@katha: Trotzdem danke für's schubsen
@julia1982: Wir haben heute gleich eine Runde nackt gekuschelt - das war sehr schön. Vielen Dank für den Tipp!
Moderatoren: Anjamaria01, klecksauge, SchneFiMa, Mondenkind
Ums kurz zu machen: Deine Hebamme liegt völlig daneben, und zwar mit jedem einzelnen Punkt. Wichtig ist, ausreichend oft zu pumpen wenn nicht bzw nicht effektiv/erfolgreich gestillt wird, damit Deine Milchbildung entsprechend angeregt wird. Wie oft sich Dein Baby meldet, ist dafür unerheblich. Hinhalten des Babys ist grundsätzlich keine gute Idee und nur in seltenen Spezialfällen sinnvoll, und längerfristig nur EINE Brust anbieten ist ganz eindeutig eine Reduktions- bzw. Abstillmethode. Die Angabe von "Mindestpumpmengen" ist NIEMALS hilfreich für Mütter, sondern völlig unnötiger Druck, der sich NEGATIV auf den Erfolg auswirkt. Und Flasche und Stillen abwechseln ist NIEMALS eine gute Idee, wenn Stillprobleme gelöst werden sollen, siehe unsere Grundinfo zum stillfreundlichen Zufüttern.Von meiner Hebamme bekomme ich unterschiedliche Ratschläge.
- ich soll nach ihrem Bedarf pumpen, also immer nachdem ich sie für eine Mahlzeit angelegt habe (was, durch die Sättigung der Pre-Milch manchmal nur 5 x am Tag war)
- außerdem solle ich nach Beendigung der Mahlzeit ca. 2 Stunden warten bis ich sie wieder anlege und bis dahin mit dem kleinen Finger beruhigen
- längerfristig z.B. tagsüber nur Brust anbieten, das Pumpen einstellen und ab abends zufüttern
Dabei hätte ich jedoch Angst, dass meine Milchmenge zurückgehen könnte und, dass meine Tochter tagsüber hungert. Sie meinte auch, es wäre gut 500ml am Tag zu Pumpen, um zu wissen, dass genug Milch da ist (was mir unerreichbar scheint). Oder ich könnte Flasche und Stillen abwechseln – aber von der Flasche würde ich ja gerne nach und nach weg.
Eine Stillberaterin war auch schon hier (kostenpflichtig, deshalb auch nur zweimal). Sie hat mir das BES erklärt und gemeint, ich solle so oft wie möglich anlegen und zusätzlich mindestens 8 x Pumpen, da das Saugen meiner Tochter zur Milchsteigerung nicht ausreichen würde.
Wenn ich den Schwerpunkt auf das Stillen lege, schaffe ich es nicht oft zu pumpen. Wenn ich oft pumpe, meldet sich danach häufig die Kleine und ich bin traurig ihr eine „leere“ Brust anzubieten.
- denn in dieser Passage lieferst Du eine treffliche Beschreibung des Problems UND den geeigneten Lösungsansatz in einem Atemzug.Das Stillen ist meistens eher ein Nuckelstillen und sie schläft häufig ein. Sie saugt nicht effektiv. Das kann damit zusammenhängen, dass nur wenig Milch kommt, bzw. diese nicht gut fließt. Mit BES zeigte sie nämlich zum 1. mal gutes Saugverhalten und hielt auch schon mal 25 Minuten durch.
Wechselstillen ist ein sehr gutes Mittel, die Milchproduktion anzuregen - ABER NUR DANN, wenn diese bereits auf einem gewissen Niveau etabliert ist. Bei Euch muss davon ausgegangen werden, dass Deine Milchproduktion derzeit noch zu gering ist, dass das Problem allein mit Wechselstillen zu beheben wäre.Ansonsten saugt sie morgens immerhin 2-3 Minuten und schafft das dann gelegentlich auch wenn ich Wechselstille 2 mal pro Seite – das ist allerdings erst seit ca. 5 Tagen so. Abends kann ich davon nur träumen. Da nuckelt sie von Beginn an und nimmt höchstens zwischendurch mal einen tiefen Schluck. Deshalb klappt Wechselstillen bei uns auch nicht so richtig
Also da können wir definitiv helfen.Ich bin im Moment ziemlich konfus, wie es weiter geht. Mir fehlt ein guter Plan – gerade kommt mir alles so ziellos vor.
24.05. 3690 (KH)
27.05 3210 (KiA)
04.06 3100 (Hebi Nr. 2)
06.06 3330 (Hebi)
09.06. 3540 (Hebi)
13.06. 3730 (Hebi)
18.06. 4000 (Hebi)
21.06. 4330 (Hebi) 8 x Stillen, 5 x Pumpen, 415 Pre, 200 Mumi, 3 x Pipi, 3 x Stuhl
22.06. .............6 x Stillen, 8 x Pumpen, 305 Pre, 275 Mumi, 3 x Pipi, 3 x Stuhl
23.06. .............7 x Stillen, 7 x Pumpen, 435 Pre, 315 Mumi, 5 x Pipi, 4 x Stuhl
24.06. .............7 x Stillen, 8 x Pumpen, 495 Pre, 150 Mumi, 3 x Pipi, 2 x Stuhl
25.06. .............8 x Stillen, 8 x Pumpen, 600 Pre, 50 Mumi, 4 x Pipi, 2 x Stuhl
26.06. .............8 x Stillen, 7 x Pumpen, 425 Pre, 180 Mumi, 4 x Pipi, 3 x Stuhl
27.06.............. 8 x Stillen, 8 x Pumpen, 465 Pre, 177 Mumi, 4 x Pipi, 3 x Stuhl
28.06. .............8 x Stillen, 7 x Pumpen, 320 Pre, 120 Mumi, 4 x Pipi, 3 x Stuhl
29.06 4580 (Hebi) 7 x Stillen, 7 x Pumpen, 295 Pre, 130 Mumi, 3 x Pipi, 3 x Stuhl
30.06. ..............7 x Stillen, 5x Pumpen, 335 Pre, 250 Mumi, 4 x Pipi, 3 x Stuhl
01.07. ..............8 x Stillen, 5 x Pumpen, 285 Pre, 90 Mumi, 4 x Pipi, 2 x Stuhl
02.07 4800 (KiA)
Es ist schon mal gut zu wissen welche Ratschläge Nonsens sind (auch wenn es schade ist, dass ich danach gehandelt habe – kommt mir jetzt vor wie verlorene Zeitjusl hat geschrieben:Deine Hebamme liegt völlig daneben, und zwar mit jedem einzelnen Punkt. [...] Also kompletter Nonsens.
Das Vorgehen finde ich gut. Ich habe dazu noch folgende Fragen:jusl hat geschrieben:Was ist Deine Meinung zu diesem Vorgehen?
Uff, das ist eine Herausforderung an meine Geduld und Nerven, aber ich werde es gerne probieren.jusl hat geschrieben:Ich kann Dich da nur ermutigen: Flaschen in den Müll, und ab jetzt konsequent mit dem BES zufüttern.
Bedeutet das, sie muss mindestens 20 min effektiv saugen? Was heißt spürbar entleert? Ich spüre nämlich leider weder den MRS, noch den Milchfluss (falls der spürbar ist). Deshalb bin ich mir beim Stillen unsicher, ob die Brust gut entleert worden ist. Morgens sind meine Brüste ja sehr prall und nach dem Stillen heute morgen waren sie „leichter“, aber sie fühlten sich nicht so leer an, wie z.B. nach dem pumpen oder vor allem abends.jusl hat geschrieben:Täglich sollten beide Brüste mindestens 8x spürbar entleert werden, bzw. mind. 20 Minuten lang. Ob durch Pumpen ... oder effektives Stillen ist in dieser Hinsicht zweitrangig.
Ich biete ihr aber immer als erstes die Brust an, wenn sie sich unzufrieden zeigt bzw. weint, oder? Dazu noch folgende Frage:jusl hat geschrieben:Allerdings ist dieses Pensum ZUSÄTZLICH zu "so oft wie möglich anlegen" erfahrungsgemäß zu groß - schlichtweg kaum schaffbar
Ich pumpe mit einem Doppelpumpset an der Medela Symphony.jusl hat geschrieben:hast Du ein Doppelpumpset? Welche Pumpe nutzt Du?
Ich hab mal nachgeschaut: Es ging mit 285 los, dann 330, 410 und so hat es sich weiter gesteigert. Unsere damalige Hebamme meinte, Ziel sei sie solle so 100-120 ml pro Mahlzeit bekommen. Mein Mann und ich waren ziemlich in Sorge, da sie so extrem abgenommen hatte und standen neben uns. Wir hatten im Kopf so viel wie möglich in das Kind zu bekommen. Außerdem "vertrauten" wir meinen Brüsten nicht mehr. Die Hebamme übernahm das erste Abpumpen und bei dem Strss und ihrem Blick war es nicht verwunderlich, dass nur 10 ml nach 40 Minuten raus kamen. Sie meinte allerdings, wenn nur so wenig aus meiner Brust käme und sie eigentlich 100 ml trinken soll, wäre es ja nicht verwunderlich, dass es nicht reicht.jusl hat geschrieben:Eine Frage habe ich noch: Du schriebst, dass 1 Woche nach der Geburt erstmals PRE zugefüttert wurde - weißt Du noch, wie viel ungefähr? Weißt Du noch, wie viel PRE Anfang Juni für gewöhnlich pro Tag zugefüttert wurde?
Ja, ich würde lieber eine moderne, geeichte Waage aus der Apotheke holen.Ich habe von einer Freundin eine digitale Babywaage ausgeliehen, die 10g genau wiegt. Allerdings ist sie nicht geeicht. Ich habe ein Päckchen Haferflocken mehrmals gewogen und der Wert war immer gleich. Ist die Waage ok oder soll ich lieber eine aus der Apotheke leihen?
Das Gefühl, dass es sich "leichter" anfühlt, ist auf jeden Fall schon mal gut. Effektives Saugen erkennst Du daran, dass Dein Baby einen festen Saugschluss hält (= Vakuum), dass sich beim Stillen der Kiefer bewegt (sieht man am Ohrenwackeln), und dass Dein Baby hörbar schluckt.Bedeutet das, sie muss mindestens 20 min effektiv saugen? Was heißt spürbar entleert? Ich spüre nämlich leider weder den MRS, noch den Milchfluss (falls der spürbar ist). Deshalb bin ich mir beim Stillen unsicher, ob die Brust gut entleert worden ist. Morgens sind meine Brüste ja sehr prall und nach dem Stillen heute morgen waren sie „leichter“, aber sie fühlten sich nicht so leer an, wie z.B. nach dem pumpen oder vor allem abends.
Heute morgen war sie für 1 ½ Stunden zufrieden, aber das sagt bestimmt nichts darüber aus, ob meine Brüste entleert waren, oder? Ach, Entschuldigung, ich bin noch immer ziemlich wirr und möchte doch jetzt endlich alles einigermaßen richtig machen.
Oh, gut, dass Du diesen Punkt noch mal aufgreifst - offenbar hab ich das noch nicht ausreichend klargemacht: "Entleeren" heißt in diesem Zusammenhang NICHT, dass "nichts mehr drin ist"! (Ja, stimmt, "entleeren" ist da tatsächlich ein doofes Wort... aber halt üblichDas zweite Stillen heute Vormittag war mit BES und danach habe ich noch 60ml abgepumpt. Also werden die Brüste wohl auch beim BES-Stillen nicht richtig entleert.
Wie genau platzierst Du den Schlauch denn in ihrem Mund? Wie und wo genau klebst Du ihn fest? Hier wäre eine SEHR genaue Beschreibung hilfreich.Das könnte auch damit zusammenhängen, dass meine Tochter den Mund beim Andocken nicht sehr weit öffnet und ich, da ich gleichzeitig noch den Schlauch gut platzieren muss, nicht so viel Brust in ihren Mund bekomme, wie beim Stillen ohne BES. Sie hängt also ziemlich weit vorne und je öfters ich das korrigieren möchte, desto weniger öffnet sie den Mund.
Ja, das reicht. Das vorgeschlagene Pump-Schema ist kein Gesetz - sondern einfach ein bewährtes Konzept.Ich werde in letzter Zeit häufig beim Pumpen unterbrochen, weil sie Trost braucht – wenn ich sagen wir 15 Minuten später weiter pumpe, muss ich dann wieder „von vorne“ anfangen, oder reicht es, wenn ich die verbliebenen Minuten weiterpumpe?
Ja, klar.Ist es eigentlich auch mal ok schon nach einer Stunde wieder zu pumpen, wenn ich sonst nicht die 8x erreiche?
Sehr gut.Ich pumpe mit einem Doppelpumpset an der Medela Symphony.
Au weia, das ist ja Horror pur...Da Wochenende war, hatte sie mir ihre Pumpe geliehen, ein Modell von vor 20 Jahren, bei dem mann den Pumprhythmus mit dem Daumen bestimmen musste. Daran hang ich dann alle 2 Stunden für 40 Minuten. Als sie dann am nächsten Tag kam, taten mir die Brüste weh und ich meinte: "Ich glaub, da ist keine Milch drin." Darauf meinte sie: "Die sehen auch leer aus." (Sie meinte auch, dass man an den Pumpmengen sehen könnte, wieviel Milch eine Frau hat.) Ich war überzeugt, dass mein Kind keinen Tropfen Milch von mir bekommt. Als wir dann eine neue Hebamme hatten und sie eine Stillprobe gemacht hattte mit dem Ergebnis, dass die Babymaus 30 ml getrunken hat, konnte ich das kaum glauben.
OK, danke. Ich werde es nachher in die Liste einpflegen.Ich hab mal nachgeschaut: Es ging mit 285 los, dann 330, 410 und so hat es sich weiter gesteigert.
Ist es dann so, dass ich erstmal wieder 8 x am Tag pumpe und sie immer mit BES anlege, damit sie etwas bekommt?
[...]
Ich biete ihr aber immer als erstes die Brust an, wenn sie sich unzufrieden zeigt bzw. weint, oder?
Da hast du recht. Ich hätte noch mehr Horrorgeschichten... Aber gut. Nachdem ich alleine diesen Teil gestern aufgeschrieben habe, hing mir das den ganzen Tag nach und ich war sehr traurig. Außerdem hatte ich den Gedanken, dass es bei mir sowieso aussichtslos istjusl hat geschrieben:Au weia, das ist ja Horror pur...
Wirklich bedauerlich, dass Ihr so schlecht betreut wurdet.
Ich kleb ihn immer so, dass er, abhängig von der Stillposition, in der Mitte ihres Mundes ist (wobei es meist nicht so richtig klappt, genau die Mitte zu treffen). Meine Warzenhöfe sind sehr groß und wenn ich den Schlauch geklebt habe, zieht sich alles zusammen und er ist sehr lang, allerdings "entspannt" sich alles wieder beim Stillen und der Schlauch wäre zu kurz, wenn ich ihn entsprechend dem zusammengezogenen Zustand kleben würde. Oh Je, ich hoffe du verstehst was ich meine. Der Schlauch ist also erstmal ziemlich lang und ich fixiere ihn noch mit meinem Daumen und wenn sie dann den Mund öffnet, ziehe ich sie ran und versuche, dass der Schlauch nicht abknickt. Sie öffnet ihren Mund aber meist leider nicht sehr weit bzw. nur einmal und wenn ich das verpasse, dann macht sie wieder nur den kleinen Mund.jusl hat geschrieben:Wie genau platzierst Du den Schlauch denn in ihrem Mund? Wie und wo genau klebst Du ihn fest? Hier wäre eine SEHR genaue Beschreibung hilfreich.
Wenn das Stillen 1 Stunde dauert, bedeutet das dann 2 Stunden nach Ende der Mahlzeit oder 2 Stunden nach Anfang? Da das Stillen so lange dauert + das 20minütige Abpumpen weiß ich noch nicht genau, wie ich das bewerkstelligen soll. Soll ich sie auch wecken?jusl hat geschrieben:Also, vielleicht ist folgende Faustregel hilfreich:
Tagsüber nach spätestens 2 Stunden das Stillen anbieten - GANZ EGAL, ob Dein Baby gerade weint, unruhig ist oder sich sonstwie bemerkbar macht.
Mein Mann hat heute eine Waage ausgeliehen und es war prompt das Modell, das wir zu Hause haben. Ich hab bei 10 Apotheken angerufen und alle haben dieses Modelljusl hat geschrieben:Ja, ich würde lieber eine moderne, geeichte Waage aus der Apotheke holen.
[/quote]jusl hat geschrieben:Wie viele Flaschen hast Du bislang für gewöhnlich angeboten? (Also wie viele "Portionen")
Wie oft pro Tag nutzt Du bislang das BES? Gibt es tags und/oder nachts Stillmahlzeiten, die ohne BES gelingen?
Ich weiß, es ist schwierig, wenn man viel mit Flaschen und BES hantiert, aber: Ich kann nur davon abraten, Stillen als "Mahlzeiten-Konzept" einzuordnen und dabei auch noch zwischen "Hungerstillen" und "Durststillen" oder "richtiges Stillen" und "nur Beruhigungsnuckeln" o.ä. unterscheiden zu wollen! Diese Unterscheidung ergibt beim Stillen grundsätzlich keinen Sinn. Wir wissen nicht genau (und das ist auch gut so), wieviel ein Baby pro Mahlzeit trinkt. JEDES Stillen ist "Stillen". Deshalb: Ja, bitte JEDES Stillen notieren. Alles, auf das die Beschreibung "Komm, ich leg Dich noch mal an" oder "Wir setzen uns nochmal zum Stillen hin" passt, kommt als "eine Mahlzeit" in die Liste.Danach hat sie bisher auch erst 2 Mahlzeiten und ein Durst-Stillen verlangt.
Na, dannMein Mann hat heute eine Waage ausgeliehen und es war prompt das Modell, das wir zu Hause haben. Ich hab bei 10 Apotheken angerufen und alle haben dieses ModellIch werde also wohl doch mit unserer geliehenen Waage wiegen und fang heut abend an, ok?
Also, grundsätzlich gilt: 8-12 Mahlzeiten in 24 Stunden sollten es sein, das wäre normaler Durchschnitt. Das heißt, dass im Durchschnitt alle 2-3 Stunden eine neue Mahlzeit begonnen wird.Wenn das Stillen 1 Stunde dauert, bedeutet das dann 2 Stunden nach Ende der Mahlzeit oder 2 Stunden nach Anfang? Da das Stillen so lange dauert + das 20minütige Abpumpen weiß ich noch nicht genau, wie ich das bewerkstelligen soll. Soll ich sie auch wecken?
Ja, das ist richtig, obwohl wir teilweise auch schon über 600, einmal auch über 700 ml am Tag waren. Als wir wieder beruhigter waren, dass unser Baby gut gedeiht, waren wir auch nicht mehr so exzessiv mit der Flasche wie davorjusl hat geschrieben:ich bin nicht ganz sicher, ob ich alles richtig verstanden habe, bitte schau noch mal drüber:
Bis vor kurzem habt Ihr praktisch nach jedem Stillen eine Flasche angeboten, und insgesamt auf diesem Wege (gaaanz grob) 200 ml Mumi und 300 ml Pre täglich zugefüttert.
Dann habt Ihr begonnen, zwei dieser Stillen-plus-Flasche-Mahlzeiten durchs Stillen mit BES zu ersetzen, häufig aber trotzdem noch mit Flasche nachgefüttert.
Seit einigen Tagen klappt das Stillen morgens auch ohne BES.
Ist das soweit richtig? Hier bitte ich noch mal Rückmeldung.
Entschuldigung, aber ich muss nochmal genau nachfragen. Gerade hatte ich sie nochmal für drei Minuten angelegt. Sie hat ein paar Schluck getrunken und ist dann eingeschlafen. Zählt das auch? Ich hab das für mich nie zum "Stillen" gezählt, weil mir das zu wenig vorkam. Und wenn sie nuckelt - soll ich sie nuckeln lassensolange sie will, oder irgendwann abmachen? O weia, in der Hinsicht bin ich wirklich ziemlich verunsichert. Laut Hebamme sollte ich ja auch das was sie nach 15-20 Minuten aus dem BES nicht getrunken hat mit Flasche nachfüttern.jusl hat geschrieben:JEDES Stillen ist "Stillen". Deshalb: Ja, bitte JEDES Stillen notieren. Alles, auf das die Beschreibung "Komm, ich leg Dich noch mal an" oder "Wir setzen uns nochmal zum Stillen hin" passt, kommt als "eine Mahlzeit" in die Liste.
Ich kann vermelden: Seit 36 Stunden gab es keine Flasche mehrjusl hat geschrieben:* Ab jetzt keine Flaschen mehr. Gestillt wird nur noch "mit oder ohne BES" - mehr Entscheidungen musst Du dann nicht mehr treffen!..
Argh, davor habe ich Angst. Was ist, wenn die Stimulation nicht ausreicht? Und steigern kann ich meine Milchproduktion dadurch nicht, oder?jusl hat geschrieben:* Aufs Pumpen erstmal ebenfalls verzichten. Als Begründung: Immer wenn Du bislang eine Flasche angeboten hast, verbrachte Dein Baby diese Zeit NICHT an der Brust. Wenn jetzt die Flaschen wegfallen, reicht das möglicherweise schon, um die Milchproduktion auf dem jetztigen Niveau ausreichend aufrechtzuerhalten. Und Du würdest den ganzen Pumpaufwand sparen.
Wenn ich nicht mehr pumpe habe ich doch aber keine Mumi mehr zum zufüttern. Meinst du, die holt sich das übers Stillen *bibber* Ich habe nooch immer im Kopf, dass sie bei mir an der Brust nichts bekommt. Ist 350 ml nicht zu wenig?jusl hat geschrieben:* Wir setzen jetzt einfach mal eine PRE-Tagesmenge an, der zu den bisherigen Daten passt, z.B. 350 ml PRE. Verteilt auf z.B. 5 BES-Mahlzeiten wären das 70 ml Zufüttermenge pro BES-Mahlzeit. Die restlichen ca 5 Stillmahlzeiten (z.B. nachts und morgens) werden ohne BES gestillt.
Danke für die Infojusl hat geschrieben:Die größte Stolperfalle ist wohl meine Angst, dass sie nicht satt ist und der Drang nachzufüttern...jusl hat geschrieben:Siehst Du da besondere Stolperfallen?Ich hab vergessen zu schreiben, dass ich auch noch Flachwarzen habe, die also erst ein wenig rausknubbeln muss (leider verflüchtigen sie sich dann wieder ganz schnell. Aber vielleicht hab ich das Klebeband zu früh enden lassen. Kann es so nicht passieren, dass sie Klebebband in den Mund bekommt? Bzw. voll mit der Nase draufhängt? Ich werde das später gleich mal ausprobieren.jusl hat geschrieben:Die Warzenhofgröße ist eigentlich egal - angeklebt wird für gewöhnlich so, dass der Schlauch etwa 5-8 mm über die Brustwarze übersteht, ehe gestillt wird. Das Pflaster wird dazu längs (ca 10-15 cm) über den Schlauch geklebt, und zwar bis ganz kurz vor die "Kante" von Hof zu BW. Festgehalten werden muss da dann beim Andocken eigentlich nichts mehr. Im Moment des Andockens kannst Du ihr mit einem Finger den Unterkiefer ein kleines Stück runterdrücken, so geht der Mund noch ein Stück weiter auf. Auch die sog. asymmetrische Anlegetechnik könnte sehr hilfreich sein, bei der besonders viel Brustgewebe im Mund landet. Grundsätzlich ideal fürs Stillen mit BES (ohne auch) ist die Football-Haltung, weil Du so besonders viel vom Mund siehst und eine gute Kontrolle hast.
lanea hat geschrieben:Auch die sog. asymmetrische Anlegetechnik könnte sehr hilfreich sein, bei der besonders viel Brustgewebe im Mund landet.
Bei unseren Bemühungen hier kannst Du ebenso beruhigt sein. Wir dokumentieren und analysieren hier gemeinem JEDEN TAG alle relevanten Daten. Damit ist sichergestellt, dass Dein Baby jederzeit gut versorgt ist und gut gedeiht.Als wir wieder beruhigter waren, dass unser Baby gut gedeiht, waren wir auch nicht mehr so exzessiv mit der Flasche wie davor
Ja, das zählt. Und besser noch wäre: Wenn Du merkst, dass die gerade einschläft oder nach den ersten paar Schluck nur noch döst oder so, SOFORT abdocken und zur anderen Seite rüberwechseln. Dort genauso: Stillen, so lange sie merkbar schluckt, und wenn sie anfängt zu dösen, WIEDER sofort die Seite wechseln, und immer so fort.Entschuldigung, aber ich muss nochmal genau nachfragen. Gerade hatte ich sie nochmal für drei Minuten angelegt. Sie hat ein paar Schluck getrunken und ist dann eingeschlafen. Zählt das auch? Ich hab das für mich nie zum "Stillen" gezählt, weil mir das zu wenig vorkam.
Wie Ihr mögt.Und wenn sie nuckelt - soll ich sie nuckeln lassensolange sie will, oder irgendwann abmachen?
Also mal ganz grundsätzlich: Es gibt ÜBERHAUPT KEINEN Grund, einem Baby, bei dem Stillen möglich ist, im Rahmen der Überwindung irgendwelcher Stillprobleme eine Flasche anzubieten. Wirklich GAR KEINEN. Wenn Zufüttern vorübergehend oder dauerhaft notwendig ist, sollte dies - falls eine möglichst schnelle Überwindung der Stillprobleme erwünscht ist - stillfreundlich geschehen, und NICHT per Flasche. Eine stillfreundliche Methode, die bei Euch funktioniert, habt Ihr bereits gefunden: das BES.Laut Hebamme sollte ich ja auch das was sie nach 15-20 Minuten aus dem BES nicht getrunken hat mit Flasche nachfüttern.
Bei der "Aufbewahrung" von PRE geht's ja um die Verkeimung. Der Keimgehalt steigt, je länger die Milch angerührt ist, je öfter sie umgefüllt wird, je unhygienischer sie zubereitet wurde, je schmutziger die Fütterutensilien sind, je wärmer die Umgebungstemperatur ist, und wenn die Milch bereits mit dem Kind in Kontakt kam (etwa wenn Speichel vom Sauger in die Flasche gelangen kann).Wenn das BES länger als eine Stunde dauert, muss ich dann neue Pre nehmen - also wie lange ist diese verfütterbar?
Super!Ich kann vermelden: Seit 36 Stunden gab es keine Flasche mehr![]()
Also grundsätzlich: Die Milchproduktion wird zweifellos am besten von einem häufig, kräftig und mit korrekter Technik saugenden Baby angeregt. Nur wenn das Baby aus irgendwelchen Gründen NICHT häufig, kräftig und mit korrekter Technik saugt, muss eingegriffen werden - idealerweise im Rahmen des "Stillmanagements", also in Hinblick auf Häufigkeit, Kraft und korrekte Technik.Argh, davor habe ich Angst. Was ist, wenn die Stimulation nicht ausreicht? Und steigern kann ich meine Milchproduktion dadurch nicht, oder?
Genau, und das wäre wirklich ungünstig. Dein Baby soll doch stillen lernen - das lernt man NUR durchs Stillen.Das Stillen bleibt nämlich wirklich oft auf der Strecke.
Metoclopramid und Domperidon sind die beiden am häufigsten zur Unterstützung der Milchbildung verschriebenen Wirkstoffe. Gerade bei sehr starken Beeinträchtigungen vom Frühwochenbett an kann medikamentöse Unterstützung sehr wirkungsvoll sein.Übrigens hat mein Hausarzt mir MCP-Tropfen verschrieben, die ich bisher nicht nehme. Wäre es ein Versuch wert sie zu nehmen?
Wenn Dein Baby die HA gerne trinkt, bleib dabei. Wenn Du das Gefühl hast, die HA schmeckt ihr nicht gut (was sein kann, weil sie in der Tat bitterer als normale PRE ist), dann wechsel auf normale PRE. Ein Nachteil hinsichtlich Deiner Still-Bemühungen ist durch den Wechsel zu normaler PRE nicht erwarten - blöd wäre vielmehr, wenn Dein Baby die HA verweigern würde.Und wir hatten die ganze Zeit HA, weil die Hebamme meinte, die wäre bitterer und das Kind würde dann weiterhin Mumi bevorzugen, wohingegen die "normale" Pre sehr süß wäre. Stimmt das? Macht das noch Sinn oder sollte man soweiso bei einer Milch bleiben und nicht mehr wechseln?
Hürden im Kopf können ganz erheblich zum Problem beitragen. "An der Brust nichts bekommen" kann gar nicht sein, denn Deine Zufüttermengen der letzten Tage (zwischen ca 300 und 450 ml) decken ihren Tagesbedarf ja definitiv gar nicht. Bei den reichlichen Ausscheidungsmengen ist damit also ABSOLUT ERWIESEN, dass Dein Baby nennenswerte Mengen aus der Brust holt.Wenn ich nicht mehr pumpe habe ich doch aber keine Mumi mehr zum zufüttern. Meinst du, die holt sich das übers Stillen *bibber* Ich habe nooch immer im Kopf, dass sie bei mir an der Brust nichts bekommt.
Ich halte 350 für einen realistischen Startwert. Damit schauen wir jetzt erstmal ein paar Tage lang, wie es läuft. Nach oben oder unten korrigieren kann man jederzeit - im Moment wäre das aber pures Raten; wir brauchen jetzt erstmal einen dokumentierten, mit Daten abgesicherten Ausgangszustand sozusagen.Ist 350 ml nicht zu wenig?