So, da bin ich.
canine hat geschrieben:Ich denke, wegen der Milchmenge muss ich mir keine Sorgen machen, ich habe auch eher zuviel Milch und muss nur an das kleine Maeulchen denken, und die Milch schiesst schon raus. Das war bis vor etwa zwei Wochen auch ein Problem, hat sich jetzt aber etwas eingependelt. Der Tip, zuerst eine Seite 'leeren' fuer etwa 2 - 3 Stunden und dann erst die andere Seite anbieten, war Gold wert. Aber auch jetzt ist es immer noch viel und fuehrt immer noch zu einigen (peinlichen) nassen Flecken auf dem T-Shirt, trotz dicken BHs und Baumwollenpads... aber vielleicht stelle ich mir das auch zu einfach vor? Ich musste anfangs auch etwas Milch ausdruecken, weil's so voll war, dass es weh tat und fand es total schade, die Milch einfach wegzuwerfen, auch wenn's nur wenig war.
Schön, wenn Du Dir wegen der Milchmenge keine Sorgen machen musst

. Das mit dem Auslaufen haben viele Mütter am Anfang - besonders, wenn an der anderen Seite gestillt wird, aber auch zwischendurch. Das pegelt sich früher oder später ein. Wann genau, ist aber von Mutter zu Mutter sehr unterschiedlich. Stilleinlagen gibt es eine Vielzahl auf dem Markt. Wegwerfbare sind oft am BH festklebbar (gegen das Verrutschen) und haben einen Nässeschutz. Es gibt aber auch waschbare Stilleinlagen, die z.B. außen eine Polyurethan-Schicht haben und damit das Durchnässen verhindern. Manche Mütter schwören auf Silikoneinlagen, die durch Druck auf die BW das Auslaufen von vornherein verhindern und kommen damit prima zurecht - bei anderen bilden sich dennoch Milchseen unter den Schalen und sie halten nicht. Oder sie verursachen in einer noch sehr jungen Stillbeziehung auch mal einen leichten Milchstau, eben
weil die Milch nicht herauskann.
Das alles kann man nur ausprobieren. So oder so solltest Du saugfähige Stilleinlagen möglichst bald wechseln, wenn sie sich auf der Haut nass oder sehr feucht anfühlen. Und bei allem nicht vergessen: Dein Baby ist noch sehr jung und Du bist noch im Wochenbett! Im Bett hilft oft auch einfach eine in den BH gestopfte Mullwindel oder ein unter der Mama gefaltetes Handtuch beim Nacktkuscheln mit Baby

Oder nachts beim Schlafen eine ins Unterhemd gelegte gefaltete Mullwindel/Handtuch.
canine hat geschrieben:So ganz problemlos ist das Stillen schon nicht. Am Anfang hatte ich eine generelle Konsultation von einer Still-Spezialistin im Spital (das ist normal und wird allen neuen Muettern angeboten), die war fuer gar nichts. Dann habe ich eine Woche gestillt, ohne recht zu wissen, was ich da mache und weil ich Angst hatte, dass Klein-Canine zuwenig Milch kriegt, habe ich auch schlechtes Andocken akzeptiert. Die Angst war ungerechtfertigt (Klein-Canine entwickelte sich in dieser Woche zum Pummerchen), aber fuehrte natuerlich zu rechten Schmerzen meinerseits. Mir wurde dann eine andere Spezialistin empfohlen, die war absolut perfekt und hat und extrem geholfen. Seither geht es viel besser, auch wenn ich an einigen Tagen immer noch mit wunden Nippeln kaempfe. So langsam brauche ich auch nicht mehr beide Haende zum Stillen...
Schön, wenn das Stillen sich einspielt, Dein Kind gut gedeiht und Du kompetente Hilfe vor Ort gefunden hast - das ist Gold wert! Den Hauptgrund für wunde Brustwarzen hast Du ja schon gefunden (inkorrektes Anlegen) und behoben. Gerade in der Anfangszeit immer wieder auf korrektes Anlegen und gute Körperhaltung des Babys zu schauen (Baby muss den Kopf nicht verdrehen sondern liegt mit Ohren, Schultern und Hüfte in einer Linie, Bauch Dir zugewandt. Mund ist weit offen, Lippen nach außen gestülpt, Zunge liegt über der unteren Kauleiste, Nase und Kinn berühren (fast) die Brust und das Baby hat viel vom Warzenhof mit im Mund - zum Kinn hin mehr als an der Oberlippe), ist die beste Vorbeugung gegen wunde BW. Auch hochreines Lanolin, wie Du es verwendest, ist bei Bedarf eine gute Hilfe. Solltest Du darüber hinaus Tipps und Hilfe brauchen, findest Du in unserer
Linksammlung Stillwissen noch mehr zu wunden Brustwarzen.
canine hat geschrieben:Allerdings habe ich immer noch etwas Muehe mit verschiedenen Positionen. Gestern wollte ich zum ersten Mal das Stillen im Liegen ausprobieren, da muss ich bei Klein-Canine noch etwas Ueberzeugungsarbeit leisten. Das klappt noch nicht so ganz und hat zu einigen lautstarken Protesten ihrerseits und einer wunden linken Seite meinerseits gefuehrt. Irgendwas mache ich da noch falsch.
Das Stillen im Liegen ist eine ganz wunderbare Art, zu genügend Entspannung und Schlaf zu kommen - Dein Kind ist dafür nicht zu klein. Es lohnt sich sehr, da an der Sache dranzubleiben - zumal es einem die Nächte ungemein erleichtert, sobald die Kleinen nachts keinen Stuhlgang mehr haben (und somit kaum noch nachts gewickelt werden müssen) und beginnnen, nachts mehrere Schlafphasen aneinanderzureihen, die nur von Stillmahlzeiten unterbrochen werden. Dann sehen für viele Stillmütter die Nächte nämlich so aus: Kind macht leise Geräusche, Mama wacht kurz halb auf, zieht das neben ihr schlafende Baby zu sich heran, lässt es andocken und döst weiter (wenn sie nicht gleich weiterschläft). Nach dem Stillen schlafen Mama und Baby weiter, ohne das einer von beiden erst richtig wach geworden wäre. Wenn man nicht erst aufstehen oder sich hinsetzen muss, fällt es nämlich wesentlich leichter, wieder in den Schlaf zu finden. Das nachts beim Stillen besonders stark ausgeschüttete Prolaktin hilft zusätzlich dabei.
Dir wurde ja schon ein nützlicher Thread zum Liegendstillen verlinkt. Solltest Du darüber hinaus noch Fragen haben, kannst Du sie gern hier stellen.
canine hat geschrieben:Wegen dem Alleinelassen, das ist natuerlich auch ein guter Punkt, den ich Rabenmutter mir so noch gar nicht bedacht hatte. Es ginge allerdings wirklich hoechstens um etwa 4 - 5 Stunden und wie gesagt, auch hoechstens nur etwa einmal pro Woche. Und sogar da waere Papa und Klein-Canine meistens in der Naehe, ich koennte sie halt einfach weder halten noch stillen. Papa traegt sie bereits oft, wenn er zuhause ist - momentan arbeitet er den halben Tag zuhause und haelt sie auch Haut an Haut. Was ich mir allerdings auch nicht so bedacht habe, ist, ob ich damit klar komme, sie ein paar Stunden nicht an mir zu haben...

Das macht Dich noch lange nicht zur Rabenmutter!!

Wir sind als Mütter doch immer Lernende, und besonders am Anfang und beim ersten Kind gibt es eben besonders viel zu lernen und zu bedenken. Das KANN man gar nicht alles vorher wissen

Solange man für die Signale und Bedürfnisse seines Kindes offen bleibt, wird es einem schon helfen, einen für alle Beteiligten guten Weg (inklusive der vielen unvermeidlichen Fehler

) zu finden

.
Der Umgang von Papa und Klein-Canine liest sich doch schonmal sehr ermutigend

! 4-5 Stunden am Stück können im zarten Alter Deines Babys andererseits durchaus eine sehr lange Zeit ohne Mama sein. Gesunde junge Babys trinken durchschnittlich 8-12 Mal in 24 h. Da nach einiger Zeit gerade nachts schonmal Stillabstände von 3-4 Stunden dabei sein können, ergibt sich ganz logisch, dass Babys zu anderen Zeiten am Tag dann Stillabstände von deutlich weniger als zwei Stunden haben. Manchmal haben sie schon nach einer oder einer halben Stunden wieder ein starkes Stillbedürfnis. Genug abgepumpte/ausgestrichene Milch und ein Papa, der sich wirklich intensiv kuschelnd und tragend ums Baby kümmert, sind schonmal wirklich gut. Wenn ich Dich richtig verstanden habe, gibst Du Kurse und Papa und Baby wären in der Nähe, richtig? Ließe sich evtl. eine kleine Pause in den Kurs einbauen, in der die Teilnehmer z.B. eine kleine Kaffeepause machen und Du Dein Kind in einem Nebenraum in Ruhe stillen kannst? Dann wäre die Zeit schon nur noch halb so lang und die Chancen gut, dass Klein-Canine den Rest der Zeit ganz allein mit Papa schafft.
Ich denke, der zwei-Stunden-Kurs dürfte gut zu machen sein, wenn Du vorher direkt nochmal stillst. Du musst auch nicht warten, dass Dein Baby gerade in dem Moment, in dem Du aufbrechen willst nochmal Hunger bekommt. Viele Babys kommen gut damit zurecht, wenn Mama ihnen Milch schonmal anbietet, bevor sie hungrig werden, und die Stillzeiten somit ihrer Abwesenheitszeit an diesem Tag anpasst.
Ich wünsche Euch eine schöne Stillzeit und Dir viel Erfolg beim Wiedereinstieg in die Arbeit!
LG, blueberry