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Re: Stillschreien und Hilflosigkeit...

Verfasst: 18.12.2013, 10:44
von Banane
ich danke euch so sehr für die vielen worte und vorschläge!

immer wieder wenn ich versuche mir abstillen dann ganz konkret versuche vorzustellen, so wie heute abend, kann ichs mir irgendwie schon wieder garnicht vorstellen wie das gehen soll...

ich will das eigentlich nicht.... aber manchmal denke ich eben das dann vielleicht alles besser wäre!

Tatsächlich hatten wir auch schon oft den verdacht das der kleine nur nuckeln möchte und es in aufregt wenn milch kommt. nur was macht man da dann?

Als der stress anfing hab ich mir auch immer gedanken darüber gemacht ob er genug abbekommt, die gewichtszunahme spricht aber für sich und allgemein sieht er wohlgenährt,rund und gesund aus weshalb diese sorge zum glück schnell kein großes thema mehr war. über die genau und aktuelle gewichtsentwicklung weiß ich deshalb recht wenig da es nie einen anlass gab außerhalb der U's zu wiegen.

@Feuerdrache: Da hast du völlig recht! die vorstellung nachts raus zu müssen um fläschen zumachen ist schrecklich für mich! dieses argument lässt auch den RabaukenPapa ganz schnell wieder an dem plan abzustillen zweifeln.....
Kiss hatte ich vorallem Anfangs oft im Kopf, wir waren 4 mal in osteopathischer behandlung, die osteopathin hat blockaden im hws und lws festgestellt und an denen gearbeitet, scheinbar waren/sind diese auch sehr hartnäckig. Nach der 4ten Behandlung und keiner besserung haben wir beschlossen erstmal wieder ein wenig zeit vergehen zu lassen und zu schauen was der kleine rabauke noch so für selbstheilungskräfte entwickelt.(da war er ca 12 wochen alt) nach deinem beitrag haben wir auch gleich beschlossen nochmal einen termin bei der osteopatin auszumachen in der hoffnung das es vielleicht nun etwas hilft.

@Lacrima: Danke für deine erfahrung, die idee ist gut ich werde es bei gelegenheit mal versuchen vielleicht hilfts!

@MaareMum: Ja ich glaube auch das es nicht an der Milchmenge liegt, die fließt meist eher im übermaß! ich bin ebenfalls absolut überzeugt das es bei stillkindern kein zu dick gibt! das hat mir mein gefühl gesagt und ihr hier habt mich darin sehr bestärkt diesem gefühl treu zu bleiben. wie gut das es dieses forum mit vielen kompeteten Menschen gibt! Pezziball haben wir leider keinen. Schaukeln auf dem spielplatz mit rabauken im TT funktioniert allerdings ganz gut vielleicht lassen wir uns einen zu weihnachten schenken!

@Susanne: wir warten ... schon allein deshalb weil ich abstillen wenn dann richtig machen will! und nicht irgendwie hoppla hop auch wenn ich schon manchmal zu impusiven aktionen neige, wenn wir abstillen würde ich das gerne mit meiner Hebamme zusammen tun. (Nicht die mit dem Stillprotokol, nach drei Wochen habe ich glücklicherweise eine vertretungshebamme bekommen weil die erste Urlaub hatte und diese zweite Hebamme war aufjedenfall kompetenter und stillfreundlicher, konnte mir aber auch wenig helfen.)

@annasushi: ja die aussicht auf Beikost entspannt mich wirklich ein wenig. Danke für deine Erfahrung.

@Leelaacoo: am anfang haben wir viel gepuckt, das war auch ein tip von der zweiten Hebamme, daraufhin hat er super toll geschlafen und hat sich sichtlich wohl gefühlt beim stillen hat es allerdings keine verbesserung gezeigt, mit 4 monaten hat er sich immer befreit und sich heftig dagegen gewehrt deshalb haben wir aufgehört und es hat sich auch richtig angefühlt aufzuhören.
Wie gesagt ist es phasenweise besser und schlechter... an schlechten tagen denke ich dann doch immer das es vielleicht hunger sein könnte... weil ja auch dicke menschen mal hunger empfinden oder nicht?

@Carraluma: ja die möglichkeit das es auch mit abstillen nicht besser wird finde ich sehr beängstigend... und ja von der unruhigen phase zwischen dem 4. und 6. Monat habe ich auch gehört und kann dem nur zustimmen, ja vielleicht liegt es daran und wir müssen wirklich einfach abwarten und es wird besser... ich hoffe wir halten durch.

ich habe grade oft zweifel das ich vieles falsch gemacht habe weil ich auf jedes schreien immer sofort reagiere, ich hab angst das ich ihm die möglichkeit genommen habe sich selbst zu beschäftigen oder seinen eigenen weg zu finden, manchmal denk ich er schreit aus langeweile oder weil er gerne mehr könnte als er kann... oder vielleicht hat er doch bauchweh und ist häufig auch einfach müde aber ich hab immer sorge das er tags zuviel schläft und dann nachts noch schlechter schläft.... ach wenn er mir einfach sagen könnte was er bräuchte das wäre schön! und jetzt komm ich mir natürlich blöd vor weil ich mein kind nicht "lesen" kann. immernoch nicht!
aber das tut ja zum stillproblem alles nichts zur sache!

sorry für mein gejammer, grade überrollt es mich so und der gedanke abzustillen macht mich so traurig, wir habens erstmal aufs neue jahr verschoben.....

Re: Stillschreien und Hilflosigkeit...

Verfasst: 18.12.2013, 10:51
von MaareMum
Banane hat geschrieben: Pezziball haben wir leider keinen. Schaukeln auf dem spielplatz mit rabauken im TT funktioniert allerdings ganz gut vielleicht lassen wir uns einen zu weihnachten schenken!
Also Pezzi-Ball kostet nicht viel. Die fangen schon bei 15 Euro an und es muss kein super Ball mit Anti-Burst für einfach nur bissl Hopsen sein. Im Gegenteil. Unser erster ohne Anti-Burst hatte irgendwann ein Loch (nach gut 20 Jahren) und jetzt haben wir einen mit Anti-Burst und der hüft sich viel schwerer. Ich werd beim nächsten Kind eher wieder einen billigen richtig hüpfenden anschaffen.
Nimm einen, der nicht zu klein ist, sonst ist das Hüpfen wahnsinnig anstrengend.

Re: Stillschreien und Hilflosigkeit...

Verfasst: 18.12.2013, 11:04
von Karinke
Meine Mama hat damals den Kleinsten aus ähnlich tönenden Gründen auch abgestillt in dem Alter, mit dem Resultat, dass es mit schoppen genau gleich unmöglich war wie gestillt....

Was ich v.a. aber noch dalassen will: Wegen der Blockaden, Osteos arbeiten nur an den Weichteilen. Die bearbeiten zwar gelenksregionen aber nicht das gelenk selber. Könntest du nicht zu einem eigentlichen KISS arzt gehen? Das macht nämlich einen Himmelweiten Unterschied, musste ich selber auch feststellen. Die osteo brachte bei uns nur zweitweise Linderung, und hat uns nicht mal drauf hingewiesen, dass was nicht stimmen könnte, so gut sie in ihrem fach auch war. Gerade, wenn sie ja merkte, dass im Bereich der HWS etwas nicht stimmte, bzw. verspannt war.

Re: Stillschreien und Hilflosigkeit...

Verfasst: 18.12.2013, 11:10
von MaareMum
Karinke hat geschrieben:Meine Mama hat damals den Kleinsten aus ähnlich tönenden Gründen auch abgestillt in dem Alter, mit dem Resultat, dass es mit schoppen genau gleich unmöglich war wie gestillt....

Was ich v.a. aber noch dalassen will: Wegen der Blockaden, Osteos arbeiten nur an den Weichteilen. Die bearbeiten zwar gelenksregionen aber nicht das gelenk selber. Könntest du nicht zu einem eigentlichen KISS arzt gehen? Das macht nämlich einen Himmelweiten Unterschied, musste ich selber auch feststellen. Die osteo brachte bei uns nur zweitweise Linderung, und hat uns nicht mal drauf hingewiesen, dass was nicht stimmen könnte, so gut sie in ihrem fach auch war. Gerade, wenn sie ja merkte, dass im Bereich der HWS etwas nicht stimmte, bzw. verspannt war.
Wenn solche Blockaden wirklich im Raum stehen, dann würde ich damit auch zu einem Spezialisten gehen (es gibt auch Physiotherapeuten, die darauf spezialisiert sind - ein guter Kinderarzt kann dich vermitteln/überweisen). Denn ggf. braucht ihr auch Übungen für Zuhause, um Muskeln aufzubauen und Asymmetrien auszugleichen. Bei einem befreundeten Kind von uns hat die Osteopathin auch die ersten Blockaden gelöst aber dann ganz klar gesagt, dass da ein Spezialist dran muss und das über ihre Kompetenz geht. So ehrlich ist aber leider nicht jeder.

Re: Stillschreien und Hilflosigkeit...

Verfasst: 18.12.2013, 20:00
von SusanneG
Ich finde es ganz toll, dass du weitermachen willst! Dein Sohn hat wirklich eine ganz tolle Mama! :)
Ebenfalls finde ich es einfach perfekt, dass du auf jedes Weinen eingehst. Somit zeigst du deinem Sohn, dass es dich interessiert, wenn er wegen irgendetwas weint und selbst wenn es nur Langeweile oder Frust sein sollte, weil er schon mehr können möchte, als er tatsächlich kann.
Es stärkt sein Vertrauen in dich und er weiß, dass du versuchen wirst ihm zu helfen.

Wenn ein Kindergartenkind weint, wird es doch auch gleich von seinen Eltern getröstet.... Du machst einfach intuitiv alles richtig!

Weiterhin alles Gute!

LG Susanne

Re: Stillschreien und Hilflosigkeit...

Verfasst: 19.12.2013, 21:19
von feuerdrache
Wie geht es Euch heute?

Re: Stillschreien und Hilflosigkeit...

Verfasst: 20.12.2013, 14:18
von Banane
Danke nochmal für eure lieben worte! Das Forum hier ist echt gold wert!

wir sind grade etwas im weihnachtsstress deshalb kam ich nicht zu schreiben sorry!

ich hab mir nochmal viel gedanken gemacht über nuckeln wollen und trinken... und gebe dem Rabauken nun wenn er abdockt direkt den schnulli und das scheint für uns beide tatsächlich eine Lösung zu sein, gestern ist er dann sogar sofort eingeschlafen, sieht so aus als wäre das wirklich sein problem beim stillen! hab jetzt so mal gestern und heute rumprobiert und hab festgestell - er nuckelt dann manchmal kurz und geht dann nochmal für ein paar schlückchen an die brust - dann wieder kurz nuckeln - das macht er dann ein paar mal und wirkt dabei sehr zufrieden solange bis er mich anstrahlt und anfängt zu plappern! voll schön!!! scheint mir irgendwie ein kompromis zu sein mit dem ich leben kann.
Einschlafstillen im Bett und nachts klappt aber weiterhin eher weniger... demenstrpechend ziemlich anstrengend sind unsere nächte gerade *gäääähhhn* da plagt ihn viel gepupse sehr! könnts an der saugtechnick liegen? windsalbe,kirschkernkissen,bauchmassage vor dem schlafen gehen helfen nicht mehr sogar sabsimplex hilft nicht! tagsüber können wir uns da ganz gut helfen mit fliegergriff und tragetuch, nachts wird der kleine rabauke allerdings ständig wach deshalb und kann nur nach jammern und drücken und meistens stillen damit es besser geht, wieder einschlafen! letzte nacht war er jede stunde wach und wir versuchen uns gegenseitig immer wieder zu versichern "ist nur eine phase, geht auch wieder vorbei"! wir testen heute mal noch kümmelzäpfchen mal sehen vielleicht hilfts.

wegen den Blockaden: bin da etwas ratlos, leider vertrau ich meiner Kinderärztin nicht mehr (die sowieso garkeine blockaden gesehen hat oder notwendigkeit für osteopathie...) also wie eine spezialisten finden? hat jemand tips für brandenburg?


viele Grüße euch allen! :xtree: :xtree:

Re: Stillschreien und Hilflosigkeit...

Verfasst: 24.02.2014, 12:44
von Banane
So jetzt nochmal ein update und viele fragen und immernoch hilflosigkeit...

ich stille noch, und es gibt noch immer viel geschrei und geweine dabei und ich weiß noch immer nicht warum, die schnuller lösung war nur kurzfristig,schnuller ganz weglassen für 7 tage hat auch nichts gebracht außer ganz viel weinen beim einschlafen da einschlafstillen vorallem tagsüber nicht klappt. inzwischen gibts schnuller nur noch zum einschlafen und der kleine mäuserich spukt ihn sobald er schläft auch schnell wieder aus also wirklich viel geschnullert wird hier nicht...

nun haben wir mit beikost begonnen, da ich große hoffnung hatte so tagsüber etwas entspannung zu finden wenn ich nicht mehr so häufig stillen muss haben wir so eine mischung aus brei und fingerfood gemacht, hat erstmal super geklappt, beikostreife ist aufjedenfall gegeben es wird alles getestet und auch geschluckt und noch mehr genommen, brei fand der mäuserich auch erstmal so gut das ich mir schon wieder sorgen ums gewicht gemacht habe, gemüse, obst, fleisch, getreide wurde erstmal alles inhaliert, fast schon so das ich wirklich weniger stillen musste und mich schon sehr gefreut hatte.

seit einer woche allterdings ist es vorbei,brei wird verweigert, stillen (mit schreien) ist angesagt und bei der vorstellung das noch die nächste jahre so zu haben krümmt sich in mir alles! aber abstillen kann ich mir auch irgendwie garnicht vorstellen wie das gehen soll ... vorallem weil ich es ja nachts echt noch sehr praktrisch finde ich wollte eigentlich durchhalten bis der kleine mann 1 jahr alt ist aber grade kann ich mir das nicht mehr vorstellen, meine nerven liegen (wahrscheinlich auch weil schlechter schläfer noch dazu) blank und ich wein einfach oft mit wenn er an der brust so viel schreit ... beim brei essen entwickelt sich inzwischen so ein druck den ich ganz schrecklich und bängstigend finde und den ich nicht will aber ich kann mich auch nur schwer dagegen währen.... inzwischen hab ich angst vor jedem essen und auch angst zu stillen. unterwegs stillen ist super schwierig und immer die komentare zum schreien beim stillen sind für mich schwer zu ertragen obwohl ich es inzwischen glaube ich ganz gut überspiele.. trotzdem heißt unterwegssein für mich stress und angst.

gibts für mich irgendeine möglichkeit stillen tagsüber zu ersetzten? hat jemand tipps? vielleicht doch noch eine expertenmeinung?


danke fürs lesen

Re: Stillschreien und Hilflosigkeit...

Verfasst: 24.02.2014, 13:01
von jusl
Hallo Banane,

hast Du Dein Baby inzwischen mal einem "richtigen" Kiss-Doc vorgestellt?

LG
Julia

Re: Stillschreien und Hilflosigkeit...

Verfasst: 24.02.2014, 13:06
von Banane
nein einem "richtigen" wahrscheinlich nicht.

wir haben das Thema Kiss nochmal bei der U5 angesprochen wurde von unserer Kinderärztin ausgeschlossen weil entwicklungsgerecht und sehr mobil.

wir waren nochmal bei einer Osteopathin die Kiss ebenfalls ausgeschlossen hat und auch blockadenmäßig alles im grünen bereich war, das heißt leichte blockaden waren spürbar liesen sich aber schnell lösen und sollte eigentlich keine schwierigkeiten mehr machen, geändert hat sich dadurch für uns aber nichts