Gebrauchte Tücher haben den Vorteil, dass sie schon eingetragen sind und dadurch oft leichter zu binden.
Bei den Hoppediz-Tüchern kann es auch sein, dass du da an ein widerspenstiges gerätst, das ist etwas Glückssache.
In der Praxis bewährt sich die Tasche nicht unbedingt - die baumelt dann so herum...
Preiswerter und gute Allround-Tücher sind die von Storchenwiege.
Von Didymos findet man gebraucht die Standard-Streifen-Tücher oft ganz preiswert. Oder die älteren Modelle wie Katja, Lisa, Lena, Moritz, Jan, ...
Liebe Grüße von Nina mit dem großen (05/07), dem mittleren (10/09) und dem kleinen Tragling (2/2013)
Ein bisschen off topic: Mich würde mal interessieren, warum hier im Forum als Alternative zur WXT immer das Känguruh vorgeschlagen wird und z.B. nie die doppelte oder einfache Kreuztrage? Werden diese Bindeweisen aus irgendwelchen Gründen nicht mehr empfohlen? In den Anleitungen von Storchenwiege, Hoppediz, etc. sind sie immer dabei, aber hier habe ich auch bei den Grundinformationen nichts darüber gefunden...
Wenn das Känguru empfohlen wird, geht es oft um ganz kleine Babys, bei denen es sehr darauf ankommt, dass sie optimal gestützt sind, die Anhock-Spreiz-Haltung einnehmen und sich einrunden können, wenn sie müde sind.
Das ist im Vergleich gerade bei der einfachen Kreuztrage, aber auch noch bei der Doppelkreuztrage nicht gegeben.
Das liegt zum einen am Tuchverlauf: Beide werden doppellagig gebunden, wobei am Nacken eine Stelle frei bleibt.
- Doppellagiges Binden führt dazu, dass der Rücken gerade gedrückt wird und die Beine häufig überspreizt sind (allerdings ist auch das Gegenteil möglich)
- Die Babys sind nicht vom Po bis zum Nacken bzw. Kopf gestützt. Manche umgehen das dadurch, dass eine Bahn über den Kopf des Babys gezogen wird und fixieren so das Köpfchen. Dadurch wird aber wiederum Druck auf den Kopf ausgeübt.
Zum anderen liegt es an der vorgebundenen Bindeweise. Diese ist dem Tragepaar nicht angepasst, so dass es für beide an Halt und Stützung fehlt wie durch das strähnchenweise Festziehen gegeben ist.
Hier ist der Doppelkreuztrage der Vorzug zu geben, weil man sie strähnchenweise festziehen kann und sie dadurch eine Alternative zu den anderen Bindeweisen sein kann - aber am liebsten bei etwas größeren Traglingen, die mindestens eine gute Kopfkontrolle haben, besser noch über etwas Rumpfkontrolle verfügen.
Es gibt durchaus Ausnahmen, wo wir die doppelte Kreuztrage empfehlen, eben weil man sie festziehen kann: so stellt sie für Kinder, die empfindlich auf Druck im Nacken reagieren, eine Möglichkeit dar, sie dennoch gut gestützt im Tuch zu tragen.
Ich hoffe, nun ist es etwas klarer, warum wir Känguru und Wickelkreuztrage den Vorzug geben?
Liebe Grüße von Nina mit dem großen (05/07), dem mittleren (10/09) und dem kleinen Tragling (2/2013)