Oh Cassilda, ich drück dich mal ganz ganz feste.
Ich würde dir gerne einmal beschreiben, wie wir es geschafft haben. Wenn dir das nicht zusagt, ist es völlig in Ordnung. Und vielleicht klappt es auch gar nicht. Für uns war es ein Weg, der uns allen das Leben enorm erleichtert hat.
Am Anfang hat mein Sohn nur auf mir oder auf dem dicken Bauch vom Opa geschlafen

. Wir haben dann immer gaaaaanz vorsichtig versucht, ihn abzulegen. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Wenn er richtig richtig gut drauf war, konnte man ihn auch mal in seine Kinderwagenwanne zum Schlafen legen, aber dann nur im dunklen Zimmer.
Als wir mit 3 Monaten umgezogen sind, musste sich für MICH etwas ändern, denn der Umzug hat mir viele Kräfte geraubt und ich war langsam aber sicher sehr angespannt.
Am Anfang bin ich mit ihm gemeinsam tagsüber ins dunkle (!) Schlafzimmer und habe mich mit ihm auf mir hingelegt. Nachdem das Schlafen im Bett gut klappte, habe ich ihn ganz dicht neben mich gelegt und eng mit ihm gekuschelt zum Einschlafen. Dazu musste auch ich mich schlafend stellen, sonst ist er nicht eingeschlafen. Ja, er hat am Anfang geweint. Aber ich denke eher wegen der Umstellung. Ich würde auch meckern, wenn mir etwas geliebtes verändert wird, ein Baby kann da nur schreien. Ich habe ihn währenddessen ganz eng im Arm gehalten und so hat er sich schnell beruhigt und die neue Situation akzeptiert. Wenn es gar nicht ging, dann ab zurück auf meinen Bauch. Nach ein paar Schläfchen ging es immer besser.
Problematisch war dann, dass er plötzlich nach nur 30 Minuten wach wurde und nicht ausgeschlafen war. Mit der Zeit habe ich herausgefunden, dass er länger schläft, wenn ich mitschlafe (kam vor lauter Müdigkeit schon öfter vor). Also habe ich mich nach dem Einschlafen langsam angefangen wegzuschleichen. Wenn ich ihn im Babyfon nur ganz leise gehört habe, bin ich sofort ins Schlafzimmer gerannt und habe mich wieder "schlafend" dazugelegt. Er hat mich wieder schlafend gesehen und nach etwa 5 Minuten weitergeschlafen. Mit dieser Unterstützung schlief er dann plötzlich mindestens 1,5 Stunden (2 mal reingehen). Nach vielen Wochen hat er es plötzlich geschafft, alleine wieder einzuschlafen bzw. ich hab mich nur gewundert, warum ich gar nichts höre.
Zu diesem Zeitpunkt habe ich dann angefangen, mich nicht mehr schlafend zu stellen. Ich habe während dem Einschlafen mit meinem Handy gesurft und ab und zu mal Händchen gehalten, je nachdem wie eng er die Begleitung brauchte. Das hat er ziemlich schnell akzeptiert. Wichtig war nur, dass ich da war.
Heute ist es soweit, dass ich sogar beim Einschlafen mal rausgehen darf. Allerdings bin ich schon immer sofort zurückgekommen, wenn er auch nur gemeckert hat. Er weiß also, dass ich komme.
Zusätzlich haben wir einen sehr strukturierten Tagesablauf, seit der Kleine bei der Tagesmutter ist. Er hat seitdem auch feste Schlafzeiten (19 - 7 Uhr, 9-9.30 Uhr, 12-14 Uhr, ggf. 16.30-17.00).
Ich möchte betonen, dass das UNSER Weg war. Mit dem Schlafverhalten unseres Sohnes kam auch seine Ausgeglichenheit zurück und die unserer ganzen kleinen Familie. Ich kann aber auch verstehen, dass dieser Weg für Andere nicht in Frage kommt! Und es hat auch bestimmt 4 Monate gedauert, bis es so gut geklappt hat. Da war nichts mit von heute auf morgen...
Vielleicht hilft dir ja mein Bericht. Wenn nicht, hoffe ich, dass du bald einen Weg für euch findest

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