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Re: Einschlafstillen pro und con
Verfasst: 30.05.2013, 19:22
von littlesis
Ich berichte mal von meinen Erfahrungen.
Ich habe 10 1/2 Monate Einschlafgestillt. Bei uns war es so, dass die Mausi mit der Zeit immer schlechter geschlafen hat. Teilweise ist sie halbstündlich aufgewacht und ließ sich nur durch Stillen beruhigen. Wenn Papa ins Schlafzimmer ging, wurde geschrieen, bis sie sich übergeben musste. Eines Tages war ich nicht Zuhause und Papa war verzweifelt, weil sie seit 30 Minuten schrie und sich nicht beruhigen ließ. Also ging er mit ihr ins Wohnzimmer und schwups, schlief sie ein. Wir haben das ein paar mal getestet und sind zu dem Schluss gekommen, dass sie das Schlafzimmer mit Stillen verknüpft hat. Daher zog sie dann in ihr Zimmer um. Denn so langsam ging ich dann doch auf dem Zahnfleisch. Abends halbstündlich stillen und wenn ich mit im Bett lag wurde dauergenuckelt. Das konnte ich nicht mehr.
Vom ersten Tag an hat sie in ihrem Bett längere Schlafphasen gehabt und nun wacht sie nur noch ein mal nachts auf. Manchmal schläft sie sogar durch.
Ich stille sie nach dem Abendessen im Wohnzimmer. Sie dockt dann ab wenn sie fertig ist. Dann setzen wir uns ins Kinderzimmer und sie schläft meist ganz zufrieden auf meinem Arm ein. Manchmal treffe ich vielleicht nicht genau den richtigen Zeitpunkt. Dann schimpft sie schonmal.
Anfangs habe ich noch nachts gestillt. Dann aber im Esszimmer. Im Kinderzimmer stille ich gar nicht mehr. Inzwischen fordert sie es nachts auch nicht mehr ein. Sondern schläft auf dem Arm ein. Manchmal reicht sogar Hand auflegen.
Morgens gegen fünf manchmal auch später wird sie wach. Dann holen wir sie in unser Bett. Dort schläft sie entweder auf Papas Brust oder an meiner Brust noch ne Runde. Das ist der einzige Zeitpunkt am Tag an dem ich noch Einschlafstille.
Auch wenn es zwischendurch hart war, ich würde das nächste Kind trotzdem wieder Einschlafstillen so lange es klein ist. Irgendwann kommt dann vielleicht wieder der Punkt an dem ich es unterbrechen würde, aber jedes Kind ist anders. Für unsere Familie ging es halt jetzt nicht mehr weiter mit dem Einschlafstillen.
Mein IPhone und ich haben eine unterschiedliche Auffassung bezüglich Rechtschreibung und Grammatik

Re: Einschlafstillen pro und con
Verfasst: 30.05.2013, 19:39
von Inkling
Ein großes Pro: auch mit fast 3 kriege ich mein übermüdetes und aufgedrehtes Kind durch Einschlafstillen in fremden Umgebungen ruckzuck in den Schlaf. Finde das sehr praktisch.

Re: Einschlafstillen pro und con
Verfasst: 30.05.2013, 19:59
von Heidisdottir
Hallo,
ich habe meinen Kleinen - jetzt 1 Jahr alt - auch immer einschlafgestillt. Ich weiß nicht mehr genau, wie lange - vielleicht war er dann fünf Monate alt, vielleicht auch sieben. Danach hat es einfach nicht mehr funktioniert - also von seiner Seite aus. Seitdem wurde er von mir oder vom Papa einschlaf-getragen. Von ehemals einer halben Stunde sind wir dann auf nichtmal fünf Minuten runter.
Seitdem er nur noch einmal am Tag schläft, läuft das so auch mittags. Wenn er dann aber schon nach einer halben Stunde aufwacht, wird er nochmal einschlafgestillt. Das klappt wunderbar. Und auch zwischendurch gibt es immer mal wieder Abende, wo es nur mit Stillen funktioniert.
Jetzt gerade stellen wir auf Einschlafen im Familienbett um. Das klappt hier ohne Geschrei, aber mit körperlichen Einsatz von unserer Seite - wir sind die Matraze
Nachts kommt er zwischen 2 und 4 mal. Bevor wir selbst schlafen gehen, wechseln wir uns ab und der Zwerg schläft auch beim Papa wieder ein - zwar nur auf dem Arm, aber ohne Stillen. Ich mach mir die Mühe nicht und stille.
Also von mir gibts ein klares Pro-Einschlafstillen. Wir hatten natürlich auch stressige Einschlafphasen, aber die hatten wir sowohl mit, als auch ohne Stillen.
Grüße,
Heidisdottir
Re: Einschlafstillen pro und con
Verfasst: 30.05.2013, 20:13
von LeasMom
Danke schonmal für die vielen PRO Antworten.
Ich selbst bin ja (noch) in der Genießen-Phase. Finde es halt nicht nur super praktisch, sondern auch wunderbar zu spüren, wie die Kleine wegdöst.

Die abendliche Zeit im Bett ist irgendwie etwas ganz besonderes und ich geh auch nicht immer gleich, sondern bleibe noch um zu kuscheln...und eben genießen.
Was zum Kita-Start im Oktober wird, weiß ich auch noch nicht und schiebe es auch noch weit vor mir her... auch die Frage wie der Papa die Kleine mal ins Bett bekommt, ist bei uns noch offen. Zwar schläft sie gerne auf Papas Arm ein, aber weglegen?
Vielleicht gibt es ja noch die ein oder andere kritische Meinung in Richtung "schweres Abgewöhnung" o.ä. Vielleicht auch Tipps, wie es mit dem Papa klappen kann
Bin gespannt...
Chris
Re: Einschlafstillen pro und con
Verfasst: 30.05.2013, 20:54
von karina6886
Nachdem ich mit 6 Monaten leider abstillen musste haben wir das Einschlaftrinken trotzdem beibehalten! Wir liegen in derselben Position, nur hat Bärchen jetzt halt nen Silikonnippel im Mund.
Das Kuscheln ist aber das selbe geblieben. Hab auch gar nicht vor das zu ändern! Es geht abends sooo einfach...warum soll man sich's unnötig schwer machen!?
Re: Einschlafstillen pro und con
Verfasst: 30.05.2013, 20:58
von 08u11
Weil Du explizit nach kritischen Meinungen fragst, meine Erfahrungen mit meinem Großen:
Der wurde einschlafgestillt bis etwas über 15 Monate. Ich dachte lange Zeit: irgendwann schläft der von selbst durch - war aber nicht, im Gegenteil. Irgendwann war ich fix und fertig und (vor allem) meine Brustwarzen völlig blutig gebissen. Stillen ging nur noch mit starken Schmerzen. Da habe ich dann ziemlich rasch abgestillt. Waren zwei unschöne Nächte - natürlich mit viel Körperkontakt und kuscheln, aber eben ohne Stillen. Vielleicht nicht tragisch, aber hätte eigentlich nicht sein müssen. Dann war das neue Ritual etabliert und seither schläft das Kind durch. Allerdings: er war dann eben auch abgestillt - was durchaus einige Nachteile hat.
Bei Nr. 2 haben wir stillen und einschlafen deshalb recht rasch getrennt (so ca. ab 5 Mon.). In dem Alter ging das völlig ohne Tränen bei uns. Tagsüber wurde lange getragen (manchmal immer noch), abends Hand gehalten und gekuschelt. J. schläft meistens von selbst durch, seit er ca. 11 Mon. alt ist. Manchmal stillt er am frühen morgen (gegen 5), ganz selten auch noch ein zweites Mal. Das ist okay für mich. Ich weiß, wenn ich mal wirklich nicht stillen will (weil mir das wehtut), kriege ich ihn auch anders beruhigt (ging bei A. nicht). Und der große Vorteil: J. stillt immer noch. Einschlafstillen würde zwar nicht mehr funktionieren, aber trösten oder ein paar Abwehrstoffe zum gesund bleiben/werden gibt's immer noch.
Papa/Krippe/.... müssen ohnehin ihr eigenes Ritual finden. Da sehe ich keine großen Unterschiede.
Der große Nachteil bei uns: der Schnuller. Der wird gerade etwas zu sehr geliebt

Mein Fazit wäre deshalb: Grundsätzlich fnde ich die Trennung von Einschlafen und Stillen und würde es wieder so machen, allerdings würde ich bei einem weiteren Kind gern auf den Schnuller verzichten. Wie das zusammengeht? Keine Ahnung.
Re: Einschlafstillen pro und con
Verfasst: 30.05.2013, 21:04
von kilianmami
Eigentlich finde ich es auch sehr praktisch, doch an Tagen wie heute, an deneb ich k.o. bin frage ich mich ob es wirklich sinnvoll ist. Seit Tagen verbringe ich jeden Abend bis zu 2 Stunden im Bett mit Einschlafstillen und muss gestehen ich bin genervt. Wir hatten mal eine Phase in der es schneller ging. Ganz häufig fällt es mir schwer überhaupt nochmal aufzustehen. Ich habe das Gefühl mir selbst nicht mehr gerecht zu werden und Kommunikation mit meinen Mann gibt es kaum nich (mein Mann kommt heim, wenn die Kinder ins Bett gehen weil sie müde sind) Um dem Grossen überhaupt gerecht zu werden schlafen wieder beide Kinder bei uns und uch bringe die zeitgleich ins Bett. Erst den Großen und dann den Kleinen ins Bett bringen funktioniert nicht (Dauergebrüll vom Kleinen)
Sen Kleinen im Wohnzimmer in den Schlaf stillen endet mittlerweile auch in Gebrüll da ihn jegliche Kommunikation abends stört und ich dann ewig mit ihm kaufen muss. Tagsüber klappt es super und zügig auch wenn der Grosse um uns herum springt. Warum dauert es wohl abends so ewig?
Re: Einschlafstillen pro und con
Verfasst: 30.05.2013, 21:15
von MarinaG
Einschlafstillen ist doch das normalste und das natürlichste der Welt. Ich stille meinen 25-monatigen Sohn immernoch, auch abends zum Einschlafen (was für uns beide ein schönes Ritual ist), tagsüber kann er meistens auch ohne Stillen einschlafen, auch mitten im Spiel.
Re: Einschlafstillen pro und con
Verfasst: 30.05.2013, 21:45
von kilianmami
Darf ich mal fragen wieviel Zeit das Einschlafstillen bei Euch in Anspruch nimmt?
Re: Einschlafstillen pro und con
Verfasst: 30.05.2013, 22:35
von Novalia
kilianmami hat geschrieben:Darf ich mal fragen wieviel Zeit das Einschlafstillen bei Euch in Anspruch nimmt?
zwischen 10 Minuten und zwei Stunden

Wobei Leo meist recht schnell einschläft. Also nach 20 bis 30 Minuten bin ich fast immer wieder draußen. Wenn er sehr überdreht ist, kann es auch mal länger dauern, wobei ich jetzt angefangen habe, Leo dann nochmal ins Känguruh zu nehmen. Dann geht es meist schnell
