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Re: Einschlafstillen abgewöhnen?
Verfasst: 18.09.2013, 13:55
von jusl
Bei der TM braucht er keine Brust, die legt ihn einfach hin und er schläft, ohne meckern oder schreien! Bei der TM schaut er auch nicht nach Mama, die braucht er da gar nicht, manchmal hab ich auch den Eindruck dort ist er lieber als bei mir

mit Mama langweilt er sich, da wird gemeckert und auch mal geschrien...,
Also meckern und weinen mach ich persönlich auch nicht bei anderen Leuten.

Dazu ist mir die vertraute Umgebung meiner mich liebenden Bezugspersonen doch lieber...
Und ich fände es ziemlich merkwürdig, wenn mein Mann zu mir sagen würde: "Bei anderen Leuten bist Du immer so gut drauf - kannst Du so nicht bitte auch sein, wenn wir alleine sind? Ich mag nicht, wenn Du zuhause Langeweile kundtust oder weinst."
Selbstverständlich BRAUCHT Dein Baby das Stillen nicht zum Überleben. Aber das ändert nichts daran, dass es biologisch gesehen nunmal noch im Stillalter IST. Wenn Du Dein Kind nicht mehr stillen möchtest, dann lass es eben - das ist Dein gutes Recht, ohne Wenn und Aber. Aber es ist genauso das gute Recht Deines Babys, biologisch normales Verhalten zu erwarten und seinen Ärger, Trauer, Verwirrung darüber auch auszudrücken, wenn Dein Verhalten von seinen angeborenen Erwartungen abweicht. Das wirst Du aushalten müssen - und das kannst Du auch.
Wenn Du vorzeitig abstillen willst, dann braucht Dein Baby Deine HILFE, Eure Beziehung neu zu gestalten. Bleib geduldig, sucht gemeinsam nach einem akzeptablen Ersatz fürs Stillen, akzeptiere auch Vorlieben Deines Babys, die Du so vielleicht nicht erwartet hattest (z.B. dass es sich evtl. zeitweise eher an anderen Bezugspersonen orientiert).
Aber wie soll ich das denn machen? Mir die Brust mit was einschmieren?
Hm, also Tipps à la "Senf oder Chilipaste auf die Brust" kriegen junge Mütter offenbar manchmal noch zu hören, aber Fakt ist, dass diese Variante
jeglichen Respekt vor dem Kind und seinen angeborenen Bedürfnissen vermissen lässt. Ist ja praktisch so, als bittest Du Deinen Mann, Dich in einem Moment, in dem Du Fürsorge, Trost und Zuwendung brauchst, zu umarmen - macht er dann auch, hat aber seine Arme mit Stacheldraht umwickelt, was Du auch ordentlich zu spüren kriegst. Damit Du's Dir endlich abgewöhnst. Klar, vermutlich gewöhnst Du es Dir so auch tatsächlich ab.
oder einfach Salbeitee trinken das die Milch wegbleibt?
Davon bleibt die Milch nicht einfach weg. Ich habe in meinen Stillzeiten tonnenweise Salbeitee getrunken, aus Genuss, ohne spürbaren Effekt. So lange gestillt wird, wird auch Milch gebildet.
Ich will ihn nicht schreien lassen oder ihm was vorenthalten, es stört mich nachts auch nicht so wenn er stillen will. Aber einschlafen soll er bitte auch mal ohne Brust
Ich bin sicher - wenn es NUR das Einschlafstillen ist, was Dich stört, lässt sich ganz sicher eine Lösung finden. Schläft es im Tragetuch ein? Dann könntest Du es abends einfach im Tuch (ein-)schlafen lassen. Fährt Dein Baby gerne Auto? Dann könntest Du es abends umherfahren, bis es schläft.
, wenn er es eh kann!
"Können" und "gut finden " sind zwei Paar Schuhe.

Ich "kann" auch auf einer normalen Matratze schlafen. Tu ich auch, wenn ich unterwegs bin, problemlos. Aber viiiiiiiel besser finde ich mein unglaublich gemütliches wohlfühliges Wasserbett zuhause. Vorlieben müssen erlaubt sein.
Ich drücke Dir die Daumen, dass Du einen gut gangbaren Weg für Euch beide findest.
LG
Julia
Re: Einschlafstillen abgewöhnen?
Verfasst: 18.09.2013, 15:27
von honeybee
Also wenn es wirklich nur das Einschlafstillen ist, was dich so stört, dann würd ich erst mal das probieren, aufzuhören. Das abendliche Einschlafstillen hat mich auch enorm belastet, weil ich damit wirklich null Zeit für mich hatte. Und mit etwa 12 Monaten war der Punkt erreicht, wo ich echt nicht mehr wollte. Ich habe vorher zum schlafen gehen schon immer gesungen (beim stillen) und habe das auch weiter beibehalten. Ich habe der Madame auch gesagt, dass wir ohne Stillen einschlafen probieren werden. Also erst auf der Couch gestillt, Zähne putzen, umziehen, ab ins Bett. Dann singen und kuscheln oder tragen, einfach da sein. Die ersten Tage hab ich sie dann doch noch gestillt aber irgendwann ist sie auch so ruhig geworden und ist eingeschlafen. Seither klappt das meistens sehr gut, mal schneller mal langsamer. Tagsüber wird noch in den Schlag gestillt weil das für mich noch ok ist. Aber nachts schläft sie seither wesentlich besser bis ich ins Bett gehe, während sie vorher dann ständig aufgewacht ist.
Re: Einschlafstillen abgewöhnen?
Verfasst: 18.09.2013, 18:33
von teledame
Hallo Julia,
mh, also vielleicht stell ich mich ja wirklich blöde an...ich bin auch nicht mehr soo jung, ist halt mein erstes Kind...,
ich bin recht verunsichert und hab heut nach einer Stillgruppe gesucht, und im KH angerufen hier, da gibts eine, die Stillberaterin dort hat mich nun vollends durcheinander gebracht,
ich hab ihr alles erzählt, und was er isst usw. die hat mich ausgelacht und gemeint das ich ihn eh völlig falsch ernähren würde, und das ein Kind in seinem Alter gar keine Wurst essen dürfte, und das er klar stillen würde weil er Durst hat ?!?, er hat natürlich tagsüber auch einen Becher mit Wasser oder Flasche mit Strohhalm mit Wasser. Tee mag er nicht so gerne...
Mein Kleiner war recht spät, wie man mir sagte vom Kia und Umgebung dran mit Beikost. Er konnte es aber wirklich schwer verdauen, hatte Bauchweh, unverdautes kam wieder raus. Naja, jetzt isst er ja, und mein Kia meinte ja auch das er am Familientisch alles mitessen kann.
Ich hab mir nun ehrlich nichts dabei gedacht, das er bei uns mit isst, klar koch ich Nudeln ohne Salz und schau drauf das er nicht so stark gewürzt abbekommt und ich koch auch ein bischen anders. Aber wenn ich Schinkennudeln mach, kriegt er die auch, oder Butterbrot usw.
Ich hatte eine zeitlang rechte Sorgen um sein Gewicht weil er nix zugenommen hat, er hat jetzt 9,5 kg. Nun sagt mir die Stillberaterin das er gar keine Folgemilch, Kindermilch oder ähnliches bekommen soll, ich soll stillen so lang es geht. Ich kenn mich nicht mehr aus. Mein Sohn hat mit Essen angefangen weil es ihn auch interessiert und er isst gern, ich hab ihn nicht zum Essen gezwungen. Es hat sich ergeben das er tagsüber nicht mehr so stillt, sondern eben isst.
Müsli in der Früh hab ich halt dann mit Kindermilch angerührt, weil ich irgendwann nicht mehr abpumpen wollte um dafür Milch zu haben. Sagt die Stillberaterin das er gar kein Müsli essen soll.
keine tierischen Produkte, keine Milchprodukte. ja also was soll ich ihm dann geben? nur Veggi und doch voll weiterstillen? Ja bei der TM isst er doch auch alles mit. Da gibts Spagetti, Wurstbrot, auch mal Maultaschen, Gulasch usw. ich geh jetzt dann auf Reha, da muss er in der Kinderbetreuung ja auch mitessen und Mittag bei mir...
Wie lange ist es den biologisch wichtig für mein Kind das es gestillt wird? Er ist nun wirklich kein Baby mehr, er ist 14 Monate und eher ein Kleinkind das läuft, turnt, klettert. Bin jetz wirklich durcheinander.
Ich hab ja auch wirklich nichts dagegen ihn weiter zu stillen. Aber soll er jetzt vom Essen wieder weg? Ich hab halt den Eindruck das er nachts nicht wegen Durst stillt, sondern einfach zur Beruhigung zum Schlafen. Und eben halt auch zum Einschlafen.
Net bös sein, aber ich werd sicher nicht jeden Abend Autofahren, damit mein Sohn einschläft! Damit fang ich net an! Klar schläft er gut im Auto ein, oder im Kinderwagen. Das hab ich leider ihm auch zu sehr angewöhnt, als ich wieder besser laufen konnte bin ich alle 2 Tage 4 km gelaufen, da hat er oft geschlafen dann. Und dann konnte er fast nicht mehr ohne einschlafen. Das will ich nicht mit Autofahren antrainieren. Und schon gar nicht bei diesen Spritpreisen! Wir haben keine Tankstelle zuhause.
Ich hab ihn getragen und trage ihn so gut ich kann, aber ich kann ihn nicht zu lange tragen, ich hab Hüftarthrose und konnte lange fast gar nicht gehen, liegen oder stehen ohne Schmerzen. Dennoch trage ich ihn sooft es geht, am liebsten halt im Sling zum Auto, zurück. Längere Strecken gehen halt leider nicht mehr. Ausserdem läuft er ja nun schon sehr schön. Er geht mit mir zum Wickeltisch, was ich sehr angenehm finde. Klar wenn er schläft trag ich ihn hin.
Wir haben im Kizi so einen Hängesitz da kuscheln wir zusammen rein und ich versuche ihm anzugewöhnen, das wir nur noch da drinnen stillen und das er da einschläft. Ich möchte halt das ich ihn auch mal einfach in sein Bettchen legen kann und er kann dann einschlafen. Ist das so eine falsche Vorstellung?
Ich erwarte eigentlich von meinem Freunden und Lebenspartner schon einen respektvollen Umgang mir gegenüber, ich möchte nicht angeschrien werden, nur weil ich eine vertraute Person bin. Ich finde es sogar eher eine Unart wenn man da so seinen Ärger ablädt und bei Fremden würde man es sich nicht trauen. Ich weis das man zu vertrauten Personen sich eher lascher verhält und sich nicht so zusammennimmt. aber ich finde es nicht merkwürdig zu erwarten das mein Mann beispielsweise bitte gut drauf sein soll wenn er mit mir alleine ist. Er mag es auch nicht wenn ich rumheul oder mich agressiv verhalte oder mit ihm streite. Meinst Du wirklich das ein kleines Kind solcherlei Benimmregeln denn schon versteht und sich so verhält? Ist das nicht etwas abwegig? Ein Kind nimmt sich doch nicht zusammen oder? Das ist doch so wie es ist oder täusch ich mich da so? Genausowenig wie ein Kind es "heraus" hat wie es die Mutter um den Finger wickeln kann. Ich denke auch nicht das ein so kleines Kind etwas absichtlich tut. Oder?
lg
Daniela
Re: Einschlafstillen abgewöhnen?
Verfasst: 18.09.2013, 22:08
von Katha
Nur kurz: Dein Kind tut es nicht absichtlich, sondern es vertraut Dir so sehr, dass es so sein kann, wie es sich fühlt!
Andersrum ist es eine "Benimmregel", das verstecken, weil es "respektvoll" scheint
Re: Einschlafstillen abgewöhnen?
Verfasst: 18.09.2013, 22:26
von AnWun
Auch von mir nur kurz: ich verstehe gut, dass du nun sehr verwirrt bist. Jusl hat einen tollen Thread zum Thema Beikost und Essen...
dein Kind kennt keinen anderen Menschen so gut wie dich/Euch! Dass er sich" so gut verhält" bei der TaMu hat damit zu tun, dass er nicht weiß, wie der Mensch gegenüber reagiert. Das war zu Urzeiten überlebenswichtig. Meinen Sitznachbarn in der Bahnnschütte ich mein Herz nicht aus. Und ich erwarte auch nicht, dass meine Freunde und mein Partner ihre Gefühle vor mir zurückhalten. Zumindest nicht immer.
Ich denke, dass es bei seinem Weinen eher darum geht, Frust, Angst, neu erlebtes und und und loszuwerden. Unsere Kinder werden in die Welt geboren, ohne jeglichen Ansatz in den ersten Jahren etwas Vorsätzlich zu tun.
Ich kann dir von ganzem Herzen das Buch: " in liebe wachsen" von Gonzales empfehlen.
Re: Einschlafstillen abgewöhnen?
Verfasst: 18.09.2013, 22:29
von AnWun
Wie schön, dass du hergefunden hast und den Austausch suchst! Ich selbst merke immer wieder wie unglaublich instinktiv und liebevoll meine Tochter (andere Kinder) ist/sind. Wie sehr sie bereits mit wenigen Stunden/Tagen/Monaten auf der Welt wissen, was sie brauchen und was ihnen gut tut. Nähe. Geborgenheit. Liebe. Wir können ihnen nicht zu viel davon geben..
Re: Einschlafstillen abgewöhnen?
Verfasst: 19.09.2013, 10:47
von nido56
Hallo,
Du hoerst Dich im Moment ziemlich verwirrt und irgendwie generell etwas unzufrieden mit Eurer Situation an. Ich glaube, wichtig ist, dass man in solchen Momenten genau ueberlegt, was einen wirklich persoenlich stoert, und dann versucht, diese Punkte zu aendern. Bei mir war es irgendwann das naechtliche Stillen, dass mich massiv genervt hat. Der Pirat wollte gerne mal nachts alle 1-2 Stunden nuckeln, ich konnte danach oft nicht mehr gut einschlafen, war total uebermuedet und staendig krank und wollte das so einfach nicht mehr. Mit 18 Monaten war dann der Punkt erreicht, dass ich wirklich sicher war, nachts abstillen zu wollen. Das ist naemlich, meiner Meinung, auch wichtig, dass Du absolut ueberzeugt bist. Ich jedenfalls kann nur dann eine Veraenderung gegen die Wuensche des Piraten durchziehen, wenn es mir WIRKLICH wichtig ist. Das naechtliche Abstillen hat dann auch sehr schnell und ziemlich problemlos geklappt.
Fuer mich hatte das verschiedene Folgen. Zum einen schlafe ich nun deutlich besser (der Pirat wacht zwar immernoch nachts auf, dreht sich dann aber nach ein bisschen Gewuehle und Gemeckere einfach um und schlaeft weiter, so dass ich garnicht richtig wach werde dabei) und bin ausgeruhter. Das Stillen tagsueber und das Einschlafstillen kann ich jetzt auch wieder richtig geniessen, weil Stillen jetzt nicht mehr gedanklich an Schlafprobleme und Stress gekoppelt ist. Im Gegenteil, das sind jetzt wunderbar innige Schmusestunden, die ich sonst mit meinem kleinen Wirbelwind so nicht bekaeme. Zum anderen kommt hinzu, dass ich gesehen habe, dass ich, wenn ich es wirklich will, durchaus aktiv etwas aendern kann an unserer Beziehung. Ich glaube, unbewusst hatte ich vorher irgendwie Angst davor, all die Leute, die mir staendig eine schreckliche Zukunft in Abhaengigkeit von den Launen eines total verzogenen Kindes vorhersagen, koennten vielleicht doch recht haben. Jetzt weiss ich, dass dem nicht so ist. Wenn ich mir jetzt das klassische "Wart's nur ab, den kriegst Du nie von der Brust" anhoeren muss, dann weiss ich, dass das Unfug ist, dass ich, wenn ich denn wollte, durchaus abstillen koennte. Will ich aber nicht.
Uebrigens schlaeft der Pirat, seit er 5 Monate alt ist, in der Krippe allein ein. Inzwischen auch neben der Babysitterin auf dem Sofa, bei der Oma auf dem Arm und beim Papa auf dem Schoss. Und bei Mama eben an der Brust. Natuerlich weiss ich, dass er, rein physiologisch, auch ohne Brust einschalfen kann, aber er stillt halt sooo gerne abends, um nach dem aufregenden Tag runterzukommen und ruhig zu werden. Wie Julia schon schrieb, ich kann auch eine Menge Dinge, die ich aber nurmache, wenn ich keine angenehmere Alternative habe.
Weiterhin faellt mir noch die Krippen-Erzieherin meiner Patentochter ein, die sich riesig gefreut hat, als die Kleine nach vielen Monaten endlich auch in der Krippe mal einen Wutanfall bekommen hat. Das war fuer sie naemlich ein Zeichen, dass die Kleine wirklich in der Krippe angekommen war und Vertrauen gefasst hatte, nur deshalb konnte sie sich nun fallen lassen und auch negative Gefuehle rauslassen. Ich glaube, kleine Kinder verhalten sich instiktiv in einer Umgebung, in der sie sich nicht 120% sicher fuehlen, unauffaellig, um die Zuwendung der Erwachsenen nicht aufs Spiel zu setzen. Natuerlich nervt es, wenn ich dann als Mutter nachmittags die ganze angestaute Anspanung abkriege, aber ich merke deutlich, dass der Pirat das manchmal einfach braucht. Bei uns hilf uebrigens, nachmittags viel rauszugehen, dann kann er sich koerperlich auspowern und so die Anspannung loswerden, und ist dann deutlich weniger quengelig.
Also, mein Rat an Dich: Finde heraus, was Dich persoenlich wirklich stoert, und aendere das. Wenn Du ihn abends nicht mehr einschlafstillen moechtest, dann gibt es durchaus Loesungen. Ich bin sicher, Ihr schafft das.
Re: Einschlafstillen abgewöhnen?
Verfasst: 19.09.2013, 11:20
von teledame
Ok, das hilft mir jetzt schon weiter, ich dachte nämlich schon, das es meinem kleinen Sonnenschein bei mir gar nicht so gut gefällt als bei der Tamu..., eben weil ich dacht, das sich kleine Kinder doch gar nicht verstellen können. Aber das hilft mir, das ich meinen Sohn auch noch besser kennenlerne, das er eben fremden gegenüber superlieb sich verhält und bei mir dann was rauslässt. damit kann ich schon leben.
Ich krieg halt von allen Seiten gesagt, das ich jetzt wirklich abstillen sollte, er wäre ja schon soo gross, ein halbes Jahr würde doch reichen, hab ich doch eh schon 14 Monate usw., Heute Vormittag wolte er vor der Tamu auch noch mal kurz stillen, ich habs ihm jetz gewährt, es fühlt sich halt irgendwie wie ein Rückschritt an, aber wenn er es braucht ist das in Ordnung. Ich möcht halt nur nicht, das er in der Öffentlichkeit mir die Bluse aufmacht mit 3 noch nach der Brust verlangt, ich finde das irgendwie komisch. Vielleicht weil alle das um mich rum so sagen, ich bin nicht sicher...
Bisher bin ich immer hinter dem Stillen voll und ganz gestanden, und hinter dem Familienbett sowieso..,
Mir wird aber halt auch von anderen Müttern gesagt, das ein Kind nicht isst, solang ich ihm die Brust reiche...naja er isst schon, vielleicht nicht soviel wie ich mir vorstell, aber er isst schon und ist auch gut entwickelt, ein bischen mehr auf den rippen könnt er haben, aber mei.
Mit der Ernährung bin ich halt jetz etwas unsicher, ob ich echt schon kuhmilch fürs müsli geben kann, der Vater hat so eine leichte milchunverträglichkeit und bekommt bauchweh und durchfall drauf, auf käse, butter, quark joghurt nicht, nur blanke milch halt..., daher hab ich halt gedacht nehm ich kindermilch ab 1 Jahr und rühr damit Müsli an und Griesbrei abends..., hab aber auch das Gefühl das ihm das nicht bekommt, dann sagt mir diese stillberaterin vom KH um Gottes Willen, Kindermilch wenn Sie schon Wurst geben, und lacht mich aus. Ich fühl mich halt jetz so, als hätte ich alles falsch gemacht was ich nur falsch machen kann, sie sprach von Spätfolgen mit den Nieren

, Wenn ich mal Wiener oder Weisswürste mir mach, kriegt er halt ab davon, und ja wenn Papa sich ne Leberkässemmel kauft, haben wir ihm auch kleine Stückchen mal gegeben. Ist das schlimm?, Die Stillberaterin meinte, er brauche keine Milchprodukte, oder Müsli, oder Wurst..., ja was soll er dann noch essen? Nur Obst und Gemüse und Nudeln, Reis?
Wir haben keine grossartigen Allergien in der Familie. Er hat aber schon zarte Haut die zu Trockenheit neigt, so wie ich, hellhäutig und blaue Augen. Ich möcht halt nix falsch machen.
Soll ich meinen Sohn lieber Vegan ernähren? oder kann ich auch mal fleischlos essen? Wie ist das beim Stillen? Ich geh jetz dann auf Reha und würde gern mal ein bischen abnehmen wegen der Hüftarthrose, darf ich da fleischlos essen wenn ich stille?
Ich muss mir noch überlegen wie ich das mit dem Stillen weiter halten will. In der Reha werd ich ihm das Einschlafstillen sicher nicht nehmen, obwohl mir da auch von allen Seiten gesagt wird, das das die Gelegenheit wäre. Ja die müssen den Kleinen ja auch nicht weinen hören, da zerreisst es mir das Herz. Es heisst immer, wenn ich aber nachgeb, wird er immer mit Weinen seinen Willen durchsetzen. Wie lang ist es denn biologisch für ihn wichtig zu Stillen und stillt er sich dann sicher von alleine irgendwann ab?
lg
Daniela
Re: Einschlafstillen abgewöhnen?
Verfasst: 19.09.2013, 13:04
von vivi
liebe teledame,
ich möchte dir empfehlen, mal hier reinzulesen zum thema "warum ein kleinkind stillen?"
http://www.uebersstillen.org/jnwhyd.htm
es gibt auch noch einige weitere interessante infos auf dieser seite.
weißt du ,ich hätte früher auch nie im leben gedacht, dass ich mal ein kleinkind stillen würde. das ist in unserer gesellschaft einfach so unüblich und mir fehlten auch jegliche vorbilder. wir stillten einfach und da ich keine lust hatte, flaschenmilch zu geben, war klar, dass ich mindestens 1 jahr stillen würde und nach 1 jahr war meiner tochter das stillen immernoch sehr wichtig und es half uns über viele schwierigkeiten hinweg (krankheiten, bei denen sie alles andere an nahrung verweigerte, zahnen, eingewöhnung kinderkrippe, trotzalter). warum sollten wir aufhören- nur weil 99% der mütter in dtl. mit 1 jahr nicht mehr stillen? nur weil demnach alle mit bekannten mütter längst abgestillt hatten? nein, das ist doch kein grund. wenn man weiß, dass etwas für einen richtig ist, dann ist das auch richtig, wenn alle anderen es für falsch halten und anders machen.
an deiner stelle würde ich mal in mich gehen und überlegen "stört MICH das stillen?" "was stört mich am stillen?" "was möchte ICH ändern und wozu?"
liebe grüße
Re: Einschlafstillen abgewöhnen?
Verfasst: 19.09.2013, 13:50
von jusl
Ich krieg halt von allen Seiten gesagt, das ich jetzt wirklich abstillen sollte, er wäre ja schon soo gross,
Also das liegt ganz sicher auch daran, dass DU DIR momentan ÜBERHAUPT NICHT sicher bist, was DU SELBST willst. Selbstverständlich ist völlig OK, wenn Du das gerade nicht weißt - man muss seinen eigenen Stil ja auch erst finden und entwickeln usw - aber damit bietest Du anderen Leuten automatisch eine super Gelegenheit, ihren Senf dazuzugeben. Das ist praktisch eine Einladung.
Ich habe meine Kinder alle lang gestillt, fand das super, wollte ich von Anfang an so machen, hab's bei Freunden im Vorbild gesehen, wusste was auf mich zukommt, stillfreundliches Umfeld, alles klar, keine Fragen offen. Zu MIR hat NIE irgendjemand gesagt, was ich TUN SOLL oder gar abstillen oder sowas. Und wenn, hätte die Person dies GENAU EINMAL getan.

Ich war mir meiner Sache sicher, hab meine Kinder genossen, hatte stets gute Perspektiven, wie es weitergeht. Ich konnte dem Ende meiner Stillzeiten also immer ganz gelassen und entspannt entgegen sehen. Da hatte ich es viel leichter als Du.
Mit der Ernährung bin ich halt jetz etwas unsicher, ob ich echt schon kuhmilch fürs müsli geben kann, der Vater hat so eine leichte milchunverträglichkeit und bekommt bauchweh und durchfall drauf, auf käse, butter, quark joghurt nicht, nur blanke milch halt..., daher hab ich halt gedacht nehm ich kindermilch ab 1 Jahr und rühr damit Müsli an und Griesbrei abends...,
Hier scheint medizinisch irgendwie einiges durcheinander zu gehen. Also:
1. "Kindermilch" hat für Kinder KEINERLEI VORTEILE gegenüber jedem anderen beliebigen Milchprodukt. Die gab's bis vor wenigen Jahren nicht mal.

Reiner Werbegag.
2. Für die Ernährung eines Kindes ist es VÖLLIG EGAL, ob ein Elternteil irgendwas nicht "verträgt". Nahrungsmittelunverträglichkeiten vererben sich nicht.
dann sagt mir diese stillberaterin vom KH um Gottes Willen, Kindermilch wenn Sie schon Wurst geben, und lacht mich aus. Ich fühl mich halt jetz so, als hätte ich alles falsch gemacht was ich nur falsch machen kann, sie sprach von Spätfolgen mit den Nieren

, Wenn ich mal Wiener oder Weisswürste mir mach, kriegt er halt ab davon, und ja wenn Papa sich ne Leberkässemmel kauft, haben wir ihm auch kleine Stückchen mal gegeben. Ist das schlimm?, Die Stillberaterin meinte, er brauche keine Milchprodukte, oder Müsli, oder Wurst..., ja was soll er dann noch essen? Nur Obst und Gemüse und Nudeln, Reis?
1. Er ist völlig in Ordnung, wenn Einjährige neben Muttermilch "nur Obst, Gemüse, Nudeln und Reis" bekommen.
2. Genauso in Ordnung ist es, wenn Einjährige gelegentlich Wurst essen. Der Hinweis Deiner Stillberaterin zielt vermutlich auf den hohen Salzgehalt industriell hergestellter Fleischprodukte ab. Damit hat sie nicht Unrecht; Industrieessen sollte deshalb nur begrenzt und nicht täglich gegessen werden. "Um Gottes Willen" ist aber definitiv eine völlig unnötige Dramatisierung. Eins meiner Kinder ist mit 1 Jahr mit in Rotwein mariniertem Lammfilet in seine Beikostzeit gestartet. Was soll's.
Soll ich meinen Sohn lieber Vegan ernähren?
Wie kommst Du denn auf die Idee?!?
kann ich auch mal fleischlos essen? Wie ist das beim Stillen? Ich geh jetz dann auf Reha und würde gern mal ein bischen abnehmen wegen der Hüftarthrose, darf ich da fleischlos essen wenn ich stille?
Selbstverständlich.
Wie lang ist es denn biologisch für ihn wichtig zu Stillen
Wie lange ist es für Dein Kind wichtig, umarmt zu werden? Wie lange müssen Kinder bekuschelt werden? Darauf gibt es keine Antwort!
Stillen ist Ausdruck der BEZIEHUNG zwischen Mutter und Kind. Beziehungen könnnen UNTERSCHIEDLICH gestaltet werden! Eine Freundin von mir ist schwer krank, u.a. Bandscheibenvorfall, schweres Rheuma, gelegentlich Rollstuhl usw. - sie hatte praktisch KEINEN Körperkontakt mit ihrem Baby. Für mich persönlich unvorstellbar, aber dennoch gelang es ihr, problemlos eine gute Beziehung und intensive Bindung zu ihrem Kind aufzubauen, über Blick, Sprache, Gesang, viel technische Hilfsmittel wie elektrische Schaukeln und Wiegen usw.
Geht alles. Offenbleiben!
stillt er sich dann sicher von alleine irgendwann ab?
Ganz sicher.
LG
Julia