Wie pumpe ich zusätzlich zum Stillen richtig ab?

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Lollipop
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Re: Wie pumpe ich zusätzlich zum Stillen richtig ab?

Beitrag von Lollipop »

Julia, darf ich fragen wann sich die Produktion richtig eingestellt haben sollte bzw. Wann Kinder weniger nuckeln und evtl. schneller trinken?
Sind dann immernoch 8-12 mal stillen am Tag gut und normal?

Lg Steffi
Lollipop mit der Zaubermaus 06/13 und der kleinen Zaubermausnichte 02/14 und Babymaus 10/16

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FrauDechse
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Re: Wie pumpe ich zusätzlich zum Stillen richtig ab?

Beitrag von FrauDechse »

Danke Julia!
Mit "das alles" meinte ich alle Tips wegen des Vasospasmus (Magnesium, Vit. C...etc). Tut mir leid, du hast die Liste ja nicht vor dir, nur weil ich sie grade im Kopf hatte. ;)
Aber das hat sich sowieso erledigt. Meine Frauenärztin/Stillberaterin hat draufgeguckt und das sind keine Vasospasmen, sondern der Kleine saugt einfach manchmal extrem stark.

Er drückt auch tatsächlich immer mal wieder stark mit der Zunge nach oben, das fällt mir auf wenn er am Finger nuckelt. Das macht er dann aber nicht wenn er grade nuckelt, sondern ab und zu in den Pausen dazwischen. In denen presst er manchmal auch die Kauleisten fest zusammen. Das macht er allerdings hauptsächlich wenn er am Finger nuckelt und es wirkt auf mich wie Spannungsabbau. An der Brust kommt es zum Glück selten vor.

Ihn bei jedem Stillen an beide Seiten anzulegen schaffe ich leider nicht immer. (Vom Kopf/der Psyche her) Aber da will ich hin!
Es könnte aber gut sein dass ich es mir morgen schon zutraue das mit den zwei Seiten wenigstens mal zu probieren. Das heißt ich lege zB rechts an, und biete wenn er aufhört links an.
Wenn er nicht will lege ich beim nächsten Mal links an und biete wenn er da fertig ist rechts an. Wenn er rechts nicht nimmt lege ich nächstes Mal wieder rechts zuerst an. Und wenn er rechts auch noch trinkt fange ich nächstes Mal wieder mit Links an, weil die angeregt werden soll und deshalb ausgetrunken werden sollte. Ist das richtig so?
Ich bin inzwischen so weit, dass ich ihn pro Stillen schon wieder 25 Minuten an der Brust lassen kann, ohne dass ich abbrechen muss, weil mir das Gefühl zu unangenehm wird! Bin total stolz auf uns. Links geht es noch schlechter, weil die offene Stelle wieder offen ist. Sie tut beim stillen nicht weh, aber danach, wenn ich ihn zu lange angelegt lasse. Die Stillberaterin meint meine Brustwarzen werden anch dem Stillen kleiner, und wenn er sie dann wieder in die Länge saugt geht das jedes Mal wieder auf.

Fläschchen sind wir immer noch bei 2 in der Nacht, aber Tee füttere ich keinen mehr zu, weil ich ihn auch schon wieder häufig genug anlegen kann, falls er zwischendurch einfach nur Durst hat.

An der rechten Brust bekommt er immer genug und ist irgendwann satt. An der linken noch nicht.
Mir leuchtet aber ein, dass es besser ist so wenig wie möglich einzugreifen, ich habe darüber auch noch mal mit meiner Stillberaterin geredet.
Sie meint ich soll versuchen an die linke Brust immer noch kurz anzulegen, oder zwei Mal links, dann erst rechts stillen, und wenn das mal nicht geht dann abpumpen. Aber drauf achten öfter zu stillen als abzupumpen, weil sonst die Milchmenge zurück geht. Mach ich aber eh.

Mein nächstes Ziel ist nachts auch wieder zu stillen, so lange wie es geht - ich bin nachts halt dünnhäutiger und empfinde die Empfindlichkeit schneller als Schmerz bzw. es fällt mir dann auch schwerer mich gegen die Trigger abzugrenzen. Wenn ich ihn dann abdocken muss würde ich mit dem Fläschchen weitermachen bis er satt ist. Und dann halt wie bis jetzt tagsüber die Zeitspanne die ich stillen kann immer wieter ausdehnen, bis wir das Fläschchen dann nicht mehr brauchen.
Meinst du das ist ok, oder eher blöd für ihn wenn er bei einer Mahlzeit zwischen zwei Techniken wechseln muss?

Wie kann ich ihn denn noch mehr dazu anregen den Mund weit aufzumachen? Wir üben das schon und er reagiert auch drauf wenn ich "Aaaa" sage. Darf ich mit dem Finger mithelfen und sein Kinn weiter runterklappen?

LG
jusl
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Re: Wie pumpe ich zusätzlich zum Stillen richtig ab?

Beitrag von jusl »

Mit "das alles" meinte ich alle Tips wegen des Vasospasmus (Magnesium, Vit. C...etc).
Achso. Ja, also solche Nahrungsergänzungsmittel sind normalerweise problemlos stillverträglich.
Ihn bei jedem Stillen an beide Seiten anzulegen schaffe ich leider nicht immer. (Vom Kopf/der Psyche her) Aber da will ich hin!
Es könnte aber gut sein dass ich es mir morgen schon zutraue das mit den zwei Seiten wenigstens mal zu probieren. Das heißt ich lege zB rechts an, und biete wenn er aufhört links an.
Prima, dann halt uns doch mal auf dem Laufenden, ob das klappt. Denn "freie Seitenwahl" (welche/wie oft/wie lang) fürs Baby ist ein wichtiger Bestandteil beim Stillen nach Bedarf und stellt sicher, dass Dein Baby ausreichend Milch bekommt.
Wenn er nicht will lege ich beim nächsten Mal links an und biete wenn er da fertig ist rechts an. Wenn er rechts nicht nimmt lege ich nächstes Mal wieder rechts zuerst an. Und wenn er rechts auch noch trinkt fange ich nächstes Mal wieder mit Links an, weil die angeregt werden soll und deshalb ausgetrunken werden sollte. Ist das richtig so?
Ja, genau.
Ziel ist, dass beide Seiten unterm Strich ungefähr gleich oft getrunken werden.
Links geht es noch schlechter, weil die offene Stelle wieder offen ist. Sie tut beim stillen nicht weh, aber danach, wenn ich ihn zu lange angelegt lasse. Die Stillberaterin meint meine Brustwarzen werden anch dem Stillen kleiner, und wenn er sie dann wieder in die Länge saugt geht das jedes Mal wieder auf.
Kennst Du schon unsere Linksammlung Stillwissen? Dort findest Du auch Tipps zur Heilung wunder BW. Wichtig ist, KORREKT anzulegen, damit dass Baby mit GUTER Technik saugt (dann ist auch praktisch egal, wie lang!..).
Und während der Heilungszeit hat sich sehr bewährt, die Wunden mit wollfetthaltigen Heilsalben oder auch mit Wollfett pur zu behandeln, denn dieses verhindert Borkenbildung, damit eben NICHTS wieder aufreißt sondern die Haut geschmeidig bleibt, auch wenn die Wunde bewegt wird.
Wie kann ich ihn denn noch mehr dazu anregen den Mund weit aufzumachen? Wir üben das schon und er reagiert auch drauf wenn ich "Aaaa" sage. Darf ich mit dem Finger mithelfen und sein Kinn weiter runterklappen?
Ja, das kann helfen. Am besten umwickelst Du dazu Deinen Finger mit einem Stück Spuckwindel o.ä., damit Du nicht abrutschst.

LG
Julia
FrauDechse
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Re: Wie pumpe ich zusätzlich zum Stillen richtig ab?

Beitrag von FrauDechse »

Hallo Julia.
Ich glaube was die Schmerzen angeht sind wir über den Berg. Ich kann wieder BHs tragen, ohne dass es wehtut, und mit 2 Stunden Pause zwischen den Stillmahlzeiten sind die Brustwarzen auch nicht mehr überreizt. Nur direkt nach dem Stillen muss ich sie gleich "einpacken", weil Luftzug und v.A. Berührung dann doch noch sehr unangenehm sind.

Das Anlegen selbst klappt gut, ich kann inzwischen auch im Liegen stillen, und habe mir L. auch schon auf den Bauch gepackt für die rechte Brust, als er sehr müde war, weil da die Milch so rausschießt.

Jetzt am WE hatte er einen Entwicklungsschub (nehme ich an). Er war extrem unruhig und wollte auch sehr häufig zwischen den "regulären" Mahlzeiten immer mal wieder ein bisschen trinken, teilweise alle 15 Minuten.
Das hab ich nicht gut geschafft, ich hab wieder mehr abgepumpt und zwischendurch auch mal einen Tag lang nur abgepumpte Milch gefüttert. Dabei hab ich drauf geachtet jedes Mal zu Pumpen, wenn er getrunken hatte, damit die Milchproduktion auch genug angeregt wird.
Das war insgesamt natürlich sehr viel zeitintensiver als "einfach nur" zu stillen, aber eben nötig.

Jetzt hat er sich wieder bei ca. alle 2 Stunden eingependelt (natürlich auch immer mal wieder ein Schlückchen zwischendurch, aber kein extremes Clustern mehr) und ich stille wieder soviel wie möglich, und starte einen erneuten Versuch die Fläschchen auch nachts auszuschleichen. Der letzte wurde recht unsanft unterbrochen durch den Schub.
Er war dermaßen unruhig an der Brust und wollte so oft, dass ich es psychisch überhaupt nicht mehr gepackt habe, und dann kamen natürlich auch wieder Schmerzen dazu (er unruhig ich entnervt, plus empfindliche Warzen plus Dauerstillen).
Nachts bin ich da eh dünnhäutiger, was die Fläschchengeberei zu dieser Zeit überhaupt erst nötig macht.

Trotzdem machen wir nach wie vor kontinuierlich Fortschritte.
Danke an dich für deine Hilfe. :)
jusl
Jusl Almighty
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Re: Wie pumpe ich zusätzlich zum Stillen richtig ab?

Beitrag von jusl »

Ich glaube was die Schmerzen angeht sind wir über den Berg. Ich kann wieder BHs tragen, ohne dass es wehtut, und mit 2 Stunden Pause zwischen den Stillmahlzeiten sind die Brustwarzen auch nicht mehr überreizt. Nur direkt nach dem Stillen muss ich sie gleich "einpacken", weil Luftzug und v.A. Berührung dann doch noch sehr unangenehm sind.
Super, das ist ja eine sehr erfreuliche Entwicklung.

Ihr schafft sicher noch weitere Fortschritte in Richtung schmerzfreies, stressarmes und angenehmes Stillen, das glaube ich auch. ;-)

LG
Julia
FrauDechse
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Re: Wie pumpe ich zusätzlich zum Stillen richtig ab?

Beitrag von FrauDechse »

Julia, jetzt hab ich doch noch ein Problem.
Er fängt beim Trinken immer an zu nuckeln. Trinkt aber zwischendurch immer mal wieder, ist also nicht fertig. Das Nuckeln macht mir sehr schnell ein unangenehmes Gefühl, dann Schmerzen und bereits nach einer Mahlzeit fühlen sich die BW dann schon wieder wund an.
Wenn ich ihn abdocke, wenn er anfängt vermehrt zu nucken, dann ist er logischerweisenoch nicht satt und will wieder ran.
Vorhin habe ich ihn als es vermehrt ans Nuckeln ging abgedockt, dann Bäuerchen machen lassen, an die andere Brust angelegt, als es da mit dem Nuckeln losging Selbiges, wieder an Brust 1...etc.
Nur dass sich die Mahlzeiten so ewig ziehen, er gar keine Chance hat zur Ruhe zu kommen, und im Endeffekt meine BW dann doch wund sind.
Hast du dazu irgendeine Idee? Ich habe nicht das Gefühl, dass die BW im Bezug auf das Nuckeln unempfindlicher geworden sind.
Finger verweigert er wenn er Hunger hat, wie gesagt es ist für mich klar ersichtlich, er hat Hunger, aber eben auch ein Nuckelbedürfnis. Ich würd's genauso machen. ;)
Aber das fängt hier schon wieder an in einen Krampf auszuarten.
V.A. abends presst er dann gerne auch mal die Kauleisten fest zusammen, um Spannung abzubauen, oder sein Unterkiefer fängt an zu zittern, während er zusammengepresst ist..fühlt sich dann an wie knabbern. Hat er von Anfang an beides gemacht, nur anfangs tat alles beim Stillen so weh, dass ich da gar nicht weiter drauf geachtet habe. Jetzt, wo das Stillen an sich schmerzfrei ist fällt das irgendwie doppelt ins Gewicht. :(
jusl
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Re: Wie pumpe ich zusätzlich zum Stillen richtig ab?

Beitrag von jusl »

Kannst Du den Unterschied zwischen "trinken" und "nuckeln" mal genauer beschreiben? Was genau macht Dein Baby dann?
FrauDechse
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Re: Wie pumpe ich zusätzlich zum Stillen richtig ab?

Beitrag von FrauDechse »

Wenn er trinkt, dann macht er die typische Bewegung mit der er die Milch ausstreicht (weiß nicht wie ich es besser beschreiben soll). Ich sehe dann auch am Kiefergelenk/im Schläfenbereich, dass er "arbeitet" und er schluckt regelmäßig.
Wenn er nuckelt, dann bewegt sich nur der Mund und die Bäckchen.. An der Brustwarze merke ich das Trinken gar nicht, dafür am Warzenvorhof, aber nicht unangenehm, beim Nuckeln spüre ich einen Reiz vorne an der Brustwarze.
Seine Bewegungen beim Nuckeln sind auch viel "kleiner", als beim Trinken.
Gar nicht so einfach zu beschreiben..kannst du damit was anfangen?
Die Hebamme sagte mir ursprünglich - wenn er nur noch nuckelt und mir das so unangenehm ist, dann abdocken. Aber früher hat er erst genuckelt, wenn er mit Trinken fertig war.
Jetzt macht er das nach einer Zeit immer mal wieder zwischendurch. Ein paar Züge trinken, Pause, nuckeln, ein paar Züge trinken...etc
jusl
Jusl Almighty
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Re: Wie pumpe ich zusätzlich zum Stillen richtig ab?

Beitrag von jusl »

Ja, danke, das war hilfreich.
Hast Du bei dem flattrigen Nuckeln mal versucht, seinen Kopf leicht in Richtung Brust zu stupsen? Das geht wach und schlafend und löst einen neuen Saugreflex aus, also wieder kräftigeres Saugen. Mehrmals das Köpfchen ein bisschen vor und zurückbewegen (geht sehr bequem, wenn der Kopf eh in Deiner Handfläche ruht), so ähnlich wie wenn das Baby leicht nicken würde.
Kannst Du ja mal probieren. ;-)

LG
Julia
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