Update
Mein Sohn Hannes ist nun etwas über ein Jahr alt...und...ich stille immernoch nachts. Wie ich das bis hierhin durchgehalten habe - keine Ahnung. Geht halt jeden Tag irgendwie weiter, aber Tränen (und Streit mit meinem Mann) gab es definitiv noch mehrmals.
Einschlafen geht inzwischen ohne mich, das macht mein Mann, da ich abends auch sehr lange arbeite. Um 23 Uhr trinkt Hannes meist das erste mal, da bin ich dann grad daheim *seufz*. Wirklich sehr lange und häufig und am liebsten dauerhaft trinkt er eigentlich nurnoch morgens zwischen 4 und 6.
Schnuller, Fläschchen, Milchersatz - haben wir immer mal wieder probiert, immer ohne Erfolg. Der Kurze weiß, was gut für ihn ist
Mittlerweile haben wir sein anderes Ernährunsgproblem (Gluten) im Griff und da er nun über ein Jahr alt ist, möchte ich nun tatsächlich abstillen und fühle mich auch gut dabei, denn er isst jetzt tagsüber schon wirklich gut. Ich werde in Kürze dann erstmal das erste Stillen rauszögern, indem ich im Gästezimmer schlafe und mein Mann ihn dann mit Kuscheln und tragen beruhigt (was ja zum ersten Einschlafen schon gut funktioniert). Gegen Morgen werd ich dann ins Bett kommen und morgens noch stillen.
Nach einer Woche müsste sich die Brust ja daran gewöhnt haben, dass sie weniger produzieren soll, wenn ich das hier richtig lese? Dann möchte ich im Anschluss ganz abstillen. Dafür nimmt mein Mann sich Urlaub und ich bin halt einfach nicht da.
Warum "wir" glauben, durch abstillen wird's leichter? Also ich kann ja nur für mich reden, aber KLAR ist es leichter, wenn man mal seine Schlafphasen in seinem eigenen Rhythums machen kann! Wenn man überhaupt mal das Kind abgeben kann. Mein Mann und meine Schwiegermutter WÜRDEN sich ja gerne kümmern, aber das geht ja nur, wenn ich nicht mehr zum Stillen gebraucht werde.
Ich bin selbständig und arbeite sehr viel und oft körperlich hart (wenn ich lese "Sport machen", hahahaha!). Ich gebe u.A. Kurse und bin dafür übers Wochenende im ganzen Land unterwegs. Das ist mit Baby extrem aufwändig, mein Kind hat schon mehr Autobahn gesehen als gut für ihn ist, wie ich meine. Ich hatte ihn sehr sehr ungern immer so lange im Autositz sitzen! Ich freue mich sehr darauf, ihn nach dem Abstillen an meinen Kurswochenenden zuhause lassen zu können, wo er sich ein ruhiges Männerwochenede mit Papa machen kann, anstatt mit seiner gestressten Mama rumzureisen.