf jeden Fall so. Ich habe mich nun entschlossen, dass stillen irgendwie langsam auszuschleichen. Ich habe meinem Sohn gesagt, dass die "Bubi" nachts schlafen möchte und wir fahren jetzt so ein vier Schritte Programm. 1. Stillen solange er mag, aber dann abdocken und ihn in sein Bett (Beistellbett) und unter seine Decke legen, dass er allein einschlafen muss. Schon das war nicht einfach, aber noch 1-2 Wochen hatte sich das etabliert. 2. Nun sind wir gerade dabei ihn daran zu gewöhnen, dass es nur noch kurz Bubi gibt. Ich schaue auf die Uhr (bzw. nachts im Halbschlaf und Halbliegen zähle ich langsam bis... xy) und gebe ihm jede Seite so eine halbe Minute. Ich sage ihm das auch so. "Du kannst kurz beide Bubis haben, aber dann will die Bubi wieder schlafen". Ich hoffe, dass er durch das wenige trinken nicht mehr so oft wegen voller Blase wach wird und dass er seinen Kalorienbedarf eher am Tag deckt. Je weniger er nachts stillen darf, desto großzügiger bin ich tagsüber und sage ihm das auch nachts als kleinen Trost. Wenn sich dieses Kurzstillen etabliert hat, wollen wir die Stillmahlzeit mitten in der Nacht auslassen (also gar nicht mehr stillen von 23Uhr, wenn wir ins Bett gehen bis morgens um 5 oder 6, damit wir Schlaf finden. Dann gibt es also nur noch Einschlaf- und Wachwerde-Stillen und kurz stillen solange ich noch wach, noch nicht im Bett bin (wenn er um 22Uhr wach wird). Und dann will ich ganz abstillen und auch nach und nach andere Einschalfhilfen lassen (im Arm einschlafen lassen).
Wir lassen uns jetzt viel Zeit, machen es schrittweise und erklären das auch vor dem Einschlafen und nachts. Wenn er weint und brüllt, trage ich ihn beruhigend ein wenig und sage, dass ich seine Traurigkeit verstehen kann und dass ich über den Still-Abschied nachts auch traurig bin. Und dann gehe ich wieder mit ihm ins Bett. Wir gehen erst einen Schritt weiter, wenn sich der vorige Schritt gut etabliert hat.
Und zu guter Letzt: es kann bei jedem Kind anders laufen. Meiner Großen habe ich mir 1,5 den Schnuller "abgewöhnt", indem ich ihr sagte "Oh der ist gar nicht mehr bei uns. Schläfste halt ohne ein." und als sie zwei war, habe ich ihr nachts einfach gesagt "Du, die Bubi will schlafen, du kannst Wasser trinken!" und sie sagte "Nein, dann nichts" und schlief allein ein und ich hatte Nachts abgestillt.

So einfach kann es auch gehen - vielleicht beruhigt das deinen Mann
