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Re: Stillproblem? Ich bin verzweifelt

Verfasst: 14.02.2014, 23:25
von Carraluma
Vielleicht möchte dein Kleiner wirklich an deiner Brust nuckeln, wenn er nach wenigen Minuten saugen satt ist?

Meine Kleine will und wollte auch oft nur nuckeln. Als sie ganz klein war, hatte ich teilweise sogar den Eindruck, dass es sie dann sehr gestört hat, wenn Milch kam. Abends ist bei uns auch vieles anders als tagsüber. Warum auch immer.

Re: Stillproblem? Ich bin verzweifelt

Verfasst: 15.02.2014, 10:43
von Jenny212
Die Clusterfeeding-Phasen, wenn es solche sein sollen, treten bei uns auch vermehrt abends auf. Das soll, laut Literatur, ja gängig sein. Aber sein "merkwürdiges" Still-/Trinkverhalten kommt eben auch tagsüber vor.
An dem Abend, wo ich zugefüttert habe und er von den 125ml nochmal 100ml getrunken hat, hatte er eine knappe Stunde vorher was bekommen. Als er dann wieder wach wurde, habe ich ihn wieder angelegt, allerdings hat er nie richtig gesaugt. Es waren keine typischen Sausgeräusche zu hören. Sobald er die Brust allerdings nicht mehr im Mund hatte, fing er wieder an zu suchen, anzudocken und zu nuckeln. Irgendwann kam dann das Weinen dazu. Für mich sah es die ganze Zeit so aus, als wenn er gerne etwas Milch aus der Brust haben wollte, aber nichts bekam bzw. nicht ausreichend. Deshalb habe ich ihm dann die Zusatznahrung gegeben, auch wenn es mir eigentlich widerstrebt ihm das anzubieten. Danach sah er dann aber zufrieden aus.
Ich weiß nicht, ob dieses Verhalten einfach nur ein "In-den-Schlaf-nuckeln" darstellen soll? Aber dann würde er doch nicht immer wieder suchen und versuchen Milch zu bekommen sowie anschließend weinen.

Und ob er nach 5 Minuten wirklich satt ist, bezweifel ich. Er saugt zwar sehr stark, aber wenn ich ihn von der Brust löse, sobald er dann eine Weile nuckelt, ist es wieder das typische Verhalten, was er an den Tag legt. Wechsel ich die Brust, saugt er an der anderen ja auch nochmal und trinkt für eine gewisse Zeit vernünftig, bevor es wieder so anfängt.

Schade, dass die Kleinen noch nicht sprechen können.

Re: Stillproblem? Ich bin verzweifelt

Verfasst: 15.02.2014, 11:49
von Blüte
Hallo Jenny,

hast du denn mal versucht, in der Manduca zu stillen? Dann kannst du umherlaufen, das könnte ihn beruhigen und er kann so lange angedockt bleiben, wie er will. Könnte gut sein, dass er so dann gut einschläft.

Mein Sohn hat in dem Alter auch nur kurz getrunken, denn die Welt war viel zu aufregend. Dann musste er immer umherschauen, war nicht wirklich satt, beim Trinken hat er aber nichts gesehen... Das ging dann auch schnell ins Quengeln über.

Re: Stillproblem? Ich bin verzweifelt

Verfasst: 15.02.2014, 13:12
von Pupu
Womit fütterst du zu? Hat er künstliche Sauger (Flasche, Schnuller)? Falls ja, könnte es möglicherweise auch eine Saugverwirrung sein? Die kann jederzeit auftreten, auch nach mehreren Monaten noch. Habe ich das richtig verstanden, dass du eine Weile vollgestillt hast und die Probleme nach dieser Reise, wo du statt zu stillen unterwegs Fläschchen gegeben hast, anfingen?

Noch eine Frage: du schreibst etwas von 4-Stunden-Rhythmus. Hast du nach Bedarf gestillt und die 4 Stunden gingen vom Baby aus oder hast du es dahingehend gelenkt, dass dieser Rhythmus entstand? Wie stillt ihr im Moment?

Re: Stillproblem? Ich bin verzweifelt

Verfasst: 15.02.2014, 14:06
von Jenny212
Also das Stillen in der Manduca habe ich noch nicht probiert. Aber ich werde es mal versuchen, danke :) ! Wobei das Stillen gestern und heute echt gut ging, abgesehen von gestern Abend, wo er wieder gesponnen hat.

Da ich ja voll stille und nur das eine Mal zugefüttert habe (Avent-Flasche), gab es PRE-Nahrung, da ich diese noch von unseren anfänglichen Stillproblemen im KH hatte. Ansonsten brauchen wir so ein Zeug ja zum Glück nicht. Und das Zufüttern und seine Unzufriedenheit war eben nach dieser Reise und nachdem ich am Wochenende mit prallen, harten Brüsten zu kämpfen hatte und zusätzlich noch Milch abgepumpt habe, um den Druck zu nehmen. Diese abgepumpte Milch hat mein Sohn jedoch nicht bekommen, da ihm das Trinken an der Brust vollkommen ausgereicht hat.

Einen Schnuller hat er. Da ich jedoch von Anfang an gegen den Schnuller war, bekommt er ihn wirklich nur, wenn es sein muss. Nachts brauch er ihn zum Beispiel gar nicht. Tagsüber gibt es Situationen, wo er sich damit beruhigt und dann auch einschläft. Meine Hebamme hatte mir davon angeraten, dass ich ihn zum Einschlafen ewig an der Brust nuckeln lasse, da es wohl möglich sein kann, dass er die Brust dann auch als Nuckel betrachtet. Aber wie gesagt, den Schnuller gibt es nicht oft. Dass dennoch eine Saugverwirrung auftreten kann, habe ich schon gehört/gelesen. Ich hoffe es aber nicht :|

Ich stille ihn nach Bedarf. Den 4-Stunden Rhythmus hatte er von Anfang an. Ich habe ihn weder schlafen lassen, noch geweckt. Sicherlich gab es mal "Ausrutscher", wo er schon nach 2 oder 3 Stunden etwas haben wollte oder wo er auch mal 5 Stunden am Stück schlief, aber das waren wirklich nur "Ausrutscher", die auch meist nachts auftraten/auftreten. Geweckt habe ich nur diese Woche, um ihn eben öfter an die Brust zu legen.

Re: Stillproblem? Ich bin verzweifelt

Verfasst: 15.02.2014, 15:42
von deidamaus
Wenn die Probleme nach der Reise aufgetreten sind, war er vielleicht einfach durch den Wind? Angebot und Nachfrage war nicht mehr im Gleichgewicht und er hat mit zu viel Milch zu kämpfen gehabt (pralle Brüste).

Das Verhalten deines Sohnes kenne ich von meinen Kindern auch. Ich weiss zwar dann auch nicht unbedingt woran es liegt, aber das ich zu wenig Milch hätte, habe ich dann nie gedacht. Die Milch ist ja im Normalfall nicht von einem auf den anderen Tag weg und wenn sie so dauernuckelnde Phasen haben, dann war es bisher immer zu viel Unruhe, zu wenig Schlaf, Krankheit oder Schub.
Ich würde mal ausprobieren, was noch hilft. Im Sling kann man z. b. ganz hervorragend stillen. Mehr Ruhe und einen regelmäßigen Tagesablauf helfen auch oft. Viel Tragen und Körperkontakt ist auch nicht verkehrt.

Jusl meldet sich ja noch.

LG
Deidamaus

Re: Stillproblem? Ich bin verzweifelt

Verfasst: 15.02.2014, 15:52
von jusl
Hallo Jenny,

ich habe mir jetzt Deine Postings noch mal durchgelesen und werde noch nicht ganz schlau draus, WAS GENAU bei Euch das Problem ist.
Aber eines ist absolut klar: Ein Milchmengenproblem liegt bei Dir nicht vor. Das belegen die harten Fakten (wahnsinnig hohe Gewichtszunahme und tonnenweise Ausscheidungen) eindeutig.
Dementsprechend brauchst Du auch keine Tipps, wie Du die Milchproduktion anregen könntest oder sowas, denn lösen kann man bekanntlich nur Probleme, die auch existieren. ;-) Ein Milchmengenproblem hast Du eindeutig nicht.

Da Dich ja aber irgendetwas besorgt, können wir natürlich gerne schauen, wie wir das lösen können. Deshalb meine Bitte:
Könntest Du noch mal ganz kurz zusammenfassen, in welchen Momenten Du Dir konkret Sorgen machst? Was tut Dein Baby, von dem Du denkst, dass es eigentlich anders laufen müsste?

LG
Julia

Re: Stillproblem? Ich bin verzweifelt

Verfasst: 15.02.2014, 16:23
von Jenny212
Hallo Julia,

gerne fasse ich nochmal kurz zusammen, was mir ein paar Sorgen bereitet. Vielleicht sind es auch alles unbegründete Sorgen...

1. Wie gesagt, letzte Woche konnte ich locker noch 160ml abpumpen. Am Wochenende hatte ich dann, vermutich aufgrund der 8 stündigen Stillpause, ein deutliches Überangebot und wusste nicht wohin mit der Milch. Seit dieser Woche bekomme ich hingegen kaum noch was abgepumpt (ich hatte es ja aus Spaß probiert) und auch wenn ich drücke, kommt keine Milch, was bis letzte Woche auch anders war.
Da mein Sohn an der Brust nur Theater gemacht hat und das Saugen sehr schnell zu einem Nuckeln und Meckern wurde, was aussah, als wenn er nach mehr Milch verlange, sie aber nicht bekommt, habe ich mir die Frage gestellt, ob ich womöglich auf einmal zu wenig Milch habe, um seine Bedürfnisse zu befriedigen?
Seine Gewichtsdaten waren bisher gut, aber wie gesagt, habe ich mir bis Anfang der Woche auch nie Sorgen um die Milchmenge gemacht. Das nächste Wiegen steht am kommenden Mittwoch wieder an.

2. Irritiert mich sein Verhalten an der Brust. Ich hatte darüber schon mit der Hebamme gesprochen und es ihr auch gezeigt. Sie meinte, dass es an einem zu starken Milchspendereflex liegt. Damit war ich einverstanden. Nun habe ich aber eher das Gefühl, dass sein An- und Abdocken, Suchen, Steif machen, aber auch wild mit dem Armen fuchteln und das Quengeln nicht mit einem zu starken Milchspendereflex zu tun haben. Er saugt für eine gewisse Zeit effektiv und verfällt dann in dieses Muster. Und da er teilweise nach einer Stillmahlzeit nicht zur Ruhe kommt oder an der Brust permanent sucht und unzufrieden ist, aber die Zusatznahrung mit einem Schwung leert, dachte ich eher an zu wenig Milch bzw. einen zu schwachen Milchspendereflex?

Ich hoffe, dass es verständlich ist...

Liebe Grüße
Jenny, die sich eventuell auch umsonst Sorgen macht :/

Re: Stillproblem? Ich bin verzweifelt

Verfasst: 15.02.2014, 17:35
von Jenny212
UPDATE - Ich habe ihn gerade gestillt, also:

Linke Seite effektives Saugen für ein paar Minuten, danach Genuckel, fast am Einschlafen - Bäuerchen

Anschließend rechte Seite, ebenfalls effektives Saugen für ein paar Minuten und anschließend wieder das Genuckel und Gemecker - Bäuerchen

Linke Seite kurzes effektives Saugen, Genuckel, Gemecker mit Brustwarze im Mund (es tut teilweise echt weh, wenn er seinen Kopf zurückwirft, aber die Brustwarze schön festhält), Abdocken,Gefuchtel mit Armen und Beinen, kurzes Weinen, Steif machen, Suchen, Andocken, wildes Genuckel und das gleiche Spiel wieder von vorne...wenn er sich dann von der Brust löst und man ihn hoch nimmt, dann ist kurz Ruhe bevor er anfängt zu meckern. Dann sucht er wie wild, findet seine Faust und nuckelt an dieser.

Rechte Seite angelegt und das gleiche Spiel wie oben (linke Brust)...ich habe ihn noch noch ewig nuckeln lassen, aber er scheint nicht zufrieden, da er weiterhin sucht.

Daher auch meine Angst, dass ihn meine Milchmenge nicht zufrieden stellt.

Re: Stillproblem? Ich bin verzweifelt

Verfasst: 15.02.2014, 17:41
von Missy
Mit der Milchmenge hat das Verhalten meiner Meinung nach nichts zu tun. Solche Phasen kenne ich auch. Wir haben (nach 6 Wochen Pumpstillen) uns erst einspielen müssen als Stillteam. :)
Und immer wieder mal gab es diese unruhigen, unzufriedenen Phasen. (Die gibt es auch heute immer wieder mal, z.B. erst vorhin und er ist jetzt 8 Monate alt)
Ist manchmal eine doofe Mischung aus Aufstossen müssen, Müdigkeit und "einfach alles doof gerade". Vertrau dir und deinem Kind, ihr macht das schon.

Die experten können da aber sicher mehr zu sagen.