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Re: Mit 6 Monaten immer noch Blähungen :(

Verfasst: 27.06.2013, 06:39
von Latascha
Hast du schonmal an deiner Ernährung etwas umgestellt? Also einzeln getestet, ob es nach bestimmten Dingen schlimmer wird?
Da würde ich wohl zuerst ansetzen, denn häufig kann es ja sein, dass die Kleinen etwas nicht vertragen, was du gegessen hast.
Aufwändig, ich weiß, aber als ich rausgefunden hatte, dass bestimmte Fleischsorten nicht gehen, waren Kind und ich wieder glücklich.

Re: Mit 6 Monaten immer noch Blähungen :(

Verfasst: 27.06.2013, 07:05
von Omama
Ui, wer lesen kann ist klar im Vorteil :oops:
Bei uns war es auch die Milch, vor allem wenn ich viel davon (in jeglicher Form) zu mir genommen habe.
Mittlerweile esse ich wieder normal Milchprodukte und es tritt nicht mehr auf, ich denke der Darm ist jetzt reifer.

sorry fürs überlesen.

Kolikmassage hab ich manchmal tagsüber gemacht, damit die Pupse erstmal rausgehen, bevor die Nacht anfängt.
Eine Zeit lang waren wir abwechselnd 2 STunden in der Nacht munter im Wozi mit baby, damit er sich die pupse rauskrabbeln konnte.

ich wünsch euch gute besserung.

Re: Mit 6 Monaten immer noch Blähungen :(

Verfasst: 27.06.2013, 09:48
von AMINA
Das Blähungsproblem kenne ich auch: Schreiendes Baby, dicker, aufgeblähter, hart-gespannter Bauch über Monate hinweg - bei uns half tagsüber oft nur Bauch-an-Bauch tragen und wenn's ganz schlimm war, mit einem geölten Wattestäbchen vorsichtig das Poloch stimulieren - da gab's manchmal richtige "Explosionen" (mit Stuhlabgang) - aber das Kind hat sofort danach gelacht, so dass wir die ganze Sauerei fröhlich beseitigen konnten. Selbst angerührter Fencheltee (also aus frisch zerstoßenen Körnern) hat auch gelegentlich für etwas Entspannung gesorgt, wurde aber nicht immer angenommen.
Ab dem Moment, ab dem sich das Baby selbst gut drehen konnte und mobiler wurde, waren auch die Blähungen besser, bzw. es wurde von allein gepupst wie blöd...

Bei einer Freundin steckte eine Kuhmilch-Unverträglichkeit dahinter, die wohl so stark war, dass die Blähungen tatsächlich ausgelöst wurden, wenn die Mutter die Milch trank...So ganz hab ich das zwar nie verstanden, aber seit die Mama auf Soja-Milch umgestiegen ist, gings beiden viel besser!
Misao hat geschrieben:Die Kümmelzäpfchen hatten wir auch, mit eigentlich guter Wirkung, wobei ich mir nie sicher war ob es daran lag, dass irgendwas in den Darm kam und stimuliert hat, oder die WIndel, die dann weg war (von Windelfrei hatte ich damals keine Ahnung), oder Zufall, oder wirklich die Zäpfchen.
Benutzen würde ich sie jetzt aber nicht mehr, da die Zäpfchen wohl schläfrig machen können
Die Kümmelzäpfchen hatten wir auch ausprobiert, allerdings mit der einzigen Wirkung eines tierisch müden Babys. Das ist nicht bei allen Kindern so, aber ich hab sie nachher aus Angst vor SIDS nicht mehr gegeben!

SAB hat nur in den ersten 2 Monaten beim Aufstoßen geholfen. An den Blähungen haben die nichts geändert.

Re: Mit 6 Monaten immer noch Blähungen :(

Verfasst: 27.06.2013, 11:14
von Latascha
AMINA hat geschrieben: Bei einer Freundin steckte eine Kuhmilch-Unverträglichkeit dahinter, die wohl so stark war, dass die Blähungen tatsächlich ausgelöst wurden, wenn die Mutter die Milch trank...So ganz hab ich das zwar nie verstanden, aber seit die Mama auf Soja-Milch umgestiegen ist, gings beiden viel besser!
Das gibt es auch so extrem, dass die Kleinen dann mit erbrechen und blutigem Stuhl reagieren! :( Also sind Blähungen dann wirklich noch die harmlose Variante..

Ich drück auf alle Fälle die Daumen, dass ihr bald hinter die Ursache kommt!

Re: Mit 6 Monaten immer noch Blähungen :(

Verfasst: 27.06.2013, 12:46
von star
Was mir gerade noch eingefallen ist:
Evtl. einfach zu viel Milch mit starken Milchspenderreflex? Meine schluckt deswegen auch relativ viel Luft, weil es einfach in ihrem Mund so sprudelt. Vielleicht zwischendrin mal abdocken und in eine Tasse sprudeln lassen. Habt ihr es schon mal mit einer aufrechten Stillposition probiert, das wurde uns geraten, klappt aber noch nicht ganz, weil die Maus nicht multitaskingfähig ist. Entweder stillen, oder sitzen... :roll:

Re: Mit 6 Monaten immer noch Blähungen :(

Verfasst: 28.06.2013, 08:40
von AMINA
Ah, mir ist noch was eingefallen: Gebt ihr denn Fluoridtabletten? Sowohl meine Hebamme als auch meine Kinderärztin haben mir gesagt, dass es einige Kinder gibt, die auf die Fluoridtabletten mit bösen Blähungen reagieren - wir geben sie daher erst wieder, seit unser Kind 9 Monate alt ist....

Re: AW: Mit 6 Monaten immer noch Blähungen :(

Verfasst: 28.06.2013, 09:37
von honigtopf2010
Das mit den Fluoridtabletten finde ich einen guten Hinweis. Wie man allerdings von Kümmelzäpfchen auf SIDS kommt??? :shock: Bitte - da ist nichts dran. Macht euch mal nicht wuschig ;-). Zum Thema Ernährung kopiere ich mal was von Julia:
jusl hat geschrieben: * Babys haben einen unreifen Darm. Und Babys essen bezogen auf ihren winzigen Körper viiiiel größere Mengen als Erwachsene, das heißt, der Magendarmtrakt hat relativ gesehen viel mehr zu tun. Deswegen und dazu noch wegen ihrer Bewegungsarmut(!) in den ersten Lebensmonaten gibt's leicht mal größere Gasansammlungen im Darm. Zusammen mit Muttermilch kann dieses Gas Schaum bilden, der zäh ist und nicht so leicht rausgepupst wird und schmerzhaft drücken kann. Sprich: die Wahrscheinlichkeit, Blähungen zu entwickeln, ist bei Babys sowieso viel größer als bei Erwachsenen. Völlig unabhängig von der mütterlichen Ernährung.

* "Blähungen", "Koliken" usw. werden häufig schlichtweg als undifferenzierte Synonyme für "Das Baby schreit viel" gebraucht. Nicht nur von Müttern, sondern auch von Ärzten, Hebammen oder Verwandten z.B.

* In unserer Gesellschaft ist es üblich, den Eltern, insb. der Mutter, die KOMPLETTE Verantwortung dafür zuzuschreiben, "wie das Kind so ist". Babys und auch ältere Kinder werden als Puppen angesehen, "mit denen man X machen muss, damit sie sich Y verhalten". Die eigene Persönlichkeit, Temperament und Anlagen des Kindes, die von Geburt an völlig UNABHÄNGIG vom Umfeld vorhanden sind, finden in dieser Sichtweise keine angemessene Berücksichtigung. Bei schreienden Babys heißt es praktisch sofort vorwurfsvoll in Richtung Mutter: "Was hast du nur wieder falsches gegessen?". (Später dann: "Du hast es falsch erzogen!")

* Es gibt nachweislich Babys, die Unverträglichkeitsreaktionen auf Nahrungsmittelspuren in der Muttermilch zeigen. Diese können sich in Allergien oder auch anders zeigen. Gibt's.

* Praktisch alle Menschen neigen dazu, Zufälle zu negieren und ursächliche Zusammenhänge zu suchen (das ist als Zeichen von Intelligenz ja auch keineswegs verwunderlich). Dass es dabei aber auch oft zu Fehleinschätzungen kommt, gerne auch gepaart mit ebenso höchst natürlicher selektiver Wahrnehmung, ist auch klar. "Gestern zum ERSTEN Mal koreanisch gegessen, und mein Baby hatte eine ungewöhnlich unruhige Nacht! Da liegt ein Zusammenhang doch nahe!" - diese Einschätzung ist bestens nachvollziehbar, aber eben trotzdem falsch. Je schmaler die Datenlage ("EINMAL beim Koreaner" ist eine seeeeehr schmale Datenlage, schmaler geht's ja gar nicht ;-)), desto extremer und zeitnaher müssen die mutmaßlichen Wirkungen ausfallen, um noch vernünftig schließen zu können. (Beispiel: Um festzustellen, dass kochendes Wasser auf der Haut höllisch weh tut, reicht tatsächlich "EINMAL testen". Denn die Wirkung (ohrenbetäubendes Schmerzgeschrei und sichtbare Verletzungen) tritt in extremer Form und unmittelbar zeitnah ein.) Mehr oder weniger unruhig sind normale Babys aber ständig, und oft vergehen Stunden und Tage bis zum Wirkungseintritt... daraus lässt sich einfach nichts sicher schließen. (hier ein schönes Beispiel)

* Babys können aus sehr sehr vielen Gründen weinen, rot anlaufen, die Beinchen anziehen und "einen harten Bauch" o.ä. zeigen... Diese Gründe immer alle auf dem Schirm zu haben UND die Symptome alle super erkennen zu können UND dann noch richtig interpretieren können UND dann auch noch immer richtig zu reagieren - also dazu braucht man wohl Supermutterkräfte. ;-) Da sagt sich's deutlich leichter: "Es hat Blähungen; ich sollte besser auf Zwiebeln verzichten."

Das sind so die Punkte, die mir spontan zu dem Thema einfallen ;-)

LG
Julia
Mir hat es geholfen, zu wissen, dass Menschen pupsen ;-) . Ist einfach so. Babies quälen sich oft noch mit vielen Dingen, die für uns stink(!)normal sind. Bauchlage hilft. Fliegergriff. Massage. Manche mögen es ein wenig windelfrei zu sein (Babies machen nämlich nicht von Natur aus in die Windel. Unser kackt nur unter stundenlangem Strampeln und meckern morgens in die Windel. Ohne geht es viel schneller) Ruhige Abläufe am Tag und das Müttermantra: Es ist nur eine Phase, es ist nur eine Phase, es ist nur. ...

Re: AW: Stillen und Essen - alles ist erlaubt?

Verfasst: 28.06.2013, 09:38
von honigtopf2010

Re: Mit 6 Monaten immer noch Blähungen :(

Verfasst: 28.06.2013, 19:40
von Queenchen
Uff, soviel zu lesen *lach* muss ich morgen mal in Ruhe machen...

Aber nein, er bekommt keine Fluoridtabletten, sondern V*igantolöl. Milchprodukte nehme ich nicht übermäßig zu mir. Auf Kohlensäure verzichte ich auch, trinke eigentlich nur stilles Wasser. Auch um Blähgemüse mache ich meistens einen großen Bogen. Er pupst eigentlich ständig, auch nachts.

Re: Mit 6 Monaten immer noch Blähungen :(

Verfasst: 28.06.2013, 20:58
von Katha
Weil hier auch der Vorschlag m. Fencheltee kam:
Solange noch vollgestillt wird und Baby noch nicht beikostreif, eher nicht zu empfehlen. Kann allergen wirken, wirkt sich evtl. auf die Milchmenge aus, kann Saugverwirrung auslösen, wenn mit Fläschen gegeben und ist NIE so schonend wie Muttermilch.

Falls eine Baby wirklich eine Milcheiweißunverträglichkeit haben sollte, reichen manchmal auch schon kleine Mengen. Das haben allerdings nur ganz wenige Kinder.
Honigtopf hat Dir dazu ja auch schon einen Thread verlinkt.
Wenn ich mich richtig erinnere, haben die meisten Kinder von diesen wenigen dann NICHT NUR Blähungen als Symptom, sondern zB Hautprobleme oder Gedeihstörungen.

Daher ist i.d.R. die Ernährung der Mutter f. das Befinden des Babys ziemlich egal.
Jusl hat das ja in dem Zitat eh ausführlich beschrieben.