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Re: Langes Stillen=Bindungsproblem?

Verfasst: 04.04.2013, 12:47
von klimaforscherin
Vielen Dank für alle Eure Beiträge!
Sehr informativ und teilweise lustig! :lol:
der papa meiner großen fand sogar tragetücher symbolisch fürs "fesseln"...weil mütter die kinder an sich dran binden um sie nicht loszulassen... :roll: ich sagte ihm dann,wenn ich das nicht mache,dann fällt das kind runter... ;)

Re: AW: Langes Stillen=Bindungsproblem?

Verfasst: 04.04.2013, 12:59
von honigtopf2010
klimaforscherin hat geschrieben:Vielen Dank für alle Eure Beiträge!
Sehr informativ und teilweise lustig! :lol:
der papa meiner großen fand sogar tragetücher symbolisch fürs "fesseln"...weil mütter die kinder an sich dran binden um sie nicht loszulassen... :roll: ich sagte ihm dann,wenn ich das nicht mache,dann fällt das kind runter... ;)
Ja, der ist super. Aber auch die Tatsache, dass Antje keine Stute ist. :grin:

Re: AW: Langes Stillen=Bindungsproblem?

Verfasst: 04.04.2013, 13:12
von honigtopf2010
Es ist wirklich schön mit euch zusammen noch einmal Argumente zu sammeln. Nicht, dass ich jemanden agitieren wollte, sondern einfach um bestimmte Dinge für mich selbst noch einmal klarer zu fassen. Ich denke auch immer, dass sie schließlich erst drei ist. Und auch später - ich will ja mit ihr verbunden sein. Auch eng. Was ist bloß los mit unserer Welt, wenn schon Babys selbständig sein sollen :?: . Manchmal, das weiß ich selbst, könnte ich sie schon mehr wagen lassen. Aber das sehe ich und arbeite dran.

Re: AW: Langes Stillen=Bindungsproblem?

Verfasst: 04.04.2013, 13:47
von estival
Ihr schreibt tandemstillen sei von der Natur nicht vorgesehen, warum nicht? Würde mich interessieren :-)

Vom Handy via Tapatalk

Re: AW: Langes Stillen=Bindungsproblem?

Verfasst: 04.04.2013, 14:06
von honigtopf2010
estival hat geschrieben:Ihr schreibt tandemstillen sei von der Natur nicht vorgesehen, warum nicht? Würde mich interessieren :-)

Vom Handy via Tapatalk
Es geht hier um Kinder mit größerem Altersabstand. Nicht um Zwillinge oder Mehrlinge generell. Naturgemäß würde eine Frau nur schwer, eher gar nicht, schwanger in der Stillzeit bzw. hätte keine Milch in der Schwangerschaft. Das liegt wohl einfach an unserer guten Versorgungslage. Zwei bis drei Jahre ist daher der ursprüngliche Abstand zwischen den Geschwistern. Kann man, glaube ich, bei Renz-Polster nachlesen in Menschenkinder.

Re: Langes Stillen=Bindungsproblem?

Verfasst: 04.04.2013, 14:19
von klimaforscherin
"Von der Natur nicht vorgesehen" finde ich da etwas zu pauschal.
Die Großkinder haben ja durchaus einen Nutzen davon, auch unabhängig von unserer Versorgungslage (die ist ja nun nicht in den Genen unserer Kinder eingebaut).

Re: Langes Stillen=Bindungsproblem?

Verfasst: 04.04.2013, 14:23
von jusl
"Von der Natur nicht vorgesehen" finde ich da etwas zu pauschal.
Sicherlich ist dies pauschal. Aber ich habe noch von keinem anderen Säugetier gelesen, dass ältere Geschwister nach der Geburt eines neuen Jungtieres weitergestillt würde; dies gibt dem Natur-Argument sicherlich recht viel Futter.
Eine NORM muss man daraus ja aber nicht automatisch ableiten. Ich kenne auch keine anderen Säugetiere, die von Natur aus Klavier spielen, trotzdem finden es viele Menschen toll, dies zu tun. Das kann fürs Tandemstillen ja genauso gelten. ;-)

LG
Julia

Re: Langes Stillen=Bindungsproblem?

Verfasst: 04.04.2013, 14:33
von klimaforscherin
Jo, da kann man gut drüber philosophieren :lol: Natur, Kultur und so weiter...
Sollte es tatsächlich von der Natur nicht vorgesehen sein - es gibt "schlimmere" kulturelle Blüten: n Ring durch die Nase, Dschungelcamp,....
Oder hübsche: Tragetücher :D, tolle Musik ,...

Re: Langes Stillen=Bindungsproblem?

Verfasst: 04.04.2013, 14:48
von elica
Hm... Ich dachte, schimpansen "lassen auch mal ein grosses nich ran"... Demfall irre ich mich..

Aber zu den Menschenkindern: ich habe wenige Wochen nach der Geburt des kleinen die Grosse (damals 28mt) abgestillt. Gegen ihren willen. Sie hat viel danach gefragt, ein, zwei mal geweint und es ist jetzt z.t. Noch so, dass sie eigentlich gerne nochmal probieren würde - nach 1.5Jahren. Und ich bereue es total! Es war MEIN zeitpunkt, und wegen dem kleinen Bruder. SIE hätte gernenoch weiter gestillt. Ich denke, wenn wir genau auf unser Baichgefühl hören, wissen wir schon, WER da noch stillen möchte.

Und mein Kleiner war vor ein paar Wochen kurz davor, sich abzustillen. Ich wollte das noch nicht, und hab die Brust häufig angeboten. Er trank immer nur zwei Schlucke und stemmte sich dann gegen mich. Zwingen wäre unmöglich gewesen ;-)

Re: Langes Stillen=Bindungsproblem?

Verfasst: 04.04.2013, 14:59
von EhMiws
ich frage mich tatsächlich was langes stillen mit einer bindungsproblematik zu tun hat. Also, ich "sehe" genau so wenig bzw viele eltern mit ihren kindern , die länger gestillt haben und bindungssicher oder probleme haben wie gleichviele die kaum gestillt haben. Meiner Meinung nach kann man das Nähebedürfnis der Kinder sehr gut durch das stillen abdecken. Aber mir ist nicht bekannt dass jemand herausgefunden hat, dass man dies nicht auch anders erfüllen kann-ohne dass dies den Charakter der zweiten Klasse hätte ;)

Bei uns hat sich das stillen bis knapp zum zweiten geburtstag als sehr positiv herausgestellt und obwohl ich meinen sohn selber abgestillt habe, denken wir beide heute positiv an seine "datti" zurück :)