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Re: 10 Monate, stillt zu wenig, nimmt ab

Verfasst: 22.05.2013, 12:55
von 08u11
teledame hat geschrieben: ich hab ihm halt schonmal wenn er richtig zugebissen hat die milch abgepumpt und ihm mit der flasche gegeben, kann ihn ja nicht hungern lassen
Das klingt nach 'nem Teufelskreis. Ich hätte jetzt nämlich den Verdacht, dass das Kind deshalb beist, weil es durch die künstlichen Sauger eine falsche Trinktechnik gewohnt ist, bzw. denkt, beissen wäre okay (die Flasche schreit ja nicht) - dann Milch in der Flasche anzubieten, ist natürlich kontraproduktiv. Lieber das beissen abgewöhnen. Ich würde auch sagen: Flasche weglassen. Die Kinder lernen sehr schnell, aus einem Becher zu trinken und jetzt wird es ja (hoffentlich) Sommer, da sind ein paar Wassertropfen auch nicht so wild.
Deine Bedenken wegen der Verstopfung kann ich allerdings verstehen - allerdings auch hier ein Verdacht: kann es sein, dass Dein Sohn nicht von der Beikost zu satt ist, sondern vom vielen Wassertrinken? Was, wenn er nur ein bisschen Wasser aus dem Becher bekommt und den Rest stillt?

Bin mal gespannt, was die Expertinnen zum Gewicht sagen. Meine Erfahrungen sind nämlich ähnlich wie die von nido56.

Re: 10 Monate, stillt zu wenig, nimmt ab

Verfasst: 22.05.2013, 13:45
von jusl
Hallo teledame,

Deine Sorgen sind ganz bestimmt unbegründet:
15.4. 8850 gr.
und jetzt gehts abwärts, er hatte 3-Tage Fieber und verlor 200 gr.
15-5. 8700 gr und immer noch 72 cm
Es ist doch viel plausibler, dass er wegen seiner Erkrankung abgenommen hat (praktisch alle Menschen verlieren während Krankheitsphasen etwas Gewicht), und nicht wegen seines Ess- oder Stillverhaltens.
Er war krank, nahm ganz normal ab, und demnächst wird er das wieder aufholen.
Nun isst er doch seit ca 2. Wochen sehr regelmässig und gut 3 mal am Tag Frühstück, Mittagessen, Abendessen und dazwischen geb ich ihm Wasser und Brot oder Breze in die Hand, oder Gurke, oder Hirseflipps etc.
Für ein 10 Monate altes Baby isst er doch super. Und ganz schön viel ;-) - kein Wunder also, dass das Stillen da zunehmend in den Hintergrund tritt.
Seit einigen Tagen fällt mir aber auf, das er echt immer weniger stillt, in der Nacht 1mal noch in den Morgenstunden, dafür da sehr ausgiebig..
aber Tagsüber kaum noch, d.h. Vormittag ganz kurz, evtl. Nachmittag nochmal kurz und zum Schlafengehen. Das wars.
Ich zähle: nachts, morgen, vormittags, nachmittags, Schlafengehen. 5x - das ist eine ganz normale Häufigkeit für ein 10 Monate altes Baby.
Er muss ja nicht wöchentlich 100 gramm zunehmen, aber so auf 4 Wochen gerechnet sollte halt schon ein Aufwärtstrend erkennbar sein oder?
Nein. Dein Baby ist kein Leichtgewicht, und im zweiten LHJ ist es völlig normal, dass ein Baby wochenlang gar nichts zunimmt (auch bei Kindern, die viel essen und viel stillen). Mein Kind hat von 6-12 Monate auch nur ein paar hundert Gramm zugenommen, reichlich essend, reichlich stillend, bei bester Gesundheit. Anstatt "sehr dick" wie mit 6 Monaten war es mit 12 Monaten dann eben nur noch "dick". ;-) Und da waren nicht bloß Wochen, sondern Monate ohne erkennbare Gewichtszunahme dabei. Das ist nicht schlimm.
Ich hab jetz nie so drauf geachtet ihn vorher zu stillen, meistens hab ich ihn nach dem essen noch gestillt, weil er es auch wollte, das will er jetzt kaum noch, hab ich ihn versehentlich abgestillt mit der Beikost?
Du hast das Stillen zunehmend duch Beikost ersetzt. Das ist durchaus in Ordnung, er zeigt ja immernoch eine normale Stillhäufigkeit für sein Alter, bekommt also "genug Milch" ab. Der Punkt liegt eher im Stillverhalten:
Mir kommt s schon fast so vor als würd er die Flasche lieber wollen als die Brust. Gestern waren wir unterwegs und er wollte trinken.. Ich leg ihn an, er dreht den Kopf weg und weint, ich geb ihm die Wasserflasche, er trinkt sie auf ex leer 150 ml.
Das weist sehr deutlich auf eine zunehmende, schlichte Ungewöhnung hin. Dein Sohn kennt Flaschen, Hütchen und Schnuller. Schnuller und Flasche bekommt er regelmäßig. Bei der Flasche zeigt er inzwischen eine Vorliebentendenz. Umgewöhnung, das liegt als Ursache des Problems eindeutig am nächsten. Der Begriff "Saugverwirrung" passt da nicht ganz - Saugverwirrung bezeichnet für gewöhnlich TECHNISCHE Schwierigkeiten, mit unterschiedlichen Saug-Schluck-Vorgängen klarzukommen.
Durch die Einführung und regelmäßige Nutzung von Saugflaschen kann es neben technischer Saugstörungen auch einfach zu einer Umgewöhnung kommen. Das ist überhaupt nicht selten - die meisten Kinder werden auf exakt diese Weise "hierzulande ganz normal" im ersten Lebensjahr abgestillt.

Dass das nächtliche Stillen (noch) gut klappt, ist auch in Ungewöhnungsphasen normal. Das Stillen fällt dann weg, sobald das Kind zufällig häufiger durchschläft oder wenn die Ungewöhnung zur Flasche hin vollständig ist.

Wenn Abstillen irgendwann demnächst in Ordnung für Dich ist, brauchst Du nichts weiter zu tun und kannst es einfach so weiter laufen lassen. Säuglingsmilch braucht Dein Baby definitiv nicht mehr, nähere Infos dazu findest Du in unserer Grundinfo Beikosteinführung. Falls es Dir aber wichtig ist, noch länger zu stillen, wäre es definitiv ratsam, sofort auf künstliche Sauger zu verzichten (wenn möglich auch auf Schnuller) und auf diese Weise zu versuchen, ihn wieder an die Brust rückzugewöhnen.
dann muss ich das wasserfläschchen weglassen, dann kriegt er aber wieder verstopfung wenn ich weiter beikost gebe...was ist denn die alternative?
Wenn es den Zusammenhang zwischen Wassergabe und Verdauungsproblemen tatsächlich gibt: aus einem ganz normalen Becher trinken, oder einfach von vorneherein Beikost mit höherem Wassergehalt anbieten.
Aus Bechern trinken lernen Babys für gewöhnlich sehr schnell und völlig problemlos - vorausgesetzt, man gibt ihnen auch reichlich Gelegenheit dazu.
ich sehe halt das er mir abnimmt ohne muttermilch
Woran denn?? Hast Du noch mehr Gewichtsdaten als die aus Deinem Ursprungsposting?

LG
Julia

Re: 10 Monate, stillt zu wenig, nimmt ab

Verfasst: 22.05.2013, 15:58
von teledame
Hallo,
also so ist das nicht, man liest Schnuller und Flasche und schon meint man das er nur das kennt. So ist das nicht, er kennt den Schnuller seit er auf der Welt ist ja, aber er will ihn eigentlich jetzt nur noch beim Autofahren, sonst fast nie...
die Flasche kennt er auch seit er auf der Welt ist, ja, aber zuhause hat er in den ersten 4 Wochen nur die Flasche mit Mumi bekommen und Stillhütchen getrunken, dann nur noch Brust und nur am WE hat der Papa am Abend mal 1 Flasche Mumi gegeben. Das machen wir die letzten 3 Monate schon gar nicht mehr.
Das Wasser im Fläschen hab ich jetzt so vielleicht 2 Wochen gereicht, seitdem ist der Stuhl auch weich geworden, Vorher musste er Movicol nehmen weil er sich wochenlang mit Verstopfung quälte und ich Babylax geben musste etc.

klar hat er wegen der Erkrankung erstmal 200 gr. abgenommen und davon nur 100 gramm wieder aufgeholt. aber das ist jetzt auch schon über 4 wochen her.
Wenn er tagsüber stillt, dann nicht mal 5 min. vielleicht 1-2 min. Heute war es anders, da wollte er im Auto was, hab ich gemacht, und vorm Mittagessen wollte er auch ein bischen. Gut. Nun hab ich heut Wasser mit Becher angeboten, das ist halt ne Überschwemmung weil er sich eher damit duscht als zu trinken... er will es selber machen, ihm den becher an den mund geben, da wird er grantig.
Wie mach ich es unterwegs ihm Wasser zu geben? Was der Arzt dazu sagt erfahre ich morgen, aber ich höre schon die Worte, seien Sie doch froh wenn Sie nicht mehr stillen müssen :-(
Ich will ihm eigentlich keine Folgemilch geben müssen und des nächtens auch noch aufstehen, bisher war alles schön stressfrei. Ich will schn weiter stillen, bis er wirklich keine Milch mehr braucht. Nur mit der Beikost allein wird das sicher nix, wenn er schon mit Stillen und Beikost nicht schwerer wird!
gruss
Daniela

Re: 10 Monate, stillt zu wenig, nimmt ab

Verfasst: 22.05.2013, 16:37
von jusl
klar hat er wegen der Erkrankung erstmal 200 gr. abgenommen und davon nur 100 gramm wieder aufgeholt. aber das ist jetzt auch schon über 4 wochen her.
Hast Du dazu noch Daten? Sorry, ich find die nicht.
Ich will ihm eigentlich keine Folgemilch geben müssen und des nächtens auch noch aufstehen, bisher war alles schön stressfrei. Ich will schn weiter stillen, bis er wirklich keine Milch mehr braucht
Da kann wirklich nur dazu geraten werden, künstliche Sauger wegzulassen. Sorry, einen Geheimtrick gibt es da nicht. Ein Zusammenhang mit der bisherigen Verwendung künstlicher Sauger und mit der vielen Beikost ist jedenfalls am naheliegendsten.
Folgemilch ist bereits JETZT schon NICHT MEHR NÖTIG, weil Dein Baby bereits sehr viel Beikost isst. Schau noch mal in den Grundinfo Beikost -Link; da findest Du ausführliche Info dazu.
Nur mit der Beikost allein wird das sicher nix, wenn er schon mit Stillen und Beikost nicht schwerer wird!
Den Satz verstehe ich nicht, kannst Du das noch mal genauer erklären?
Das Wasser im Fläschen hab ich jetzt so vielleicht 2 Wochen gereicht, seitdem ist der Stuhl auch weich geworden, Vorher musste er Movicol nehmen weil er sich wochenlang mit Verstopfung quälte und ich Babylax geben musste etc.
Berücksichtige, dass nur weil es mal Probleme mit der Verdauung GAB, diese keineswegs dauerhaft IMMER bestehen müssen. Verdauungsprobleme im Säuglingsalter können oft einfach als körperliche Unreife interpretiert werden; das wächst sich von allein aus. Es ist sehr gut möglich, dass er inzwischen gar kein "extra Wasser" mehr braucht, um ganz normal verdauen und ausscheiden zu können.
Nun hab ich heut Wasser mit Becher angeboten, das ist halt ne Überschwemmung weil er sich eher damit duscht als zu trinken... er will es selber machen, ihm den becher an den mund geben, da wird er grantig.
Ähm, also etwas ÜBEN müssen Babys schon dürfen... ;-) Einfach SEHR WENIG Wasser in einen Becher tun, und dann das Baby einfach machen lassen, x mal am Tag. Irgendwann im Juni kann er's dann, ganz bestimmt.

LG
Julia

Re: 10 Monate, stillt zu wenig, nimmt ab

Verfasst: 22.05.2013, 17:19
von teledame
jusl hat geschrieben:
klar hat er wegen der Erkrankung erstmal 200 gr. abgenommen und davon zunächst 100 gramm wieder aufgeholt. aber das ist jetzt auch schon über 4 wochen her.
Hast Du dazu noch Daten? Sorry, ich find die nicht.

1.4. 8540 gr
15.4. 8850 gr.
da hat er prächtig zugenommen gehabt...

am 13.4. ging das Fieber los, da war er eigentlich schon knapp an der 9kg Marke, dann hatte eine Woche später 200 gramm weniger also 8650,
die hat er dann nicht mehr aufgeholt, nur 100 gramm zunächst in 2 Wochen

15-5. 8700 gr und immer noch 72 cm im Stehen gemessen.

und jetz hat er am 15.5. immer noch 8700 gr. ,hat also wieder 50 gramm abgenommen. obwohl er gut isst, obwohl wir stillen... Das macht mir einfach Sorgen! warum nimmt er ab, wenn er mehr Kalorien zu sich nimmt? In der Früh z.b. einen Teller mit Haferflocken gekocht 1 TL Beikostöl mit Mumi angemacht und Pflaume-BirneGläschen halb drinnen unterrührt..., Mittag Nudeln mit Rindfleisch und Beikostöl, dazu Salatgurke oder Tomate, danach Obst, Mango gerieben oder Papaya gelöffelt
Abends ne halbe Avocado gelöffelt und Griesbrei mit Mumi angemacht, dazwischen Brot oder Breze oder Dinkelwaffeln geknabbert, und vor oder nachden Mahlzeiten gestillt, zwar nur kurz, aber Nachts dafür lange und in den Morgenstunden auch.
Ich will ihm eigentlich keine Folgemilch geben müssen und des nächtens auch noch aufstehen, bisher war alles schön stressfrei. Ich will schn weiter stillen, bis er wirklich keine Milch mehr braucht
Da kann wirklich nur dazu geraten werden, künstliche Sauger wegzulassen. Sorry, einen Geheimtrick gibt es da nicht. Ein Zusammenhang mit der bisherigen Verwendung künstlicher Sauger und mit der vielen Beikost ist jedenfalls am naheliegendsten.

dann lass ich die Sauger weg und mach mit Becher, aber was mach ich unterwegs? Letztens waren wir unterwegs und er wollte die Brust nicht, das Wasserfläschchen hat er aber geleert auf ex! Wäre das jetzt Mumi gewesen hätte er wenigstens was im Bauch gehabt.

Folgemilch ist bereits JETZT schon NICHT MEHR NÖTIG, weil Dein Baby bereits sehr viel Beikost isst. Schau noch mal in den Grundinfo Beikost -Link; da findest Du ausführliche Info dazu.
Nur mit der Beikost allein wird das sicher nix, wenn er schon mit Stillen und Beikost nicht schwerer wird!
Den Satz verstehe ich nicht, kannst Du das noch mal genauer erklären?

na weil ich doch stille und ihm beikost gebe, und er dennoch nicht mehr zunimmt sondern ab, wenn ich jetzt nur noch beikost gebe ohne milch dann wird er ja noch dünner!!! Lass ihn nochmal krank werden dann verliert er wieder Gewicht, das kann ja nicht gut sein... ich spür ja schon seine Rippen wenn ich ihn hochheb!
Das Wasser im Fläschen hab ich jetzt so vielleicht 2 Wochen gereicht, seitdem ist der Stuhl auch weich geworden, Vorher musste er Movicol nehmen weil er sich wochenlang mit Verstopfung quälte und ich Babylax geben musste etc.
Berücksichtige, dass nur weil es mal Probleme mit der Verdauung GAB, diese keineswegs dauerhaft IMMER bestehen müssen. Verdauungsprobleme im Säuglingsalter können oft einfach als körperliche Unreife interpretiert werden; das wächst sich von allein aus. Es ist sehr gut möglich, dass er inzwischen gar kein "extra Wasser" mehr braucht, um ganz normal verdauen und ausscheiden zu können.

Nein das ist nicht möglich, weil ich das ja jeden Tag sehe, wenn er einmal weniger als 60 ml trinkt (Wasser) dann hat er wieder steinharte Kötel und er quält sich damit, das geht schon ewig so... Nur wenn ich jeden Tag eine frische Feige gebe, die ich nicht immer bekomme und eben wenn er Wasser trinkt wirds es annehmbar. Ich versteh ja auch nicht warum er extra Wasser braucht wenn ich stille, aber anscheinend braucht er es.
Nun hab ich heut Wasser mit Becher angeboten, das ist halt ne Überschwemmung weil er sich eher damit duscht als zu trinken... er will es selber machen, ihm den becher an den mund geben, da wird er grantig.
Ähm, also etwas ÜBEN müssen Babys schon dürfen... ;-) Einfach SEHR WENIG Wasser in einen Becher tun, und dann das Baby einfach machen lassen, x mal am Tag. Irgendwann im Juni kann er's dann, ganz bestimmt.

ja klar muss er üben können, aber xmal am Tag kann ich ihn nicht umziehen, wenn er wieder tropft... das geht zu den 3 Hauptmahlzeiten ja noch, aber sonst ist das nicht umsetzbar. Ich weis auch nicht, soll ich ihm öfter was zu essen geben? 5mal am Tag ? oder weniger und dafür mehr stillen versuchen? er soll einfach nicht abnehmen, sondern zunehmen das ist doch ganz normal oder nicht?

LG
Daniela

Re: 10 Monate, stillt zu wenig, nimmt ab

Verfasst: 22.05.2013, 17:37
von kerstin10
Hallo Daniela,

Hast Du schon mal die Gewichtsentwicklung in die WHO-Kurve der Etwicklung von Babies eingetragen? Hier im SuT gibt es einen Link dazu. Ich habe es zwar nicht getan, aber vielleicht sieht dann die Gesamtgewichtsentwicklung von deinem Sohn ja auch für Dich gut aus. Ich fand das bei meinem Sohn immer ganz beruhigend.

Ansonsten würde ich an Deiner Stelle, wenn Du Dir wegen der Flüßigkeit Bedenken hast, eben auf flüßigkeitsreiche Beikost achten, wie jusl schreibt, Brei oder auch Gurken (die bestehen vor allem aus Wasser und Sohnemann bleibt sauber) und eher weniger Reiswaffel. Oder was zu Euch so paßt.

LG, Kerstin

Re: 10 Monate, stillt zu wenig, nimmt ab

Verfasst: 22.05.2013, 17:51
von jusl
Ich versuch mal, das Zitierknäuel zu entwirren :lol: , also der Reihe nach:
1.4. 8540 gr
15.4. 8850 gr.
da hat er prächtig zugenommen gehabt...
Aber gaaaanz sicher nicht 300 g innerhalb 2 Wochen. ;-) Einer der beiden Werte ist mit Sicherheit nicht korrekt.
(Und das wäre völlig normal, denn Messwerte sind IMMER mit Fehlern behaftet, das ist unvermeidlich. Aus diesem Grund kann man die Gewichtsentwicklung zwischen zwei Werten NIEMALS aus NUR diesen beiden Werten ermitteln, das ist methodisch einfach nicht statthaft. Sondern dazu braucht man immer mehrere Werte, Messreihen, anders geht es nicht. Ausführliche Infos dazu findest Du in unserer Grundinfo zum Wiegen und Gewichtsentwicklung.)


am 13.4. ging das Fieber los, da war er eigentlich schon knapp an der 9kg Marke, dann hatte eine Woche später 200 gramm weniger also 8650,
die hat er dann nicht mehr aufgeholt, nur 100 gramm zunächst in 2 Wochen

15-5. 8700 gr und immer noch 72 cm im Stehen gemessen.

und jetz hat er am 15.5. immer noch 8700 gr. ,hat also wieder 50 gramm abgenommen. obwohl er gut isst, obwohl wir stillen... Das macht mir einfach Sorgen!
Wie gesagt, da kann ich mich nur wiederholen: SO funktioniert Gewichtsdatenanalyse einfach nicht. Ob ein 10 Monate altes Baby "50 g abgenommen" hat, kann man im häuslichen Bereich praktisch überhaupt nicht messen! Das sind drei Fingerhüte voll Urin, die diesen Unterschied ausmachen können.
Alles was in dem Alter im Bereich 100-200 g an Unterschieden gemessen wird, kann unter "ganz normale Schwankung" verbucht werden. Eine "echte" Zu- oder Abnahme kann man so jedenfalls NICHT ERMITTELN, dafür muss man methodisch anders messen, siehe Link.
In der Früh z.b. einen Teller mit Haferflocken gekocht 1 TL Beikostöl mit Mumi angemacht und Pflaume-BirneGläschen halb drinnen unterrührt..., Mittag Nudeln mit Rindfleisch und Beikostöl, dazu Salatgurke oder Tomate, danach Obst, Mango gerieben oder Papaya gelöffelt
Abends ne halbe Avocado gelöffelt und Griesbrei mit Mumi angemacht, dazwischen Brot oder Breze oder Dinkelwaffeln geknabbert, und vor oder nachden Mahlzeiten gestillt, zwar nur kurz, aber Nachts dafür lange und in den Morgenstunden auch.
So viel isst meine Achtjähige nicht. ;-) Bei einem derartig viel essenden Baby (das dazu auch noch mehrmals in 24 Stunden stillt!) brauchst Du Dir um dessen Gewichtsdaten ÜBERHAUPT KEINE Gedanken zu machen.
na weil ich doch stille und ihm beikost gebe, und er dennoch nicht mehr zunimmt sondern ab, wenn ich jetzt nur noch beikost gebe ohne milch dann wird er ja noch dünner!!!
Aber wie kommst Du denn darauf?? Ein Baby verhungert doch nicht freiwillig, das ist ausgeschlossen. Du könntest HEUTE mit Stillen aufhören und auch KEINERLEI Milch geben, und TROTZDEM würde er problemlos genug essen und gesund großwerden. Er würde einfach ein klein wenig mehr essen, als er ohnehin schon tut.
Lass ihn nochmal krank werden dann verliert er wieder Gewicht, das kann ja nicht gut sein...
Natürlich wird er noch mal krank werden, wohl noch 100 mal in seiner Kindheit. ;-) Dann verliert er vielleicht ein wenig Gewicht, aber wie jedes ansonsten wieder gesunde Kind wird er das wieder aufholen. Das ist wirklich nicht dramatisch und ohne medizinische Relevanz.
Nein das ist nicht möglich, weil ich das ja jeden Tag sehe, wenn er einmal weniger als 60 ml trinkt (Wasser) dann hat er wieder steinharte Kötel und er quält sich damit, das geht schon ewig so... Nur wenn ich jeden Tag eine frische Feige gebe, die ich nicht immer bekomme und eben wenn er Wasser trinkt wirds es annehmbar. Ich versteh ja auch nicht warum er extra Wasser braucht wenn ich stille, aber anscheinend braucht er es.
Aber das ist doch eine Frage der ENTWICKLUNG!.. Meinst Du wirklich, er braucht bis zu einem Lebensende täglich eine frische Feige, um auf Toilette gehen zu können? Das glaube ich nicht. ;-)
Und 60 (oder 100 oder 150) ml lassen sich doch problemlos einfach ins Essen packen. Mach an seinen Brei einfach mehr Wasser dran, dann wird's ein bisschen flüssiger was gar nicht schlimm ist, und er müsste nach Deiner Rechnung dann ja gar nichts mehr extra trinken.
ja klar muss er üben können, aber xmal am Tag kann ich ihn nicht umziehen, wenn er wieder tropft... das geht zu den 3 Hauptmahlzeiten ja noch, aber sonst ist das nicht umsetzbar.
Sind diese Zeilen wirklich ernstgemeint? Meinst Du wirklich, Millionen anderer Mütter ziehen ihre Babys "x mal am Tag" um? Oder geben Wasser nur zu den Hauptmahlzeiten, weil dies anders "nicht umsetzbar" wäre? Es gibt unzählige Babys, die derartig viel sabbern und speicheln, dass sie WIRKLICH "x mal am Tag" umgezogen werden müssen, also das geht schon. ;-) Und es gibt wasserfeste Lätzchen. Und wenn man nur WENIG Wasser in den Becher füllt, so dass mit dem ersten "nach-hinten-Kippen" bereits alles Wasser im Mund landet, kann man wirklich nicht von Komplettdusche sprechen; höchstens von Tropfen oder kleinen Flecken, die nun wirklich nicht schlimm sind.
Ich weis auch nicht, soll ich ihm öfter was zu essen geben? 5mal am Tag ? oder weniger und dafür mehr stillen versuchen?
Also "seltener aber mehr stillen" ist erfahrungsgemäß für kein bekanntes Stillproblem eine gute Lösung. Normalerweise führt extra seltenes Stillen IMMER zum vorzeitigen Abstillen. Wenn Du weiter stillen möchtest, dann würde ich im Gegenteil vorschlagen, tendenziell HÄUFIGER zu stillen, andere Sauggelegenheiten konsequent zu meiden und darauf zu achten, das Kind nicht KOMPLETT mit Beikost so abzufüllen, dass gar kein Appetit mehr fürs Stillen übrig bleibt.
er soll einfach nicht abnehmen, sondern zunehmen das ist doch ganz normal oder nicht?
Naja, vor allem soll er sich doch einfach gesund entwickeln, oder? Mit Freude stillen und essen, und ansonsten einfach seinem Entwicklungstempo folgen. Bislang deutet bei Euch nichts darauf hin, dass es in dieser Hinsicht ein Problem gibt.
Und von "Abnahme" kann bei Eurer Datenlage einfach nicht gesprochen werden, sorry. Schwankungen bei den gemessenen Werten sind völlig normal, und niedrigere Werte nach Krankheit ebenfalls.

Wenn Du Dir nachwievor Sorgen um die Gewichtsentwicklung Deines Kindes machst, dann kannst Du ja mal eine Weile lang mit GUTER METHODIK wiegen und die Daten dokumentieren, und dann analysieren und interpretieren wir die Daten GEMEINSAM. Das biete ich gerne an.

LG
Julia

Re: 10 Monate, stillt zu wenig, nimmt ab

Verfasst: 22.05.2013, 18:02
von Kinsale
Wie wäre es denn unterwegs mit einer Flasche ohne Sauger? Mit diesen Fahrradverschlüssen oder wie das heißt. Wir hatten zB eine von SIGG. Da hat die Große in dem Alter problemlos draus getrunken.

Es gibt sonst auch solche Trinktüllen, da saugen die Kinder auch nicht dran, die kann man aber auf die Babyflaschen schrauben. Ob die Saugverwirrungstechnisch empfehlenswert sind weiß ich aber nicht.

Re: AW: 10 Monate, stillt zu wenig, nimmt ab

Verfasst: 22.05.2013, 18:45
von glockenblümchen
Nur kurz: meine Tochter ist fast gleich alt. Sie entwickelt sich prächtig, ist viel trinkt mal mehr mal weniger, stillt abends morgens und nachts, hat zu dem einen Schnuller den sie kriegt wenn sie ihn braucht. Ich weiß das sie mit 6 Monaten etwa 8 kg hatte seit dem haben wir sie nie gewogen, warum auch, sie ist ja quitsch fidel wach und immer auf Abenteuer aus.

Ich lese aus Deinen Postings das Du Infos die in der Zeit als sie Neugeboren waren wichtig und richtig waren auf die Zeit jetzt überträgst (unsere Maus hat mit 6 Wochen 500g pro Woche zugenommen, Gott sei Dank tut die das nicht mehr. .. :mrgreen:) liege ich da richtig?

Re: 10 Monate, stillt zu wenig, nimmt ab

Verfasst: 22.05.2013, 19:46
von teledame
@jusi
Deine Antwort: Aber gaaaanz sicher nicht 300 g innerhalb 2 Wochen. ;-) Einer der beiden Werte ist mit Sicherheit nicht korrekt.
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Also ich gebs jetzt auf, ich wiege seit der Geburt meines Sohnes zuhause mit einer Digitalen Waage mein Kind selbst nach genau immer dem gleichem Schema!
Wenn Du mir die Daten nicht glaubst, was soll ich dann noch schreiben.
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Deine Antwort:
Wie gesagt, da kann ich mich nur wiederholen: SO funktioniert Gewichtsdatenanalyse einfach nicht. Ob ein 10 Monate altes Baby "50 g abgenommen" hat, kann man im häuslichen Bereich praktisch überhaupt nicht messen! Das sind drei Fingerhüte voll Urin, die diesen Unterschied ausmachen können.
Alles was in dem Alter im Bereich 100-200 g an Unterschieden gemessen wird, kann unter "ganz normale Schwankung" verbucht werden. Eine "echte" Zu- oder Abnahme kann man so jedenfalls NICHT ERMITTELN, dafür muss man methodisch anders messen, siehe Link.
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ne sorry, da kann ich jetz nur noch mit dem Kopf schütteln, mein Sohn wiegt so wie ich geschrieben habe.
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Deine Antwort:
So viel isst meine Achtjähige nicht. ;-) Bei einem derartig viel essenden Baby (das dazu auch noch mehrmals in 24 Stunden stillt!) brauchst Du Dir um dessen Gewichtsdaten ÜBERHAUPT KEINE Gedanken zu machen.
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wenn er soooviel isst, wie Du sagst, warum nimmt er dann ab? oder zumindest nicht zu ? Wieviel soll er bitte essen oder stillen damit er zunimmt???
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Deine Antwort:
Aber wie kommst Du denn darauf?? Ein Baby verhungert doch nicht freiwillig, das ist ausgeschlossen. Du könntest HEUTE mit Stillen aufhören und auch KEINERLEI Milch geben, und TROTZDEM würde er problemlos genug essen und gesund großwerden. Er würde einfach ein klein wenig mehr essen, als er ohnehin schon tut.
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das finde ich ehrlich gesagt nen Witz!
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Aber das ist doch eine Frage der ENTWICKLUNG!.. Meinst Du wirklich, er braucht bis zu einem Lebensende täglich eine frische Feige, um auf Toilette gehen zu können? Das glaube ich nicht. ;-)
Und 60 (oder 100 oder 150) ml lassen sich doch problemlos einfach ins Essen packen. Mach an seinen Brei einfach mehr Wasser dran, dann wird's ein bisschen flüssiger was gar nicht schlimm ist, und er müsste nach Deiner Rechnung dann ja gar nichts mehr extra trinken.
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nein das meine ich nicht, das er bis zu seinem Lebensende eine frische Feige täglich braucht, aber es ging ja darum ob er noch Wasser zusätzlich braucht oder nicht... und das seh ich ja täglich in seiner Windel!
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Deine Antwort: Sind diese Zeilen wirklich ernstgemeint? Meinst Du wirklich, Millionen anderer Mütter ziehen ihre Babys "x mal am Tag" um? Oder geben Wasser nur zu den Hauptmahlzeiten, weil dies anders "nicht umsetzbar" wäre? Es gibt unzählige Babys, die derartig viel sabbern und speicheln, dass sie WIRKLICH "x mal am Tag" umgezogen werden müssen, also das geht schon. ;-) Und es gibt wasserfeste Lätzchen. Und wenn man nur WENIG Wasser in den Becher füllt, so dass mit dem ersten "nach-hinten-Kippen" bereits alles Wasser im Mund landet, kann man wirklich nicht von Komplettdusche sprechen; höchstens von Tropfen oder kleinen Flecken, die nun wirklich nicht schlimm sind.
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ja vergiss es bitte alles wieder, ja ich meine es ernst, das ich mein Kind nicht öfter als 3mal täglich komplett umziehen will!! Body, Strumpfhose T-Shirt, Hose, Socken usw. usw. Das kann er nämlich auch leiden wie die Pest!
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Deine Antwort
Also "seltener aber mehr stillen" ist erfahrungsgemäß für kein bekanntes Stillproblem eine gute Lösung. Normalerweise führt extra seltenes Stillen IMMER zum vorzeitigen Abstillen. Wenn Du weiter stillen möchtest, dann würde ich im Gegenteil vorschlagen, tendenziell HÄUFIGER zu stillen, andere Sauggelegenheiten konsequent zu meiden und darauf zu achten, das Kind nicht KOMPLETT mit Beikost so abzufüllen, dass gar kein Appetit mehr fürs Stillen übrig bleibt.
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Du verstehst gar nicht was ich schreibe... weniger essen hab ich geschrieben, und öfter stillen hab ich gemeint. ich wollte niemals extra selten Stillen, wozu denn??? Ich fülle mein Baby nicht mit Beikost ab! Wenn er essen mag geb ich ihm soviel er mag. das ist ja auch nicht jeden tag gleich!
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Deine Antwort
Und von "Abnahme" kann bei Eurer Datenlage einfach nicht gesprochen werden, sorry. Schwankungen bei den gemessenen Werten sind völlig normal, und niedrigere Werte nach Krankheit ebenfalls.

Wenn Du Dir nachwievor Sorgen um die Gewichtsentwicklung Deines Kindes machst, dann kannst Du ja mal eine Weile lang mit GUTER METHODIK wiegen und die Daten dokumentieren, und dann analysieren und interpretieren wir die Daten GEMEINSAM. Das biete ich gerne an.
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lt. Deinem Link:Die durchschnittliche wöchentliche Gewichtszunahme liegt für gesunde Stillkinder
in den Monaten 6-12 im Bereich 40-110 g.
ja und wo sind die 40 g pro Woche seit April? Soll ich warten bis er ein Pfund weniger hat und dann wieder schreiben???

Du zweiffelst meine Methodik an, glaub mir, ich wiege sehr exakt und hab das teilweise täglich gemacht und buch geführt. Diese Links kenn ich schon seit 10 Monaten und ich führe Tagebuch über Anzahl Windeln, Gewicht etc.
ja ich schreib jetz nix mehr dazu, irgendwie kommen wir nicht zusammen, du verstehst mein problem nicht, meinst es ist alles gut, das seh ich anders. ich finde den link zur Beikost in meinem fall nen witz. demnach könnte ich ja abstillen und er könnte sich nur von beikost ernähren, mh, und wenn er dann noch mehr abnimmt? was ist dann? Und wenn ich dann keine Milch mehr hab? was dann?

ich werd nix mehr schreiben, weil da kann ich auch zu irgendeinen kia gehen, der mir auch irgendwelche komischen sachen sagt die hinten und vorne nicht passen, gegen verstopfung sauerkraut geben und linsen, die schön blähen. ich bin jetz echt ärgerlich!

an die anderen Danke für die Hilfestellungen! das mit der anderen Trinktülle werd ich versuchen...
ansonsten reichts mir jetz erst mal. Wenn mein Kind offensichtlich gut isst und immer noch ein bischen stillt, und dennoch nix zunimmt die ganze Zeit, dann sind das keine Schwankungen für mich. Vorallem nicht wenn er 100 Gramm aufholt und dann wieder 50 verliert über einen Gesamtzeitraum den ich ja schon beobachte. Ich bin morgen eh beim Kia, ich versprech mir aber nicht viel davon, der schaut in seine Tabelle und meint dann auch nur, ist ja alles gut. :roll:
Daniela