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Re: Stilllen, Partnerschaft
Verfasst: 19.05.2014, 16:41
von Norina866
Zumal ein Pferd - wenn gut gehalten - auch sehr gut mal ein oder zwei Tage ohne reiten aus kommt. Ein baby aber braucht die Mama und -wenn gewohnt - auch das stillen. Wer sich für ein Kind entscheidet, sollte in meinen Augen sein Hobby und nicht das Bedürfnis des Kindes hinten an stellen.
Re: Stilllen, Partnerschaft
Verfasst: 19.05.2014, 19:49
von -anders-
Warum machst du es nicht so, dass Du dir täglich feste Pferdezeiten einrichtest in der dein Kind fremd betreut wird? Während dieser Zeit bekommt dein Kind die Flasche und die restliche Zeit stillst Du. Allerdings wird das vermutlich noch ein bischen mehr Zeit brauchen bis sich alles eingespielt hat als nur einen Monat. Und bedenke, die Stillzeit ist schon so kurz, die bekommt man nicht mehr wieder, Pferde reiten kannst Du noch Dein ganzes Leben. Flaschenfütterung halte ich persönlich für aufwendiger.
Re: Stilllen, Partnerschaft
Verfasst: 19.05.2014, 19:59
von Kinsale
Ich habe mein erstes Kind auch problemlos vollgestillt mit Pferd. Baby war im Tuch bis das Pferd fertig zum Satteln war, dann nochmal gestillt, gesattelt, Baby einschlafgetragen, in den KiWa umgeparkt, reiten. Wenn du da noch Hilfe hast, die mal schieben oder Tragen, ist das doch kein Problem?
WIE wichtig mir das Stillen sein würde, habe ich vorher auch nicht geahnt. Ich bin froh, dass niemand von mir verlangt hat, abzustillen.
Hat dein Mann die Infos der WHO denn auch gelesen?
Re: AW: Stilllen, Partnerschaft
Verfasst: 19.05.2014, 20:19
von Elena
mey11 hat geschrieben:
Eine etwas provokante Frage: sollen Fohlen auch mit Pre aufgezogen werden?
(((())))
Gerade bei Fohlen wird da ein Riesentamtam drum gemacht. Da wird am andern Ende Deutschlands eine Ammenstute organisiert und die Milch notfalls eingeflogen. Die Überlebenschancen sind nämlich sonst nicht so toll...
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Stillen und Pferde nicht vereinbar sind. Ich kenne Ärztinnen, die 3 Monate nach der Entbindung wieder voll gearbeitet haben, mit Nachtschichten und Co., und nebenher die Facharztprüfung gemacht haben. Und vollgestillt haben.
Außerdem habe ich beim "zeitaufwendigen Stillen" gestutzt - ich fand es anfangs beim ersten Kind auch aufwendig, aber das gab sich sehr schnell. Man kann meist recht schnell überall stillen und es geht dann richtig schnell. Man ist nicht so flexibel wie mit einem Flaschenkind, das stimmt. Man kann die Betreuung nicht so einfach mal an jemand anderen abgeben. Zumindest in den ersten Monaten nicht. Es geht ja nur um ein paar Monate! Wenn ihr euch mehrere Pferde finanziell leisten könnt, könnt ihr euch doch vielleicht auch ein paar Monate guten Beritt leisten? Vielleicht geht da ja ein Kompromiss.
Und was ganz anderes noch: Bitte unterschätze nicht, wie sehr du möglicherweise daran zu knabbern haben wirst, wenn du das Stillen früh aufgibst. Das ist etwas, was du nie mehr rückgängig machen kannst. Du wirst sicher mit vielen Dingen Kompromisse machen müssen, das ist halt so im Leben und mit Kindern. Aber hier geht es um eine Entscheidung, die du im Wochenbett, also voll unter Hormoneinfluss treffen sollst.
Re: Stilllen, Partnerschaft
Verfasst: 19.05.2014, 20:45
von honigtopf2010
Da scheinst du ja einen sehr klugen Mann zu haben. Sollten ihm die Erkenntnisse der WHO nicht ausreichen - auch wenn es die WELT(nicht Drittwelt-)gesundheitsorganisation ist, kann er sich doch schon mal mit der aktuellen Microbiomforschung auseinander setzen...
*ironieoff*
Mir ist natürlich bewusst, dass es eigentlich nicht darum geht. Ich wünsche dir also die innere Stärke und die Kraft auf dein Gefühl zu vertrauen und dich entsprechend durchzusetzen.
Re: Stilllen, Partnerschaft
Verfasst: 19.05.2014, 21:14
von Hasenmama
Wir haben hier im Forum übrigens eine stillende bzw gestillthabende Reitlehrerin und bereiterin. Ihr Username ist irgendwas mit Kate... Evtl kann jemand, der mit pc Online ist, mal suchen
gesendet von smartfön mit innovativer Groß- und Kleinschreibung
Re: Stilllen, Partnerschaft
Verfasst: 19.05.2014, 23:02
von Seelentattoo
Wir haben auch drei Pferde, ich war ein Jahr Zuhause, Zwerg seit der 6. lebenswochen JEDEN Tag bei Wind und Wetter mit dabei (ok, stillen bei Schneefall ist etwas doof im offenstall), hab dann wieder auf 90% angefangen zu arbeiten (das sind bei mir knapp 38 Std.) und der Zwerg stillt immer noch. Oft. Auch immer noch oft am Stall.
Klar kommt das reiten kürzer. Bei uns reitet nun er viel öfter. Aber mittlerweile kann der Knirps auch gut mal ein paar Stunden ohne mich sein und wir reiten in Ruhe aus.
Ich wollte vor der Schwangerschaft höchstens 4-6 Monate stillen. Und wie gesagt, nun stillen wir immer noch.
Keines unserer Pferde würden wir deswegen hergeben.
Rede mit deinem Mann. Bitte ihn um Unterstützung. Zeig ihm, dass es auch mit stillen geht. Dann hat er keine Argumente mehr.
Wenn er doch so klug ist, sollte ihm ja absolut glasklar sein, wie viel höherwertiger Muttermilch ist (und wie günstiger, gesünder etc pp)
Re: Stilllen, Partnerschaft
Verfasst: 19.05.2014, 23:27
von endru
Meine Vorrednerinnen haben recht: du wirst es sicher bereuen, wenn du jetzt abstillst. Bei mir hat es nicht funktioniert (Fehlinformationen, keine Unterstützung im Umfeld etc.) und ich bin immer noch nicht ganz drüber hinweg. Wünsche dir dennoch viel kraft und Erfolg beim Umsetzen deiner Entscheidung.
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Re: Stilllen, Partnerschaft
Verfasst: 20.05.2014, 08:41
von Silvi88
Hallo Zusammen,
hier gab es ja schon einige Antworten! Vielen Dank erstmal
Bei mir hat sich seit gestern einiges getan. Aber erstmal zu euren Ratschlägen. Dass mit den Pferde alleine fertig machen im Tragetuch kommt bei mir leider nicht infrage. Zwei unserer Pferde sind etwas temperamentvolle Hengste. Da wäre es unverantwortlich ein Baby in unmittelbarer Nähe zu tragen. Ein Beritt oder weniger Reiten kommt leider nicht in Frage. Die Pferde haben ein kleines Vermögen gekostet und sind teilweise bis zur S-Dressur ausgebildet. Die Pferde müssen bis auf Ausnahmefälle eigentlich jeden Tag bewegt werden. Und geritten werden sie deshalb nur von mir und teilweise von meinem Mann. Und irgendwann von der kleinen Maus

Natürlich muss der Reitsport jetzt mit der Kleinen kürzer treten. Das war für mich und meinem Mann klar. Ich werde dieses Jahr Turniere aussetzen. Jedoch sind Pferde genauso Lebewesen wie ein Baby. Sie brauchen genauso Pflege, Fürsorge und Beschäftigung.
Ich wollte nur gerne Stillen und meine treuen Pferde verbinden. Ich glaube da bin ich zu egoistisch. Gestern waren wir bei der U3-Untersuchung beim Kinderarzt. Mein Mann war auch dabei. Wir haben uns länger über unsere Problematik unterhalten. Nun hat der Arzt meinem Mann recht gegeben. Der Arzt findet Stillen zwar erstmal eine gute Sache wenn alle Bedingungen passen. Jedoch sagt auch er, dass die Vorteile des Stillens von vielen Seiten exrem überwertet werden. Die Ersatznahrung ist als gleichwertig anzusehen und unser Kind wird sich damit genauso gesund und gut Entwickeln. Allergien und Krankheiten gibt es in unserer Familie auch keine. Wir haben den Arzt auch erzählt das unsere Tochter seit einer Woche nur noch die Flasche (PRE und Mumi) bekommt und die Flasche ohne Probleme zufrieden annimmt. Ich habe auch irgendwie das Gefühl das sie zufriedener mit der Flasche ist. Vll. bilde ich mir dass nur ein, dass sie das Stillen eigentlich gar nicht braucht. Sie schläft seit 4 Tagen nachts sogar durch....
Jetzt fehlen mir irgendwie weitere Argumente für meinen Mann für das weitere Stillen! Ich glaube es ist einfach das Beste, die Situation so zu akzeptieren wie sie ist, und unserer Absprache zu folgen. Werde ab heute auch das Abpumpen stark reduzieren um so schnell wie möglich mit der ganzen Sache abzuschließen zu können.
Trotzdem vielen Dank für eure Hilfe!
Liebe Grüße , Silvia
Re: Stilllen, Partnerschaft
Verfasst: 20.05.2014, 09:01
von josie81
Und wenn du, so wie vorher schon mal vorgeschlagen, eben nur dann stillst wenn du beim Baby bist? Also z.B. in der Nacht usw.? Das machen doch auch viele Mütter wenn sie wieder arbeiten gehen. Da kann doch dein Mann auch nichts dagegen haben!....?