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Re: Ständiges Loslassen

Verfasst: 15.12.2014, 18:21
von Mondenkind
MoinMoin hat geschrieben:Ich habe das Raynaud Syndrom nur an den Brustwarzen. Die Stillberaterin hat mir einen Artikel geschickt von einer IBLC Beraterin, in dem ein Diagnoseschema war. Deshalb meine ich, es ist ein Raynaud Syndrom, kein Vasopasmus. Oder?
Raynaud-Syndrom ist eine internistische Erkrankung, bei der man dieses Phänomen am ganzen Körper haben kann, v.a. auch an den Fingern und so. Nur an den Brustwarzen ist es meist ein isolierter Vasospasmus.
MoinMoin hat geschrieben: Bei mir ist es
beidseitig
zwischen den Stillmahlzeiten
Warze sieht nicht verformt aus
Warzen sind nicht direkt nach dem Stillen weiß
die Verfärbung geht von rot nach weiß, kein violett
die Warzen sind nicht verletzt
keine Symptome während der Schwangerschaft
Ok, danke, hilft :wink: . Klingt wie ein Vasospasmus.
MoinMoin hat geschrieben:Und noch etwas: Ich glaube nicht, dass es Soor ist.
Aber kann die auch "versteckt" ablaufen? Ich habe kein dauerhaftes Jucken, keine weisen Beläge und mein Sohn im Mund auch nicht. Reicht das um Soor sicher auszuschließen?
Manchmal braucht man die Soor-Therapie um zu wissen, dass es Soor war, das ist manchmal schwierig zu diagnostizieren.
Nutzt Ihr jetzt noch Flaschen oder Schnuller?

Re: Ständiges Loslassen

Verfasst: 15.12.2014, 19:50
von MoinMoin
Hallo Mondenkind.

Die Flasche bekommt er gar nicht mehr, jetzt seit ca. 3-4 Wochen nicht mehr. (Auch nicht für Tee oder sowas.)
Den Schnuller benutzen wir aber schon.

Den Tipp, den Schnuller wegzulassen, habe ich auch schon gehört. Ich möchte den aber nicht weglassen. Wenn ich z.B. meine Tochter von der Kita abhole, muss ich mit dem Auto fahren. Mit Schnuller kann sich mein Sohn selbst beruhigen, ich kann ihn beim Autofahren nun mal nicht tragen oder im Arm halten. Zu Hause nehme ich ihn oft ins Tuch (wenn ich zu Fuß unterwegs bin ohnehin), ohne Schnuller, zum Beruhigen. Und auch sonst versuche ich, den Schnuller nur als letzes Mittel zu benutzen. (Also ihn nicht immer gleich "auszustöpseln".)
Es ist ja auch so: Es kommt ja vor, dass er normal trinkt. Also Andocken, vielleicht einmal loslassen, trinken, fertig, satt und zufrieden. Es kommt ja auch sogar vor, wenn auch selten, dass er an der Brust einschläft.
Ist da für die etlichen Male, wo es eben schlecht läuft, die Lösung dann, den Schnuller weglassen, so wie ich schon gehört habe? Für mich klingt das nicht logisch, denn wenn er eine Saugverwirrung hätte, müsste es dann nicht so sein, dass er _immer_ schlecht trinkt. Oder gar nicht richtig trinken kann und auch nicht zunimmt?

Das ist jetzt nicht gegen deine Nachfrage, ob wir einen Schnuller benutzen. :)

Wie ist es denn mit der Gesichtsmassage? Ist das eine Option für uns?
Woran würde ich erkennen, ob Osteopathie eine gute Idee wäre?

Vielen Dank und viele Grüße!

Re: Ständiges Loslassen

Verfasst: 15.12.2014, 19:51
von MoinMoin
Ach so, wegen Soor noch:
Also, wie gesagt, ich glaube nicht, dass ich Soor habe, weil ich keine Symptome entdecken kann. Wenn du jetzt meinst, es könnte aber vielleicht doch sein, dass man trotzdem Soor hat: Könnte Soor denn der Grund sein fürs ständige Loslassen. Also wäre eine Soor Therapie auf Verdacht eine Option?

Re: Ständiges Loslassen

Verfasst: 16.12.2014, 06:47
von MoinMoin
Ich brauche Hilfe. Wirklich dringend Hilfe.
Heute Nacht hat er wieder etliche Male losgelassen. Ich Schnauze ihn jetzt wieder an. Ich weiß dass das so blöf ist, blöder gehts nicht mehr.
Ich bin mit den Nerven runter. Ich hatte am Anfang solche Schmerzen, ich hab mir die Augen ausgeheilt, als ich ihn abgestillt hatte - und das ist jetzt der Dank? Dass er 30 Sek saugt, loslässt und dann schreit? Mich anschreit? Ich bin doch nicht schuld, er ist doch schuld, er lässt doch los.

Mittlerweile bin ich ernsthaft so weit ihn dann schreien zu lassen, damit er "lernt dass loslassen schlecht für ihn ist".

Was soll ich tun? Kann mir hier denn wirklich niemand helfen?

Re: Ständiges Loslassen

Verfasst: 16.12.2014, 08:31
von honigkuchenpferd
Oje du Arme! Das klingt nicht gut.....tut mir sehr leid fuer Euch, dass die Situation so unentspannt ist! Aber ich bin mir sicher, dass dein Baby einen Grund hat, wenn er staendig loslaesst. Dir bleibt da nur geduldig herauszufinden warum, das kostet Kraft. Hast Du schon mal probiert deinen Kleinen zu stillen waehrend du dich bewegst? Also umherlaeufst oder auf dem Petziball huepfst? Vielleicht braucht dein Kleiner Saugen*Bewegung*Enge zum ruhigen Trinken?
Seit wann macht er das eigentlich mit dem Loslassen?

Ansonsten hab ich auch keine Idee , wollte dir nur ne Portion Kraft schicken....

Re: Ständiges Loslassen

Verfasst: 16.12.2014, 10:38
von Mondwolfin
Hi MoinMoin, fühl dich erstmal ganz dolle gedrückt. Bei uns gab es auch mal eine Zeit, die so ziemlich genau so ist wie du sie beschreibst. Bei uns fing es so mit einem Monat an. Andocken , Abdocken, Andocken. ..... Nicht jedes Mal, aber häufig. Es endete auch im Schreien. Ich habe gemerkt, dass er dann entweder schon satt war und ich ihn nur hochnehmen musste und alles war gut ( wir stillen fast nur im Liegen). Oder ich habe ausgiebiges Wechselstillen praktiziert. Das hat die Situation auch immer verbessert.
Und bezüglich des Sauer seins: das kenne ich auch. Mir hat dann geholfen, aufzustehen und ihn umherzutragen. Besonders schlimm war es, als die BW noch so wehgetan haben. Jetzt macht mir an , ab und wieder andocken nicht so viel aus. Entweder stehe ich auf oder beschäftigte ihn liegend mit was anderem oder ich wechsel mal die Seite.
Das zu meinen Erfahrungen. Vielleicht hilft dir das etwas.
Es ist auch immer wichtig, selber sehr ruhig zu bleiben. Denn die eigene Gemütslage überträgt sich schnell aufs Kind.
Lass dich nochmal drücken.

Re: Ständiges Loslassen

Verfasst: 16.12.2014, 21:37
von Mondenkind
MoinMoin hat geschrieben:Ich brauche Hilfe. Wirklich dringend Hilfe.
Heute Nacht hat er wieder etliche Male losgelassen. Ich Schnauze ihn jetzt wieder an. Ich weiß dass das so blöf ist, blöder gehts nicht mehr.
Ich bin mit den Nerven runter. Ich hatte am Anfang solche Schmerzen, ich hab mir die Augen ausgeheilt, als ich ihn abgestillt hatte - und das ist jetzt der Dank? Dass er 30 Sek saugt, loslässt und dann schreit? Mich anschreit? Ich bin doch nicht schuld, er ist doch schuld, er lässt doch los.

Mittlerweile bin ich ernsthaft so weit ihn dann schreien zu lassen, damit er "lernt dass loslassen schlecht für ihn ist".

Was soll ich tun? Kann mir hier denn wirklich niemand helfen?
Hi, es tut mir sehr leid, dass es so schlecht läuft, habe den Beitrag leider erst jetzt gesehen. Sorry.
ich hab mir die Augen ausgeheilt, als ich ihn abgestillt hatte - und das ist jetzt der Dank? Dass er 30 Sek saugt, loslässt und dann schreit? Mich anschreit? Ich bin doch nicht schuld, er ist doch schuld, er lässt doch los.
Nein, weder Du bist schuld noch er! Er macht das nicht mit Absicht. Er kann es nicht anders. Dass er weint, zeigt doch auch, dass er selbst unglücklich ist mit der Situation.
Mittlerweile bin ich ernsthaft so weit ihn dann schreien zu lassen, damit er "lernt dass loslassen schlecht für ihn ist".
Ich versteh Dich, das ist Ausdruck Deiner FRustration und Verzweiflung. Aber das wird nichts bringen. Er möchte, aber er kann nicht.

Die wahrscheinlichste ERklärung für sein Verhalten ist falsche Saugtechnik. Die kann ich nur ganz schwer übers Internet beurteilen. Meist liegt falsche Saugtechnik im Gebrauch künstlicher Sauger begründet. Wir sprachen es an- Flaschen, Schnuller, etc. Lösung ist dann in aller Regel der Verzicht auf künstliche Sauger, ggf. für eine Übergangszeit Stillhütchen nutzen bis die Technik bzw. Ausdauer an der Brust sich verbessert hat und dann die Hütchen wieder abgewöhnen.
Manchmal sind es auch anatomische Besonderheiten im Mund des Kindes, die es vom korrekten, ausdauernden Saugen abhalten. Das könnte eine IBCLC-Stillberaterin vor Ort beurteilen. Gibt es da jemanden bei Dir? Wie finde ich eine Stillberaterin?

Re: AW: Ständiges Loslassen

Verfasst: 16.12.2014, 22:18
von aramis
Angenommen, dein Baby möchte dir durch das ständige loslassen anzeigen, dass er pinkeln oder kacken muss ( und das machen viele babies aus genau diesem Grund), dann versuch doch mal folgendes: ziehe ihm die windel vor dem Stillen aus und nimm eine Mullwindel oder ähnliches, dass du ihm zwischen die Beine geben kannst damit er dich nicht anpinkeln kann. Und dann schaue was passiert. Du musst nicht gleich ein Töpfchen nehmen.

Ich hoffe, dass du die Lösung für euer Problem bald findest!

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Re: Ständiges Loslassen

Verfasst: 17.12.2014, 10:59
von MoinMoin
Hallo.

Die Situation ist gleichbleibend schlecht. Mittlerweile muss ich mich zusammenreißen, nicht zu weinen. Er schreit, teilweise saugt er vor lauter Schreien noch nicht einmal neu an. Irgendwann dann doch, dann trinkt er auch, hatte also offenbar Hunger.

@honigkuchenpferd Vielen Dank für die Antwort. Im Humhergehen, das schaffe ich nicht. Beim besten Willen nicht. Ich schaffe es noch nicht mal, ihn im Liegen anzulegen. Ich bin ja froh, dass ich ihn überhaupt anlegen kann, ohne dass es weh tut.
@Mondwolfin Dir auch danke für die Antwort. Ja, manchmal ist er tatsächlich einfach schon satt, aber das ändert das Loslassen in den Situationen nicht, in denen er eben doch Hunger hat. Ist das bei euch denn immer noch so? Geht das jetzt nie zuende, außer ich stille ihn ab?
@Manu Mhm, ok, aber dann pinkelt er in die Mullwindel und nicht in seine normale Windel. Dann weiß ich quasi, dass er mal Pipi musste? Nehmen wir mal als gegeben an, dass er tatsächlich mal muss, ohne dass ich das mit einer Mullwindel teste. Was mache ich dann? Also, er lässt ständig los und ich gehe davon aus, dass er mal muss. Was mache ich, damit er eben Pipi macht und dann normal trinkt? Oder meinst du, er würde in die Mullwindel dann "lieber" Pipi machen, als in seine normale Windel?

@Mondenkind Danke für die Antwort. Also, Stillhütchen möchte ich auf keinen Fall benutzen. Ich bin ja total froh, dass es ohne geht. Ich hatte Stillhütchen bei meiner Tochter und deshalb zu wenig Milch. Es hat lange gedauert, von meiner Brust her, die wieder abzugewöhnen. Wenn er falsch saugt und ich den Schnuller weglasse: Dann gibt sich das einfach von alleine? Ich empfinde das als sehr hohen Preis, den ich zahlen muss, wenn ich den Schnuller weglasse. Er beruhigt sich damit sehr gut. Wenn ich den jetzt weglasse, wird er viel schreien. Also noch mehr Probleme. Dann werde ich noch gestresster sein als ich es ohnehin schon bin und das wird die Stillsituation nicht entspannen, sondern im Gegenteil. Deshalb möchte ich mir bevor ich das probiere so sicher wie möglich sein, dass das auch wirklich seinen Zweck hat bzw. ich nicht noch etwas anderes beachten muss...

Ja, ich kann versuchen, noch eine andere Stillberaterin zu erreichen. Das geht jetzt seit über drei Wochen so und langsam kann ich nicht mehr. Ich frage mich, warum ich mir das überhaupt angetan habe. Er wurde ja zwischenzeitlich voll mit Pre ernährt. Vielleicht hätte ich das einfach akzeptieren sollen. Mit meiner Tochter hatte ich so eine schöne Stillbeziehung (nach denselben Startschwierigkeiten). Und jetzt ist es einfach nur Stress, Schreien, Frustration.

Viele Grüße

Re: Ständiges Loslassen

Verfasst: 17.12.2014, 12:37
von Mondwolfin
Hallo MoinMoin,
Das hört sich ja gar nicht schön an bei euch. Fühl dich nochmal ganz dolle gedrückt.
Du hast schon so viel erreicht. Zum Vollstillen zurück. Einfach toll! Du schaffst diese Phase auch irgendwie.
Und ja, hier wurde es immer weniger.
Wahrscheinlich hat es hier mit der Hütchenbenutzung und Flaschen zu tun gehabt.
Ganz viel Kraft wünsche ich dir und die richtigen Ideen, welche helfen könnten.
Wenn Babys nur manchmal reden könnten...