hier nun also endlich der Schwung Infos für die Stillberatung - angelehnt an das vorgegebene Set an Fragen:
Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Fläschchen, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Ja, unser Baby wird seit Beginn der fünften Woche zugefüttert. Zwei Tage vorsichtig zu Hause. Dann Aufenthalt in der Kinderklinik (weil unser Kind in den ersten Wochen nicht zunahm) in der Mitte der 5. Woche. Seither wird im Prinzip komplett zugefüttert. Unser Kind bekommt Pre (Hipp Combiotik, in der Klinik für 3-4 Tage Aptamil) und zusätzlich etwas abgepumpte Milch.
Die Menge der Pre-Milch prp Tag variiert von ca. 670-970 ml pro Tag, meistes liegt die Menge im Moment zwischen 670 und 800 ml.
Die Anzahl der Mahlzeiten (Stillen + Zufüttern) schwankt zwischen ca. 6 und 14 mal, die letzten paar wenigen Tage eher im oberen Bereich der Häufigkeit - es sind wegen des vermehrten Einsaztes des BES eher mehr und kleinere Mahlzeiten geworden.
Die Menge der pro Tag insgesamt abgepumpten Muttermilch lag bislang bei etwa 55 bis 270 ml und variiert aktuell zwischen ca. 100 und 200 ml. (Es gab auch einmal eine Menge von 230 und einmal von 270, meistens liegt die Menge zwischen 110 und 160 ml). Seit Beginn der 5. Woche Einnahme von etwa 2-3x tägl. 3 Bockshornklee-Kapseln (Pandalis).
Das Zufüttern der Milch erfolgte zunächst mit (in der Kinderklinik üblichen) Nuk-Babyflasche. Später mit von dem Hebamme empfohlene Medela-Calma.
Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen? Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Üblicherweise wird bei den meisten Mahlzeiten vorher gestillt. Im Schnitt 5-12 mal täglich für ca. (insgesamt, inkl. BES-Einsatz) 5-40 Minuten (die langen Zeiten beim BES-Einsatz). Es variiert aber sehr.
... das alles ist aber irgendwie auch manchmal schwierig zu unterscheiden, was „Stillen“ und was „Nuckeln“ ist - wir zählen also auch das Nuckeln meistens bereits mit dazu.
Allerdings war das Stillen häufig mal und im Moment auch wieder teilweise etwas sporadisch, weil wir uns z.B. zunächst auf das Abgewöhnen des Stillhütchens und später auf das Üben mit dem BES konzentriert haben. Wenn wir unser Baby dann an bestimmten Stellen nicht so quälen wollten, haben wir das Stillen abgebrochen und sind zur Flasche gewechselt. Bei manchen Mahlzeiten (auswärtige Termine, nachts etc.) wurde unser Sohn leider gar nicht gestillt.
Ausscheidungen: Bei ca. 6 Windeln pro Tag: Immer Pippi, meistens jedes zweite Mal Stuhlgang - an manchen Tagen sind sogar 3/4 oder (vereinzelt) alle Windeln mit Stuhl. Sollten wir möglichst auf 8 Windeln pro Tag kommen?
Schlafpausen sind teilweise unregelmäßig und im Moment zwischen etwa 30 Minuten und 4 evtl. mal 5 Stunden lang. Die längste Schlafzeit ist im Moment am Nachmittag/abends. Morgens kommt unser Sohn ab ca. 5 – 8 Uhr etwa dreimal hintereinander stündlich oder 2stündig.
Seit ca. Anfang der 5. Lebenswoche sporadischer Einsatz des BES (am Anfang mit Stillhütchen), das immer wieder (teilweise auch für mehrere Tage) ausgesetzt wurde, wenn unser Sohn zu nuckeln (kleiner Mund, fast kein Saugen, eher trinken am Schlauch wie am Strohhalm) schien. Nach Absetzen des BES scheint das Saugen an der Brust dann wieder nach 1-10 Stillsessions besser zu klappen.
In den letzten 5-6 Tagen vermehrt Einsatz des BES, weil es besser klappt. Wenn es irgendwie mit dem Schlauch nicht klappt oder unser Sohn langsam trinkt, wechseln wir noch zur Flasche.
Die Frage ist halt auch, ob unser Sohn richtig saugt. Wir haben den Eindruck, dass er beim reinen Stillen nicht so oft schluckt (zwischen: jedes 5. bis 15. Mal - mit BES schluckt er, wenn es gut läuft jedes 1.-4. Mal). Bei einem der Stilltreffs, bei dem meine Frau war, meinte eine Stillberaterin, sein Saugen sähe eigentlich nicht soo schlecht aus. Unsere Hebamme meinte das auch - sie meinte, unser Sohn wäre halt ein 'eher gemütlicher Trinker'. Seit der Medela Calma Flasche scheint unser Sohn den Mund etwas weiter zu öffnen. Die Unterlippe ist meist schon etwas 'fischmundmäßig', die Oberlippe leider eher selten.
Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Not-Kaiserschnitt. Daraufhin Trennung von Mutter und Kind für 3 Tage – Intensivstation für das Kind samt Antibiotika-Gaben. Kind soweit gesund, aber mit 48 cm und 2360 g (nach ET geboren) recht klein. Das Kind erhielt die ersten vier Tage Pre. Meine Frau hat in den ersten Tagen (sporadisch?) abgepumpt (Medela Symphony), es kam aber kein Kolostrum oder Milch. Leider erinnern wir uns nicht mehr genau an die Pumphäufigkeit. Es war aber leider nicht so oft. Vielleicht 4 mal täglich? Evtl. auch weniger. Oder mal mehr? Keine Ahnung. Das Pumpen war auch eher lang als häufig. Auf jeden Fall kam es am 4. Tag zum Milcheinschuß.
Auf überfüllter Wochenbettstation erfolgte ein hektisches erstes Anlegen mit einer Krankenschwester, was nicht auf Anhieb klappte. Die Krankenschwester griff zum Stillhütchen. Damit klappte das Stillen und wir waren zunächst froh. Seither bis zum Anfang der 5. Lebenswoche 'Vollstillen' mit Stillhütchen. Kind wurde zunehmend unruhiger und ließ sich nur mit Stillen/Nuckeln an der Brust beruhigen. Entsprechend der Empfehlung unserer Hebamme stillten wir nach Bedarf. Es gab da zu der Zeit teilweise recht lange Pausen - wenn wir uns recht erinnern. Ein Mal (oder auch öfter?) sogar z.B. 6 Stunden. Teilweise war unser Sohn aber auch längere Zeit (ca. 1-3 Std.) oder immer mal wieder so über den ganzen Tag an der Brust. Allerdings nuckelte er wohl meist eher am Stillhütchen oder 'döste'. Er war vermutlich (zunehmend?) vergleichsweise schläfrig.
Das Andocken am Stillhütchen klappte mal so mal so, war aber oft mit Frust fürs Baby verbunden, wenn das Hütchen beim Anlegen runterfiel oder sich verschoben hat und unser Baby immer wieder neu ansetzten musste. Besonders nachts kam es in den ersten Wochen manchmal vor, dass unser Kind aufwachte, schrie und nicht mehr zu wissen schien, wie das Saugen am Stillhütchen funktioniert. Immer mal wieder haben wir versucht ohne Stillhütchen anzulegen oder haben auch versucht das Stillhütchen zurückzuschneiden, was nur bis zu einem bestimmten Punkt klappte. Als unser Kind mit 2-3 Wochen immer noch Geburtsgewicht hatte, machten wir uns Sorgen und auf die Suche nach Stilltreffs etc. Mit vier einhalb Wochen gingen wir dann für 3 Tage in die Kinderklinik, weil wir uns Sorgen ums Gedeihen machten und unser Kind ständig hungrig zu sein schien. Dort wurde dann wie gesagt mit dem kompletten Zufüttern begonnen.
Der Stillstart macht uns mit am meisten Sorgen. Meine Frau hat gelesen, dass in den ersten Tagen/Wochen (Prolaktin ?-)Rezeptoren gebildet werden oder in ihrer Funktion erhalten bleiben (?) (oder so ?), wenn angemessen viel gestillt wird. Und dass in dieser Zeit offenbar die maximal zu bildende Muttermilchmenge bestimmt wird. So oder so ähnlich hatten wir das verstanden.
Könntest du dazu was schreiben? Vollstillen ist bei uns wahrscheinlich illusorisch, oder? In den ersten Tagen hat meine Frau möglicherweise zu wenig abgepumpt, Kind hat in den ersten Wochen nicht ausreichend getrunken/nicht effektiv gesaugt und zusätzlich durch das Stillhütchen die Brust nicht ausreichend stimuliert. Ausserdem sind die Abpumpmengen bei meiner Frau generell nicht groß.
Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Schnuller:
Wenn es gaar nicht anders ging: ab und zu. Seit ca. Woche 7 nach der Geburt gar nicht mehr.
Flasche:
Seit dem Aufenthalt in der Kinderklinik Flasche mit Nuk-Sauger
Seit ca. 6. Woche: Medela-Calma (leider ja auch nicht stillfreundlicher als andere
Stillhütchen:
Seit Stillbeginn (also ab Milcheinschuss) bis ca. 7.Woche, dann gar nicht mehr.
Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Bei einem Stilltreff Tipps eingeholt. Teilweise telefonische Beratung durch (IBCLC-)Stillberaterin vom Stilltreff genutzt – vor allem in der Anfangszeit (ca. 5. Woche), als wir eine Einschätzung suchten, ob wir mit Zufüttern beginnen sollen oder nicht. Sie hat anfangs auch mal die Brüste meiner Fau abgetastet. Ihrem Eindruck nach hatte sich in der Schwangerschaft (ausreichend?) Drüsengewebe gebildet.
Beim Osteopathen waren wir 2x. Nach dem ersten Mal trank unser Kind erstmalig pötzlich 20 Minuten am Stück an der Brust – ohne Stillhütchen. Bis dahin gab es bereits in den Tagen vorher einige Versuche mit einigen Saugzügen direkt an der Brust, aber nicht so lange.
Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Bei der Mutter: Normwertig eingestellte Schilddrüsenunterfunktion (Hashimoto). Einnahme von L-Thyroxin
Aus der linken Brust kommt weniger Milch: sie ist etwas kleiner und unser Sohn wurde dort tendenziell weniger angelegt, weil es ihm dort von Anfang an etwas schwerer fiel.
Ausserdem: Einnahme von Bockshornklee-Kapseln ca. 2-3 x3 Kapseln tägl. (Pandalis)
Hier noch ergänzend ein paar Eckdaten: Nicht vollständig, aber hoffentlich ausreichend genau genug für einen ersten Eindruck.
Gewichtsentwicklung:
13.1. 2360g Geburt KH
17.1. 2370g Entlassung Kinderklinik
18.1. 2360g Entlassung KH
25.1. 2385g einzige Messung Hebamme (ab hier eigene Messungen mit geliehener SECA-Waage)
8.2. 2350g
13.2. 2460g nach 2 Tagen Zufüttern und ersten BES-Einsatz, kurz vor Kinderklinik-Wochenende
16.2. 2610g bei Entlassung Kinderklinik-Wochenende, aber hier "massiv" per Nuk-Babyflasche zugefüttert.
19.2. 2800g
25.2. 3000g
8.3. 3490g
17.3. 3900g
29.3. 4330g
2.4. 4520g
Trinken und Ausscheiden (alles ca-Werte!):
28.3. 8x gestillt (darunter 8x BES-Einsatz), 4x abgepumpt (ca. 150g zusammen), 760ml zugefüttert (davon 30ml Muttermilch und 505ml mittels BES)
29.3. 9x gestillt (darunter 3x BES-Einsatz), 6x abgepumpt (ca. 200g), 980ml zugefüttert (davon 225ml Muttermilch und 250ml mittels BES)
30.3. 4x gestillt (darunter 2x BES-Einsatz), 9x abgepumpt (ca. 270g), 680ml zugefüttert (davon 300ml Muttermilch und 185ml mittels BES)
31.3. 6x gestillt (darunter 4x BES-Einsatz), 6x abgepumpt (ca. 85g), 780ml zugefüttert (davon 80ml Muttermilch und 350ml mittels BES)
1.4. 7x gestillt (darunter 5x BES-Einsatz), 6x abgepumpt (ca. 130g), 840ml zugefüttert (davon 155ml Muttermilch und 300ml mittels BES)
Ausscheidungen sind regelmäßig ca. 6 Windeln pro Tag - sämtlichst mit Pippi und mindestens die Hälfte zusätzlich mit Stuhlgang.
Ergänzend noch:
Meine Frau pumpt seit der 4. Woche ab. (Medela Symphony aus der Apotheke.) Die Pumphäufigkeit variiert leider sehr zwischen ca. 4 und 12 mal. Meist so 10-15 Minuten, manchmal auch 5, 20, 30 oder 60 Minuten. Die jeweilige Abpumpmengen (links und rechts zusammen) variieren zwischen 15 und 55 ml.
Da sollte wahrscheinlich auch systematischer vorgegangen werden, oder?
Welches Vorgehen würdest du beim Abpumpen empfehlen? Wie häufig, wie lange? Welche Abstände?
Auch Stillzeiten variieren situationsabhängig (Termine, Motivationstief etc.) bei uns ja leider sehr. Ebenso sind die Zufüttermengen und -zeiten 'nach Bedarf'. Sollten wir da auch strukturierter vorgehen? Mehr Kontinuität wäre wahrscheinlich wünschenswert, oder?
Soweit erstmal. Falls noch was fehlt: Gerne nachfragen.
Und entschuldige die vielen Fragen. Musst du nicht alle beantworten. Falls du nach und nach hier und da einen Hinweis für uns hast, sind wir schon sehr dankbar.