Wie wäre es denn mit einem guten, übersichtlichen Stillbuch für die Freundinnen? Im Vorfeld gut informiert zu sein, bewahrt vor so mancher Fehlinformation auf der Wochenstation oder durch die vielleicht doch nicht ganz so stillerfahrene Wochenbetthebamme

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ronja_vs hat geschrieben:Nicht ewig am Stück nuckeln lassen, lieber mal den kleinen Finger (oder Schnuller) geben.
Das ist zwar ein verbreiteter Tipp, aber gerade am Anfang kann zu einem Schnuller nicht geraten werden - die Chance durch Nuckeln am Schnuller eine nicht ganz optimale Saugtechnik des Babys zu bewirken und gerade DADURCH dann wunde BW, besteht genauso wie dass der Schnuller (wie bei Dir - zum Glück) Entlastung bringt (zumal man sich mit einem zeitig eingesetzten Schnuller auch andere Probleme ins Haus holen kann. Im Sinne einer ausreichenden Versorgung des Neugeborenen mit Milch ist von Schnullereinsatz in den ersten Wochen abzuraten).
BW sind dazu gemacht, stundenlang tief im Babymündchen zu stecken. Vorausgesetzt die Technik stimmt, macht ihnen das nicht viel aus.
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Und damit es nun nicht so wirkt, als ob die Hälfte aller Frauen mit fürchterlichen Schmerzen beim Stillen zu kämpfen haben, darf man natürlich nicht vergessen, dass sich in einem Stillforum erfahrungsgemäß eher Frauen tummeln, die Stillprobleme haben oder hatten. Denn wer einfach problemlos drauflosstillt, weil er offline gute Beratung hatte oder gute Vorbilder in der eigenen Familie oder eben einfach zufällig den Dreh gut raus hatte, der meldet sich in den meisten Fällen nciht in einem Stillforum an - bzw. ist dann hier bei SuT eben oft einfach in den anderen Unterforen unterwegs
(Eine Freundin von mir z.B. bekam ihre Kinder vor mir: Mutter und Oma zuversichtlich, Oma im besten Sinne stillerfahren. Meine Freundin hat vier Kinder problemlos und schmerzfrei gestillt bis sie ca. ein Jahr alt waren, dann problemlos abgestillt. Sie wäre nie auf die Idee gekommen, da jemanden zur Beratung hinzuzuziehen...)
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Zu mir: ich hatte beim ersten Kind ziemlich mit Anlegeproblemen, schlechter Trinktechnik und in den ersten 6 Wochen auch mit sehr empfindlichen, schmerzhaften BW und einem recht ausgeprägten Ansaugschmerz zu kämpfen. Keine gute Kombi. Wie es ohne KISS beim Baby gewesen wäre (also ohne Anlegeschwierigkeiten und schlechte Trinktechnik) weiß ich natürlich nicht. Wichtiger aber: nach 6-7 Wochen waren die Schmerzen eigentlich ausgestanden

und unerträglich war es auch nicht.
Kind Nr. 2 hatte von Anfang an ziemlich gut den Bogen raus - nur nach einigen Wochen hatte ich mal für ein, zwei Wochen ein bisschen Probleme mit einer leicht wunden, empfindlichen BW, aber nur rechts. Als ich schon fast dabei war, für mein Baby einen Termin beim Osteopathen zu machen, hatte es sich genauso schnell wieder gegeben, wie es anfing. Anfangs jedenfalls war das Stillen diesmal schmerzfrei und ist es auch jetzt

(naja, die Nachwehen halt - die waren beim zweiten Baby an den ersten beiden Tagen nicht ganz ohne, da würde ich bei einem dritten Kind nicht mehr die Heldin spielen und einfach mal ein Schmerzmittel nehmen - dafür passen meine Jeans schon wieder. Hat alles sein Für und Wider...)