Re: Hilfe Stillkrise von Anfang an (Sohn 4 Monate)
Verfasst: 24.09.2013, 01:08
Liebe Alexandra,
Danke für Dein Verständnis. Heute schläft mein Baby schon zeitiger - und ich hoffe: lange genug für meine Antwort
. Dann will ich mal versuchen, ein wenig zu sortieren (meine Fragen an Dich habe ich der einfacheren Beantwortbarkeit halber einfach mal durchnummeriert
) :
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Eine Sorge mag ich Dir gleich zu Beginn nehmen: die Gewichtsentwicklung Deines Babys ist völlig normal! Unter der Annahme, dass die Daten von den U-Untersuchungen einigermaßen stimmen (systembedingt "stimmen" immer einige Messdaten nicht, was bei so wenigen überhaupt vorhandenen Messdaten die Auswertung erschwert), lässt sich schonmal sagen, dass eine grundlegende Gedeihstörung bei Euch sicher NICHT vorliegt
.
Du stillst also seit vier Monaten voll - und das (trotz der wirklich schwierigen und zermürbenden Begleitumstände!) gewichtstechnisch schonmal sehr erfolgreich
.
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Da ich aus Deinen Zeilen mehrfach die Sorge herauslese, Dein Kind könne vielleicht trotzdem weniger Milch bekommen als es bräuchte, lass uns doch gemeinsam einen Blick auf die medizinischen Besonderheiten und die anderen Kriterien guten Gedeihens werfen:
* Nicht gut eingestellte SD-Werte können einen Einfluss auf die Milchbildung haben.
Da sich der Bedarf an SD-Hormonen in Schwangerschaft und Stillzeit häufiger ändert als normal, wäre meine erste Frage:
1. bist Du mit Deiner Medikation in engmaschiger fachärztlicher Betreuung und wurde Deine L-Thyroxin-Dosis nach der Geburt überprüft und angepasst?
- den hat Dein Kind reichlich. (Nach den ersten sechs Wochen ist alles von zehnmal am Tag bis einmal in zehn Tagen völlig normal und unbedenklich).
* 2. Wie sieht es denn mit den Pipiwindeln aus - wieviele hat Dein Baby da so im Schnitt pro Tag?
* 3. Zur Stillhäufigkeit: wie oft in 24 Stunden stillst Du Dein Baby?
[Wenn Du das nicht so spontan sagen kannst (also, ich könnte es z.B. NICHT spontan sagen, wie oft mein Baby in 24h gestillt wird
), mach gern mal einen Tag lang eine Strichliste, wo Du nach jedem Stillen einfach einen Strich drauf machst. Dann bekommen wir einen Eindruck. Nachts darfst Du gern rückblickend schätzen
]
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4. Apropos: Du schreibst gar nichts zu den Nächten. Einschlafstillen und Stillen im Halbschlaf klappen gut - die Nachtmahlzeiten also auch?
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. Auch Abstände von 30 Minuten bis 2 Stunden zwischen den Stillmahlzeiten sind ganz normal. Manchmal wollen Babys auch zehn Minuten nach dem letzten Stillen erneut an die Brust.
5-10 Minuten Dauer einer Stillmahlzeit ist auch keineswegs ungewöhnlich (mein Baby stillt tagsüber oft sogar kürzer als 5 Minuten am Stück). Beim Stillen nach Bedarf darf die Mahlzeitenlänge sehr individuell sein (und auch ausgesprochen unterschiedlich von Mahlzeit zu Mahlzeit im Tagesverlauf!). Du schreibst sowohl von Dauerstillen und Beruhigungsnuckeln als auch von kurzen Mahlzeiten, nach denen Dein Kind nicht weiterstillen mag. Beides völlig in Ordnung so! Keineswegs muss versucht werden, nach einer kurzen Mahlzeit noch "mehr reinzubekommen". Allerspätestens, wenn das Baby würgt ist für diesmal wirklich genug drin
.
Es ist manchmal gar nicht so leicht, die Hungersignale des Babys zu erkennen - zumal sich die Art, wie das Baby "ich möchte Stillen" kommuniziert ja auch immer wieder mal ändert, wenn es älter wird.
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Zum Verlauf der Mahlzeiten habe ich noch ein paar Detailfragen:
7. Verschluckt sich Dein Baby an der Brust (hustet es z.B.), schnappt es beim Abdocken hektisch Luft und/oder hast Du den Eindruck, dass Dein Baby beim Trinken auch Luft schluckt (manchmal hört man das kräftig gluckern im Bauch beim Runterschlucken).
8. Wechselst Du bei jeder Mahlzeit die Brust und woran machst Du den Zeitpunkt des Wechselns von einer Seite an die andere fest?
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So, jetzt hab ich Dich wieder mit Fragen überhäuft
- ich hoffe, das ist okay für Dich . Ich bin gespannt auf Deine Antworten
.
Dass wir uns um das Gewicht schonmal keine Sorgen machen müssen, gibt uns genug Entspannung, die restlichen Dinge in Ruhe miteinander aufzudröseln und so vielleicht einen Ansatz zu finden, der Euch helfen könnte, den Alltag für Dich und Dein Baby entspannter zu machen.
Eine gute Nacht und
LG, blueberry
Danke für Dein Verständnis. Heute schläft mein Baby schon zeitiger - und ich hoffe: lange genug für meine Antwort
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Eine Sorge mag ich Dir gleich zu Beginn nehmen: die Gewichtsentwicklung Deines Babys ist völlig normal! Unter der Annahme, dass die Daten von den U-Untersuchungen einigermaßen stimmen (systembedingt "stimmen" immer einige Messdaten nicht, was bei so wenigen überhaupt vorhandenen Messdaten die Auswertung erschwert), lässt sich schonmal sagen, dass eine grundlegende Gedeihstörung bei Euch sicher NICHT vorliegt
Du stillst also seit vier Monaten voll - und das (trotz der wirklich schwierigen und zermürbenden Begleitumstände!) gewichtstechnisch schonmal sehr erfolgreich
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Da ich aus Deinen Zeilen mehrfach die Sorge herauslese, Dein Kind könne vielleicht trotzdem weniger Milch bekommen als es bräuchte, lass uns doch gemeinsam einen Blick auf die medizinischen Besonderheiten und die anderen Kriterien guten Gedeihens werfen:
* Nicht gut eingestellte SD-Werte können einen Einfluss auf die Milchbildung haben.
kiki03 hat geschrieben:mir wurde vor einigen Jahren die Schilddrüse entfernt,dadurch nehme ich l-thyroxin175...
Da sich der Bedarf an SD-Hormonen in Schwangerschaft und Stillzeit häufiger ändert als normal, wäre meine erste Frage:
1. bist Du mit Deiner Medikation in engmaschiger fachärztlicher Betreuung und wurde Deine L-Thyroxin-Dosis nach der Geburt überprüft und angepasst?
* gut, um den Stuhlgang müssen wir uns gar keine Gedanken machenkiki03 hat geschrieben:es gibt tage da macht er bis zu 5x groß und dann wiederum bin ich froh wenn er einmal ordentlich was los werden kann.
* 2. Wie sieht es denn mit den Pipiwindeln aus - wieviele hat Dein Baby da so im Schnitt pro Tag?
* 3. Zur Stillhäufigkeit: wie oft in 24 Stunden stillst Du Dein Baby?
[Wenn Du das nicht so spontan sagen kannst (also, ich könnte es z.B. NICHT spontan sagen, wie oft mein Baby in 24h gestillt wird
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4. Apropos: Du schreibst gar nichts zu den Nächten. Einschlafstillen und Stillen im Halbschlaf klappen gut - die Nachtmahlzeiten also auch?
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Das Schlafverhalten tagsüber klingt jedenfalls schonmal völlig unauffällig. Da muss keineswegs was "geregeltes" drin seinkiki03 hat geschrieben:puuhh überhaupt nichts geregeltes drin, er schläft einmal am tag 2 stunden und sonst nur mal so 10-30minuten,dann ist er 1-2stunden wach.an die brust möchte er fast halbstündlich,da er meist nur 5-10 minuten trinkt (mehr bekommt man dann auch nicht rein,dann würgt er)
5-10 Minuten Dauer einer Stillmahlzeit ist auch keineswegs ungewöhnlich (mein Baby stillt tagsüber oft sogar kürzer als 5 Minuten am Stück). Beim Stillen nach Bedarf darf die Mahlzeitenlänge sehr individuell sein (und auch ausgesprochen unterschiedlich von Mahlzeit zu Mahlzeit im Tagesverlauf!). Du schreibst sowohl von Dauerstillen und Beruhigungsnuckeln als auch von kurzen Mahlzeiten, nach denen Dein Kind nicht weiterstillen mag. Beides völlig in Ordnung so! Keineswegs muss versucht werden, nach einer kurzen Mahlzeit noch "mehr reinzubekommen". Allerspätestens, wenn das Baby würgt ist für diesmal wirklich genug drin
Es ist manchmal gar nicht so leicht, die Hungersignale des Babys zu erkennen - zumal sich die Art, wie das Baby "ich möchte Stillen" kommuniziert ja auch immer wieder mal ändert, wenn es älter wird.
5. Woran erkennst Du normalerweise, dass Dein Baby stillen möchte?kiki03 hat geschrieben:wenn er richtig wach ist und hunger hat,dann ist es schwierig ihn anzudocken [...]
er zeigt vor dem andocken deutlich das er hunger hat,
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Zum Verlauf der Mahlzeiten habe ich noch ein paar Detailfragen:
6. Wenn Dein Baby weinend abdockt: spitzt/läuft/tropft aus Deiner Brust dann in dem Moment Milch?kiki03 hat geschrieben:wenn ich ihn dann andocke,saugt er drei/vier mal und dann lässt er wieder los und schreit,ein paar sekunden später sucht er wieder und wenn ich ihn wieder andocken lasse,gehts von vorn los,auch wenn ich brustwechsel mache und so geht es die meiste zeit am tage.
7. Verschluckt sich Dein Baby an der Brust (hustet es z.B.), schnappt es beim Abdocken hektisch Luft und/oder hast Du den Eindruck, dass Dein Baby beim Trinken auch Luft schluckt (manchmal hört man das kräftig gluckern im Bauch beim Runterschlucken).
8. Wechselst Du bei jeder Mahlzeit die Brust und woran machst Du den Zeitpunkt des Wechselns von einer Seite an die andere fest?
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So, jetzt hab ich Dich wieder mit Fragen überhäuft
Dass wir uns um das Gewicht schonmal keine Sorgen machen müssen, gibt uns genug Entspannung, die restlichen Dinge in Ruhe miteinander aufzudröseln und so vielleicht einen Ansatz zu finden, der Euch helfen könnte, den Alltag für Dich und Dein Baby entspannter zu machen.
Eine gute Nacht und
LG, blueberry