@Stillen zum Trösten
Ja, finde ich legitim, ABER... irgendwann sollte es doch mal übergehen in andere Handlungen meiner Ansicht nach.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich das nicht haben will, dass das Kind irgendwann immer zu mir rennt, mir das T-Shirt raufreißt und stillt. Überhaupt mit "Selbstbedienung" habe ich schon ein Problem. Ich will selbst entscheiden, wo und wie ich stillen mag. Es fängt leider schon etwas an, dass der kleine Mann inzwischen mal an meinem Ausschnitt herumzerrt und das nervt ehrlich gesagt schon...
Das ist aber die Entscheidung, die jede Mama für sich treffen muss. Andere Mamas finden das vielleicht ok oder meinen, dass das Kind das eben braucht. Egal wie man dazu steht, wichtig ist ja nur, dass man sich dessen bewusst ist und in die entsprechende Richtung lenkt
Ich setze daher schon länger auch andere Beruhigungsmittel ein. Das möchte ich noch mehr machen.
Gestern z.B. klassische Situation: Ich schon abends müde und etwas angenervt. Er etwas quengelig am Boden. So nun hätte ich sicher normalerweise ihn hochgenommen und gestillt, damit er eben Ruhe gibt. Stattdessen habe ich eben nicht nach ein paar verbalen Aufmuterungsversuchen gleich aufgegeben, sondern 1-3 Lieder versucht. Mit seinem absoluten Lieblingslied hat es dann auch geklappt. Wobei ich schon viiiiel zur Beruhigung singe, seit er klein ist. Dank meiner musikalischen Qualitäten, wird wahrscheinlich kein Musiker aus ihm
Ich bin übrigens auch voll Bienesmamas Meinung, dass es altersgerecht ist, nach und nach anders zu beruhigen. Und mein Kleiner ist aus meiner Sicht schon so weit.
.. und klar, ist das alles ein Thema von wegen "Einfach machen statt schwer". Ich schreibe hier ja sehr offen, dass ich auch bisher sehr auf der Schiene fahre: Weg geringsten Widerstands
Mir ist aber wichtig, dass wir das Stillen ganz sanft ausschleichen und dazu muss man ja innerlich für sich zumindest sich mal entscheiden
@Essen
Ja, da habe ich es echt gut. Weil mein Kleiner verschlingt alles. Er probiert sogar Sachen, die ihm nicht schmecken teilweise 2-3 mal - mit süß angewidertem Gesicht. Wenn er mal weniger isst, biete ich aber oft eben einen kleinen Snack (was Baby eben so zwischendurch hier bekommt). Ich stille nur mehr, wenn er wirklich dann noch danach verlangt. Und das tut er oft gar nicht mehr.
Ich denke, Babies brauchen oft auch gar nicht sooo viel zu essen, wie viele glauben.
Ich habe bisher eben jeden Monat eine Mahlzeit eingeführt, aber daneben "normal" viel weitergestillt. Wir sind jetzt bei 4 Mahlzeiten und ich habe jetzt die letzte Zeit eben erkannt, dass er wohl schon satt wird.
Ich mache ja "klassische" Beikost. Das heißt viel Brei, aber da immer, was da ist und saisonal. Meistens von unserem Essen abgezwackt. Langsam isst er jetzt bei uns mit (bekommt alles salz- und zuckerfrei) und es geht etwas mehr in Richtung Fingerfood.
So wieder ein Roman von mir