Hallo Marina!
Puh, der Riss ist wirklich groß und ich kann mir Deine Schmerzen gut vorstellen. ((()))
Aber dennoch schön, dass Du zu uns gefunden hast.

Herzlichen Glückwunsch zu Deinem Baby!
ëluna hat geschrieben:Ja unser Baby bekommt seit etwa dem 3. Tag 1-2x am Tag ein Fläschchen. Trinkt dann jeweils etwa 30-50ml. Ich versuche das Fläschchen natürlich wegzulassen wo es geht.. hat er allerdings zu dolle hunger bzw. wird durch meine Brüste nicht satt bekommt er nochmal eine Flasche.
Woher weißt Du, dass Dein Baby beim Stillen nicht satt wird?
Die Milchproduktion regelt sich durch Angebot und Nachfrage. Wenn Dein Baby häufiger stillt, wird auch mehr Milch produziert. Wenn Du zufütterst, reduziert das Deine Milchbildung, denn die gefütterte Menge Pre trinkt das Baby dann nicht mehr aus der Brust.
Er bekommt Anfangsmilch HA PRE von Babydream in einer Glasflasche von Nuk (first Choice) mit einem Teesauger.
(Ich hätte ihm natürlich besseres Zeug besorgt vor allem Fläschchen z.b. Avent aber es musste sehr schnell gehen.
Es ist egal, welche Flaschen und Sauger man benutzt. Sie können
ausnahmslos alle eine Saugverwirrung auslösen.
Er hatte hunger und ich konnte ihm vor Schmerzen keine Brust mehr geben. Ich brauchte eine kleine Stillpause.
Ich kann Dich gut verstehen, ich hatte einen ähnlich großen Riss bei meinem ersten Baby.
Natürlich solltest Du die verletzte Brustwarze schonen. Wie geht es denn Deiner rechten Brustwarze?
Direkt nach der Geburt hat mir mein Baby die Brustwarzen schon rissig gesogen. Ab da an schmerzen sie schon.
Das spricht dafür, dass an der Stilltechnik etwas nicht stimmt.
* Öffnet er den Mund weit?
* Liegt die Zunge über der Zahnleiste?
* Hat er mehr als die Brustwarze, also auch einen Teil des Warzenvorhofs im Mund?
* Sind die Lippen nach außen gestülpt?
* Wurde bereits kontrolliert, ob das Zungenbändchen lang genug ist?
Manchmal sind die Schmerzen so extrem das sie durch den ganzen Körper fließen. Zudem verkrampfe ich beim Stillen total sodass ich mich kaum bewegen kann.
Da werden böse Erinnerungen wach.

Ich weiß genau was Du meinst.
Es musste also schnell Nahrung her, so fuhr ich los und besorgte ihm oben genanntes. Denn er hatte auch bereits seine 10% an Körpergewicht verloren.
Nach der Geburt im KH wog er 4020g.
Am 3. Tag dann nur noch etwa 3620g.
Gestern, am 5. Tag, wogen wir ihn nochmal und er wog etwa 3850g.
Der Gewichtsverlauf ist durch das Gewicht vom 5. Tag normal. Gesunde Babys mit nassen Windeln und täglichem Stuhlgang dürfen bis zu 10% abnehmen. Mehr sollte es aber nicht sein und ist bei Euch auch nicht der Fall gewesen.
Das Baby ist im Allgemeinen eigentlich recht pflegeleicht. Schläft viel und ist nur unruhig wenn er hungrig ist und wenn er nuckeln will ich ihm aber nur fürs Nuckeln meine Brust wegen der Schmerzen nicht geben kann. Schnulli verweigert er neuerdings.
Ab wann hatte er den Schnuller bekommen? Auch dieser kann zu Saugverwirrung führen. Hast Du ihm zum Nuckeln schon einmal den kleinen Finger angeboten (mit Nagel nach unten)?
(kann das schon eine Saugverwirrung sein?! wegen der 1-2 Fläschchen die er am Tag bekommt?).
Bei dafür empfänglichen Babys kann der
einmalige Gebrauch künstlicher Sauger (Flasche, Schnuller, Stillhütchen) bereits eine Saugverwirrung auslösen. Je regelmäßiger, umso stärker.
In den Stillpausen sehen die Brüste immer ganz gut aus..die Risse beginnen sich zu verschließen.. bis sie dann beim/nach jedem Stillen wieder auseinanderklaffen.
Habe natürlich auch schon einiges an Tipps ausprobiert wie: Traubenzucker, Schwarzteebeutel, Lansinoh, Garmastan, Multi Mam Kompressen, Hydrogel Stilleinlagen und und und. Nichts hat wirklich geholfen.. wahrscheinlich ist es einfach schon zu offen/tief und wund.
Seit 2 Tagen laufe ich nun komplett ohne BH rum, ohne Stilleinlagen..so luftig es eben geht, nachts schlafe ich oben ohne und ich habe das Gefühl das dies bisher am besten hilft. Auch wenn die Schmerzen natürlich nach wie vor da sind.. und das nicht zu knapp.
Traubenzucker und Schwarzteebeutel schaden eher als das sie helfen. Wichtig ist eine
feuchte Wundheilung. Denn wenn Wunden an der Bw trocken heilen bildet sich eine Kruste und diese reißt beim nächsten Stillen wieder auf. Das tut höllisch weh.
Lanolin, MultiMam und Hydrogel waren gute Ideen. Ich würde Dir aktuell allerdings eher eine Wund- und Heilsalbe (z.B. Bepanthen) empfehlen. Diese
nach jedem Stillen und bei langen Stillpausen an der linken Brust ggf. auch zwischendurch in den Riss und auf die Brustwarze schmieren, vor dem Stillen Reste entfernen. Benutze Wegwerf-Stilleinlagen.
Ich könnte mir vorstellen, dass Dir der
Wiener Brust-Doughnut Linderung verschaffen könnte.
Bitte lasse Deine Brustwarzen nicht an der Luft trocknen. Feuchtigkeit ist wirklich wichtig bei der Heilung von kaputten Brustwarzen. Es wird auch einige Tage dauern bis die Wunde wieder gut ist. Aber bei richtiger Pflege werden die Schmerzen bald besser werden.
Ich freue mich so sehr auf eine schmerzfreie Stillzeit.. aber ich weiß nicht ob ich es nun noch lange aushalte.. ständig diese Schmerzen.. das macht mich so traurig und deprimiert mich zu tiefst
Heißt es nun einfach "weiter durchhalten und Zähne zusammenbeißen"?
Das kann ich sehr gut verstehen. Ich bin zuversichtlich, dass es bald bergauf geht.
Gegen die Schmerzen kannst Du ein stillverträgliches Schmerzmittel wie
Paracetamol oder
Ibuprofen nehmen. Dauernd anhaltende, nicht behandelte Schmerzen können chronisch werden, selbst wenn der Auslöser nicht mehr da ist oder sanfter wird (Stichwort: Schmerzgedächtnis). Diese Schmerzen musst Du wirklich nicht "aushalten".
Habe auch mal was von Brustwarzen lasern gehört. Was sagt ihr dazu?
Ich habe da keine Erfahrungen mit, aber schon viel Positives von Kolleginnen und Mamas gehört. Unterstützend schadet es sicher nicht. Am Wichtigsten ist jedoch korrektes Anlegen und die tägliche Pflege (s.o.).
Möchte natürlich auch am liebsten sofort das Fläschchen ganz weglassen..
Ich denke, das Du das kannst, denn das Gewicht ging ja schon wieder hoch. Wieviel Pre hast Du denn in den letzten Tagen gefüttert? Hast Du eine Nachsorgehebamme? Die wiegt normalerweise täglich. Du kannst hier gerne die Werte posten, ich gucke sie mir an.
Ich habe auch etwas Bammel davor nicht genügend Milch zu produzieren. Meine Brüste fühlen sich zwar schwerer an aber kann es sein das sich nun durch den einen Tag Stillpause der Milcheinschuss verzögert oder ich nun einfach weniger Milch produziere? Wenn mein Bubi an der rechten Brust "trinkt" dann höre ich ihn selten Schlucken.. und es kommt mir so vor als würde er da eher nur Nuckeln als Trinken... hmm.. oh man..
Wenn Du nach Bedarf stillst und nicht unnötig zufütterst, wird sich die Milchmenge dem Bedarf Deines Sohnes anpassen. Den Milcheinschuss hattest Du nach Deiner Beschreibung bereits. Jetzt geht es darum, dass Du ohne Zufüttern stillst, damit sich die Milchmenge auf das richtige Maß einpendelt.
Es kann sein, dass die Schmerzen und Deine verständliche Angst davor den Milchspendereflex stört. Versuche Dich vorher zu entspannen, atme tief durch, achte darauf, dass es Dir warm ist und Du bequem sitzt oder liegst. Vielleicht kann Dich ein lieber Mensch auch massieren.
Zum Stillen noch ein paar Tipps:
* eher die nicht (so sehr) schmerzende Brust anbieten
* Riss im Mundwinkel des Babys positionieren, da ist der Sog nicht so stark
* immer auf gutes Anlegen achten, ggf. mit dem Finger das Vakuum lösen und neu anlegen
Ich hoffe, diese Informationen helfen Dir! Ich hoffe, ich habe keine Frage übersehen. Berichte doch wie es mit der neuen Marschrute läuft.
Gute Besserung!