Metformin, stillen, Kinderwunsch- erhoffe mir fachlichen Rat

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Nautilus
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Re: Metformin, stillen, Kinderwunsch- erhoffe mir fachlichen

Beitrag von Nautilus »

Hey Weltenbummlerin, danke Dir! Und interessante Info für mich, definitiv!
Der oGTT wurde nicht nochmals wiederholt, die Aussage, dass nach neueren Erkenntnissen vom Bestehen einer Insulinresistenz auszugehen ist, hat der behandelnde Arzt (ein endokrinologisch geschulter Gynäkologe, der die Kinderwunschabteilung leitet) aufgrund der alten Werte aus dem Jahr 2011 und der Tatsache, dass im Ultraschall wieder ein PCO Bild zu sehen war und bislang kein Zyklus eingetreten ist, getroffen. Er hat natürlich auch zu Recht darauf hingewiesen, dass der ausbleibende Zyklus auch mit der Tatsache zusammenhängen kann, dass ich noch stille. Und er meinte, wir versuchen es einfach mit dem Metformin, wenn ein Zyklus eintritt, lag es daran und dass er die Wiederholung des oGTT gegenüber dem "einfach mal versuchen" nicht unbedingt für notwendig hält (und zugegeben, obwohl ich sehr restriktiv mit Medikamenten umgehe - ich kann natürlich auf einen ganzen Vormittag in der Uni-Klinik in der Vorweihnachtszeit herzlich gern verzichten *örk*). Ich habe auch in der Schwangerschaft einen oGTT machen lassen, ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, mit welchem Ergebnis, ich hab mich nicht mehr drum gekümmert, weil der Fokus 2011 darauf lag, schwanger zu werden, 2012 darauf, gesund schwanger zu bleiben ;) und meine Gynäkologin die Ergebnisse als normal bezeichnet hat.
Ich mache mir eigentlich noch keine Sorgen wegen der IR, ist ja bislang auch eher nur lästig im Hinblick auf den Kinderwunsch gewesen, aber nach der hoffentlich noch eintretenden Schwangerschaft (vielleicht auch Schwangerschaften, mal sehen ;)) werde ich da ein Augenmerk drauf haben müssen und dann noch mal abklären lassen, ob eine Insulinresistenz nach wie vor besteht oder nicht, bzw. diese kann ja auch unterschiedlich ausgeprägt sein. Und dann hoffe ich, falls meine Zellen zu resistent sein sollten, dass ich sie vielleicht mit ausreichender Bewegung schon mal zu kleinen Sensibelchen formen kann und vielleicht ohne Medikamente auskommen werde. Na, mal sehen, was die Forschung dann sagt. Und ich weiß jetzt wenigstens, warum Metformin eben doch so schnell angeschlagen hat. Von wegen wieso hilft es auch bei Frauen ohne IR ;).

Danke Dir für Deine ERfahrung!
Liebe Grüße, Nautilus mit Sommersohn (7/12) Frühlingstochter :smilie_und_kind: :slürp* (3/17) und den zwei Herbststernen (09/11+ 11/15)
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Nautilus
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Re: Metformin, stillen, Kinderwunsch- erhoffe mir fachlichen

Beitrag von Nautilus »

...und so ging es weiter:
Der Bluttest (Schilddrüsenhormone, LH FSH Verhältnis insbesondere) ergab keinerlei Auffälligkeiten, auch Prolaktin war nicht zu hoch, aber gut, das ist ja nach längerer Stillzeit auch wohl nur in Spitzen eben beim oder kurz nach dem Stillen zu hoch, wenn ich das richtig verstanden habe. Insbesondere aber ergab das Verhältnis von LH und FSH Ende 2013 auch KEINEN Hinweis mehr auf ein Problem der Eizellreifung, sondern sah normal und gesund aus.
Im Herbst 2014,also ein Jahr später hatte ich dann einen normalen Vorsorgeultraschall und der sah, was die Eierstockaktivität angeht, aus wie früher unter der Pille - kein PCO, aber auch nix los in der Hos.

Es war also ziemlich eindeutig, dass ich wohl leider zu den Frauen gehöre, deren Zyklus sich auch von wenigen Prolaktinspitzen völlig einschüchtern lässt. Nach dem letzten Kind wird mir das vielleicht noch recht sein, aber gerade kommt es ungelegen :( . Ich hab dann halbherzig versucht, das Stillen einzuschränken, aber war berufsbedingt auch so eingespannt, dass ich mir es schlicht nicht "leisten" konnte, auf Widerstand zu stoßen und die einfachste Einschlaf- und Durchschlafhilfe der Welt zu verlieren.

Jedenfalls haben wir kurz vorm 3. Geburtstag meines Sohnes im Juni einen langen Erholungsurlaub genossen und als ich ihm gegenüber einfach mit der Wahrheit raus rückte, nämlich dass ich nicht mehr stillen will, weil sonst keine Eichen für ein Geschwisterchen in meinem Bauch wachsen ( :shock:), war es überhaupt kein Problem mehr! Er hat noch paar Mal kurz gefragt, sich nach Wiederholung dieser Erklärung aber einfach rumgedreht und geschlafen :shock: :shock: . Mann, was bin ich froh. War auch für mich ein richtig passender Zeitpunkt. Drei Wochen später (das korrespondiert mit meinen Zyklen, die gehen immer über ca. 35 Tage) hab ich dann Ende Juli eindeutige ES-Anzeichen gehabt und wieder mit nfp angefangen, nach dem, was da so bislang auf meinem Zyklusblatt steht, könnte es sein, dass mein Zyklus direkt mit Abstillen wieder eingesetzt hat. Krass. Metformin nehme ich übrigens sozusagen "vorbeugend" seit Mai (=vorgenommen, abzustillen), möglicherweise hat das jetzt Wirkung gezeigt.
Liebe Grüße, Nautilus mit Sommersohn (7/12) Frühlingstochter :smilie_und_kind: :slürp* (3/17) und den zwei Herbststernen (09/11+ 11/15)
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