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Re: Verzweiflung wegen Stillen... (Zufüttern, Milchmenge,...

Verfasst: 13.12.2013, 20:17
von November2013
Hallo Julia,

vielen lieben Dank für Deine erste Rückmeldung. Nachstehend noch einige Informationen/Fragen von unserer Seite:
Damit lag Deine Hebamme sachlich daneben. Normal sind 5-7%, ab 7% muss man genau hinschauen, ob evtl. ein Problem vorliegt und ggf. eingreifen, und 10% Gewichtsverlust stellen bereits eine Zufütterindikation dar.
Unsere Hebamme hat selbstverständlich parallel zum Gewicht auch den "Zustand" unseres Kleinen überprüft. Und nachdem er sehr fit und aktiv ist, die Haut auch gut mit Wasser versorgt war/ist und rein optisch und wie er sich verhalten hat einen sehr gesunden Eindruck gemacht hat, war weder unsere Hebamme noch wir sehr beunruhigt.
Prima, das war klug - schön dass es mit dem BES so gut klappt.
Das mit dem BES klappt wirklich gut (auch wenn es manchmal mit dem Anlegen etwas länger dauert), ich finde es aber trotzdem ziemlich umständlich. Gerade das Reinigen danach ist ziemlich nervig. Aber was macht man nicht alles für den Nachwuchs... :wink:
Hormone gibt's inzwischen als Homöopathika zu kaufen?!? Das war mir neu. Bist Du Dir da sicher??
Davon abgesehen: Leider gibt es keinen Beleg, dass stark verdünnte Homöopathika bei Milchbildungsproblemen wirksam sind. Wenn für Dich medikamentöse Unterstützung grundsätzlich in Frage kommt, würde ich zu Medikamenten mit belegter Wirksamkeit raten.
Ich habe einmal Oxytocin als Globuli genommen, das habe ich allerdings nicht mehr hier. Nachdem das nicht gewirkt hat, haben wir Prolactin C30 probiert (PZN 01825636, Homeda Pharma GmbH).
Zum Trinken: Bitte ganz normal trinken. Sowohl deutlich zu wenig als auch deutlich über den Durst getrunkene Flüssigkeit können die Milchbildung verringern.
Zu den Kapseln: Welche nimmst Du, und in welcher Dosierung?
Ich nehme die "Aktivierten Bockshornkleekapseln" von Dr. Pandalis. Momentan nehme ich diese allerdings etwas unregelmäßiger ein. Sonst habe ich 3 mal täglich 3 Kapseln genommen. Kennst Du diese Kapseln? Sind sie gut oder kann man auch drauf verzichten?
Ja, natürlich ist Mich da - sonst würde Dein Baby wahrscheinlich 700-800 ml Zufüttermilch trinken (= durchschnittliche Tagestrinkmenge). Offenbar wird jedoch nicht GENUG Milch produziert; vielleicht finden wir ja heraus, warum.
Du schriebst, dass es keine med. Besonderheiten bei Dir gibt, aber ich frag zu Sicherheit noch mal genauer nach: Übergewicht, Untergewicht, Schilddrüsensachen, Diabetes, KiWu-Behandlung, PCOS, (Passiv-)Rauchen,... das sind neben Plazentaresten in der Gebärmutter und Fehlbildungen der Brustdrüse so die häufigsten Sachen. Ist mit dem Wochenfluss alles OK (gewesen)? Hat sich Deine Brust in der Schwangerschaft merklich verändert? Größenzunahme, Spannungsgefühl z.B.?
Nein, es gibt wirklich keinerlei medizinischer Auffälligkeiten (kein übergewicht/Untergewicht oder Diabetes, Nichtraucherin, auch mein Mann raucht nicht). Schwanger wurde ich recht schnell auf natürlichem Weg und auch die Schwangerschaft und Geburt verliefen absolut problemlos. Die Plazenta hat sich auch von selbst gelöst und war komplett. Auch beim Wochenfluss gab es keinerlei Auffälligkeiten.
In der Schwangerschaft habe ich keine großen Veränderungen der Brust bemerkt (weder eine extreme Größenzunahme noch Spannungsgefühle).
Zu der Schilddrüsenfunktion kann ich nichts sagen, da ich diese schon länger nicht testen habe lassen. Ich weiß aber, dass meine Mutter und meine beiden Schwestern damit Probleme hatten/haben (weiß allerdings nicht, ob Unter- oder Überfunktion). Wer kann mir hier helfen? FÄ oder Hausarzt?
Zu evtl. Fehlbildungen der Brustdrüsen kann ich nichts sagen. Macht es Sinn, dieses untersuchen zu lassen? Gibt es hier häufig Probleme, die mit dem Stillen zusammenhängen bzw. ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich damit Probleme habe, sehr hoch? Wer ist hierfür zuständig (FÄ)?
Domperidon ist wohl das am häufigsten eingesetzte Laktagogum. Das müsstest Du Dir ärztlich verschreiben lassen, richtig. Es gibt auch noch einige andere Medikamente aus dieser Gruppe.
Was mich hier sehr interessiert, ob die Einnahme von Domperidon Auswirkungen auf das Baby hat? Soweit ich weiß, geht ja der Wirkstoff in die Muttermilch über. Was bedeutet das für das Baby? Ich möchte selbstverständlich nicht, dass der Kleine irgendwelche Schäden von den Medikamenten davonträgt.
Es ist besser, wenn Du Dich lieber fachkundig beraten lässt als einfach so loszugoogeln. Syntocinon ist KEIN Laktagogum, sondern löst sozusagen künstliche Milchspendereflexe aus (damit bei ganz speziellen Störungen die Milch fließt, die schon da ist). Das hat nichts mit mangelnder MilchBILDUNG zu tun.
Also aus Deiner Sicht nicht allzu sinnvoll in meinem Fall?
Das hier scheint mir schon der erste, naheliegendste Ansatzpunkt zu sein: Babys stillen normalerweise 8-12 mal in 24 Stunden. Diese Häufigkeit ist nötig, damit die Babys an genug Milch herankommen und damit Mütter überhaupt genug Milch bilden. Unabhängig von allen weiteren Bemühungen kann also auf jeden Fall empfohlen werden: Ab sofort mind. 8-12 mal in 24 Stunden stillen.
Was hältst Du von zusätzlichem Abpumpen um der Brust noch mehr Stimulation bzw. Anreize zu verschaffen? Ich pumpe momentan schon regelmäßig - nicht unbedingt wegen der Menge, sondern eher zur Stimulation bzw. dass die Brust die Information erhält, mehr zu produzieren.
Die anstrengenden Abendstunden kennen sehr viele Mütter, auch die, die problemlos vollstillen. Hast Du jemanden, der Dich in dieser Zeit entlasten könnte? Könntest Du Dein Baby mal für ein Stündchen jemand anderem überlassen?
Das ist kein Problem. Wenn mein Mann von der Arbeit heimkommt unterstützt er mich sehr gut und nimmt mir den Kleinen auch mal ab, dass ich Zeit für mich habe...
Danke auch für Deine vorbildlich geführte Liste, das ist hilfreich und sollte noch ein Weilchen fortgeführt werden. In der letzten Woche, also seit Wiedererreichen des Geburtsgewichts, war die Gewichtszunahme in Ordnung - ein sicherer Beleg dafür, dass die Zufüttermenge SO RICHTIG war. Derzeit sollte also weiterhin täglich rund 400-450 ml Pre zugefüttert werden. Versuch mal, diese Menge in der nächsten Zeit in diesem Bereich ungefähr konstant zu halten anstatt innerhalb weniger Tagen zwischen 275 und 570 z.B. zu schwanken. Schwankungen in der Gesamttrinkmenge (die ganz normal sind) kannst Du gut übers Stillen ausgleichen anstatt übers Zufüttern.
Gut, dann werde ich das Vorgehen auf jeden Fall so beibehalten und auch das Gewicht und die zugefütterten Mengen weiterhin dokumentieren.

Ziel ist natürlich weiterhin von dem Zufüttern wegzukommen und den Kleinen nur zu stillen. Ich hoffe, dass sich das irgendwann realisieren lässt...

Liebe Grüße,
Julia

Re: Verzweiflung wegen Stillen... (Zufüttern, Milchmenge,...

Verfasst: 14.12.2013, 19:10
von jusl
Das mit dem BES klappt wirklich gut (auch wenn es manchmal mit dem Anlegen etwas länger dauert), ich finde es aber trotzdem ziemlich umständlich. Gerade das Reinigen danach ist ziemlich nervig.
Ja, das ist definitiv viel mehr Arbeit als einfach stillen, da hast Du völlig Recht. Momentan seid Ihr aufs Zufüttern aber angewiesen, leider. Mütter, die länger mit dem BES zu tun haben, entwickeln oft gut Routinenen: BES nach der Nutzung einfach nur kurz durchspülen, mit mehreren Sets arbeiten, und einmal am Tag kommt alles in den Vaporisator o.ä.
Ich habe einmal Oxytocin als Globuli genommen, das habe ich allerdings nicht mehr hier. Nachdem das nicht gewirkt hat, haben wir Prolactin C30 probiert
Hm, OK, aber wenn man an Homöopathie glaubt, gilt dann nicht der Grundsatz "Ähnliches mit Ähnlichem behandeln"? Unruhezustände mit Coffea, Übelkeit mit Nux Vomica,...? Nach dieser Regel würden Hormon-Homöopathika ja genau das Gegenteil der eigentlichen Hormonwirkung bewirken.

Ich nehme die "Aktivierten Bockshornkleekapseln" von Dr. Pandalis. Momentan nehme ich diese allerdings etwas unregelmäßiger ein. Sonst habe ich 3 mal täglich 3 Kapseln genommen. Kennst Du diese Kapseln? Sind sie gut oder kann man auch drauf verzichten?
Das von Dir genannte Präparat ist ein häufig eingesetztes Laktagogum. Wichtig bei Bocks ist allerdings, dass man es ausreichend hoch dosiert (üblicherweise 3x2 oder 3x3 Kapseln täglich). Für gewöhnlich nimmt man dann einen leichten Ahorn-Geruch von Urin und Schweiß wahr.
In der Schwangerschaft habe ich keine großen Veränderungen der Brust bemerkt (weder eine extreme Größenzunahme noch Spannungsgefühle).
Dies - muss nicht - aber könnte auf nicht vollständig entwickeltes Drüsengewebe hinweisen. Hier lohnt eine ärztliche Abklärung. Dazu könnte ein Gyn, der sich mit der laktierenden Brust auskennt, per Ultraschall der Gewebe beurteilen. Falls die Hypogalakie (=geringe Milchbildung) deutlich ausgeprägt bleiben sollte, sind außerdem Checkups beim Hausarzt und ggf. Endokrinologen sinnvoll.
Was mich hier sehr interessiert, ob die Einnahme von Domperidon Auswirkungen auf das Baby hat? Soweit ich weiß, geht ja der Wirkstoff in die Muttermilch über. Was bedeutet das für das Baby? Ich möchte selbstverständlich nicht, dass der Kleine irgendwelche Schäden von den Medikamenten davonträgt.
Nebenwirkungen beim Baby sind bislang nicht beobachtet worden. Ausführliche Info zum Einsatz von Domperidon bei Hypogalaktie findest Du hier: KLICK.
Also aus Deiner Sicht nicht allzu sinnvoll in meinem Fall?
Richtig - NICHT sinnvoll. Syntocinon hat eigentlich nur in der Geburtshilfe Sinn. Es gibt nur sehr wenige Fälle, in denen die (unbedingt kurzfristige!.. Maximal 24-48 Stunden!) Anwendung von Syntocinon im Kontext von Stillproblemen sinnvoll. Langfristig gibt's überhaupt kein Anwendungsgebiet.
Was hältst Du von zusätzlichem Abpumpen um der Brust noch mehr Stimulation bzw. Anreize zu verschaffen? Ich pumpe momentan schon regelmäßig - nicht unbedingt wegen der Menge, sondern eher zur Stimulation bzw. dass die Brust die Information erhält, mehr zu produzieren.
Wie gesagt, 8-12 mal stillen in 24 Stunden wäre das Beste. Wenn dies nicht möglich erscheint (ist das so?), dann sollte die Brust auf ANDEREM Wege in dieser Häufigkeit stimuliert werden, z.B. per Pumpe.
Das ist kein Problem. Wenn mein Mann von der Arbeit heimkommt unterstützt er mich sehr gut und nimmt mir den Kleinen auch mal ab, dass ich Zeit für mich habe...
Prima.
Gut, dann werde ich das Vorgehen auf jeden Fall so beibehalten und auch das Gewicht und die zugefütterten Mengen weiterhin dokumentieren.
Alles klar, dann schauen wir jetzt erstmal einige Tage lang, was wir auf dem bislang besprochenen Weg erreichen können. Bitte melde Dich täglich mit den relevanten Daten.

LG
JUlia

Re: Verzweiflung wegen Stillen... (Zufüttern, Milchmenge,...

Verfasst: 15.12.2013, 20:56
von November2013
Hallo,

vielen Dank für Deine Antworten :)
jusl hat geschrieben:Hm, OK, aber wenn man an Homöopathie glaubt, gilt dann nicht der Grundsatz "Ähnliches mit Ähnlichem behandeln"? Unruhezustände mit Coffea, Übelkeit mit Nux Vomica,...? Nach dieser Regel würden Hormon-Homöopathika ja genau das Gegenteil der eigentlichen Hormonwirkung bewirken.
Ich bin leider nicht allzu fit was Homöopathie angeht. Aber ich kann Deine Meinung dazu verstehen. Naja, jetzt ist es schon zu spät...
jusl hat geschrieben:Das von Dir genannte Präparat ist ein häufig eingesetztes Laktagogum. Wichtig bei Bocks ist allerdings, dass man es ausreichend hoch dosiert (üblicherweise 3x2 oder 3x3 Kapseln täglich). Für gewöhnlich nimmt man dann einen leichten Ahorn-Geruch von Urin und Schweiß wahr.
Gut, dann werde ich die Kapseln ab sofort wieder regelmäßig einnehmen. Ja, einen unangenehmen Geruch des Schweiß habe ich bereits bemerkt :wink:
jusl hat geschrieben:Dies - muss nicht - aber könnte auf nicht vollständig entwickeltes Drüsengewebe hinweisen. Hier lohnt eine ärztliche Abklärung. Dazu könnte ein Gyn, der sich mit der laktierenden Brust auskennt, per Ultraschall der Gewebe beurteilen. Falls die Hypogalakie (=geringe Milchbildung) deutlich ausgeprägt bleiben sollte, sind außerdem Checkups beim Hausarzt und ggf. Endokrinologen sinnvoll.
Ich habe diese Woche sowieso meinen Nachsorge-Termin bei meiner Gyn. Ich werde sie auf jeden Fall einmal darauf ansprechen. Mal sehen, was sie dazu sagt bzw. ob sie vielleicht direkt eine Einschätzung zu meiner Brust treffen kann.
jusl hat geschrieben:Nebenwirkungen beim Baby sind bislang nicht beobachtet worden. Ausführliche Info zum Einsatz von Domperidon bei Hypogalaktie findest Du hier: KLICK.
So wie ich das gesehen habe, scheint der Wirkstoff tatsächlich keine Auswirkungen auf das Baby zu haben. Ich werde auch hierzu diese Woche gleich mal meine Gyn ansprechen. Kann es Probleme mit dem Rezept geben, wenn ich der Gyn offen sage, dass ich das Domperidon zur Milchbildung nehmen möchte? Kannst Du eine Einschätzung geben, wie gern/ungern die Ärzte das Mittel für diesen Zweck verschreiben (und vielleicht, wie ich sie "überreden/überzeugen" kann, falls sie mir kein Rezept ausstellen möchte...)?
jusl hat geschrieben:Wie gesagt, 8-12 mal stillen in 24 Stunden wäre das Beste. Wenn dies nicht möglich erscheint (ist das so?), dann sollte die Brust auf ANDEREM Wege in dieser Häufigkeit stimuliert werden, z.B. per Pumpe.
Doch das ist schon möglich. Ich dachte nur, dass die Brust durch die Milchpumpe noch zusätzliche Anreize erhält.
Wir haben unserem Kleinen vergangene Nacht um ca. 2 Uhr das letzte Mal mit BES (80 ml Pre) gestillt bzw. zugefüttert. Er hatte dann erst heute früh um ca. 9 Uhr wieder Hunger. D. h. dass ich über 6 Stunden nicht gestillt oder abgepumpt habe (ich habe auch bis 9 Uhr geschlafen). Das ist ja schon ein sehr langer Zeitraum. Ist das ok? Oder sollte ich ihm lieber weniger zufüttern? Oder die Menge so beibehalten und nach ca. 3 Stunden abpumpen?

Nachstehend auch noch die ergänzte Gewichts- und Zufütteraufstellung:

03.11.= 3.540 g (Geburt)
09.11.= 3.120 g
17.11.= 3.090 g
18.11.= 3.070 g
19.11.= 3.120 g
20.11.= 3.190 g
21.11.= 3.200 g
22.11.= 3.170 g
23.11.= 3.150 g
24.11.= 3.240 g
25.11.= 3.200 g, 230 ml
26.11.= 3.300 g, 300 ml
27.11.= 3.240 g, 230 ml
28.11.= 3.270 g, 200 ml
29.11.= 3.260 g, 260 ml
30.11.= 3.320 g, 240 ml
01.12.= 3.470 g, 370 ml
02.12.= 3.420 g, 310 ml
03.12.= 3.400 g, 440 ml
04.12.= 3.520 g, 360 ml
05.12.= 3.570 g, 540 ml
06.12.= 3.550 g, 390 ml
07.12.= 3.640 g, 350 ml
08.12.= 3.570 g, 340 ml
09.12.= 3.590 g, 275 ml
10.12.= 3.620 g, 415 ml
11.12.= 3.710 g, 460 ml
12.12.= 3.740 g, 570 ml
13.12.= 3.720 g, 465 ml
14.12.= 3.790 g, 360 ml
Das Wiegen erfolgte meist nach dem letzten Stillen/Zufüttern.

Wir hatten heute Abend außerdem die folgende Situation: ich hatte ihn auf der einen Seite gestillt (ca. 15 - 20 Minuten), wo er dann auch für einige Minuten eingeschlafen ist. Dann habe ich ihn auf der anderen Seite gestillt (ebenfalls ca. 15 - 20 Minuten), wo er dann auch eingeschlafen ist und auf mich den Eindruck gemacht hat, dass er satt ist. Mein Mann hat ihn dann schlafend ins Tragetuch genommen - wir sind eigentlich davon ausgegangen, dass er aufwacht und quengelig sein wird, immerhin hatte er nichts über das BES bekommen. Jetzt schläft er immer noch und das schon seit ca. einer Stunde. In einer solchen Situation kann ich doch davon ausgehen, dass er von der Brust satt wurde, oder? Hätte er noch Hunger, hätte er sich doch bestimmt lautstark gemeldet, richtig?

Alles Liebe,
Julia

Re: Verzweiflung wegen Stillen... (Zufüttern, Milchmenge,...

Verfasst: 15.12.2013, 21:36
von jusl
So wie ich das gesehen habe, scheint der Wirkstoff tatsächlich keine Auswirkungen auf das Baby zu haben. Ich werde auch hierzu diese Woche gleich mal meine Gyn ansprechen. Kann es Probleme mit dem Rezept geben, wenn ich der Gyn offen sage, dass ich das Domperidon zur Milchbildung nehmen möchte? Kannst Du eine Einschätzung geben, wie gern/ungern die Ärzte das Mittel für diesen Zweck verschreiben (und vielleicht, wie ich sie "überreden/überzeugen" kann, falls sie mir kein Rezept ausstellen möchte...)?
Tja, es gibt - wie sonst auch im Leben ;-) - solche und solche... Ich kenne Gyns, die gut informiert sind über medikamentöse Unterstützung der Laktation und entsprechend problemlos die notwendigen Medikamente verordnen oder sogar selbst vorschlagen. Genauso gibt's Gyns, die sich mit "Sowas hab ich ja noch nie gehört" weigern...
Doch das ist schon möglich. Ich dachte nur, dass die Brust durch die Milchpumpe noch zusätzliche Anreize erhält.
Also, um unnötigen Stress, Arbeits- und Zeitaufwand zu vermeiden, würde ich IMMER raten: Wenn Du häufig genug stillen kannst, dass TU DAS, anstatt zu pumpen.
Wir haben unserem Kleinen vergangene Nacht um ca. 2 Uhr das letzte Mal mit BES (80 ml Pre) gestillt bzw. zugefüttert. Er hatte dann erst heute früh um ca. 9 Uhr wieder Hunger. D. h. dass ich über 6 Stunden nicht gestillt oder abgepumpt habe (ich habe auch bis 9 Uhr geschlafen). Das ist ja schon ein sehr langer Zeitraum. Ist das ok? Oder sollte ich ihm lieber weniger zufüttern? Oder die Menge so beibehalten und nach ca. 3 Stunden abpumpen?
Wie es mal "eine Nacht lang" läuft, ist egal. Aber DAUERHAFT sind 6 Stunden Stillpause nachts nicht günstig. Wenn Du meinst, dass es an der relativen hohen Zufüttermenge auf einmal lag, würde ich diese begrenzen.

Wir hatten heute Abend außerdem die folgende Situation: ich hatte ihn auf der einen Seite gestillt (ca. 15 - 20 Minuten), wo er dann auch für einige Minuten eingeschlafen ist. Dann habe ich ihn auf der anderen Seite gestillt (ebenfalls ca. 15 - 20 Minuten), wo er dann auch eingeschlafen ist und auf mich den Eindruck gemacht hat, dass er satt ist. Mein Mann hat ihn dann schlafend ins Tragetuch genommen - wir sind eigentlich davon ausgegangen, dass er aufwacht und quengelig sein wird, immerhin hatte er nichts über das BES bekommen. Jetzt schläft er immer noch und das schon seit ca. einer Stunde. In einer solchen Situation kann ich doch davon ausgehen, dass er von der Brust satt wurde, oder? Hätte er noch Hunger, hätte er sich doch bestimmt lautstark gemeldet, richtig?
Also, von Schreien-Quengeln/Ruhig sein auf Hunger/Satt sein zu schließen, ist so ne Sache... Als Faustregel gilt aber sicherlich: Ein grundsätzlich gut zunehmendes Baby, das nach dem Stillen zufrieden schläft, hat vermutlich "genug" bekommen.

LG
Julia

Re: Verzweiflung wegen Stillen... (Zufüttern, Milchmenge,...

Verfasst: 16.12.2013, 23:59
von November2013
Hallo,
jusl hat geschrieben:Tja, es gibt - wie sonst auch im Leben - solche und solche... Ich kenne Gyns, die gut informiert sind über medikamentöse Unterstützung der Laktation und entsprechend problemlos die notwendigen Medikamente verordnen oder sogar selbst vorschlagen. Genauso gibt's Gyns, die sich mit "Sowas hab ich ja noch nie gehört" weigern...
Ok, dann bin ich ja mal gespannt, was meine Gyn dazu sagt... Ich werde auf jeden Fall berichten!
jusl hat geschrieben:Wie es mal "eine Nacht lang" läuft, ist egal. Aber DAUERHAFT sind 6 Stunden Stillpause nachts nicht günstig. Wenn Du meinst, dass es an der relativen hohen Zufüttermenge auf einmal lag, würde ich diese begrenzen.
Wir hatten auch die vergangene Nacht eine ähnliche Situation. Wir haben um ca. 23 Uhr gestillt mit 60 ml BES. Nach ca. 1,5 Stunden hatte er wieder Hunger. Wir haben gestillt und übers BES hat er 30 ml getrunken. Und dann hat er bis heute früh um ca. 8 Uhr ausgehalten. Das letzte Mal stillen war dann somit um 0.30 Uhr und getrunken hat er aber nicht wirklich viel mit 30 ml.
Ich bin mittlerweile mit dem ganzen Stillen so verunsichert, dass ich bei jedem Quengeln / "Unruhig-Sein" davon ausgehe, dass es Hunger ist und gar nichts anderes in Betracht ziehe. Vielleicht war das um 0.30 Uhr gar nicht Hunger?!?! Aber die zwei Mahlzeiten (60 ml und 30 ml) kann ich von der Menge ja kaum reduzieren, oder? Und er verlangt ja auch danach.
Ich habe allerdings heute früh um ca. 5.45 Uhr 9 Minuten abgepumpt, so dass die Brust keine allzu lange Pause hat.

Nachdem unser Kleiner ja zunehmen soll, möchte ich ihm gerne selbst überlassen, wie viel er pro Mahlzeit trinkt bzw. möchte ich natürlich, dass er nach jeder Mahlzeit satt ist. Dadurch habe ich logischerweise manchmal auch längere Stillpausen. Soll ich dann tatsächlich die Menge beschränken (bspw. jeweils nur 50 ml) mit dem Risiko, dass er danach unzufrieden ist und nach mehr verlangt?

Hier noch die aktuellen Mengen/Gewichte:
03.11.= 3.540 g (Geburt)
09.11.= 3.120 g
17.11.= 3.090 g
18.11.= 3.070 g
19.11.= 3.120 g
20.11.= 3.190 g
21.11.= 3.200 g
22.11.= 3.170 g
23.11.= 3.150 g
24.11.= 3.240 g
25.11.= 3.200 g, 230 ml
26.11.= 3.300 g, 300 ml
27.11.= 3.240 g, 230 ml
28.11.= 3.270 g, 200 ml
29.11.= 3.260 g, 260 ml
30.11.= 3.320 g, 240 ml
01.12.= 3.470 g, 370 ml
02.12.= 3.420 g, 310 ml
03.12.= 3.400 g, 440 ml
04.12.= 3.520 g, 360 ml
05.12.= 3.570 g, 540 ml
06.12.= 3.550 g, 390 ml
07.12.= 3.640 g, 350 ml
08.12.= 3.570 g, 340 ml
09.12.= 3.590 g, 275 ml
10.12.= 3.620 g, 415 ml
11.12.= 3.710 g, 460 ml
12.12.= 3.740 g, 570 ml
13.12.= 3.720 g, 465 ml
14.12.= 3.790 g, 360 ml
15.12.= 3.790 g, 280 ml
16.12.= 3.760 g, 220 ml
Wir hatten jetzt zwei Tage in Folge mit wenig zugefütterter Menge und konstantem bzw. leicht sinkenden Gewicht. Du hattest ja geschrieben, dass das Ziel momentan 400 - 450 ml sein sollte. Kann es sein, dass es einfach Tage gibt, an denen er weniger Hunger hat? Die 30 g Gewichtsreduktion heute sind wahrscheinlich vollkommen im normalen "Schwankungsbereich", oder?

Wie ist denn Deine ehrliche Einschätzung zu den zugefütterten Mengen? Hältst Du es für realistisch von der Zufütterung wegzukommen und ausschließlich zu stillen? Momentan habe ich noch die Kraft, den ganzen "Aufwand" (BES) weiterzubetreiben...

Vielen Dank & LG,
Julia

Re: Verzweiflung wegen Stillen... (Zufüttern, Milchmenge,...

Verfasst: 17.12.2013, 07:39
von jusl
Nachdem unser Kleiner ja zunehmen soll, möchte ich ihm gerne selbst überlassen, wie viel er pro Mahlzeit trinkt bzw. möchte ich natürlich, dass er nach jeder Mahlzeit satt ist. Dadurch habe ich logischerweise manchmal auch längere Stillpausen.
Naja, genau dies ist eben nicht "logischerweise" so, dass es dann "längere Stillpausen" gibt. Gut zunehmende Babys trinken für gewöhnlich 8-12 mal in 24 Stunden, also durchschnittlich alle 2-3 Stunden, und selbstverständlich ist dabei vorgesehen, dass sie bei jeder Mahlzeit gut satt sind.
Soll ich dann tatsächlich die Menge beschränken (bspw. jeweils nur 50 ml) mit dem Risiko, dass er danach unzufrieden ist und nach mehr verlangt?
Wieso "nur 50 ml"? 50 ml ist eine durchaus normale Mahlzeitengröße für ein 3-4 kg-Kind, das 12 mal in 24 Stunden trinkt (denn da kommt 12x50ml = 600 ml Tagestrinkmenge zusammen, was ein realistischer Wert sein dürfte (Quelle)). Dein Baby soll zunehmen. Dafür sind v.a. häufige Mahlzeiten das A und O.
Wir hatten jetzt zwei Tage in Folge mit wenig zugefütterter Menge und konstantem bzw. leicht sinkenden Gewicht. Du hattest ja geschrieben, dass das Ziel momentan 400 - 450 ml sein sollte. Kann es sein, dass es einfach Tage gibt, an denen er weniger Hunger hat? Die 30 g Gewichtsreduktion heute sind wahrscheinlich vollkommen im normalen "Schwankungsbereich", oder?
Die Gewichtszunahme Deines Babys lag in den letzten beiden Wochen bei durchschnittlich 170 g, das ist ein normaler Wert. Viel genauer kann man die Gewichtszunahme durch tägliche Messungen nicht bestimmen. Insbesondere kann man nicht sagen, dass ein Baby in den letzten 3 Tagen so und so viel zugenommen hat, wegen dieser und jener Zufüttermenge - hier wäre der Messzeitraum einfach zu klein.
Klar ist: Mit den 400-500 ml Zufüttermilch in den 2 Wochen davor hat Dein Baby ganz normal zugenommen, also war diese Zufüttermenge RICHTIG. Dementsprechend sollte man nicht plötzlich einfach nur noch die Hälfte zufüttern, sondern wenn eine Reduktion der Zufüttermengen versucht wird, dann sollte diese langsam und kontrolliert ablaufen.
Wie ist denn Deine ehrliche Einschätzung zu den zugefütterten Mengen? Hältst Du es für realistisch von der Zufütterung wegzukommen und ausschließlich zu stillen?
Hierzu kann ich noch keine fundierte Einschätzung abgeben, denn dies hängt von Faktoren ab, die ich (noch) nicht kenne: Von den Gewichts- und Zufütterdaten der nächsten Zeit, vom Anschlagen der Medikamente und von den Ergebnissen Deiner Untersuchungen. Hier müssen wir noch ein bisschen Geduld haben.
Klar ist, dass häufiges Stillen und stillfreundliches Zufüttern der beste Weg sind, die Zufüttermengen bei gutem Gedeihen auch wieder reduzieren zu können. Deshalb bleibt's erstmal bei der Empfehlung:
jusl hat geschrieben:* täglich mindestens 8-12 mal stillen.
* täglich ca 400-450 ml Pre per BES zufüttern
* Gewicht und Zufüttermengen weiterhin täglich dokumentieren
* mögliche medizinische Ursachen ärztlich abklären lassen und ggf behandeln.
In Ordnung so?

LG
Julia

Re: Verzweiflung wegen Stillen... (Zufüttern, Milchmenge,...

Verfasst: 19.12.2013, 17:25
von November2013
Hallo,

bitte entschuldige, dass ich mich jetzt erst melde...

Ich hatte heute meinen Termin bei der Gyn :-x. Ich hatte das Gefühl, dass ich ziemlich abgespeist wurde. Zum Glück habe ich wenigstens das Rezept für das Domperidon bekommen (kann ich morgen früh in der Apotheke holen). Die Aussagen meiner Gyn waren ungefähr:
- 20 % aller Frauen können nicht stillen und da kann man auch nichts daran ändern
- wenn bei der Milchpumpe eher wenig Milch kommt, wird es nichts mehr und man kann nicht vollstillen
- es gibt keine Möglichkeit, die Milchdrüsen zu untersuchen bzw. zu beurteilen, ob hier alles ok ist
- Prolaktinwert kann man zwar untersuchen, hat aber keinerlei Aussagekraft
- Eine Schilddrüsenfehlfunktion wird es wohl nicht sein, denn das müsste dann schon eine gravierende Unterfunktion sein (habe aber trotzdem darauf bestanden, dass Blut genommen wird - Ergebnis liegt wohl am Montag vor)
- habe jetzt noch ein homöopathisches Mittel verschrieben bekommen (Lac Canin), mit dem sie wohl schon gute Erfahrungen gemacht hat. Kennst Du das Mittel? Wenn ja, was hältst Du davon?
... Also, wie Du siehst... Termin war nicht allzu vielversprechend. Ich hatte den Eindruck, man will sich nicht länger mit mir "befassen" :cry: .

Gibt es aus medizinischer Sicht noch irgendetwas, das ich machen/abklären lassen könnte?

Hier auch noch die aktuellen Daten:
03.11.= 3.540 g (Geburt)
09.11.= 3.120 g
17.11.= 3.090 g
18.11.= 3.070 g
19.11.= 3.120 g
20.11.= 3.190 g
21.11.= 3.200 g
22.11.= 3.170 g
23.11.= 3.150 g
24.11.= 3.240 g
25.11.= 3.200 g, 230 ml
26.11.= 3.300 g, 300 ml
27.11.= 3.240 g, 230 ml
28.11.= 3.270 g, 200 ml
29.11.= 3.260 g, 260 ml
30.11.= 3.320 g, 240 ml
01.12.= 3.470 g, 370 ml
02.12.= 3.420 g, 310 ml
03.12.= 3.400 g, 440 ml
04.12.= 3.520 g, 360 ml
05.12.= 3.570 g, 540 ml
06.12.= 3.550 g, 390 ml
07.12.= 3.640 g, 350 ml
08.12.= 3.570 g, 340 ml
09.12.= 3.590 g, 275 ml
10.12.= 3.620 g, 415 ml
11.12.= 3.710 g, 460 ml
12.12.= 3.740 g, 570 ml
13.12.= 3.720 g, 465 ml
14.12.= 3.790 g, 360 ml
15.12.= 3.790 g, 280 ml
16.12.= 3.760 g, 220 ml
17.12.= 3.760 g, 440 ml
18.12.= 3.810 g, 430 ml
19.12.= liegt noch nicht vor

Ich muss Dir aber ganz ehrlich sagen, dass ich mittlerweile vom BES total genervt bin. Ich mache es weiterhin so, dass er eine Seite für ca. 10 - 15 Minuten bekommt, dann die zweite Seite und dann das BES. Und zum Trinken des BES braucht er min. eine halbe Stunde. D. h. pro Stillvorgang bin ich meist 1 - 1,5 Stunden beschäftigt. Das geht mir mittlerweile ziemlich an die Substanz :cry: (Tränen gehören momentan bei mir zum Alltag) und ich komme zu nichts anderes mehr. Ich weiß, dass ich auch auf eine ordentliche Ernährung achten soll, aber das geht momentan irgendwie gar nicht. Ich bin schon immer froh, wenn mein Mann Abends von der Arbeit heimkommt, dass ich mal was anderes machen kann.
Ich weiß, dass ich mit dem BES einfach weiterhin durchhalten muss, aber das fällt mir zunehmend schwer. Ich möchte einfach auch mal ein Erfolgserlebnis haben oder zumindest bestätigt wissen, dass ich/wir auf dem richtigen Weg sind...

Liebe Grüße von einer traurigen und verzweifelten Mama :cry: ...

Re: Verzweiflung wegen Stillen... (Zufüttern, Milchmenge,...

Verfasst: 19.12.2013, 19:44
von teresa2013
Hallo,

ich wollte mich mal zu Deinem Thread melden, da ich in genau der gleichen Situation bin. Ich habe dazu auch einen Thread hier.

Ich bin am 15.11. Mutter einer kleiner Tochter geworden, die am Anfang starke Neugeborenengelbsucht hatte und mehrmals ins Lichtbett musste. Aus diesem Grund konnte ich sie am Anfang nicht so oft anlegen, sodass das Stillen nicht richtig in Gang kam, zusätzlich wurde in der Klinik ab dem 1. Lebenstag Fläschchen gegeben.

Auch ich benutze inzwischen das BES - und mir geht es wie Dir: ich habe heute erst mal beide Seiten angelegt und danach noch BES gegeben und war 1,5 h beschäftigt. Das ist extrem anstrengend. Ich kann so gut mit Dir fühlen. Beim nächsten mal BES hat das Andocken mit Schlauch etc. nicht gut geklappt und ich war nur mit dem BES 1,5 h beschäftigt. Bin inzwischen schon ganz schön am Ende. Bei mir ist es auch so, dass ich nur abends, wenn mein Mann da ist, etwas zur Ruhe komme. Angeblich ist in den ersten 6 Wochen ja noch alles drin :-). Also hoffen wir gemeinsam das Beste. Ich wünsche uns jedenfalls gutes Durchhaltevermögen!

LG Teresa

Re: Verzweiflung wegen Stillen... (Zufüttern, Milchmenge,...

Verfasst: 19.12.2013, 20:36
von Hempelchen
Liebe Novembermama,

ich möchte dir gerne eine große Portion Kraft und Geduld schicken!! Auch mein Sohn hat anfangs viel Gewicht verloren und wir mussten zufüttern. Nach zwei Wochen haben wir das mit BES gemacht und ich kann mich noch gut an die Arbeit erinnern, Pre anrühren, befüllen (dann tropft es doch wieder), ankleben, Andocken mit Schlauch im Mund und so weiter... Es hat ewig gedauert und ich kam auch zu nichts anderes am Tag und war auch oft sehr traurig. Aber ich kann dir versichern, wir haben leider sehr lange mit BES gestillt, dass schon ganz schnell viel Routine dabei ist. Du wirst ganz schnell eine Menge Kniffe und Tricks lernen mit denen ihr das gut hinbekommt.
Du machst dir sehr viel Arbeit, weil du gerne stillen magst und das ist echt toll und bewundernswert! Ihr schafft das! Und wer weiß, vielleicht braucht ihr das BES schon bald nicht mehr!

Liebe Grüße von mir (liege gerade neben meinem über 14 Monate alten Sohn und stille und bin so dankbar über unsere Stillbeziehung, die wohl ohne BES schon lange vorbei wäre...)

Re: Verzweiflung wegen Stillen... (Zufüttern, Milchmenge,...

Verfasst: 19.12.2013, 21:13
von November2013
Liebe Teresa,
Liebe Hempelchen,

vielen Dank für Eure aufmunternden Worte - das tut sehr gut!! :)

Grundsätzlich finde das mit dem BES ja auch wirklich eine tolle Erfindung. Dadurch hat man den Nachwuchs wenigstens an der Brust und kann dieser auch noch zusätzliche Anreize geben.
Aber wie ihr ja auch geschrieben habt, es ist so aufwändig. Davor alles vorbereiten, dann schauen, dass der Schlauch richtig sitzt und dann hängt der Kleine noch nicht mal dran. Und wenn mein Kleiner Hunger hat, dann aber sofort! Jetzt mit knapp sieben Wochen ist er natürlich auch schon aktiver und liegt nicht mehr so ruhig beim Andocken - macht es auch nicht einfacher :wink: .
Er hatte es auch schon recht schnell raus, dass aus dem Schlauch die Milch kommt und hängt manchmal auch nur am Schlauch. Also, alles raus aus dem Mund und noch einmal neu andocken...
Und danach alles wieder saubermachen. Hoffen wir einfach mal, dass sich der Aufwand lohnt und wir irgendwie zum Vollstillen kommen.

@ Hempelchen: solche Geschichten, wie die von Dir, machen einem Mut und bestärken zum Weitermachen. Es freut mich sehr, dass es bei Euch so toll klappt und ihr eine schöne Stillbeziehung aufbauen konntet!

@ Teresa: wir halten jetzt einfach noch weiter durch und werden bestimmt irgendwann einmal dafür belohnt!!!

Alles Liebe!!!